Mat 1:1 * Rolle [der] Abstammung Jesu Christi, [des] Sohnes Davids, [des] Sohnes Abrahams. Mat 1:2 Abraham zeugte Isaak, Isaak zeugte Jakob, Jakob zeugte Juda, und seine Brüder. Mat 1:3 Juda zeugte Phares und Zara mit der Thamar, Phares zeugte Esrom, Esrom zeugte Aram. Mat 1:4 Aram zeugte Aminadab, Aminadab zeugte Nahasson, Mat 1:5 Nahasson zeugte Salmon, Salmon zeugte Boas mit der Rahab, Boas zeugte Obed mit der Ruth, Obed zeugte Isai. Mat 1:6 Isai zeugte David, den König. Mat 1:7 David zeugte Salomo mit der [Frau] des Uria. Salomo zeugte Rehabeam, Rehabeam zeugte Abia, Abia zeugte Asaph. Mat 1:8 Asaph zeugte Josaphat, Josaphat zeugte Joram, Joram, zeugte Usia. Mat 1:9 Usia zeugte Joatham, Joatham zeugte Achas, Achas zeugte Hiskia. Mat 1:10 Hiskia zeugte Manasse, Manasse zeugte Amos, Amos zeugte Josia. Mat 1:11 Josia zeugte Jechonia und seine Brüder in der Babylonischen Verbannung. Mat 1:12 Nach der Babylonischen Verbannung zeugte Jeochonia Salathiel, Salathiel zeugte Serubabel. Mat 1:13 Serubabel zeugte Abiud, Abiud zeugte Eliakim, Eliakim zeugte Azor. Mat 1:14 Azor zeugte Zadok, Zadok zeugte Achim, Achim zeugte Eliud. Mat 1:15 Eliud zeugte Eleasar, Eleasar zeugte Matthan, Matthan zeugte Jakob. Mat 1:16 Jakob zeugte Joseph; [er war] der Mann der Maria, von der Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird. Mat 1:17 Alle Generationen nun von Abraham bis David [sind] vierzehn Generationen, ebenso von David bis [zu]r Babylonischen Verbannung vierzehn Generationen, und von der Babylonischen Verbannung bis Christus vierzehn Generationen. Mat 1:18 [Mit] der Zeugung Jesu Christi verhielt es [sich] so: [Als] Maria, Seine Mutter, [mit] Joseph verlobt war, fand es sich, ehe sie zusammenkamen, [daß sie] von heiligem Geist schwanger war. Mat 1:19 Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht [an]prangern wollte, beschloß [daher], sie heimlich zu entlassen. Mat 1:20 Als er sich dies überlegte, siehe, [da] erschien ihm [ein] Bote [des] Herrn i[m] Traumgesicht [und] sagte: "Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Mirjam [als] deine Frau zu dir zu nehmen; denn das in ihr Gezeugte ist vo[m] heiligen Geist. Mat 1:21 Sie wird [einen] Sohn gebären, und du sollst Ihm den Namen 'Jesus' geben; denn Er wird Sein Volk von ihren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) retten." Mat 1:22 Das Ganze ist geschehen, damit erfüllt werde, [was] vo[m] Herrn durch den Propheten angesagt war: Mat 1:23 Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein [und] einen Sohn gebären; und man wird Ihm den Namen 'Immanuel' geben das ist verdolmetscht: Mit uns [ist] Gott. Mat 1:24 Als Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie der Bote [des] Herrn ihm Geboten hatte, und nahm [sie als] seine Frau zu sich. Mat 1:25 Er erkannte sie nicht, bis sie [den] Sohn gebar, und gab Ihm den Namen 'Jesus'. Mat 2:1 * Als Jesus zu Bethlehem in Judäa [in] den Tagen des Königs Herodes geboren war, siehe, [da] kamen Magier aus [dem] Morgenland nach Jerusalem [und] fragten: Mat 2:2 " Wo ist Er, der [als] König der Juden geboren wird? Denn wir gewahrten Seinen Stern im Osten und [sind] gekommen, um [vor] Ihm anzubeten". Mat 2:3 Als der König Herodes [dies] hörte, wurde er beunruhigt, und [das] gesamte Jerusalem mit ihm. Mat 2:4 Er [ver]sammelte alle Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en des Volkes [und] erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren würde. Mat 2:5 sie sagten [zu] ihm: "In Bethlehem in Judäa; denn so ist es durch den Propheten geschrieben: Mat 2:6 Und du, Bethlehem [im] Lande Juda, bist mitnichten [die] geringste unter Judas führenden [Städten]. Denn aus dir wird [der] regierende [Herrscher] hervorgehen, der Mein Volk Israel hirten wird." Mat 2:7 Dann berief Herodes heimlich die Magier [und] erforschte genau von ihnen die Zeit, [wann] der Stern erschienen war. Mat 2:8 Darauf sandte er sie nach Bethlehem [und] sagte: "Geht [hin und] ergründet [alles] genau betreffs des Knäbleins; falls ihr [es] findet, berichtet mir, damit auch ich komme und [vor] Ihm anbete" Mat 2:9 Als [sie] den König gehört hatten zogen sie [hin], und siehe, der Stern, den sie im Osten gewahrt hatten, ging ihnen voran, bis er oben über [der Stätte zu] stehen kam, wo das Knäblein war. Mat 2:10 Da [sie] den Stern gewahrten, freuten sie sich [mit] überaus großer Freude. Mat 2:11 Als sie in das Haus kamen, gewahrten sie [auch] das Knäblein mit Maria, Seiner Mutter; [nieder]fallend beteten sie [vor] Ihm an; und ihre Schätze auftuend, brachten sie Ihm Nahegaben dar: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Mat 2:12 Doch [wei]l sie i[m] Traumgesicht Weisung erhielten, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf [einem] anderen Weg in ihre Heimat zurück. Mat 2:13 Nachdem sie zurückgezogen waren, siehe, [da] erschien dem Joseph [ein] Bote des Herrn im Traumgesicht [und] sagte: "Erwache, nimm das Knäblein und Seine Mutter mit dir und fliehe nach Ägypten! Halte [dich] dort [auf], bis ich [es] dir sage; denn Herodes hat vor, das Knäblein zu suchen, um es umzubringen." Mat 2:14 Als [er] erwacht [war], nahm er [noch bei] Nacht das Knäblein und Seine Mutter mit sich und machte sich davon nach Ägypten. Mat 2:15 Dort hielt er [sich auf], bis Herodes verschied, damit erfüllt werde, [was] vom Herrn durch den Propheten angesagt war: Aus Ägypten rufe ich Meinen Sohn. Mat 2:16 Danach gewahrte Herodes, da[ß] er von den Magiern verhöhnt worden war; er ergrimmte sehr und schickte [hin, um] alle Knaben in Bethlehem und in all seinen Grenz[gebiet]en niedermetzeln [zu lassen] (von den Zweijährigen [an] und darunter), entsprechend der Zeit, die er von den Magiern genau erforscht hatte. Mat 2:17 Damals erfüllte sich, [was] durch den Propheten Jeremia angesagt war: Mat 2:18 In Rama hört man Geschrei, Jammern und viel Wehklagen; Rahel jammert [um] ihre Kinder und will keinen Zuspruch, weil sie nicht [mehr da] sind. Mat 2:19 Als Herodes verschieden war, siehe, [da] erschien dem Joseph in Ägypten [ein] Bote [des] Herrn i[m] Traumgesicht [und] sagte: Mat 2:20 "Erwache, nimm das Knäblein und seine Mutter mit dir und geh in [das] Land Israel zurück; denn die, [welche] die Seele des Knäbleins suchten, sind gestorben." Mat 2:21 Als [er] erwacht [war], nahm er das Knäblein und seine Mutter mit sich und zog in [das] Land Israel zurück. Mat 2:22 Da [er] hörte, daß Archelaus anstatt seines Vaters Herodes König [von] Judäa war, fürchtete er sich, dort[hin] zu gehen. Doch [als er] im Traumgesicht Weisung [erhielt], zog er sich in die Gebiete Galiläas zurück. Mat 2:23 So kam er in [eine] Stadt [mit] Namen Nazareth [und] wohnte [dort], damit erfüllt werde, [was] durch die Propheten angesagt war: Man wird Ihn Nazarener nennen. Mat 3:1 * In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf, heroldete in der Wildnis Judas [und] sagte: Mat 3:2 "Sinnet um! Denn das Königreich der Himmel hat sich genaht!" Mat 3:3 Er war nämlich der, [über] den durch den Propheten Jesaja angesagt war: Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis bereitet den Weg [des] Herrn! Macht Seine Straße gerade! Mat 3:4 Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung aus Kamelhaar, mit [einem] ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Nahrung war Heuschrecken und wilder Honig. Mat 3:5 Dann ging Jerusalem, das gesamte Judäa und die gesamte Gegend um den Jordan zu ihm hinaus, Mat 3:6 und sie ließen sich von ihm im Jordanfluß taufen, ihre Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) offen bekennend. Mat 3:7 [Als er] aber viele Pharisäer und Sadduzäer gewahrte, [die] zu seiner Taufe kamen, sagte er [zu] ihnen: Otternbrut! Wer hat euch [zu] verstehen [gegeben], vor dem zukünftigen Zorn fliehen zu [können]? Mat 3:8 Bringt daher Frucht, würdig der Umsinnung! Mat 3:9 Meint nur nicht, [ihr könnte]t bei euch selbst sagen: Wir haben Abraham [zum] Vater. Denn ich sage euch Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Mat 3:10 Die Axt aber liegt schon an der Wurzel der Bäume. Daher wird jeder Baum, [der] nicht edle Frucht trägt, umgehauen und ins Feuer geworfen. Mat 3:11 Denn ich taufe euch in Wasser zur Umsinnung; der aber nach mir kommt, ist stärker [als] ich, [und] ich bin nicht [würdig] genug, I[hm] die Sandalen [nach]zutragen. Er wird euch in heiligem Geist und Feuer taufen. Mat 3:12 [Er ha]t die Worfschaufel in Seiner Hand und wird Seine Tenne säubern und Sein Getreide in Seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird Er [mit] aunauslöschlichem Feuer verbrennen. Mat 3:13 Dann kam Jesus von Galiläa her an den Jordan zu Johannes, um Sich von ihm taufen zu lassen. Mat 3:14 Johannes aber verwehrte [es] Ihm [und] sagte: " Ich bedarf, von Dir getauft zu werden, und Du kommst zu mir?" Mat 3:15 Als Antwort sagte Jesus zu ihm: "Laß [es] jetzt [zu]; denn so geziemt es uns, jede Gerechtigkeit zu erfüllen." Dann ließ er Ihn [gewähren]. Mat 3:16 Getauft stieg Jesus sogleich aus dem Wasser, und siehe, [da] öffneten sich Ihm die Himmel; er gewahrte [den] Geist Gottes wie [eine] Taube herabsteigen und auf Ihn kommen. Mat 3:17 Und siehe, [eine] Stimme aus den Himmeln sagte: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an I[hm] habe Ich Mein Wohl[gefallen]." Mat 4:1 * Dann wurde Jesus vom Geist in die Wildnis hinaufgeführt um vom Widerwirker versucht zu werden Mat 4:2 Als [Er] vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte Ihn zuletzt. Mat 4:3 Da kam der Versucher herzu [und] sagte [zu] Ihm: " Wenn Du Gottes Sohn bist, sage daß diese Steine Brote werden." Mat 4:4 Er aber antwortete: "Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein, wird der Mensch leben, sondern von jedem Wort, [das] durch Gottes Mund ausgeht." Mat 4:5 Dann nahm der Widerwirker Ihn mit sich in die heilige Stadt, stellte Ihn auf den Flügel der Weihe[stät]te Mat 4:6 und sagte [zu] Ihm: "Wenn Du Gottes Sohn bist, [so] wirf Dich hinab! Denn es ist geschrieben Seinen Boten wird Er Deinenthalben gebieten, und auf [ihren] Händen werden sie Dich aufheben, damit Du Deinen Fuß nicht an [einen] Stein stoßest." Mat 4:7 Jesus entgegnete ihm: "Wiederum steht geschrieben: Du sollst [den] Herrn, deinen Gott, nicht [auf die] Probe [stellen]." Mat 4:8 Nochmals nahm der Widerwirker Ihn mit sich auf [einen] sehr hohen Berg, zeigte Ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit Mat 4:9 und sagte [zu] Ihm: "Alle diese werde ich Dir geben, wenn Du [nieder]fallend [vor] mir anbetest." Mat 4:10 Dann sagte Jesus zu ihm: "Geh [fort], Satan; denn es steht geschrieben: [Den] Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und Ihm allein Gottesdienst darbringen." Mat 4:11 Dann verließ Ihn der Widerwirker. Und siehe, Boten kamen herzu und dienten Ihm. Mat 4:12 Nachdem [Er] gehört hatte, daß Johannes überantwortet worden war, zog Er sich nach Galiläa zurück. Mat 4:13 Er verließ Nazareth, kam nach Kapernaum und wohnte [dort. Es liegt] am See i[m] Grenzgebiet [von] Sebulon und Naphtali damit erfüllt werde, Mat 4:14 [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war: Mat 4:15 [Das] Land Sebulon und [das] Land Napthali, [der] Weg [am] See jenseits des Jordan, [das] Galiläa der Nationen Mat 4:16 das Volk das in Finsternis sitzt, gewahrte [ein] großes Licht; denen, [die] i[m] Land und Schatten [des] Todes sitzen, ihnen geht Licht auf. Mat 4:17 Von da [an] begann Jesus zu herolden und zu sagen: "Sinnet um! Denn das Königreich der Himmel hat sich genaht!" Mat 4:18 Als [Er] am See Galiläas wandelte, gewahrte Er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder [ein] Beutelnetz in den See werfen; Mat 4:19 denn sie waren Fischer. Da sagte Er zu ihnen: "Herzu, hinter mir [her]! Ich werde euch zu Menschenfischern machen." Mat 4:20 Und sofort verließen sie [ihre] Netze und folgten Ihm. Mat 4:21 Von dort weiterschreitend, gewahrte Er zwei andere Brüder, Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, [wie sie] im Schiff mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze zurechtlegten. Mat 4:22 Da berief Er sie, und sofort verließen sie das Schiff und ihren Vater und folgten Ihm. Mat 4:23 Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen, heroldete das Evangelium des Königreichs und heilte jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit unter dem Volk. Mat 4:24 Die Kunde [von] Ihm ging in ganz Syrien aus, und man brachte alle zu Ihm, die [mit] mancherlei Krankheiten und bedrückenden Qualen übel daran waren, wie dämonisch Besessene, Fallsüchtige und Gelähmte, und Er heilte sie. Mat 4:25 Ihm folgten große Scharen aus Galiläa, [den] Zehn Städten, Jerusalem, Judäa und [von] jenseits des Jordan. Mat 5:1 * Als [Er] die Scharen gewahrte, stieg Er auf den Berg hinauf; dort setzte Er sich, [und] Seine Jünger kamen zu Ihm. Mat 5:2 Er tat Seinen Mund auf, lehrte sie [und] sagte: Mat 5:3 "Glückselig im Geist [sind] die Armen; d[enn] ihrer ist das Königreich der Himmel. Mat 5:4 Glückselig [sind], die nun trauern; d[enn] ihren soll zugesprochen werden. Mat 5:5 Glückselig [sind] die Sanftmütigen; d[enn] ihnen soll das Land zugelost werden. Mat 5:6 Glückselig [sind], die [nach] Gerechtigkeit hungern und dürsten; d[enn] sie sollen gesättigt werden. Mat 5:7 Glückselig [sind] die sich Erbarmenden; d[enn] sie sollen Erbarmen [erlang]en. Mat 5:8 Glückselig [sind] die im Herzen Reinen; d[enn] sie sollen Gott sehen. Mat 5:9 Glückselig [sind] die Friedensstifter; d[enn] sie sollen Söhne Gottes genannt werden. Mat 5:10 Glückselig [sind], die [der] Gerechtigkeit wegen verfolgt werden; d[enn] ihrer ist das Königreich der Himmel Mat 5:11 Glückselig seid ihr, wenn man euch Meinetwegen schmäht und verfolgt und euch lügner[isch] alles Böse [nach]sagt. Mat 5:12 Freut euch und frohlocket, weil euer Lohn in den Himmeln groß [ist]. Denn [eben]so verfolgte man die Propheten, die vor euch [waren]. Mat 5:13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit soll man es [wieder] salzen? Zu nichts mehr erweist es sich stark genug, als nur hinausgeworfen und von den Menschen niedergetreten zu werden. Mat 5:14 Ihr seid das Licht der Welt. [Eine] Stadt, [die] oben auf [dem] Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Mat 5:15 Man brennt doch nicht [eine] Leuchte [an] und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus. Mat 5:16 So laßt [nun] euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure edlen Werke gewahren und euren Vater im den Himmeln verherrlichen. Mat 5:17 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich kam, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich kam nicht, um aufzulösen, sondern um zu erfüllen. Mat 5:18 Denn wahrlich, Ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird keinesfalls ein Jota oder ein Hörnlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Mat 5:19 Wer daher auch [nur] eins dieser geringsten Gebote auflöst und so die Menschen belehrt, wird [der] geringste im Königreich der Himmel genannt werden. Mat 5:20 Denn Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit [die] der Schrift[gelehrt]en und Pharisäer nicht weit übertrifft, werdet ihr keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen. Mat 5:21 Ihr habt gehört, daß den Altvordern geboten worden ist: Du sollst nicht morden! Wer mordet, soll dem Gericht verfallen sein. Mat 5:22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Wer aber 'Raka' zu seinem Bruder sagt, soll dem Synedrium verfallen sein. Wer aber 'Tor' [zu ihm] sagt., soll der Gehenna des Feuers verfallen sein. Mat 5:23 Wenn du nun deine Nahegabe auf dem Altar darbringst und dicht dort erinnerst, da[ß] dein Bruder etwas gegen dich hat, Mat 5:24 [so] laß deine Nahegabe dort vor dem Altar und gehe zuerst hin [und] besänftige deinen Bruder; dann komm und bringe deine Nahegabe dar! Mat 5:25 Zeige [dich] deinem Prozeßgegner [gegenüber] schnell gutwillig, solange du mit ihm [noch] auf dem Wege [zur Obrigkeit] bist, damit der Prozeßgegner dich nicht dem Richter übergebe und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. Mat 5:26 Wahrlich, Ich sage dir: Du wirst von dort keinesfalls herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlt hast. Mat 5:27 Ihr habt gehört da[ß] geboten worden ist: Du sollst nicht ehebrechen! Mat 5:28 Ich aber sage euch: Jeder, der [eine] Frau [an]blickt, um sie zu begehren, [treibt mit] ihr schon Ehebruch in seinem Herzen. Mat 5:29 Wenn dein rechtes Auge dir [zum] Fallstrick [wird, so] reiß es heraus und wirf [es] von dir; denn förderlicher wäre es [für] dich, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Körper in [die] Gehenna geworfen werde. Mat 5:30 Und wenn deine rechte Hand dir [zum] Fallstrick [wird, so] haue sie ab und wirf [sie] von dir; denn förderlicher wäre es [für] dich, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Körper in [die] Gehenna gehe. Mat 5:31 Auch ist geboten worden: Wer seine Frau entläßt, gebe ihr [eine] Scheidungsurkunde! Mat 5:32 Ich aber sage euch: Jeder der seine Frau entläßt ([mit] Ausnahme [im] Fall der Hurerei), macht sie [zu einer, deren] Ehe gebrochen wird; und wenn jemand [eine] Entlassene heiratet, bricht er [die] Ehe. Mat 5:33 Wieder habt ihr gehört, da[ß] den Altvordern geboten worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, aber deine Eide dem Herrn erstatten! Mat 5:34 Ich aber sage euch, überhaupt nicht zu schwören, weder bei dem Himmel, Mat 5:35 d[enn] er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, d[enn] sie ist Seiner Füße Schemel, noch bei Jerusalem, d[enn] sie ist des großen Königs Stadt. Mat 5:36 Noch sollst du bei deinem Haupt schwören, d[enn] du kannst nicht ein [einziges] Haar weiß oder schwarz machen. Mat 5:37 Euer Wort sei vielmehr. Ja, ja; nein, nein. [Alles] darüber hinaus aber ist vom Bösen. Mat 5:38 Ihr habt gehört da[ß] geboten worden ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn. Mat 5:39 Ich aber sage euch, dem Bösen nicht Widerstand zu [leist]en; sondern wer dich auf deine rechte Wange ohrfeigt, dem wende auch die andere [zu]. Mat 5:40 [Wer mit] dir rechten und dein Untergewand nehmen will, dem laß auch dein Obergewand. Mat 5:41 Wer dich [zu] einer Meile zwingt, mit dem gehe zwei! Mat 5:42 Dem [der] dich bittet, gib; und [von] dem [der] von dir leihen will, wende dich nicht ab! Mat 5:43 Ihr habt gehört, da[ß] geboten worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Mat 5:44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde und betet für die, [die] euch verfolgen, Mat 5:45 damit ihr Söhne eures Vaters in [den] Himmeln werdet, weil Er [ja] Seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und [es] auf Gerechte und Ungerechte regnen [läßt]. Mat 5:46 Denn wenn ihr [nur] die liebt, [die] euch lieben, [was für] ein Lohn habt ihr [zu erwarten]? Tun nicht dasselbe auch die Zöllner? Mat 5:47 Wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Außergewöhnliches? Tun nicht dasselbe auch die [aus den] Nationen? Mat 5:48 [So] werdet ihr nun vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist. Mat 6:1 * [Nehm]t euch aber in acht, [daß] ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Menschen [zur Schau] stellt, um [von] ihnen [an]geschaut zu werden, wenn aber doch, [so] habt ihr bei eurem Vater in den Himmeln keinen Lohn [zu erwarten]. Mat 6:2 Folglich, wenn du Almosen gibst, laß nicht vor dir [her] posaunen, so wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen [es] tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]! Mat 6:3 Du aber, [wenn du] Almosen gibst, laß deine Linke nicht erfahren, was deine Rechte tut, Mat 6:4 damit dein Almosen im Verborgenen sei; dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird [es] dir vergelten. Mat 6:5 Wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; d[enn] sie haben [es] gern, in den Synagogen und an den Ecken der Plätze zu stehen, um zu beten, damit sie sich [vor] den Menschen zeigen. Wahrlich, Ich sage euch: sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]! Mat 6:6 Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer, schließ deine Tür [und] bete [zu] deinem Vater, der im Verborgenen [ist]; und dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird dir vergelten. Mat 6:7 Auch plappert nicht [beim] Beten, so wie die [aus den] Nationen [es tun]; denn sie meinen, mit ihrem Wortschwall erhört [zu] werden. Mat 6:8 [Darin] sollt ihr ihnen nun nicht gleichen; denn Gott, euer Vater, weiß, wessen ihr bedürft, [be]vor ihr Ihn bittet. Mat 6:9 Betet ihr daher so: Unser in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name! Mat 6:10 Dein Königreich komme, Dein Wille geschehe, wie i[m] Himmel, [so] auch auf Erden! Mat 6:11 Unser auskömmliches Brot gib uns heute! Mat 6:12 Erlaß uns [all] unsere Schuld, wie auch wir [die] Mat 6:13 unserer Schuldner erlassen haben! Bring uns nicht in Versuchung hinein, sondern birg uns vor dem Bösen! Mat 6:14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) vergebt, wird euer heimlicher Vater auch euch vergeben. Mat 6:15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) nicht vergebt, wird euer Vater [euch] eure Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) auch nicht vergeben. Mat 6:16 .Wenn ihr fastet, [so] zieht keine kummervolle Miene wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit sie sich den Menschen [als] fastend zeigen. Wahrlich, Ich sage euch: Sie haben ihren Lohn vorweg[genommen]! Mat 6:17 Du aber, [wenn du] fastest, reibe dein Haupt ein und wasche dein Angesicht, Mat 6:18 damit du dich nicht den Menschen [als] fastend zeigst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen [ist]; und dein Vater, der im Verborgenen beobachtet, wird dir vergelten. Mat 6:19 Speichert euch keine Schätze auf Erden, wo Motten und Rost [sie] entstellen und wo Diebe [Wände] durchgraben und stehlen. Mat 6:20 Speichert euch aber Schätze im Himmel [auf], wo weder Motten noch Rost [sie] entstellen und wo Diebe nicht [die Wände] durchgraben noch stehlen; Mat 6:21 denn wo dein Schatz ist, dort wird auch dein Herz sein. Mat 6:22 Dein Auge ist die Leuchte des Körpers. Folglich, wenn dein Auge klar ist, wird [auch] dein ganzer Körper Licht sein. Mat 6:23 Wenn aber dein Auge böse ist, wird [auch] dein ganzer Körper finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wieviel [dichter ist dann] die Finsternis! Mat 6:24 Niemand kann zwei Herren sklaven; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird [für den] einen einstehen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott sklaven und [dem] Mammon. Mat 6:25 Deshalb sage Ich euch: [Seid] nicht [be]sorgt [für] eure Seele ([also] was ihr essen oder was ihr trinken möget) noch [für] euren Körper (was ihr anziehen sollt). Ist nicht die Seele mehr [als] die Nahrung und der Körper [mehr als] die Kleidung? Mat 6:26 S[eh]t die Flügler des Himmels an sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie in Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie [doch]. Überragt ihr sie nicht bei weitem? Mat 6:27 Wer von euch kann [mit] Sorgen seinem Vollwuchs eine Elle hinzufügen? Mat 6:28 Was [seid] ihr um die Kleidung [be]sorgt? Lernt [doch] von den Anemonen [auf] dem Feld, wie sich wachsen! Sie mühen sich nicht, Mat 6:29 noch spinnen sie. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit war [so] umhüllt wie eine [von] diesen. Mat 6:30 Wenn aber Gott das Gras [auf] dem Feld, [das] heute [da] ist und Morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird Er da] nicht viel eher euch [kleiden, ihr] Kleingläubigen? Mat 6:31 Daher sollt ihr [euch] nicht sorgen [und] sagen: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Womit sollen wir uns umhüllen? Denn [nach] all diesem trachtet [man bei] den Nationen. Mat 6:32 Euer Vater weiß doch, daß ihr all diese [Dinge] bedürft. Mat 6:33 Suchet nun [zu]erst das Königreich und seine Gerechtigkeit, und man wird euch dies alles hinzufügen. Mat 6:34 Folglich [seid] nicht um den morgigen Tag [be]sorgt; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Hinreichend [ist für jeden] Tag sein [eingenes] Übel. Mat 7:1 * Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet; Mat 7:2 denn mit welchem Urteil ihr richtet, werdet [auch] ihr gerichtet werden, und mit welchem Maß ihr meßt, wird man euch messen Mat 7:3 Wieso [er]blickst du denn das Spänlein in deines Bruders Auge, bedenkst aber nicht den Balken in deinem Auge? Mat 7:4 Wie [kannst] du [zu] deinem Bruder sagen: Bruder, laß mich das Spänlein aus deinem Auge herausholen! Und siehe, der Balken [ist] in deinem Auge. Mat 7:5 [Du] Heuchler! Hole [zu]erst den Balken aus deinem Auge heraus; dann wirst du scharf [genug] blicken, um das Spänlein aus deines Bruders Auge herauszuholen. Mat 7:6 Gebt das Heilige nicht streunenden Hunden, noch werft eure Perlen vor die Schweine, damit [diese] sie nicht mit ihren Füßen niedetreten und [jene] sich [nicht] gegen euch wenden [und] euch zerfleischen. Mat 7:7 Bittet, und euch wird gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet [an], und euch wird geöffnet werden. Mat 7:8 Denn jeder, der bittet, erhält; und [wer] sucht, der findet; und dem, [der an]klopft, wird geöffnet werden. Mat 7:9 Oder ist [da] ein Mensch unter euch, den sein Sohn [um] Brot bitten soll[te] er wird ihm [doch] keinen Stein reichen! Mat 7:10 Oder wenn er [um einen] Fisch bittet, wird er ihm keine Schlange reichen! Mat 7:11 Wenn ihr nun, [die] ihr [doch] böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird euer Vater in den Himmeln denen Gutes geben, [die] Ihn bitten! Mat 7:12 Alles nun, was auch immer ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, [das] erweist auch ihr ihnen [eben]so! Denn dies ist das Gesetz und die Propheten. Mat 7:13 Gehet ein durch die enge Pforte; [denn] breit [ist] die Pforte und geräumig der Weg, der zum Untergang hinführt, und viele sind es, die durch sie [hin]eingehen. Mat 7:14 Wie eng aber [ist] die Pforte und [wie] schmal der Weg, der zum Leben hinführt! Doch wenige sind es, die ihn finden. Mat 7:15 [Nehm]t euch [in] acht vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber räuberische Wölfe sind. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Mat 7:16 Man liest doch nicht Weinbeeren von Dorn[büschen] oder Feigen von Sterndisteln. Mat 7:17 So trägt [auch] jeder gute Baum edle Früchte, der faule Baum aber trägt böse Früchte. Mat 7:18 [Ein] guter Baum kann nicht böse Früchte tragen, noch [kann ein] fauler Baum edle Früchte tragen. Mat 7:19 Jeder Baum, [der] nicht edle Früchte trägt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. Mat 7:20 An ihren Früchten werdet ihr sie demnach sicher erkennen. Mat 7:21 Nicht jeder, der [zu] Mir sagt: Herr! Herr! wird in das Königreich der Himmel eingehen, sonder [nur, wer] den Willen Meines Vaters in den Himmeln tut. Mat 7:22 Viele werden mir an jenem Tag erwidern: Herr! Herr! Haben wir nicht [in] Deinem Namen prophezeit, [in] Deinem Namen Dämonen ausgetrieben und [in] Deinem Namen viele Macht[taten] getan? Mat 7:23 Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weichet von mir, die [ihr] gesetzlos handelt! Mat 7:24 Jeder nun, der diese Meine Worte hört und sie tut, gleicht [einem] besonnenen Mann, der sein Haus auf den Felsen baute. Mat 7:25 Da fiel der Regen herab, und die Ströme kamen, die Winde wehten und stürmten [auf] jenes Haus ein; doch es fiel nicht [zusammen], denn es war auf den Felsen gegründet. Mat 7:26 Jeder, der diese Meine Worte hört und sie nicht tut, gleicht [einem] törichten Mann, der sein Haus auf den Sand baute. Mat 7:27 Dann fiel der Regen herab, und die Ströme kamen, die Winde wehten und stießen an jenes Haus; da fiel es [zusammen], und gewaltig war sein [Zusammen]fallen. Mat 7:28 Als Jesus diese Worte vollendet hatte, geschah es, [daß] die Scharen sich über seine Lehre verwunderten; Mat 7:29 denn Er lehrte sie wie [einer], der Vollmacht hat und nicht wie ihre Schrift[gelehrten]. Mat 8:1 * Dann stieg Er vom Berg herab, [und] viele Scharen folgten Ihm [nach], Mat 8:2 Und siehe, [ein] Aussätziger kam herzu, fiel [vor] Ihn nieder [und] bat: "Herr! Wenn Du willst, kannst Du mich reinigen." Mat 8:3 Und die Hand [so S*,B,C,R; in S: seine Hand.] ausstreckend, berührte er ihn und sagte: Ich will; werde gereinigt! Und sofort [so S*,B,C,R.] wurde er gereinigt betreffs seiner Lepra.Da streckte Er seine Hand aus, rührte ihn an [und] sagte: "Ich will! Sei gereinigt!" Und sofort war sein Aussatz gereinigt. Mat 8:4 Darauf gebot Jesus ihm: "Siehe [zu], sage niemandem [etwas], sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe die Nahegabe dar, die Mose angeordnete, ihnen zum Zeugnis." Mat 8:5 Als er in Kapernaum einzog, kam [ein] Hauptmann zu Ihm, sprach Ihm zu und sagte: Mat 8:6 "Herr, mein Knabe liegt zu Hause gelähmt [danieder, von Schmerzen] unsagbar gequält." Mat 8:7 Da sagte Er [zu] ihm: "Ich [will] kommen, Ich werde ihn [hei]len." Mat 8:8 Der Hauptmann entgegnete als Antwort: "Herr, ich bin nicht [würdig] genug, daß Du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, Mat 8:9 und mein Knabe wird geheilt sein. Denn ich bin [ein meiner] Obrigkeit untergeordneter Mensch, [ich] habe selbst Krieger unter mir, und [wenn] ich [zu] diesem sage: Geh!, so geht er, und [zu dem] anderen Komm!, so kommt er, und [zu] meinem Sklaven: Tu dies!, so tut er [es]." Mat 8:10 .Als Jesus [das] hörte, erstaunte Er und sagte [zu] denen, [die Ihm nach]folgten: Wahrlich, Ich sage euch: Bei niemandem in Israel habe ich so viel Glauben gefunden. Mat 8:11 Ich sage euch aber: Viele werden vom Osten und Westen eintreffen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Königreich der Himmel [zu Tisch] lagern; Mat 8:12 die Söhne des Königreichs aber wird man hinauswerfen in die Finsternis, die draußen [ist]. Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein." Mat 8:13 Doch [zu] dem Hauptmann sagte Jesus: "Geh hin! Wie du glaubst, [so] geschehe dir." Und zu jener Stunde wurde der Knabe geheilt. Der Hauptmann kehrte zur selben Stunde in sein Haus zurück [und] fand den Knaben gesund. Mat 8:14 Dann kam Jesus in das Haus [des] Petrus und gewahrte dessen Schwiegermutter Mat 8:15 fiebernd [danieder]liegen. Er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie. Da erhob sie sich und [be]diente Ihn. Mat 8:16 Als [es] Abend geworden [war], brachte man viele dämonisch Besessene zu Ihm; [mit einem] Wort trieb Er die Geister aus; und alle, die [mit Krankheit] übel dran waren, heilte Er, Mat 8:17 damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war: Er hat unsere Gebrechen [auf Sich] genommen und [unsere] Krankheiten getragen. Mat 8:18 Jesus gewahrte nun [die] vielen Scharen um Sich [herum] und befahl, nach dem jenseitigen [Ufer] hin[über]zufahren. Mat 8:19 Da kamen ein Schrift[gelehrt]er herzu [und] sagte zu Ihm: "Lehrer! Ich werde Dir folgen, wohin du auch gehst." Mat 8:20 Jesus antwortete ihm: "Die Schakale haben Baue, und die Flügler des Himmels [haben] Unterschlupf; aber der Sohn des Menschen hat keine [Stätte], wo Er das Haupt hinlege." Mat 8:21 [Ein] anderer, [einer] der Jünger, sagte [zu] Ihm: "Herr, gestatte mir, [zu]erst hinzugehen, um meinen Vater zu begraben." Mat 8:22 Darauf erwiderte Jesus ihm: "Folge Mir und laß die Toten ihre Toten begraben." Mat 8:23 Dann stieg Er ins Schiff, [und] Seine Jünger folgten Ihm. Mat 8:24 Und siehe, im See geschah [ein] großes Beben, so daß das Schiff von den Wogen bedeckt wurde. Mat 8:25 Er aber schlummerte. Da traten sie herzu, weckten Ihn [und] sagten: "Herr! Rette [uns]! Wir kommen um!" Mat 8:26 Er erwiderte ihnen: "Was seid ihr [so] verzagt, Kleingläubige? Dann erhob Er Sich, schalt die Winde und den See, und es trat große Stille [ein]. Mat 8:27 Die Menschen aber sagten erstaunt: "Was ist d[a]s für [ein Mann], da[ß] auch die Winde und der See Ihm gehorschen?" Mat 8:28 Als Er an das jenseitige Ufer in die Gegend [von] Gergesa kam, [traten] Ihm zwei dämonisch Besessene entgegen, [die] aus den Gräbern herauskamen [und] sehr gefährlich [waren], so daß niemand auf jenem Weg vorbeizukommen vermochte. Mat 8:29 Und siehe, sie schrien und sagten: "Was [ist zwichen] uns und Dir, [Du] Sohn Gottes? Kamst Du her, um uns vor [der] gebührenden [Zeit] zu quälen?" Mat 8:30 [Weiter ent]fernt von ihnen war nun [ein] großer Auftrieb weidender Schweine. Mat 8:31 Da flehten die Dämonen Ihn an [und] baten: "Wenn du uns austreibst, [so] schicke uns in den Auftrieb der Schweine!" Mat 8:32 Darauf gebot Er ihnen: "Geht!" Da fuhren [sie] aus; und siehe, [als] sie in die Schweine fuhren, stürmte der gesamte Auftrieb den Abhang hinab in den See und sie starben im Wasser. Mat 8:33 Die [sie] weideten, flohen dann und gingen hin in die Stadt, [wo] sie [dies] alles berichteten, auch [was mit] den dämonisch Besessenen [geschehen war]. Mat 8:34 Und siehe, die gesamte Stadt zog Jesus entgegen; als [sie] Ihn gewahrten, sprachen sie [Ihm] zu, daß er von ihren Grenz[gebiet] weitergehe Mat 9:1 * Dann stieg Er in [ein] Schiff, fuhr hinüber und kam [wieder] in [Seine] eigene Stadt. Mat 9:2 Und siehe, man brachte [einen] Gelähmten zu Ihm, [der] auf [seinem] Tragbett [danieder]lag. Ihren Glauben gewahrend, sagte Jesus zu dem Gelähmten: "Fasse Mut, Kind! Mat 9:3 Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen!" Und siehe, einige der Schrift[gelehrt]en sagten bei sich: "Dieser Lästerer!" Mat 9:4 Da Jesus ihre Überlegungen wahrnahm, sagte Er: "Warum überlegt ihr Böses in euren Herzen? Mat 9:5 Was ist denn leichter zu sagen: Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen oder zu sagen: Erhebe dich und wandle? Mat 9:6 Damit ihr aber wißt, da[ß] der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) zu erlassen (sagte Er dann zu dem Gelähmten): Erhebe dich, nimm dein Tragbett auf und gehe hin in dein Haus!" Mat 9:7 Da erhob er sich und ging in sein Haus. Mat 9:8 Die Scharen, [die dies] gewahrten, fürchteten sich und verherrlichten Gott, der den Menschen solche Vollmacht gibt. Mat 9:9 Als Jesus von dort weiterzog, gewahrte Er [einen] M[an]n namens Matthäus am Zollamt sitzen und sagte [zu] ihm: "Folge Mir [nach]!" Da stand er auf [und] folgte Ihm [nach]. Mat 9:10 [Als] Er in [dessen] Haus [zu Tisch] lag, siehe, [da] kamen viele Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler) [und] lagen [ebenfalls] mit Jesus und Seinen Jüngern [zu Tisch]. Mat 9:11 Die Pharisäer gewahrten [dies und] sagten [zu] Seinen Jüngern: "Warum ißt euer Lehrer mit Zöllnern und Sündern (wörtl.: Zielverfehlern)?" Mat 9:12 Er hörte [es] und erwiderte: "Nicht die Starken bedürfen [des] Arztes, sondern die [mit Krankheit] übel dran sind! Mat 9:13 Geht nun, [und] lernet, was [das] ist: Barmherzigkeit will Ich und nicht Opfer. Denn ich kam nicht, Gerechte berufen, sondern Sünder" (wörtl.: Zielverfehler). Mat 9:14 Dann kamen die Jünger [des] Johannes zu Ihm und fragten: "Warum fasten wir und die Pharisäer viel, Deine Jünger aber fasten nicht?" Mat 9:15 Jesus antwortete ihnen: "Die Söhne des Brautgemachs können [doch] nicht trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist. Es werden aber Tage kommen, wenn der Bräutigam von ihnen genommen wird, und dann werden sie Fasten. Mat 9:16 Niemand flickt [einen] ungewalkten Flicklappen auf [ein] altes Kleid; denn [sonst] reist das Füll[stück] von dem Kleid ab, und [der] Riß wird ärger. Mat 9:17 Noch tut man jungen Wein in alte Schläuche; wenn aber doch, [dann] bersten die Schläuche, so [daß] der Wein vergossen wird und die Schläuche umkommen. Sondern man tut jungen Wein in neue Schläuche, und beide [bleiben] erhalten." Mat 9:18 [Während] Er dies zu ihnen sprach, siehe, [da] kam ein Vorsteher herzu, fiel [vor] Ihm nieder [und] sagte: "Meine Tochter ist jetzt [gerade] verschieden; jedoch komm, lege Deine Hand auf sie, so wird sie leben." Mat 9:19 Da erhob sich Jesus [und] folgte ihm mit Seinen Jüngern. Mat 9:20 Und siehe, [eine] Frau, [seit] zwölf Jahren blutflüssig, kam von hinten herzu [und] rührte die Quaste Seines Obergewands an; Mat 9:21 denn sie sagte sich: "Wenn ich nur Sein Obergewand anrühre, werde ich gerettet sein." Mat 9:22 Jesus aber wandte Sich [um], gewahrte sie und sagte: "Fasse Mut, Tochter, dein Glaube hat die gerettet." Und von jener Stunde [an] war die Frau gerettet. Mat 9:23 Als Jesus in das Haus des Vorstehers kam und die Flötenspieler und [den] Tumult [in] der Volksmenge gewahrte, sagte Er: Mat 9:24 "Macht euch davon; denn das Mädchen ist nicht gestorben, sondern schlummert." Mat 9:25 Da verlachten sie Ihn. Als die Volksmenge hinausgetrieben war, ging Er [hin]ein, faßte ihre Hand, und das Mädchen erwachte. Mat 9:26 Die Kunde davon ging in jenes ganze Land [hin]aus. Mat 9:27 Als Jesus von dort weiterzog, folgten Ihm zwei Blinde, [die] schrien und sagten: "Erbarme Dich unser, Sohn Davids!" Mat 9:28 [Als] Er dann in das Haus ging, traten die Blinde zu Ihm, und Jesus fragte sie: "Glaubt ihr, da[ß] Ich dies tun kann?" Sie antworteten Ihm: Mat 9:29 "Ja Herr!" Dann rührte Er ihre Augen an [und] sagte: "Euch geschehe nach eurem Glauben!" Mat 9:30 Da wurden ihre Augen aufgetan; Jesus aber drohte ihnen [und] sagte: "Sehet [zu], laßt niemand [davon] erfahren." Mat 9:31 Doch [als sie] herauskamen, [mach]ten sie Ihn in jenem ganzen Land wohlbekannt. Mat 9:32 Während sie [hin]ausgingen, siehe, [da] brachte man [einen] stummen dämonisch Besessenen [zu] Ihm. Mat 9:33 Und [als] der Dämon ausgetrieben war, sprach der Stumme, Darüber staunten die Scharen [und] sagten: "Noch nie ist in Israel so [etwas] erschienen!" Mat 9:34 Die Pharisäer aber sagten: "Durch den Obersten der Dämonen treibt er die Dämonen aus." Mat 9:35 So zog Jesus [in] allen Städten und Dörfern umher, lehrte in ihren Synagogen, heroldete das Evangelium [vo]m Königreich und h[ei]lte jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit. Mat 9:36 Als Er die Scharen gewahrte, jammerten sie Ihn; d[enn] sie waren geschunden und umhergestoßen wie Schafe, [die] keinen Hirten haben. Mat 9:37 Dann sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Die Ernte [ist] zwar groß, aber Arbeiter [sind es] wenige. Mat 9:38 Flehet daher zum Herrn der Ernte, damit Er Arbeiter in Seine Ernte hinaustreibe." Mat 10:1 * Dann rief Er Seine zwölf Jünger zu Sich [und] gab ihnen Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und jede Krankheit und jede Gebrechlichkeit zu h[ei]len. Mat 10:2 Dies waren die Namen der zwölf Apostel: [Zu]erst Simon, [auch] Petrus genannt, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder; Mat 10:3 und Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der [Sohn] des Alphäus, und Thaddäus; Mat 10:4 Simon, der Kananäer, und Judas Iskariot, der Ihn dann verriet. Mat 10:5 Diese Zwölf schickte Jesus [aus und] wies sie an: "Geht nicht auf [den] Weg [zu den] Nationen hin und geht nicht in [eine] Stadt [der] Samariter [hin]ein! Mat 10:6 Geht vielmehr zu den verlorenen Schafen [des] Hauses Israel! Mat 10:7 [Wo ihr] geht [da] heroldet: Das Königreich der Himmel hat sich genaht! Mat 10:8 Heilt Kranke und Schwache, erweckt Tote, reinigt Aussätzige, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr [es] erhalten, umsonst gebt [es weiter]! Mat 10:9 Erwerbt kein Gold, noch Silber, noch Kupfer in eure Gürtel! Mat 10:10 [Nehmt] keinen Bettelsack [mit] auf [den] Weg, weder zwei Untergewänder noch Sandalen, noch [einen] Stab; denn der Arbeiter [ist] seiner Nahrung Wert. Mat 10:11 In welche Stadt oder [welches] Dorf ihr auch kommt, ergründet, wer darin würdig ist, und bleibt dort, bis ihr [wieder hin]auszieht. Mat 10:12 [Wenn ihr] in dem Haus einkehrt, [so] grüßt es; Mat 10:13 Und wenn das Haus würdig ist, soll euer Friede auf [das]selbe kommen; wenn es aber nicht würdig ist, soll sich euer Friede [wieder] zu euch wenden. Mat 10:14 Wenn [jemand] euch nicht aufnimmt, noch [auf] eure Worte hört, [so] geht aus [jenem] Haus oder [jener] Stadt oder [jenem] Dorf [hin]aus und schüttelt den Staub von euren Füßen ab! Mat 10:15 Wahrlich, Ich sage euch: A[m] Tage des Gerichts wird es dem Land Sodom und Gomorra erträglicher ergehen als jener Stadt. Mat 10:16 Siehe, Ich schicke euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Daher werdet klug wie die Schlangen und ohne Arglist wie die Tauben! Mat 10:17 [Nehm]t euch nun vor den Menschen [in] acht; denn sie werden euch an [die] Synedrien überantworten und euch in ihren Synagogen geißeln. Mat 10:18 Vor Regierende wie auch [vor] Könige wird man euch um Meinetwillen führen, zu[m] Zeugnis [für] sie und die Nationen. Mat 10:19 Wenn man euch aber überantwortet, [so] sorgt euch nicht, wie oder was ihr sagen sollt; denn in jener Stunde wird euch gegeben werden, was ihr sagen sollt; Mat 10:20 denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist eures Vaters [ist es], der durch euch spricht. Mat 10:21 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder zu[m] Tode überantworten, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen [die] Eltern aufstehen und sie [zu] Tode [bring]en. Mat 10:22 Ja, ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden. [Wer] aber [bis] zur Vollendung ausharrt, der wird gerettet werden. Mat 10:23 Wenn man euch in dieser Stadt verfolgt, [so] flieht in die andere; denn wahrlich, Ich sage euch: Ihr werdet [mit] den Städten Israel keinesfalls fertig werden, bis der Sohn des Menschen kommt. Mat 10:24 [Ein] Jünger steht nicht über seinem Lehrer, noch [ein] Sklave über seinem Herrn. Mat 10:25 Dem Jünger genügt es, daß er wie sein Lehrer werde, und dem Sklaven wie sein Herr [zu sein]. Wenn sie dem Hausherrn [den] Beinamen Beezeboul [geb]en, wieviel mehr seinen Hausgenossen? Mat 10:26 Daher fürchtet euch nicht [vor] ihnen; denn nichts ist verhüllt, [was] nicht enthüllt werden wird; und [nichts ist] verborgen, [was] nicht bekannt werden wird. Mat 10:27 [Was] Ich euch im Finstern sage, [das] verkündet im Licht, und [was] ihr ins Ohr [geflüstert] hört, [das] heroldet auf den Flachdächern. Mat 10:28 Fürchtet euch nicht vor denen, [die] den Körper töten, die Seele dagegen nicht töten können. Fürchtet aber vielmehr den, [der] die Seele wie auch den Körper in der Gehenna umbringen kann. Mat 10:29 Verkauft man nicht zwei Spätzlein [für einen] Groschen? Doch nicht eines von ihnen wird auf die Erde fallen, ohne [daß] euer Vater [es will]. Mat 10:30 [Bei] euch aber sind sogar die Haare [auf] dem Haupt alle gezählt! Mat 10:31 Daher fürchtet euch nicht! Ihr überragt [die] vielen Spätzlein. Mat 10:32 Jeder nun, der sich vor den Menschen zu Mir bekennen wird, zu dem werde auch Ich Mich vor Meinem Vater in den Himmeln bekennen. Mat 10:33 Wer mich aber vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch Ich vor Meinem Vater in den Himmeln verleugnen. Mat 10:34 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich kam, um Frieden für die Erde zu bringen! Ich kam nicht, um Frieden zu bringen, sondern [das] Schwert; Mat 10:35 denn Ich kam, um [den] Menschen mit seinem Vater, [die] Tochter mit ihrer Mutter und [die] Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter zu entzweien; Mat 10:36 und des Menschen Feinde [werden] seine [eigenen] Hausgenossen [sein]. Mat 10:37 [Wer] Vater oder Mutter lieber hat als Mich, ist Meiner nicht Wert; und [wer] Sohn oder Tochter lieber hat als Mich, ist Meiner nicht wert; Mat 10:38 und [wer] nicht sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) [auf sich] nimmt und Mir nachfolgt, ist Meiner nicht wert. Mat 10:39 [Wer] Seine Seele findet, wird sie verlieren, und [wer] seine Seele Meinetwegen verliert, wird sie finden. Mat 10:40 [Wer] euch aufnimmt, nimmt Mich auf, und [wer] Mich aufnimmt, nimmt den auf, [der] Mich [ausgesandt] hat. Mat 10:41 [Wer einen] Propheten in [eines] Propheten Namen aufnimmt, wird [den] Lohn [eines] Propheten erhalten, und [wer einen] Gerechten in [eines] Gerechten Namen aufnimmt, wird [den] Lohn [eines] Gerechten erhalten. Mat 10:42 [Wer] einem dieser Kleinen in [eines] Jüngers Namen nur [einen] Becher kühlen [Wassers zu] trinken [gib]t, wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls wird er seinen Lohn verlieren." Mat 11:1 * Als Jesus [die] Anordn[ungen an] Seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging Er von dort weiter, um in ihren Städten zu lehren und zu herolden. Mat 11:2 Als Johannes im Gefängnis [von] Christi Wirken hörte, sandte er seine Jünger; Mat 11:3 durch [sie ließ] er Ihn fragen: "Bist Du der Kommende, oder sollen wir [auf einen] anderen hoffen?" Mat 11:4 Darauf gab Jesus ihnen [zur] Antwort: "Geht [hin und] berichtet Johannes, [was] ihr hört und [er]blickt: Mat 11:5 Blinde werden [seh]end, Lahme wandeln, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote erwachen, und Armen wird Evangelium [verkündi]gt. Mat 11:6 Glückselig ist, [wer] keinen Anstoß an Mir [nimm]t." Mat 11:7 [Als] diese dann gegangen [waren], begann Jesus, [zu] den Scharen über Johannes zu reden: "Wozu zogt ihr [damals] in die Wildnis [hin]aus? Um [ein] vo[m] Wind gerütteltes Rohr [an]zuschauen? Nein! Mat 11:8 Wozu zogt [hin]aus? Um [einen] Menschen, angetan mit weichen Kleidern, zu gewahren? Siehe, die die weichen Kleider tragen, sind in den Königshäusern. Mat 11:9 Sondern wozu zogt ihr [hin]aus? Um [einen] Propheten zu gewahren? Ja, Ich sage euch: [Er war] weit mehr [als ein] Prophet! Mat 11:10 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, Ich schicke Meinen Boten vor Deinem Angesicht [her], der Deinen Weg vor Dir herrichten wird. Mat 11:11 Wahrlich ich sage euch: Unter [den von] Frauen Geborenen ist kein Größerer [als] Johannes der Täufer erweckt worden. Wer aber kleiner [ist] - im Königreich der Himmel ist er größer [als] er. Mat 11:12 Seit den Tagen Johannes des Täufers bis jetzt wird dem Königreich der Himmel Gewalt angetan, und Gewalttätige reißen es [an sich]. Mat 11:13 Denn alle Propheten und das Gesetz prophezeien bis [auf] Johannes. Mat 11:14 Wenn ihr [es] annehmen wollt, er ist Elias, der sich anschickt zu kommen. Mat 11:15 [Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre! Mat 11:16 [Mit] wem soll ich diese Generation vergleichen? Sie ist gleich kleinen Kindern, die am Markt sitzen und den anderen zurufen: Mat 11:17 Wir flöten euch, doch ihr tanzt nicht! Wir singen Totenlieder, doch ihr wehklagt nicht! Mat 11:18 Denn [als] Johannes kam [und] weder aß noch trank, da sagten sie: Er hat [einen] Dämon! Mat 11:19 [Nun ist] der Sohn des Menschen gekommen; [Er] ißt und trinkt, da sagen sie: Siehe, [dieser] Mensch ist [ein] Fresser und Weinsäufer, [ein] Freund [der] Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler)! Und [doch] ist die Weisheit durch ihre Werke gerechtfertigt worden" Mat 11:20 Dann begann Er, den Städten, in denen Seine meisten Macht[tat]en geschehen [waren], Vorwürfe zu [mach]en, weil sie nicht umsinnten: Mat 11:21 " Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Macht[tat]en geschehen [wären], die bei euch geschehen [sind, so] hätten sie längst in Sacktuch und Asche umgesinnt. Mat 11:22 Indessen sage Ich euch: Tyrus und Sidon wird es am Tage [des] Gerichts erträglicher ergehen als euch. Mat 11:23 Und du, Kapernaum! Du wirst nicht bis [zum] Himmel erhöht werden! [Nein], bis [ins] Ungewahrte (Unwahrnehmbare) wirst du hinabgestoßen werden. D[enn] wenn in Sodom die Macht[tat]en geschehen [wären], die bei dir geschehen, [so] wäre es bis heute geblieben. Mat 11:24 Indessen sage ich euch: [Dem] Land Sodom wird es a[m] Tage [des] Gerichts erträglicher ergehen als dir." Mat 11:25 Zu jenem [Zeit]punkt nahm Jesus [das] Wort [und] sagte: "Ich huldige Dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil Du dieses vor Weisen und Verständigen verbirgst, aber es Unmündigen enthüllst. Mat 11:26 Ja, Vater, d[enn] so war es [Dein] Wohlgefallen vor Dir. Mat 11:27 Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden; und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn, und wem der Sohn [es] zu enthüllen beschließt. Mat 11:28 [Kommt] alle her zu Mir, die [ihr] euch müht und beladen seid; Ich werde euch Ruhe [geb]en. Mat 11:29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von Mir, d[enn] ich bin sanftmütig und [von] Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden [für] eure Seelen. Mat 11:30 Denn Mein Joch [ist] mild, und Meine Last ist leicht." Mat 12:1 * Zu jenem [Zeit]punkt ging Jesus [an] den Sabbaten durch die Saaten. Seine Jünger aber waren hungrig und begannen Ähren abzurupfen und zu essen. Mat 12:2 Als die Pharisäer [dies] gewahrten, sagten sie zu Ihm: "Siehe, Deine Jünger, tun [was am] Sabbat nicht erlaubt ist." Mat 12:3 Er aber erwiderte ihnen: "Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, [er selbst] und die bei ihm [waren], Mat 12:4 wie er in das Haus Gottes einging und sie die Schaubrote aßen, die ihm nicht zu essen erlaubt waren (noch denen mit ihm) außer den Priestern allein? Mat 12:5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, da[ß] die Priester [an] den Sabbaten in der Weihe[stät]te den Sabbat entheiligen und [doch] schuldlos sind? Mat 12:6 Ich aber sage euch: Hier ist [einer, der] größer [als] die Weihe[stät]te [ist]! Mat 12:7 Wenn ihr nur erkannt hättet, was [das] ist: Barmherzigkeit will Ich und nicht Opfer, [so] würdet ihr die Schuldlosen nicht schuldig sprechen; Mat 12:8 denn der Sohn des Menschen ist Herr [über] den Sabbat." Mat 12:9 Als [Er] von dort weiterging, kam Er in ihre Synagoge, Mat 12:10 und siehe, [dort war] ein Mensch, [der eine] verdorrte Hand hatte. Da fragten sie Ihn (um Ihn anklagen zu können): "Ist es erlaubt, [an] den Sabbaten zu h[ei]len?" Mat 12:11 Er aber antwortete ihnen: "Ist ein Mensch unter euch, der [nur] ein Schaf hat, und dieses fiel [ihm an] den Sabbaten in [eine] Grube, [d]er es nicht [er]greifen und herausziehen würde? Mat 12:12 [Um] wieviel [mehr] überragt der Mensch nun [so ein] Schaf? Daher ist es [auch] erlaubt, [an] den Sabbaten edel zu handeln." Mat 12:13 Dann sagte Er [zu] dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Da streckte er [sie] aus, und sie war wiederhergestellt, gesund wie die andere. Mat 12:14 Die Pharisäer aber gingen [hin]aus und hielten [eine] Beratung über Ihn [ab], wie sie Ihn umbrächten. Mat 12:15 Jesus erfuhr [dies und] zog Sich von dort zurück. Viele folgten Ihm [nach], und Er heilte sie alle. Mat 12:16 Doch Er warnte sie [sehr], Ihn nicht öffentlich [bekannt zu] machen, damit erfüllt werde, Mat 12:17 [was] durch den Propheten Jesaia angesagt war: Mat 12:18 Siehe, Mein Knecht, den Ich erwählte, Mein Geliebter, [an] dem Meine Seele [ihr] Wohl[gefallen] hat! Ich werde Meinen Geist auf Ihn legen, und Er wird den Nationen Gericht verkünden. Mat 12:19 Er wird nicht hadern noch schreien, noch wird jemand auf den Plätzen Seine Stimme hören. Mat 12:20 [Ein] geknicktes Rohr wird Er nicht zerbrechen, und glimmenden Flachs[docht] wird Er nicht [aus]löschen, bis Er das Gericht zu[m] Sieg durchgeführt [hat]. Mat 12:21 Und [auf] Seinen Namen werden sich [die] Nationen verlassen. Mat 12:22 Dann wurde [ein] dämonisch Besessener zu Ihm gebracht, [der] blind und stumm [war], und Er h[ei]lte ihn, so daß der Stumme sprechen und [seh]en [konnte]. Mat 12:23 Da war die gesamte Volksmenge [vor Verwunderung] außer sich, und man sagte: "Dieser ist [doch] nicht etwa der Sohn Davids?" Mat 12:24 Als die Pharisäer [es] hörten, sagten sie: "Dieser treibt keine Dämonen aus, außer durch Beezeboul, [den] Obersten der Dämonen." Mat 12:25 [Da Er] aber ihre Überlegungen gewahrte, sagte Er [zu] ihnen: "Jedes Königreich, [das] mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und keinerlei Stadt oder Haus, [das] mit sich selbst uneins ist, wir [be]stehen. Mat 12:26 Wenn der Satan den Satan austreibt, [so] ist er mit sich selbst uneins. Wie soll nun sein Königreich [be]stehen [können]? Mat 12:27 Wenn Ich die Dämonen durch Beezeboul austreibe, durch wen treiben eure Söhne [sie] aus? Deshalb werden sie eure Richter sein. Mat 12:28 Wenn Ich aber durch [den] Geist Gottes die Dämonen austreibe, [so komm]t demnach das Königreich Gottes [schon im] voraus auf euch. Mat 12:29 Wie kann jemand in das Haus des Starken eindringen und dessen Hausrat plündern, wenn er nicht [zu]erst den Starken bindet? Erst dann wird er dessen Haus plündern. Mat 12:30 [Wer] nicht mit Mir ist, [d]er ist gegen Mich, und [wer] nicht mit Mir sammelt, [d]er zerstreut. Mat 12:31 Deshalb sage Ich euch: Jede Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) und Lästerung wird den Menschen erlassen werden, die Lästerung des Geistes aber Mat 12:32 wird nicht erlassen werden. [Wer] etwa [ein] Wort gegen den Sohn des Menschen sagt, dem wird es erlassen werden; [wer] aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird es nicht erlassen werden, weder in diesem Äon noch in dem zukünftigen. Mat 12:33 Entweder macht den Baum edel, [dann ist] auch seine Frucht edel; oder macht den Baum faul, [dann ist] auch seine Frucht faul; denn an der Frucht erkennt man den Baum. Mat 12:34 Otternbrut! Wie könnt ihr, [da ihr doch] böse seid, Gutes reden? Denn aus der Überfülle des Herzens spricht der Mund. Mat 12:35 Der gute Mensch holt aus [seinem] guten Schatz Gutes hervor, während der böse Mensch aus [seinem] bösen Schatz Böses hervorholt. Mat 12:36 Ich sage euch aber: [Über] jeden müßigen Ausspruch, den die Menschen reden werden - a[m] Tage [des] Gerichts werden sie diesbezüglich Rechenschaft [zu] erstatten [haben]; Mat 12:37 denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und nach deinen Worten wirst du schuldig gesprochen werden." Mat 12:38 Dann antworteten Ihm einige der Schrift[gelehrt]en und Pharisäer: "Lehrer, wir wollen von Dir [ein] Zeichen gewahren!" Mat 12:39 Darauf gab Er ihnen [zur] Antwort: "[Diese] böse und ehebrecherische Generation trachtet nach [einem] Zeichen; doch man wird ihr kein Zeichen geben außer dem Zeichen des Propheten Jona; Mat 12:40 denn ebenso wie Jona drei Tage und drei Nächte im Leib des Seeungeheuers war, so wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein. Mat 12:41 Männer, Niniviter, werden mit dieser Generation zum Gericht auferstehen und sie verurteilen, d[enn] auf den Heroldsruf [des] Jona [hin] sinnten sie um, und siehe, hier [ist] mehr [als] Jona! Mat 12:42 [Die] Königin [des] Südens wird mit dieser Generation zum Gericht auferweckt werden und wird sie verurteilen; d[enn] sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, und siehe, hier [ist] mehr [als] Salomo! Mat 12:43 Wenn der unreine Geist von [einem] Menschen ausgefahren ist, durchzieht er wasserlose Stätten, sucht [dort] Ruhe und findet [sie] nicht. Mat 12:44 Dann sagt er: Ich werde in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausfuhr. Und [wenn er] kommt, findet er [es] unbesetzt, gefegt und geputzt. Mat 12:45 Dann geht er [hin] und nimmt sieben andere Geister mit sich, ärger [als] er selbst; sie ziehen ein und hausen dort, so [daß] es jenem Menschen zuletzt ärger [ergehen] wird [als zu]vor. [Eben]so wird es auch [mit] dieser bösen Generation sein." Mat 12:46 [Während] Er noch [zu] den Scharen sprach, siehe, [da] standen [seine] Mutter und seine Geschwister draußen [und] suchten Ihn zu sprechen. Mat 12:47 Da sagte einer Seiner Jüngern: "Siehe, Deine Mutter und Deine Geschwister stehen draußen [und] suchen Dich zu sprechen." Mat 12:48 Er aber antwortete dem, [der es] Ihm meldete: "Wer ist Meine Mutter, und wer sind Meine Geschwister?" Mat 12:49 Und Seine Hand über Seine Jünger ausstreckend, sagte Er: "Siehe, Meine Mutter und Meine Geschwister! Mat 12:50 Denn wer den Willen Meines Vaters in den Himmeln tut, [der] ist Mein Bruder und [Meine] Schwester und [Meine] Mutter." Mat 13:1 * An jenem Tag ging Jesus aus dem Haus [und] setzte sich an den See; Mat 13:2 doch [eine] große Volksmenge [ver]sammelte sich um Ihn, so daß Er in [ein] Schiff stieg [und] Sich [darin] setzte, während die gesamte Schar am Strand stand. Mat 13:3 Er sprach viel in Gleichnissen [zu] ihnen und sagte: "Siehe, der Sä[mann] ging aus, um zu säen. Mat 13:4 Und beim Säen fiel [etwas] an den Weg, und die Flügler kamen und fraßen es. Mat 13:5 Anderes fiel auf das Felsige, wo es nicht viel Erde hatte; und es schoß sofort auf, weil [es] keine tiefe Erde hatte. Mat 13:6 Als [die] Sonne aufging, wurde es versengt; da es keine Wurzeln hatte, verdorrte es. Mat 13:7 Wieder anderes fiel in Dornen, und die Dornen kamen hoch und erstickten es. Mat 13:8 Anderes fiel auf ausgezeichnetes Land und gab Frucht, das eine hundert[fältig], das andere sechzig- [und noch] anderes dreißig[fältig]. Mat 13:9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!" Mat 13:10 Da traten die Jünger herzu [und] fragten Ihn: "Warum sprichst Du in Gleichnissen [zu] ihnen?" Mat 13:11 Er antwortete Ihnen: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Königreichs der Himmel zu [er]kennen, jenen aber ist es nicht gegeben. Mat 13:12 Denn wer hat, dem wird gegeben werden, und er wird Überfluß [hab]en; wer aber nicht hat, von ihm wird auch [das, was] er hat, genommen werden. Mat 13:13 Deshalb spreche Ich in Gleichnissen [zu] ihnen, da[mit] sie s[eh]end nicht s[eh]en und hörend nicht hören noch verstehen. Mat 13:14 So wird an ihnen das Propheten[wort des] Jesaia erfüllt, das [be]sagt: [Mit dem] Gehör werdet ihr hören und keinesfalls verstehen. S[eh]end werdet ihr s[eh]en und keinesfalls wahrnehmen; Mat 13:15 denn das Herz dieses Volkes ist verdickt, [mit] ihren Ohren hören sie schwer, und ihre Augen schließen sie, damit sie [mit] den Augen nicht wahrnehmen, noch [mit] den Ohren hören, noch [mit] dem Herzen verstehen und sich umwenden und Ich sie heilen [könnte]. Mat 13:16 Glückselig aber [sind] eure Augen, weil sie erblicken, und eure Ohren, weil sie hören. Mat 13:17 Denn wahrlich, Ich sage euch. Viele Propheten und Gerechte haben begehrt, [das] zu gewahren, [was] ihr [er]blickt, und haben [es] nicht gewahrt, und [das] zu hören, [was] ihr hört, und haben [es] nicht gehört. Mat 13:18 Ihr nun, hört das Gleichnis vom Sä[mann]! Mat 13:19 [Zu] jedem, [der] das Wort vom Königreich hört und [es] nicht versteht, kommt der Böse und raubt ihm das ins Herz Gesäte; dieser ist es, [bei] dem an den Weg gesät wird. Mat 13:20 [Wo] aber auf das Felsige gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört und es sogleich mit Freuden [an]nimmt. Mat 13:21 Doch hat er in sich keine Wurzel, sondern ist wetterwendisch. [Wenn sich] Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, strauchelt er sogleich. Mat 13:22 [Wo] aber in die Dornen gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört; doch die Sorge dieses Äons und die Verführung der Reichtums ersticken das Wort, so [daß] es unfruchtbar wird. Mat 13:23 [Wo] aber auf das ausgezeichnete Land gesät wird, dieser ist es, der das Wort hört und versteht, welcher [auf] jeden Fall Frucht bringt, und der eine trägt hundert[fältig], der andere sechzig-, der andere dreißig[fältig]." Mat 13:24 [Ein] anderes Gleichnis legte Er ihnen dar: "Das Königreich der Himmel gleicht [einem] Menschen, [der] edlen Samen auf sein Feld säte. Mat 13:25 Aber während die Menschen schlummerten, kam sein Feind und säte Taumellolch [dar]über, mitten unter das Getreide, und ging davon. Mat 13:26 Als aber der Halm keimte und Frucht trug, erschien dann auch der Taumellolch. Mat 13:27 Da traten die Sklaven der Hausherrn herzu [und] fragten ihn: Herr, hast du nicht edlen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es nun [den] Taumellolch? Mat 13:28 Er entgegnete ihnen: [Ein] Feind, [ein] Mensch, hat dies getan. Weiter fragten ihn die Sklaven: Willst du nun, [daß] wir hingehen [und] es jäten? Mat 13:29 Da entgegnete er: Nein, damit ihr nicht [beim] Jäten des Taumellolchs zugleich [mit] ihm das Getreide entwurzelt. Mat 13:30 Laßt beides zusammen bis [zu]r Ernte wachsen, und zum [Zeit]punkt der Ernte werde ich den Schnittern gebieten: Jätet [zu]erst den Taumellolch und bindet ihn in Bündel, um ihn zu verbrennen; das Getreide aber sammelt in meine Scheune." Mat 13:31 [Ein] anderes Gleichnis legte Er ihnen dar: "Das Königreich der Himmel ist [einem] Senfkorn gleich, das [ein] Mensch nahm [und] auf sein Feld säte. Mat 13:32 Es ist zwar kleiner [als] alle [anderen] Samen; wenn es aber wächst, ist es größer [als] die Gemüse und wird [wie ein] Baum, so daß die Flügler des Himmels kommen und in seinen Zweigen Unterschlupf [find]en." Mat 13:33 Noch ein anderes Gleichnis sprach Er zu ihnen: "Das Königreich der Himmel ist einem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und in drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz [durch]säuert war". Mat 13:34 Dies alles redete Jesus in Gleichnissen [zu] den Scharen, und ohne Gleichnis redete Er nichts [zu] ihnen, Mat 13:35 damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten angesagt war: Ich werde Meinen Mund in Gleichnissen auftun; Ich werde ausstoßen, [was vom] Niederwurf [an] verborgen war. Mat 13:36 Dann [ent]ließ Er die Scharen [und] ging in das Haus [zurück]. Da kamen Seine Jünger zu Ihm und baten: "Kläre uns [über] das Gleichnis [vo]m Taumellolch des Feldes auf!" Mat 13:37 Er antwortete: "Der den edlen Samen sät, ist der Sohn des Menschen. Mat 13:38 Das Feld ist die Welt; der edle Samen aber, d[a]s sind die Söhne des Königreichs; der Taumellolch dagegen, [das] sind die Söhne des Bösen. Mat 13:39 Der Feind aber, der ihn sät, ist der Widerwirker; die Ernte ist [der] Abschluß des Äons, und die Schnitter sind [die] Boten. Mat 13:40 Ebenso wie nun der Taumellolch gejätet [und] mit Feuer verbrannt wird, so wird es [auch] beim Abschluß des Äons sein. Mat 13:41 Der Sohn des Menschen wird Seine Boten beauftragen, und sie werden aus Seinem Königreich alle Fallstricke jäten und die, [welche] Gesetzlosigkeit verüben, Mat 13:42 und werden sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Mat 13:43 Dann werden die Gerechten im Königreich ihres Vaters wie die Sonne aufleuchten. [Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre! Mat 13:44 Das Königreich der Himmel ist [einem] im Feld verborgen Schatz gleich, den [ein] Mensch findet, [aber wieder] verbirgt; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld. Mat 13:45 Wieder ist das Königreich der Himmel [einem] Menschen gleich, [einem] Händler, [der] edle Perlen sucht. Mat 13:46 [Als er] aber eine wertvolle Perle findet, geht er hin, veräußert alles, was er hatte, und kauft sie. Mat 13:47 Wieder ist das Königreich der Himmel [einem] Schleppnetz gleich, [das] ins Meer geworfen wird, um [Fische] aller Art [einzu]sammeln. Mat 13:48 Wenn es voll ist, zieht man [es] auf den Strand hinauf, setzt sich und liest die edlen [Fische] in Behälter, die faulen aber wirft man hinaus. Mat 13:49 So wird es [auch] beim Abschluß des Äons sein: Die Boten werden ausgehen und die Bösen aus [der] Mitte der Gerechten [ab]sondern Mat 13:50 und sie in den Hochofen des Feuers werfen; dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Mat 13:51 Versteht ihr dies alles? Mat 13:52 Sie antworteten Ihm: "Ja" Darauf sagte Er ihnen: "Deshalb ist jeder Schrift[gelehr]te, [der ein] Jünger des Königreichs der Himmel geworden [ist], gleich [einem] Menschen, [einem] Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt." Mat 13:53 Als Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, brach er von dort auf und kam in seine Vater[stadt], Mat 13:54 [wo] Er sie in ihrer Synagoge lehrte, so daß sie sich verwunderten und sagten: "Woher [hat] der diese Weisheit und die Kräfte? Mat 13:55 Ist dieser nicht der Sohn des Handwerkers? Heißt Seine Mutter nicht Mirjam, und [sind] Seine Brüder [nicht] Jakobus und Joseph, Simon und Juda? Mat 13:56 Sind nicht alle Seine Schwestern [hier] bei uns? Woher [hat] der nun dies alles?" Mat 13:57 So [nahm]en sie Anstoß an Seiner [Herkunft]. Jesus aber sagte [zu] ihnen: "[Ein] Prophet ist nicht ungeehrt, außer in [seiner] eigenen Vater[stadt] und in seinem Hause." Mat 13:58 Und wegen ihres Unglaubens tat Er dort nicht viele Macht[tat]en. Mat 14:1 * Zu jenem [Zeit]punkt hörte der Vierfürst Herodes die Kunde [von] Jesus Mat 14:2 und sagte [zu] seinen Knechten "Dieser ist Johannes der Täufer. Er wurde von den Toten auferweckt, und deshalb wirken die Kräfte in ihm!" Mat 14:3 Denn Herodes hatte sich damals des Johannes bemächtigt und [ihn] wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, gebunden ins Gefängnis gelegt. Mat 14:4 Johannes [hatt]e ihm nämlich gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben." Mat 14:5 Da wollte er ihn töten [lassen], fürchtete [aber] die Volksmenge, weil man ihn [für einen] Propheten hielt. Mat 14:6 [Als] nun [der] Geburts[tag] des Herodes [gefeiert] wurde, tanzte die Tochter der Herodias in [aller] Mitte, und sie gefiel dem Herodes. Mat 14:7 Deswegen bekannte er unter Eid, ihr geben zu [wollen, was immer] sie auch [er]bitten würde. Mat 14:8 Vorgeschoben aber von ihrer Mutter, entgegnete sie: "Gib mir hier auf [einer] Platte das Haupt Johannes des Täufers!" Mat 14:9 Da wurde der König betrübt; aber um der Eide und der mit [ihm zu Tisch] Liegenden willen befahl er, [es ihr] zu geben. Mat 14:10 .So sandte er [hin und ließ] Johannes im Gefängnis enthaupten. Mat 14:11 Dann wurde sein Haupt auf [einer] Platte gebracht und dem Mädchen gegeben; und sie brachte [es] ihrer Mutter. Mat 14:12 Seine Jünger, [die] herzukamen, nahmen seinen Leichnam und begruben ihn; danach gingen sie [und] berichteten [es] Jesus. Mat 14:13 Als Jesus [dies] hörte, zog er Sich von dort in [einem] Schiff an [eine] einsame Stätte zurück, [um] für Sich [allein zu sein]; doch [als] die Scharen [davon] hörten, folgten sie Ihm zu Fuß aus den Städten [nach]. Mat 14:14 Bei[m] Aussteigen gewahrte Er [eine] große Volksmenge, und sie jammerte Ihn, so [daß] Er die Siechen [unter] ihnen h[ei]lte. Mat 14:15 Als [es] Abend wurde, traten die Jünger zu Ihm [und] sagten: "Die Stätte ist öde und die Stunde schon vergangen; daher entlaß die Scharen, damit sie in die Dörfer hingehen und sich Speisen kaufen!" Mat 14:16 Jesus aber antwortete ihnen: "Sie brauchen nicht [weg]zugehen; gebt ihr ihnen zu essen!" Mat 14:17 Sie berichteten Ihm: "Wir haben hier nichts außer fünf Broten und zwei Fischen!" Mat 14:18 Darauf sagte Er: "Bringt sie Mir her!" Mat 14:19 Und er befahl den Scharen, sich auf dem Gras zu lagern, nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete und brach die Brote und gab [sie] den Jüngern, die Jünger aber [teilten sie] den Scharen [aus]. Mat 14:20 Da aßen sie alle und wurden satt, die übriggebliebenen Brocken aber hoben sie auf: zwölf Tragkörbe voll. Mat 14:21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen [hatten], ohne [die] Frauen und kleinen Kinder. Mat 14:22 Sofort nötigte Er seine Jünger, in das Schiff [ein]zusteigen und Ihm an das jenseitige [Ufer] vorauszufahren, während Er die Scharen entlassen wollte. Mat 14:23 Nachdem [Er] die Scharen entlassen hatte, stieg Er für Sich [allein] auf den Berg, um zu beten; als [es dann] Abend wurde, war Er dort [ganz] allein. Mat 14:24 Das Schiff aber war schon viele Stadien weit vom Land [entfernt und] war [in der] Mitte des Sees, von den Wogen bedrängt; denn der Wind war [ihnen] entgegen. Mat 14:25 [Um die] vierte Nachtwache aber kam Er zu ihnen, auf dem See wandelnd. Mat 14:26 Als die Jünger Ihn auf dem See wandeln [sa]hen, wurden sie [sehr] erregt [und] riefen: "Es ist [ein] Gespenst!" und schrien vor Furcht. Mat 14:27 Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen: "Faßt Mut! Ich bin [es]; fürchtet euch nicht!" Mat 14:28 Da antwortete Ihm Petrus: "Herr, wenn Du [es] bist, [so] befiehl mir, auf dem Wasser zu Dir zu kommen!" Mat 14:29 Er aber sagte: "Komm!" Und von dem Schiff herabsteigend, wandelte Petrus auf dem Wasser und ging [auf] Jesus zu. Mat 14:30 Doch [als er] den starken Wind [sah], fürchtet er sich und begann zu versinken. [Da] schrie er: "Herr, rette mich!" Mat 14:31 Sofort streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und sagte [zu] ihm: "Kleingläubiger, warum zauderst du?" Mat 14:32 Als sie in das Schiff stiegen, flaute der Wind ab. Mat 14:33 Die im Schiff aber fielen [vor] Ihm nieder [und] sagten: "Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!" Mat 14:34 Nachdem [sie] hinüber gefahren waren, kamen sie bei Genezareth ans Land. Mat 14:35 Als Ihn die Männer jenes Ortes erkannten, schickten sie [Boten] in jene ganze Umgegend, und man brachte alle, die [mit Krankheit] übel dran waren, zu Ihm. Mat 14:36 Sie sprachen Ihm zu, daß sie nur die Quaste Seines Obergewandes anrühren dürften, und so viele [sie] anrührten, wurden gerettet. Mat 15:1 * Dann kamen Pharisäer und Schrift[gelehrt]e von Jerusalem zu Jesus und sagten: Mat 15:2 "Warum übertreten deine Jünger die Überlieferung der Ältesten? Denn sie waschen [ihre] Hände nicht, wenn sie Brot essen." Mat 15:3 Er antwortete ihnen: "Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Überlieferung willen? Mat 15:4 Denn Gott sprach: Ehre Vater und Mutter, und [wer von] Vater oder Mutter Übles redet, soll im Tod verscheiden. Mat 15:5 Ihr aber sagt: [Wer zu] Vater oder Mutter sagen würde: [Was] auch [immer] dir von mir zugute [gekommen] wäre [soll eine] Nahegabe [sein], Mat 15:6 [d]er [braucht] seinen Vater überhaupt nicht [zu] ehren. Damit [mach]t ihr das Wort Gottes um eurer Überlieferung willen ungültig! Mat 15:7 [Ihr] Heuchler! Trefflich hat Jesaia von euch prophezeit: Mat 15:8 Dieses Volk ehrt mich [mit] den Lippen, ihr Herz aber ist weit von Mir entfernt; Mat 15:9 [in] eitler [Weise] verehren sie Mich [und] lehren [die] Vorschriften [der] Menschen [als] Lehre." Mat 15:10 Nachdem [Er] die Volksmenge [wieder] herzugerufen hatte, sagte Er [zu] ihnen: Mat 15:11 "Hört und versteht! Nicht [was] in den Mund [hin]eingeht, [mach]t den Menschen gemein, sondern [was] aus dem Mund herausgeht, d[a]s [mach]t den Menschen gemein." Mat 15:12 Dann traten die Jünger herzu und fragten Ihn: "Weißt Du, da[ß] die Pharisäer, [die] das Wort hörten, [daran] Anstoß [genomm]en haben?" Mat 15:13 Er antwortete [ihnen]: "Jede Pflanze, die Mein heimlicher Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden. Mat 15:14 Laßt sie [nur]: sie sind blinde Leiter [der] Blinden! Denn wenn [ein] Blinder [einen anderen] Blinden leitet, werden beide in [die] Grube fallen." Mat 15:15 Darauf antwortete Petrus Ihm: Mat 15:16 "Erkläre uns das Gleichnis!" Da sagte Er: "Seid auch ihr immer noch unverständig? Mat 15:17 Begreift ihr noch nicht, da[ß] alles, was in den Mund hineingeht, im Leib Raum [gewinn]t und in [den] Abort ausgeworfen wird? Mat 15:18 [Was] aber aus dem Mund herausgeht, kommt aus dem Herzen heraus, und dasselbe [mach]t den Menschen gemein. Mat 15:19 Denn aus dem Herzen kommen böse Erwägungen: Mord, Ehebruch, Hurerei, Diebstahl, falsches Zeugnis, Lästerung. Mat 15:20 D[a]s ist es, [was] den Menschen gemein [mach]t; aber das Essen [mit] ungewaschenen Händen [mach]t den Menschen nicht gemein." Mat 15:21 Als Jesus von dort aufbrach, zog Er sich in die Gebiete [von] Tyrus und Sidon zurück. Mat 15:22 Und siehe, [eine] kananäische Frau kam aus jenen Grenz[gebieten] her und rief laut: "Erbarme Dich meiner, Herr, [Du] Sohne Davids! Meine Tochter ist übel dämonisch besessen!" Mat 15:23 Er aber antwortete ihr kein Wort. Da traten Seine Jünger zu Ihm, ersuchten Ihn [und] sagten: "Entlaß sie [doch], d[enn] sie schreit hinter uns her!" Mat 15:24 Da antwortete Er: Ich wurde lediglich zu den verlorenen Schafen [vom] Hause Israels ges[and]t!" Mat 15:25 Doch sie kam, fiel [vor] Ihm nieder [und] sagte: "Herr, hilf mir!" Mat 15:26 Er, antwortete: "Es ist nicht schön, den Kindern das Brot zu nehmen und den Hündlein [hin]zuwerfen." Mat 15:27 Doch sie sagte: "Ja, Herr! Denn auch die Hündlein essen vom Abfall, der vom Tisch ihrer Herren fällt." Mat 15:28 Da antwortete ihr Jesus: "O Frau, dein Glaube [ist] groß; dir geschehe, wie du willst!" Und von jener Stunde [an] war ihre Tochter geheilt. Mat 15:29 Von dort ging Jesus weiter und kam an den See Galiläas. Als [Er] auf den Berg gestiegen war, setzte Er Sich dort [nieder]. Mat 15:30 Da kamen viele Scharen zu Ihm, [die] Lahme, Blinde, Stumme, Verstümmelte und viele andere [Kranke] bei sich hatten. Sie legten sie Ihm zu Füßen, und Er heilte sie, Mat 15:31 so daß die Volksmenge erstaunte, [als sie] sah, [daß] Stumme sprachen, Verstümmelte gesund[eten], Lahme wandelten und Blinde [seh]end [wurden]; da verherrlichten sie den Gott Israels. Mat 15:32 Dann rief Jesus Seine Jünger herzu [und] sagte: "Mich jammert die Volksmenge; d[enn] sie verharren schon drei Tage [bei] Mir und haben nichts zu essen. Jedoch will ich sie nicht [so] fastend entlassen, damit sie auf dem Weg nicht ermatten." Mat 15:33 Die Jünger sag[t]en [zu] Ihm: "Woher [sollen] wir [hier] in der Wildnis so viele Brote [nehmen], um [eine] so große Schar zu sättigen?" Mat 15:34 Da fragte Jesus sie: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagten: "Sieben und wenige Fischlein." Mat 15:35 Als [Er] die Volksmenge angewiesen hatte, sich auf der Erde niederzulassen, Mat 15:36 nahm Er die sieben Brote und die Fische, dankte, brach [sie in Stücke] und gab [sie] den Jüngern, und die Jünger [teilten sie] den Scharen [aus]. Mat 15:37 Da aßen alle und wurden satt; die übriggebliebenen Brocken aber hoben sie auf: sieben Körbe voll. Mat 15:38 Es waren etwa viertausend Männer, die gegessen [hatten], ohne [die] Frauen und kleinen Kinder. Mat 15:39 Als [Er] die Scharen entlassen hatten, stieg Er in das Schiff und kam in die Grenz[gebiete von] Magadan. Mat 16:1 * Da traten die Pharisäer und die Sadduzäer herzu; [um Ihn zu] versuchen, forderten sie Ihn auf, ihnen [ein] Zeichen aus dem Himmel zu zeigen. Mat 16:2 Darauf antwortete Er ihnen: Mat 16:3 {Vers in C', R'; nicht in S', B'}. Mat 16:4 "[Diese] böse und ehebrecherische Generation trachtet nach [einem] Zeichen; doch man wird ihr kein Zeichen geben außer dem Zeichen [des] Jona." Damit verließ Er sie [und] ging davon. Mat 16:5 Als die Jünger an das jenseitige [Ufer] kamen, [hatten] sie vergessen, Brot [mit]zunehmen. Mat 16:6 Da sagte Jesus [zu] ihnen: "Seht [zu] und [nehm]t euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht!" Mat 16:7 Sie aber folgerten [daraus und] sagten zueinander: [Er meint], da[ß] wir keine Brote [mit]genommen [haben]." Mat 16:8 Als Jesus [das er]kannte, sagte Er: "[Ihr] Kleingläubigen, was folgert ihr [da] unter euch, weil ihr keine Brote habt? Mat 16:9 Begreift ihr [immer] noch nicht? Erinnert ihr euch auch nicht [an] die fünf Brote [für] die Fünftausend und wie viele Tragkörbe [voll] ihr [auf]nahmt? Mat 16:10 Auch nicht [an] die sieben Brote [für] die Viertausend und wie viele Körbe [voll] ihr [auf]nahmt? Mat 16:11 Wie [könnt] ihr nicht begreifen, da[ß] Ich nicht von Broten [zu] euch redete? [Nehm]t euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer [in] acht!" Mat 16:12 Dann verstanden sie, da[ß] Er nicht gesagt [hatte], sich vor dem Sauerteig der Brote [in] acht zu [nehm]en, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer. Mat 16:13 [Als] Jesus dann in die Gebiete [von] Cäsarea Philippi kam, fragte Er seine Jünger: "[Was] sagen die Menschen, wer der Sohn des Menschen sei?" Mat 16:14 Sie antworteten: "Die einen [meinen] Johannes der Täufer, andere Elia, wieder andere Jeremia oder einer der Propheten." Mat 16:15 [Weiter] fragte Er sie: "Ihr aber, [was] sagt ihr, wer Ich sei?" Mat 16:16 Simon Petrus antwortete: "Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!" Mat 16:17 Jesus antwortete Ihm: "Glückselig bist du, Simon Bar Jona; d[enn] nicht Fleisch und Blut haben [es] dir enthüllt, sondern mein Vater in den Himmeln. Mat 16:18 Nun sage auch Ich dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich Meine herausgerufene [Gemeinde] bauen, und [die] Pforten [des] Ungewahrten (Unwahrnehmbaren) werden nicht [die] Oberhand [über] sie behalten. Mat 16:19 Ich werde dir die Schlüssel des Königreichs der Himmel geben; [was] auch [immer] du auf Erden bindest, wird [das] sein, [was auch] in den Himmeln gebunden [ist], und [was] auch [immer] du auf Erden löst, wird [das] sein, [was auch] in den Himmeln gelöst [ist]!" Mat 16:20 Dann warnte Er die Jünger, damit sie niemandem sagten, da[ß] Er der Christus sei. Mat 16:21 Von da [an] begann Jesus, Seinen Jüngern zu zeigen, Er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, Hohepriestern und Schrift[gelehrt]en viel leiden, und [Er müsse] getötet und [a]m dritten Tag auferweckt werden. Mat 16:22 [Da] nahm Petrus Ihn beiseite, begann Ihn zu warnen und sagte: "[Gott ist] dir versühnt, Herr! Keinesfalls wird Dir dies [zugedacht] sein!" Mat 16:23 Er aber wandte Sich [um und] sagte zu Petrus: "Geh hinter Mich, Satan! Du bist Mir [ein] Fallstrick! D[enn] du [ha]st nicht das [im] Sinn, [was] Gott [will], sondern das, [was] mensch[lich ist]." Mat 16:24 Dann sagte Jesus Seinen Jüngern: "Wenn jemand Mir nachfolgen will, [so] verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf und folge Mir. Mat 16:25 Denn [wer] seine Seele retten will, wird sie verlieren; [wer] aber seine Seele Meinetwegen verliert, wird sie finden. Mat 16:26 Doch was wird es [dem] Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewinnen, aber [dabei] seine Seele verwirken würde? Oder was wird [der] Mensch [als] Eintausch [für] seinen Seele geben? Mat 16:27 Denn der Sohn des Menschen ist im Begriff, in der Herrlichkeit Seines Vaters mit Seinen Boten zu kommen, und dann wird Er jedem nach seinem Handeln vergelten. Mat 16:28 Wahrlich, Ich sage euch: [Unter] denen, [die] hier stehen, sind einige, die keinesfalls [den] Tod schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen gewahren, [wenn Er] in Seinem Königreich kommt." Mat 17:1 * Und nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes, seinen Bruder, beiseite und brachte sie auf einen hohen Berg hinauf, [wo sie] für sich [allein waren]. Mat 17:2 Da wurde Er vor ihnen umgestaltet: Sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, und Seine Kleidung wurde weiß wie das Licht. Mat 17:3 Und siehe, es erschien ihnen Mose und Elia, [und sie] besprachen sich mit Ihm. Mat 17:4 Da nahm Petrus [das] Wort [und] sagte [zu] Jesus: "Herr, schön ist es [für] uns, hier zu sein! Wenn Du willst, werde ich hier drei Zelte errichten, Dir eins, Mose eins und Elia eins." Mat 17:5 [Während] er noch sprach, siehe [da] beschattete sie [eine] lichte Wolke, und siehe, [eine] Stimme ertönte aus der Wolke: "Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich [Mein] Wohl[gefallen] habe; hört [auf] Ihn!" Mat 17:6 Als die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihre Angesichter und fürchteten sich überaus. Mat 17:7 Da trat Jesus herzu, rührte sie an und sagte: "Erhebet euch und fürchtet euch nicht!" Mat 17:8 [Wie sie] aber ihre Augen aufhoben, gewahrten sie niemand [mehr] außer nur Jesus Selbst. Mat 17:9 Als sie vom Berg herabstiegen, gebot Jesus ihnen: "Sprecht [zu] niemandem [von] dem Gesicht, bis der Sohn des Menschen aus [den] Toten auferweckt ist." Mat 17:10 Dann fragten Ihn Seine Jünger: "Wieso sagen nun die Schrift[gelehrt]en, da[ß] Elia zuerst kommen müsse?" Mat 17:11 Er antwortete Ihnen: "Elia kommt zwar [zuerst] und wird alles wiederherstellen. Mat 17:12 Aber ich sage euch, da[ß] Elia schon kam; doch sie erkannten ihn nicht, sondern taten ihm an, was immer sie wollten. So wird auch der Sohn des Menschen demnächst von ihnen leiden [müssen]." Mat 17:13 Dann verstanden die Jünger, da[ß] Er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach. Mat 17:14 Als [sie] zu der Volksmenge kamen, trat [ein] Mensch zu Ihm, fiel [vor] Ihm [auf die] Knie und sagte: Mat 17:15 "Herr, erbarme Dich meines Sohnes; d[enn] er ist fallsüchtig und übel daran, weil er oftmals ins Feuer fällt und oftmals ins Wasser. Mat 17:16 Ich habe ihn zu Deinen Jüngern gebracht, doch konnten sie ihn nicht h[ei]len." Mat 17:17 Da antwortete Jesus ihnen: "O [du] ungläubige und verdrehte Generation! Wie lange soll Ich [noch] bei euch sein, wie lange soll Ich euch [noch] ertragen? Bringt ihn her [zu] Mir!" Mat 17:18 Und Jesus schalt den Dämon, da fuhr er aus von ihm, und von jener Stunde [an] war der Knabe geheilt. Mat 17:19 Dann traten die Jünger zu Jesus, [als sie] für sich [allein waren, und] fragten: "Weshalb konnten wir ihn nicht austreiben?" Mat 17:20 Er antwortete ihnen: "Wegen eures Kleinglaubens! Denn wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr Glauben wie ein Senfkorn habt, werdet ihr diesem Berg gebieten: Geh von hier dort[hin] weiter! Und er wird weitergehen, und nichts wird euch unmöglich sein." Mat 17:21 {Vers nicht in S', B'; in C', R', vielleicht auch S*}. Mat 17:22 Während sie in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus [zu] ihnen: "Demnächst wird der Sohn des Menschen in [der] Menschen Hände überantwortet werden, Mat 17:23 und sie werden Ihn töten; aber [a]m dritten Tag wird Er auferweckt werden." Da wurden sie überaus betrübt. Mat 17:24 Als sie [wieder] nach Kapernaum kamen, traten die [Ein]nehmer der Doppeldrachme zu Petrus und sagten: "Entrichtet euer Lehrer die Doppeldrachme nicht? Mat 17:25 Er antwortete: "Ja!" Als [er dann] ins Haus trat, kam Jesus ihm zuvor [und] sagte: "Was meinst du, Simon? Von wem nehmen die Könige der Erde Zölle oder Kopfsteuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden?" Mat 17:26 Als [er sagte: "Von den Fremden", entgegnete ihm Jesus: "Demnach sind doch die Söhne frei. Mat 17:27 Damit wir ihnen aber keinen Anstoß geb]en, geh an [den] See, wirf [die] Angel [aus], nimm den zuerst heraufkommenden Fisch und öffne sein Maul; [da] wirst du [einen] Stater finden, nimm denselben [und] gib ihnen [diesen] für Mich und dich." Mat 18:1 * In jener Stunde traten die Jünger zu Jesus [und] fragten: "Wer ist wohl [der] größte im Königreich der Himmel?" Mat 18:2 Da rief Er [ein] kleines Kind zu Sich, Mat 18:3 stellte es in ihre Mitte und sagte: "Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr euch nicht [um]wendet und wie die kleinen Kinder werdet, könnt ihr keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen. Mat 18:4 Wer sich nun erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im Königreich der Himmel; Mat 18:5 und [wer] solch ein kleines Kind in Meinem Namen aufnimmt, [d]er nimmt Mich auf. Mat 18:6 [Wer] aber einem dieser Kleinen, die an Mich glauben, Anstoß [gib]t, [für den] wäre es förderlicher, daß ihm [ein] Eselsmühl[stein] um seinen Hals gehängt und er im offenen Meer versenkt würde. Mat 18:7 Wehe der Welt wegen [ihrer] Fallstricke! Denn es ist [zwar] notwendig, [daß] Fallstricke kommen; indessen wehe jenem Menschen, durch den der Fallstrick kommt! Mat 18:8 Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich straucheln [läßt, so] haue sie ab und wirf [sie] von dir. Bes[ser] ist es [für] dich, verstümmelt oder lahm in das Leben einzugehen, anstatt zwei Hände oder zwei Füße [zu] haben [und] ins äonische Feuer geworfen zu werden. Mat 18:9 Wenn dein Auge dich straucheln [läßt, so] reiß es heraus und wirf [es] von dir. Bes[ser] ist es [für] dich, einäugig in das Leben einzugehen, anstatt zwei Augen zu haben [und] in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden. Mat 18:10 Seht [zu, daß] ihr nicht eines dieser Kleinen verachtet; denn Ich sage euch: Ihre Boten in [den] Himmeln [er]blicken alle[zeit] daß Angesicht Meines Vaters in [den] Himmeln. Mat 18:11 {Vers in R'; micht in S', B'}. Mat 18:12 Was meint ihr? Wenn ein Mensch hundert Schafe besitzt und eins von ihnen sich verirrt, wird er nicht die neun[und]neunzig Schafe auf den Bergen lassen und hingehen, [um] das verirrte [zu] suchen? Mat 18:13 Wenn es [ihm] gelingt, es zu finden, wahrlich, Ich sage euch: Er freut sich mehr über dasselbe als über die neun[und]neunzig nicht verirrten. Mat 18:14 So ist es [auch] nicht [der] Wille vor eurem Vater in [den] Himmeln, daß eines dieser Kleinen umkomme. Mat 18:15 Wenn nun dein Bruder sündigt (wörtl.: zielverfehlt), [so] gehe hin [und] überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er [auf] dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen. Mat 18:16 Wenn er aber nicht [auf dich] hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jeder [Rechts]fall durch zweier oder dreier Zeugen Mund [fest]gestellt werde. Mat 18:17 Wenn er aber nicht auf sie hört, sage [es] der herausgerufenen [Gemeinde]; wenn er auch der herausgerufenen [Gemeinde] nicht gehorchst, [so] gelte er dir so[viel] wie [einer aus den] Nationen oder [ein] Zöllner. Mat 18:18 Wahrlich, Ich sage euch: Was auch immer ihr auf Erden bindet, wird [das] sein, [was auch] i[m] Himmel gebunden [ist], und was auch immer ihr auf Erden löst, wird [das] sein, [was auch] i[m] Himmel gelöst [ist]. Mat 18:19 Wahrlich, wieder sage Ich euch: Wenn zwei von euch [hier] auf Erden [darin] übereinstimmen, irgend[eine] Sache [zu] erbitten, [so] wird es ihnen von Meinem Vater in [den] Himmeln [gegeben] werden; Mat 18:20 denn wo zwei oder drei in Meinem Namen versammelt sind, dort bin Ich in ihrer Mitte." Mat 18:21 Dann trat Petrus herzu [und] fragte Ihn: "Herr, wie oft soll mein Bruder an mir sündigen (wörtl.: zielverfehlen), und ich [muß] es ihm vergeben? Bis [zu] siebenmal?" Mat 18:22 Jesus antwortete ihm: "Ich sage dir: Nicht bis [zu] siebenmal, sondern bis [zu] sieben[und]siebzigmal! Mat 18:23 Deshalb gleicht das Königreich der Himmel [einem] Menschen, [einem] König, der mit seinen Sklaven abrechnen wollte. Mat 18:24 [Als] er aber anfing abzurechnen, wurde ein Schuldner [über] zehntausend Talente zu ihm gebracht. Mat 18:25 [Da] er aber nichts hatte, um [die Schuld] zu bezahlen, befahl der Herr, ihn [selbst] und alles, was er hat[te], zu veräußern, auch die Frau und die Kinder, um damit [alles] zu bezahlen. Mat 18:26 Nun warf sich jener Sklave [vor] ihm hin [und] bat [knie]fällig: Herr, [hab]e Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen. Mat 18:27 Da jammerte den Herrn jener Sklave, [und] er ließ ihn frei und erließ ihm [auch] das Darlehen. Mat 18:28 [Als] aber jener Sklave [hin]ausging, fand er einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete; und er bemächtigte sich seiner, würgte [ihn und] sagte: Bezahle, wenn du etwas schuldest! Mat 18:29 Nun fiel sein Mitsklave [vor ihm nieder], sprach ihm zu [und] bat: H[abe] Geduld mit mir, ich werde dir alles bezahlen. Mat 18:30 Der aber wollte nicht [darauf eingehen], sondern ging hin [und ließ] ihn in[s] Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt hätte. Mat 18:31 [Als] seine Mitsklaven nun das Geschehene gewahrten, waren sie überaus betrübt; sie gingen [hin] und klärten ihren Herrn [über] alles Geschehene auf. Mat 18:32 Da [ließ] sein Herr ihn zu sich rufen [und] sagte [zu] ihm: [Du] böser Sklave! Jene gesamte Schuld habe ich dir erlassen, weil du mir zusprachst; Mat 18:33 mußtest nicht auch du dich deines Mitsklaven erbarmen, wie auch ich mich deiner erbarmte? Mat 18:34 Und [er]zürnt übergab sein Herr ihn den Folterknechten, bis er ihm die gesamte Schuld bezahlt hätte. Mat 18:35 So wird auch Mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht [ein] je[d]er seinem Bruder von Herzen vergebt." Mat 19:1 * Als Jesus diese Worte vollendet hatte, brach Er von Galiläa auf und kam in die Grenz[gebiete] Judäas jenseits des Jordan. Mat 19:2 Es folgten Ihm viele Scharen, und Er heilte sie dort. Mat 19:3 Da traten die Pharisäer zu Ihm, [um] Ihn [zu] versuchen, und fragten, ob es erlaubt sei, seine Frau wegen jeder [beliebigen] Beschuldigung zu entlassen. Mat 19:4 Er aber antwortete [ihnen]: "Habt ihr nicht gelesen, da[ß] der Schöpfer sie von Anfang [an] männlich und weiblich schuf und sagte: Mat 19:5 Deswegen wird [der] Mann Vater und Mutter verlassen und sich seiner Frau anschließen, und die zwei werden ein Fleisch sein. Mat 19:6 Daher sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. [Was] nun Gott zusammengejocht hat, soll der Mensch nicht scheiden." Mat 19:7 [Da] fragten sie ihn: "Warum gebietet nun Mose, [ihr eine] Scheidungsurkunde zu geben und sie [damit] zu entlassen?" Mat 19:8 Jesus antwortete ihnen: "Mose gestattet euch wegen eurer Hartherzigkeit, eure Frauen zu entlassen; aber von Anfang [an] ist es nicht so gewesen. Mat 19:9 Daher sage Ich euch: [Wer] seine Frau entläßt - nicht [etwa] wegen Hurerei - und [eine] andere heiratet, bricht [die] Ehe; und [wer die] Entlassene heiratet, bricht [auch] die Ehe." Mat 19:10 [Da] sag[t]en die Jünger [zu] Ihm: "Wenn es so [mit] der Sache zwischen M[an]n [und] Frau steht, [dann] ist es nicht vorteilhaft zu heiraten." Mat 19:11 Er antwortete ihnen: "Nicht alle [geb]en diesem Wort Raum, sondern [nur] die, denen es gegeben ist. Mat 19:12 Denn [da] sind Verschnittene, die vo[m] Mutterleib [an] so geboren wurden; auch sind [da] Verschnittene, die von Mensch verschnitten wurden; ferner sind [da] Verschnittene, die sich um des Königreichs der Himmel willen selbst verschneiden. [Wer dem Wort] Raum [geb]en kann, [gebe ihm] Raum!" Mat 19:13 Dann brachte man kleine Kinder zu Ihm, damit Er ihnen die Hände auflege und [für sie] bete; die Jünger aber schalten sie. Mat 19:14 Doch Jesus sagte: "Laßt die kleinen Kinder zu Mir kommen und verwehrt [es] ihnen nicht; denn [für] solche ist das Königreich der Himmel [da]." Mat 19:15 [Dann] legte Er ihnen die Hände auf und zog von dort [weiter]. Mat 19:16 Und siehe, einer trat zu Ihm und sagte: "Lehrer, was soll ich Gutes tun, damit ich äonisches Leben habe?" Mat 19:17 Er antwortete ihm, "Was fragst du Mich über das Gute? Einer ist der Gut. Wenn du aber in das Leben eingehen willst, [so] halte die Gebote." Mat 19:18 Er sagte [zu] Ihm: "Welche?" Jesus antwortete: " Diese: Du sollst nicht morden, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch zeugen, Mat 19:19 ehre Vater und Mutter, und: lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst." Mat 19:20 [Da] sagte der Jüngling [zu] Ihm: "Dies alles habe ich bewahrt, was mangelt mir noch?" Mat 19:21 Jesus entgegnete Ihm: "Wenn du vollkommen sein willst, [so] geh hin, verkaufe deinen [erworbenen] Besitz, gib [den Erlös] den Armen, und du wirst [einen] Schatz in den Himmeln haben; dann [komm] herzu und folge Mir!" Mat 19:22 Als der Jüngling dieses Wort hörte, ging er betrübt davon; denn er hatte viele erworbene [Güter]. Mat 19:23 Dann sagte Jesus zu Seinen Jüngern: "Wahrlich, Ich sage euch: [Einer, der] Reich [ist - wie] angewidert [davon] wird er in das Königreich der Himmel eingehen. Mat 19:24 Und wieder sage Ich euch. Es ist leichter [für ein] Kamel, durch [das] Nadelöhr zu gehen, als [für einen] Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen." Mat 19:25 Als die Jünger [das] hörten, verwunderten sie sich sehr und sagten: "Wer kann demnach gerettet werden?" Mat 19:26 Da blickte Jesus [sie] an und sagte zu ihnen: "Bei [den] Menschen ist dies unmöglich, doch bei Gott [sind] alle [Dinge] möglich." Mat 19:27 Dann nahm Petrus [das] Wort [und] sagte [zu] Ihm: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind Dir gefolgt: was wird wohl unser [Teil] sein?" Mat 19:28 Da entgegnete Jesus ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: die ihr Mir gefolgt seid, in der Wiederwerdung, wenn der Sohn des Menschen auf [dem] Thron Seiner Herrlichkeit sitzt, werdet auch ihr auf zwölf Thronen sitzen [und] die zwölf Stämme Israels richten. Mat 19:29 Und jeder, der Meines Namens wegen Häuser, Brüder oder Schwestern, Vater oder Mutter, Frau oder Kinder oder Felder verlassen hat, wird [dies] hunderfältig [wieder]erhalten, und äonisches Leben wird [ihm] zugelost werden. Mat 19:30 Viele Erste aber werden die Letzten sein, und Letzte [werden] Erste [sein]. Mat 20:1 * Denn das Königreich der Himmel ist [einem] Mensch gleich, [einem] Hausherrn, der gleich [am] Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg zu verpflichten. Mat 20:2 Nachdem [er] mit den Arbeitern [einen] Denar [für] den Tag vereinbart hatte, schickte er sie in seinen Weinberg. Mat 20:3 Als [er] um [die] dritte Stunde ausging, gewahrte er andere müßig auf dem Markt[platz] stehen Mat 20:4 und sagte [zu] denselben: Geht auch ihr in meinen Weinberg, und ich werde euch geben, [was] gerecht ist. Mat 20:5 Da gingen sie hin. Dann ging er um [die] sechste und neunte Stunde wieder aus [und] verfuhr in derselben Weise. Mat 20:6 Als er um die elfte [Stunde] ausging, fand er andere [da]stehen und fragte sie: Was steht ihr hier den ganzen Tag müßig? Mat 20:7 Sie antworteten ihm: Niemand hat uns verpflichtet. [Da] sagte er ihnen: Geht auch ihr in den Weinberg! Mat 20:8 Als [es] Abend wurde, sagte der Herr des Weinbergs [zu] seinem Verwalter: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, beginne bei den letzten, bis [hin zu] den ersten! Mat 20:9 Da kamen die um die elfte Stunde [Verpflichteten und] erhielten je [einen] Denar. Mat 20:10 [Als] dann die ersten kamen, meinten sie, da[ß] sie mehr bekommen würden; doch auch sie erhielten je [einen] Denar. Mat 20:11 Sie nehmen [ihn], murrten aber gegen den Hausherrn Mat 20:12 [und] sagten: Diese letzten haben eine Stunde gearbeitet, und du behandelst sie ebenso wie uns, die [wir] die Bürde des Tages und den Glut[wind er]tragen haben! Mat 20:13 Er aber antwortete einem [von] ihnen: Kamerad, ich [tue] dir nicht Unrecht; hast du nicht [mit] mir [einen] Denar vereinbart? Mat 20:14 Nimm das deine und gehe! Diesem letzten aber will ich [dasselbe] geben wie auch dir. Mat 20:15 Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinen zu machen, [was] ich will? Oder ist dein Auge neidisch, weil ich gut [zu ihnen] bin? Mat 20:16 So werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein." Mat 20:17 Als Jesus sich anschickte, nach Jerusalem hinaufzuziehen, nahm er die zwölf Jünger zu Sich beiseite und sagte ihnen auf dem Wege: Mat 20:18 "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem; dort wird der Sohn des Menschen den Hohenpriestern und Schrift[gelehrt]en überantwortet werden; und sie werden Ihn zu[m] Tode verurteilen Mat 20:19 und Ihn den Nationen zum Verhöhnen, Geiseln und Kreuzigen (wörtl.: Anpfahlen) übergeben; und [a]m dritten Tag wird Er auferweckt werden." Mat 20:20 Dann trat die Mutter der Söhne [des] Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und fiel nieder, [um] etwas von Ihm [zu] erbitten. Mat 20:21 Er fragte sie: "Was willst du?" Sie antwortete Ihm: "Sage, da[ß] diese meine Zwei Söhne in Deinem Königreich einer Dir zur Rechten und einer zur Linken sitzen mögen." Mat 20:22 Jesus antwortete [ihnen]: "Ihr wißt nicht, was ihr euch erbittet. Könnt ihr den Becher trinken, den Ich zu trinken im Begriff bin?" Sie sagten [zu] Ihm: "[Das] können wir!" Mat 20:23 Er entgegnete ihnen: "Meinen Becher werdet ihr zwar trinken, aber Mir zu[r] Rechten und zu[r] Linken zu sitzen - [das] ist nicht [an] Mir zu [ver]geben, sondern [wird jenen zuteil, für] die es von Meinem Vater bereitet ist." Mat 20:24 Als die Zehn [das] hörten, waren sie über die zwei Brüder entrüstet. Mat 20:25 Jesus aber rief sie zu Sich [und] sagte: "Ihr wißt, da[ß] die, [die als] Fürsten [unter] den Nationen [gelten], sie beherrschen und [daß ihre] Großen sie vergewaltigen. Mat 20:26 [Doch] bei euch [sollte] es nicht so sein; sondern [wer] unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, Mat 20:27 und [wer] unter euch [der] Erste sein will, soll euer Sklave sein, Mat 20:28 ebenso wie der Sohn des Menschen nicht kam, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und Seine Seele [als] Lösegeld für viele zu geben." Mat 20:29 Als sie aus Jericho hinausgingen, folgte Ihm [eine] große Schar. Mat 20:30 Und siehe, [da] saßen zwei Blinde am Wege; [als sie] hörten da[ß] Jesus vorübergehe, riefen sie laut: "Herr, erbarme Dich unser, Sohn Davids!" Mat 20:31 Die Volksmenge aber schalt sie, daß sie stillschweigen sollten; sie aber schrien [nur noch] lauter: "Herr, erbarme Dich unser, Sohn Davids!" Mat 20:32 Jesus [blieb] stehen, rief sie und sagte: "Was wollt ihr, daß Ich euch tun soll?" Mat 20:33 Sie antworteten Ihm: "Herr daß unsere Augen aufgetan werden!" Mat 20:34 Da [sie] Jesus jammerten, rührte Er ihre Augen an, und sofort wurden sie s[eh]end und folgten Ihm. Mat 21:1 * Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, schickte Jesus dann zwei Jünger [aus] Mat 21:2 [und] sagte [zu] Ihnen: "Geht in das Dorf euch gegenüber! Sogleich werdet ihr [eine] Eselin [an]gebunden finden und [ein] Füllen bei ihr. [Bind]et [sie] Los [und] führt [sie zu] Mir! Mat 21:3 Wenn jemand etwas [zu] euch sagt, sollt ihr [ihm] erwiedern: Der Herr braucht sie und wird sie sogleich [wieder her]schicken." Mat 21:4 (Dies ist geschehen, damit erfüllt werde, [was] durch den Propheten angesagt war: Mat 21:5 Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt [zu] dir, sanftmütig und auf [einer] Eselin reitend, und [zwar] auf [einem] Füllen, [dem] Jungen [des] Jochtiers.) Mat 21:6 Da gingen die Jünger [hin] und taten, wie Jesus [es] ihnen angeordnet hatte; Mat 21:7 sie führten die Eselin und das Füllen [herbei], legten [ihre] Kleider auf sie, und Er setzte Sich darauf. Mat 21:8 Die sehr zahlreiche Volksmenge breitete sodann ihre Kleider auf den Weg, andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten [sie] auf den Weg. Mat 21:9 Die Scharen, die Ihm vorangingen und folgten, riefen laut: "Hosianna dem Sohn Davids! Gesegnet [sei], der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn! Hosianna in[mitten] der Höchsten!" Mat 21:10 Als Er [dann] in Jerusalem einzog, [gerie]t die gesamte Stadt [in] Aufregung, [und man] fragte: "Wer ist dieser?" Mat 21:11 Da antworteten die Scharen: "Dies ist der Prophet Jesus aus Nazareth [in] Galiläa." Mat 21:12 Dann ging Jesus in die Weihe[stät]te, trieb [dort] alle hinaus, die in der Weihe[stät]te verkauften und kauften, stürzte die Tische der Makler und die Stühle der Taubenverkäufer um und sagte zu ihnen: Mat 21:13 "Es steht geschrieben: Mein Haus wird [ein] Haus [des] Gebets heißen! Ihr aber macht es [zu einer] Höhle [für] Wegelagerer." Mat 21:14 Es kamen auch Blinde und Lahme in der Weihe[stät]te zu Ihm, und Er h[ei]lte sie. Mat 21:15 Als die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en das Staunenswerte, das Er tat, gewahrten, auch [wie] die Knaben in der Weihe[stät]te laut riefen: "Hosianna dem Sohn Davids", waren sie entrüstet und fragten Ihn: Mat 21:16 Hörst Du, was diese sagen?" Jesus antwortete ihnen: "Ja! Habt ihr noch nie gelesen: Aus [dem] Mund [der] Unmündigen und Säuglinge hast Du Dir Lob zubereitet?" Mat 21:17 Dann verließ Er sie, ging aus der Stadt hinaus nach Bethanien und nächtigte dort. Mat 21:18 Als [Er] Sich [am] Morgen in die Stadt zurückbegab, war Er hungrig; Mat 21:19 und [als Er] am Weg einen Feigenbaum gewahrte, ging Er auf ihn [zu] und fand nichts an ihm als nur Blätter. Da sagte Er [zu] ihm: "Nie mehr komme Frucht von dir für den Äon!" Und der Feigenbaum verdorrte auf [der] Stelle. Mat 21:20 Als die Jünger [das] gewahrten, fragten sie erstaunt: "Wie [kommt es, daß] der Feigenbaum auf [der] Stelle verdorrt ist?" Mat 21:21 Da antwortete Jesus ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, werdet ihr nicht nur das [mit] dem Feigenbaum tun, sondern auch wenn ihr [zu] diesem Berg sagen solltet: Hebe dich [empor] und wirf dich ins Meer - [so] wird es geschehen. Mat 21:22 Und alles, was ihr auch im Gebet [er]bittet, werdet ihr erhalten, [wenn ihr] glaubt." Mat 21:23 Nachdem Er in die Weihe[stät]te gekommen [war], traten die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu Ihm, [während Er] lehrte, [und] fragten: "Mit welcher Vollmacht tust Du dies, und wer gibt Dir diese Vollmacht?" Mat 21:24 Jesus antwortete ihnen: "Auch Ich werde euch ein Wort fragen; wenn ihr Mir das beantwortet, werde auch Ich euch sagen, mit welcher Vollmacht Ich dies tue: Mat 21:25 Die Taufe [des] Johannes, woher war sie? Vo[m] Himmel, oder von Menschen?" Sie folgerten nun bei sich: Wenn wir sagen: vo[m] Himmel, wird Er uns erwidern: Warum nun glaubtet ihr ihm nicht? Mat 21:26 Wenn wir aber sagen: von Menschen, [so haben] wir die Volksmenge [zu] fürchten; denn alle halten Johannes [für einen] Propheten. Mat 21:27 So antworteten sie Jesus: "Wir wissen [es] nicht." Da entgegnete Er ihnen: "[Dann] sage auch Ich euch nicht, mit welcher Vollmacht Ich dies tue! Mat 21:28 Was meint ihr aber? [Ein] M[an]n hatte zwei Kinder. Er trat zu dem ersten [Sohn] und sagte: Kind, geh heute hin [und] arbeite in meinem Weinberg. Mat 21:29 Doch der antwortete: Ich will nicht! Hernach aber bereute er [es und] ging hin. Mat 21:30 Dann trat er zu dem zweiten [Sohn und] wandte sich in derselben Weise [an diesen]. Der antwortete nun: Ich [gehe], Herr ging aber nicht hin. Mat 21:31 Wer von den zweien hat den Willen des Vaters getan?" Sie antworteten: "Der erste." [Da] sagt[e] Jesus [zu] ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Die Zöllner und die Huren gehen euch in das Königreich Gottes voran; Mat 21:32 denn Johannes kam auf [dem] Wege [der] Gerechtigkeit zu euch, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm. Obwohl ihr [das] gewartet, habt ihr auch hernach [euer Verhalten] nicht bereut, um ihm [dann] zu glauben. Mat 21:33 Hört [ein] anderes Gleichnis: [Da] war [ein] M[an]n, ein Hausherr, der pflanzte [einen] Weinberg, legte um ihn [einen] Steinwall [an], grub [eine] Kelter in ihm, baute [einen] Turm, verpachtete ihn [an] Winzer und verreiste. Mat 21:34 Als aber die rechte [Zeit für] die Früchte nahte, schickte er seine Sklaven zu den Winzern, um seine Früchte zu erhalten. Mat 21:35 Die Winzer jedoch nahmen seine Sklaven, den einen prügelten sie, den anderen töteten sie, den [dritten] aber steinigten sie. Mat 21:36 [Dann] schickte er wieder andere Sklaven, mehr [als] die ersten; doch sie verfuhren [mit] ihnen in derselben Weise. Mat 21:37 Zuletzt schickte er seinen Sohn zu ihnen [und] sagte [sich: Vor] meinem Sohn werden sie sich scheuen! Mat 21:38 Als die Winzer den Sohn gewahrten, sprachen sie unter sich: dieser ist der Losteilinhaber; herzu, wir wollen ihn töten und [werden dann] sein Los[land] haben. Mat 21:39 So nahmen sie ihn, warfen [ihn] zum Weinberg hinaus und töteten [ihn]. Mat 21:40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er [mit] jenen Winzern tun?" Mat 21:41 Sie antworteten Ihm: "[Die] Üblen! Er wird sie übel umbringen und den Weinberg anderen Winzern verpachten, die ihm die Früchte zur rechten Zeit abliefern werden." Mat 21:42 [Weiter] sagte Jesus [zu] ihnen: "Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: [Der] Stein, den die Bau[leute] verworfen haben, der wurde zu[m] Haupt[stein der] Ecke. Durch [den] Herrn ist er das geworden, und er ist erstaunlich vor unseren Augen. Mat 21:43 Deshalb sage Ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch genommen und [einer anderen] Nation gegeben werden, [die] dessen Früchte trägt. Mat 21:44 Und [wer] auf diesen Stein fällt, wird zerschellen; auf [wen] er aber fallen sollte, den wird er wie Spreu zerstäuben." Mat 21:45 Als die Hohepriester und Pharisäer Seine Gleichnisse hörten, [er]kannten sie, da[ß] Er von ihnen redete. Mat 21:46 Da suchten [sie] sich Seiner zu bemächtigen; sie fürchteten sich [jedoch vor] der Volksmenge, weil sie Ihn für [einen] Propheten hielt. Mat 22:1 * Dann nahm Jesus wieder [das] Wort, [um] in Gleichnissen [zu] ihnen [zu] sprechen: Mat 22:2 "Das Königreich der Himmel gleicht [einem] Menschen, [einem] König, der Seinem Sohn [die] Hochzeits[feier] ausrichtete. Mat 22:3 So schickte er seine Sklaven [aus], um die Geladenen zur Hochzeits[feier] zu rufen; doch wollten sie nicht kommen. Mat 22:4 [Da] schickte er wieder andere Sklaven [aus und] gebot [ihnen]: Sagt den Geladenen: Siehe, meine Mahl[zeit] habe ich bereitet, meine Stiere und das Mastvieh sind geschächtet, und alles [ist] bereit: [Kommt] her zur Hochzeits[feier]! Mat 22:5 Sie aber kümmerten sich nicht [darum und] gingen hin, der eine auf das eigene Feld, der andere zu seiner Handelsware; Mat 22:6 die übrigen bemächtigten sich seiner Sklaven, mißhandelten und töteten [sie]. Mat 22:7 Da wurde der König zornig, sandte seine Heere [aus] und [ließ] jene Mörder umbringen und ihre Stadt [in] Brand stecken. Mat 22:8 Dann sagte er [zu] seinen Sklaven: Die Hochzeit ist bereit, aber die Geladenen waren [es] nicht Wert. Mat 22:9 Geht nun an die Ausgänge der Wege und ladet zur Hochzeits[feier], wen immer ihr auch findet! Mat 22:10 [So] gingen jene Sklaven [hin]aus auf den Weg und sammelten alle, die sie fanden, Böse wie auch Gute, und der Hochzeits[saal] füllte sich [mit denen, die zu Tisch] lagen. Mat 22:11 Als der König hineinging, um sich die [zu Tisch] Liegenden [an]zuschauen, gewahrte er dort [einen] Menschen, [der] keine Hochzeitskleidung angezogen [hatte]. Mat 22:12 Da sagte er [zu] ihm: Kamerad, wie bist du hier hereingekommen, ohne Hochzeitskleidung [anzu]haben? Der aber verstummte. Mat 22:13 Dann gebot der König den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände [und] werft ihn hinaus in die Finsternis, die draußen [ist]! Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Mat 22:14 Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt." Mat 22:15 Dann gingen die Pharisäer [hin und] hielten [eine] Beratung [darüber ab], wie sie Ihn in [Seinen] Worten fangen könnten. Mat 22:16 So schickten sie ihre Jünger mit den Herodianern [zu] Ihm; [die] sagten: "Lehrer, wir wissen, da[ß] Du wahr [im Wort] bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst. Auch kümmert Dich [die Meinung anderer] nicht; denn Du blickst nicht auf [das] Äußere [der] Menschen. Mat 22:17 [So] sage uns nun, was Du meinst: Ist es erlaubt, [dem] Kaiser Kopfsteuer zu geben oder nicht?" Mat 22:18 Da Jesus ihre Bosheit [er]kannte, sagte Er: "Was versucht ihr Mich, [ihr] Heuchler? Mat 22:19 Zeigt Mir die Kopfsteuermünze!" Als sie Ihm [einen] Denar reichten, fragte Er sie: Mat 22:20 "Wessen Bild und Aufschrift [ist] dies?" Mat 22:21 Sie antworteten: "[Des] Kaisers." Dann sagte Er [zu] ihnen: "Folglich bezahlt [dem] Kaiser, [was des] Kaisers [ist], und Gott, [was] Gottes [ist]." Mat 22:22 Als [sie das] hörten, waren sie erstaunt; sie ließen [von] Ihm [ab] und gingen davon. Mat 22:23 An jenem Tag traten Sadduzäer zu Ihm, die behaupteten, [es] gäbe keine Auferstehung. Mat 22:24 Sie fragten Ihn: "Lehrer, Mose sagte: Wenn jemand stirbt [und] hat keine Kinder, [dann] soll sein Bruder [als] Schwager seine Frau heiraten und seinem Bruder Samen erwecken. Mat 22:25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste, [der] heiratete, verschied; da [er] keinen Samen hatte, [hinter]ließ er seine Frau seinem Bruder. Mat 22:26 Gleicherweise auch der zweite und der dritte bis [zu]m sieb[t]en. Mat 22:27 [Als] letzte [von] allen starb auch die Frau. Mat 22:28 In der Auferstehung nun, wem [von] den sieben wird sie [als] Frau angehören? Denn alle haben sie [zur Frau] gehabt." Mat 22:29 Jesus aber antwortete ihnen: "Ihr irrt, [weil ihr] weder [mit] den Schriften vertraut seid, noch die Kraft Gottes [kennt]. Mat 22:30 Denn weder heiraten sie in der Auferstehung, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Boten Gottes im Himmel. Mat 22:31 [Was] die Auferstehung der Toten betrifft: habt ihr nicht gelesen, [was] euch von Gott angesagt war: Mat 22:32 Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs -? Er ist kein Gott [der] Toten, sondern [der Gott der] Lebendigen." Mat 22:33 Als die Scharen [das] hörten, verwunderten sie sich über Seine Lehre. Mat 22:34 Nachdem die Pharisäer gehört hatten, da[ß] Er die Sadduzäer [zum] Verstummen [gebrach]t hatte, [ver]sammelten sie sich an derselben [Stelle]; und einer von ihnen, Mat 22:35 [ein] Gesetz[eskundig]er, fragte, [um] Ihn [zu] versuchen: Mat 22:36 "Lehrer, welches [ist das] große Gebot im Gesetz?" Mat 22:37 Er aber entgegnete ihm: "Lieben sollst du [den] Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Denkart. Mat 22:38 Dies ist das große und erste Gebot. Mat 22:39 [Das] zweite aber [ist] ihm gleich: Lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst! Mat 22:40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten." Mat 22:41 Als die Pharisäer versammelt waren, fragte Jesus sie: Mat 22:42 "Was meint ihr von Christus? Wessen Sohn ist Er?" Sie antworteten Ihm: "Davids." Mat 22:43 [Weiter] fragte Er sie: "Wie [konnte] nun David Ihn i[m] Geist [seinen] Herrn nennen, [wenn er] sagte: Mat 22:44 Es sprach [der] Herr [zu] meinem Herrn. Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde unter Deine Füße lege. Mat 22:45 - Wenn nun David Ihn [seinen] Herrn nennt, wie[so kann] Er [dann] sein Sohn sein?" Mat 22:46 Darauf konnte Ihm niemand [ein] Wort antworten; auch wagte von jenem Tag [an] keiner [mehr], Ihn noch länger zu fragen. Mat 23:1 * Dann sprach Jesus [zu] den Scharen und [zu] Seinen Jüngern: Mat 23:2 "Auf Moses Stuhl sitzen die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer. Mat 23:3 Alles nun was sie euch sagen, [das] tut und haltet [euch daran]; aber richtet euch nicht nach ihren Werken; denn sie lehren [es], handeln [selbst] aber nicht [danach]. Mat 23:4 Sie binden schwere und unerträgliche Lasten [zusammen] und legen [sie] den Menschen auf die Schultern, sie selbst aber wollen sie nicht [mit einem] ihrer Finger bewegen. Mat 23:5 Sie tun alle ihre Werke nur, um [von] den Menschen [an]geschaut zu werden; denn sie verbreitern ihre Denkzeichen[riemen] und vergrößern die Quasten; Mat 23:6 sie haben gern den ersten Liegeplatz bei den [Gast]mählern, die Vordersitze in den Synagogen, Mat 23:7 die Begrüßungen auf den Märkten und [wollen] von den Menschen 'Rabbi' genannt werden. Mat 23:8 Ihr aber, laßt euch nicht 'Rabbi' nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr aber seid alle Brüder. Mat 23:9 Auch sollt ihr keinen [Menschen] auf Erden euren 'Vater' nennen; denn einer ist euer Vater, der himmlische. Mat 23:10 Laßt euch auch nicht 'Lehrmeister' nennen, da einer euer Lehrmeister ist, der Christus. Mat 23:11 Der Größte aber [unter] euch soll euer Diener sein. Mat 23:12 Wer sich jedoch selbst erhöhen wird, soll erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigen wird, soll erhöht werden. Mat 23:13 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr verschließt das Königreich der Himmel vor den Menschen. Denn ihr geht nicht [hinein], noch laßt ihr [hin]eingehen, die [hin]eingehen [wollen]. Mat 23:14 {Vers nicht in S', B'}. Mat 23:15 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer; [ihr] Heuchler! Ihr zieht über das Meer und das Trockene, um einen Proselyten zu machen, und wenn er [es] wird, macht ihr ihn [zu einem] Sohn [der] Gehenna, mehr als doppelt [so schlimm wie] ihr. Mat 23:16 Wehe euch, [ihr] blinden Leiter, die [ihr] sagt: [Wer] bei dem Tempel schwört, [das] ist nichts; [wer] aber bei dem Gold des Tempels schwört, soll [daran gebunden sein]. Mat 23:17 [Ihr] Toren und Blinden! Was ist denn größer, das Gold oder der Tempel, der das Gold heiligt? Mat 23:18 Weiter [sagt ihr: Wer] bei dem Altar schwört, [das] ist nichts; [wer] aber bei der darauf [liegenden] Nahegabe schwört, soll [daran gebunden sein]. Mat 23:19 [Ihr] Toren und Blinden! Was [ist] denn größer, die Nahegabe oder der Altar, der die Nahegabe heilig? Mat 23:20 [Wer] daher bei dem Altar schwört, der schwört bei ihm und bei allem, [was] darauf [ist]; Mat 23:21 und [wer] bei dem Tempel schwört, [d]er schwört bei ihm und bei dem, [der] ihn bewohnt; Mat 23:22 und [wer] bei dem Himmel schwört, [d]er schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, [der] darauf sitzt. Mat 23:23 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr verzehntet die Minze, den Dill und den Kümmel; doch das Wichtigste [i]m Gesetz, das [gerechte] Richten, die Barmherzigkeit und den Glauben, [das] laßt ihr [außer acht]. Dies muß man beachten und jenes nicht [unter]lassen. Mat 23:24 I[hr] blinden Leiter, [die ihr] die Mücke seiht, aber das Kamel verschlingt! Mat 23:25 Wehe euch, Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr reinigt den Becher und den Teller von außen, von innen aber sind sie angefüllt mit Raub und Unenthaltsamkeit. [Du] blinder Pharisäer! Mat 23:26 Reinige [zu]erst das Innere des Bechers und des Tellers, damit auch das Äußere derselben rein werde. Mat 23:27 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr gleicht getünchten Grüften, die zwar von außen [schön] verziert erscheinen, inwendig aber sind sie angefüllt [mit] Totengebeinen und aller Unreinheit. Mat 23:28 So erscheint auch ihr den Menschen von außen zwar gerecht, inwendig aber seid ihr gedunsen [vor] Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Mat 23:29 Wehe euch Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr baut die Grüfte der Propheten [auf] und schmückt die Grab[mäler] der Gerechten und sagt: Mat 23:30 Wenn wir in den Tagen unserer Väter gewesen wären, [so] wären wir nicht [in] Gemeinschaft [mit] ihnen an dem Blut der Propheten [schuldig] geworden. Mat 23:31 Daher [stell]t ihr euch selbst [das] Zeugnis [aus], da[ß] ihr Söhne der Mörder der Propheten seid. Mat 23:32 So macht ihr das Maß eurer Väter voll! Mat 23:33 [Ihr] Schlangen, [ihr] Otternbrut! Wie wollt ihr dem Gericht der Gehenna [ent]fliehen? Mat 23:34 Deshalb siehe: Ich schicke Propheten, Weise und Schrift[gelehrt]e zu euch; von ihnen werdet ihr [einige] töten und kreuzigen (wörtl.: anpfahlen), und [andere] von ihnen werdet ihr in euren Synagogen geißeln und von Stadt zu Stadt verfolgen, Mat 23:35 damit über euch alles gerechte Blut komme, [das] auf Erden vergossen worden [ist], vom Blut des gerechten Abel [an] bis [auf] das Blut [des] Zacharias, [des] Sohnes Barachias, den ihr zwischen Tempel und Altar gemordet habt. Mat 23:36 Wahrlich, ich sage euch: Dies alles wird über diese Generation eintreffen! Mat 23:37 Jerusalem, Jerusalem, das die Propheten tötet und die steinigt, [die] zu ihm geschickt werden! Wie oft wollte Ich deine Kinder versammeln, [in] der[selben] Weise [wie eine] Henne ihre Küchlein unter den Flügeln versammelt; doch ihr habt nicht gewollt. Mat 23:38 Siehe, euer Haus wird euch öde gelassen [werden]; Mat 23:39 denn Ich sage euch: Von jetzt [an] werdet ihr Mich keinesfalls gewahren, bis ihr [dereinst] sagt: Gesegnet [sei], der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn!" Mat 24:1 * [Als] Jesus aus der Weihe[stät]te herauskam und [weiter]gehen [wollte], traten Seine Jünger zu Ihm und zeigten [auf] die Gebäude der Weihe[stät]te. Mat 24:2 Da antwortete Er ihnen: "[Seh]t ihr nicht dies alles? Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls wird hier Stein auf Stein gelassen werden, den man nicht abbrechen wird." Mat 24:3 Als Er sich auf den Ölberg gesetzt [hatte], kamen [Seine] Jünger, [als sie] für sich [allein waren], zu Ihm [und] fragten: "Sage uns, wann wird dies sein, und welches [ist] das Zeichen Deiner Anwesenheit und [des] Abschlusses des Äons?" Mat 24:4 Da antwortete Jesus ihnen: "Hütet euch, [damit] niemand euch irre[führe]! Mat 24:5 Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin der Christus! und werden viele irre[führe]n. Mat 24:6 [Wenn] ihr aber künftig Schlachten[lärm] und Kunde [von] Schlachten hört, seht [zu], seid nicht bestürzt; denn [so] muß es geschehen, jedoch ist es noch nicht die Vollendung. Mat 24:7 Denn es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; auch werden Hungersnöte und stellenweise [Erd]beben sein; Mat 24:8 alles dies [ist] aber [erst der] Anfang [der] Wehen. Mat 24:9 Dann wird man euch in Drangsal überantworten und euch töten, ja ihr werdet um Meines Namens willen von allen Nationen gehaßt werden. Mat 24:10 Dann werden viele straucheln und einander verraten und einander hassen. Mat 24:11 Auch viele falsche Propheten werden erweckt werden und viele irre[führe]n. Mat 24:12 Weil sich die Gesetzlosigkeit mehrt, wird die Liebe [bei] den meisten erkalten. Mat 24:13 [Wer] aber [bis] zur Vollendung ausharrt, d[e]r wird gerettet werden. Mat 24:14 Dieses Evangelium [vo]m Königreich wird auf der ganzen Wohnerde geheroldet werden, allen Nationen zu[m] Zeugnis, und dann wird die Vollendung eintreffen. Mat 24:15 Wenn ihr nun den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung in [der] heiligen Stätte stehen seht - möge der Leser [es] begreifen -, Mat 24:16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen! Mat 24:17 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] hinab, um [etwas] aus seinem Haus [mit]zunehmen; Mat 24:18 und [wer] auf dem Feld [ist], kehre nicht zurück, um [noch] sein Obergewand aufzunehmen. Mat 24:19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Mat 24:20 Betet jedoch, daß eure Flucht nicht [im] Winter noch [am] Sabbat geschehe! Mat 24:21 Denn dann wird [eine] derartig große Drangsal sein, wie [sie] seit Anfang [der] Welt bis nun [noch] nicht gewesen ist, noch je sein wird. Mat 24:22 Und wenn jene Tage nicht verkürzt wären, [so] würde keinerlei Fleisch gerettet werden; jedoch um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Mat 24:23 Wenn dann jemand [zu] euch sagt: Siehe, hier [ist] der Christus! oder: Hier [ist Er]!, so glaubt [es] nicht! Mat 24:24 Denn es werden sich falsche Christi und falsche Propheten erheben; [die] werden große Zeichen geben und Wunder [tun], um wenn möglich auch die Auserwählten irrezu[führe]n. Mat 24:25 Siehe Ich habe [es] euch vorher angesagt. Mat 24:26 Wenn man daher [zu] euch sagt: Siehe, Er ist in der Wildnis! [so] geht nicht [hin]aus; [oder]: Siehe, [Er ist] in den Kammern!, [so] glaubt [es] nicht! Mat 24:27 Denn ebenso wie der Blitz vo[m] Osten ausgeht und bis [zum] Westen scheint, so wird es [auch mit] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein; Mat 24:28 wo der Leichnam ist, dort werden sich die Geier versammeln. Mat 24:29 Sogleich nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Mächte der Himmel erschüttert werden. Mat 24:30 Dann wird das Zeichen des Sohnes des Menschen a[m] Himmel erscheinen, und dann werden alle Stämme des Landes wehklagen und den Sohn des Menschen auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen. Mat 24:31 Alsdann wird Er seinen Boten mit lautem Posaunenton [aussend]en, und sie werden Seine Auserwählten von den vier Winden [her] versammeln, vo[m] äußersten [Ende des] Himmels [an] bis [wieder zu] ihrem äußersten [Ende]. Mat 24:32 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter hervorsprossen, [dann er]kennt ihr [daran], da[ß] der Sommer nahe [ist]. Mat 24:33 So auch ihr: wenn ihr dies alles seht, [dann er]kennt [daran], da[ß] Er nahe ist - an [den] Türen. Mat 24:34 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist. Mat 24:35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte [werden] keinesfalls vergehen. Mat 24:36 Um jenen Tag und [jene] Stunde aber weiß niemand, weder die Boten der Himmel noch der Sohn, außer dem Vater allein. Mat 24:37 Denn ebenso wie [es in] den Tagen Noahs [war], so wird es [bei] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein. Mat 24:38 Denn wie sie in jenen Tagen vor der [Über]flut[ung] waren: essend und trinkend, heiratend und verheiratend bis zu [dem] Tag, [an] dem Noah in die Arche [hin]einging, Mat 24:39 und sie [er]kannten nichts, bis die [Über]flut[ung] kam und [sie] allesamt [hinweg]nahm, so wird es [auch bei] der Anwesenheit des Sohnes des Menschen sein. Mat 24:40 Dann werden zwei auf dem Felde sein: einer wird mitgenommen und einer [zurück]gelassen [werden]. Mat 24:41 [Von] zwei mit den Mühl[stein] Mahlenden wird eine mitgenommen und eine [zurück]gelassen werden. Mat 24:42 [So] wacht nun, d[enn] ihr wißt nicht, [an] welchem Tag euer Herr kommt. Mat 24:43 Jenes aber [er]kennt ihr: wenn der Hausherr wüßte, [in] welcher [Nacht]wache der Dieb kommt, würde er wachen und nicht [die Wand] seines Hauses durchgraben lassen. Mat 24:44 Deshalb seid auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen [zu einer] Stunde kommt, [da] ihr [es] nicht meint. Mat 24:45 Wer ist wohl der getreue und besonnene Sklave, den der Herr über sein Gesinde einsetzt, um ihnen zur rechten [Zeit] die Nahrung zu geben? Mat 24:46 Glückseelig [ist] jener Sklave, den Sein Herr, [wenn er] kommt, so tätig finden wird. Mat 24:47 Wahrlich, Ich sage euch: Er wird ihn über all seinen Besitz einsetzen. Mat 24:48 Wenn aber jener [als ein] übler Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr bleibt [noch] aus Mat 24:49 und fängt an, seine Mitsklaven zu schlagen, und ißt und trinkt mit den Berauschten, Mat 24:50 [dann] wird der Herr jenes Sklaven an [einem] Tag eintreffen, [da] er [es] nicht vermutet, und zu [einer] Stunde, die er nicht kennt, Mat 24:51 und wird ihn zweiteilen [lassen] und [ihm] sein Teil bei den Heuchlern geben. Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Mat 25:1 * Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen [und] ausgingen, dem Bräutigam entgegen. Mat 25:2 Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf besonnen. Mat 25:3 Denn die törichten nahmen [wohl] ihre Lampen, nahmen [aber] kein Öl mit sich; Mat 25:4 die besonnenen aber nahmen zu ihren Lampen [auch] Öl in den Behältern [mit sich]. Mat 25:5 [Als] nun der Bräutigam ausblieb, nickten sie alle ein und schlummerten. Mat 25:6 Mitten [in der] Nacht aber erscholl [ein] Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht [hin]aus ihm entgegen! Mat 25:7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und putzten ihre Lampen. Mat 25:8 Die törichten sagten [zu] den besonnenen: Gebt uns von eurem Öl, weil unsere Lampen [ver]löschen! Mat 25:9 Darauf antworteten die besonnenen: Nein, sonst könnte es [für] uns und euch nicht ausreichen. Geht vielmehr zu denen, [die es] verkaufen, und kauft [für] euch selbst [ein]! Mat 25:10 Während sie hingingen, um Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit [waren], gingen mit ihm zur Hochzeits[feier hin]ein, und die Tür wurde verschlossen. Mat 25:11 Zuletzt kamen auch die übrigen Jungfrauen [und] riefen: Herr, Herr, öffne uns! Mat 25:12 Er aber antwortete: Wahrlich, Ich sage euch: Ich weiß nichts [von] euch. Mat 25:13 Daher wachet, weil ihr weder Tag noch Stunde wißt. Mat 25:14 [Denn es] wird so [sein] wie [bei einem] Mann, [der] verreisen [wollte]; er rief [seine] Sklaven [zusammen] und übergab ihnen seinen Besitz. Mat 25:15 Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem [dritten] eins, je[d]em nach [seiner] eigenen Fähigkeit; alsdann verreiste er. Mat 25:16 Der die fünf Talente bekommen [hatte], ging nun sofort [hin], arbeitete damit und gewann andere fünf Talente [dazu]. Mat 25:17 Und der die zwei [hatte], gewann in derselben Weise andere zwei [dazu]. Mat 25:18 Der aber das eine Talent bekommen [hatte], ging hin, grub [ein Loch] in die Erde und verbarg das Geld seines Herr. Mat 25:19 Nach längerer Zeit kam der Herr jener Sklaven [zurück] und rechnete mit ihnen ab. Mat 25:20 Da trat der herzu, [der] die fünf Talente bekommen [hatte], brachte andere fünf Talente mit [und] sagte: Herr, fünf Talente übergabst du mir; siehe, damit habe ich andere fünf Talente gewonnen. Mat 25:21 Hierauf entgegnete ihm sein Herr: [Sehr] wohl, guter und treuer Sklave! Über wenigem warst du treu, über vieles werde ich dich einsetzen; geh ein zur Freuden[feier] deines Herrn! Mat 25:22 Danach trat auch der herzu, [der] die zwei Talente bekommen [hatte, und] sagte: Herr, zwei Talente übergabst du mir; siehe, damit habe ich andere zwei Talente gewonnen. Mat 25:23 Sein Herr entgegnete ihm: [Sehr] wohl, guter und treuer Sklave! Über wenigem warst du treu, über vieles werde ich dich einsetzen; geh ein zur Freuden[feier] deines Herrn! Mat 25:24 Schließlich trat auch der herzu, [der] das eine Talent bekommen [hatte; und] sagte: Herr, mir war [von] dir bekannt, da[ß] du [ein] harter Mensch bist; [du] erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Mat 25:25 Da [ich] mich fürchtete, ging ich hin [und] verbarg dein Talent in der Erde; siehe, [hier] hast du das Deine! Mat 25:26 Da antwortete ihm sein Herr: Böser und träger Sklave! Du wußtest da[ß] ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe; Mat 25:27 daher [hättest] du mein Geld [bei] den Wechslern [an]legen müssen; dann hätte ich, [als] ich kam, das Meine mit Zinsen wiederbekommen. Mat 25:28 Nehmt ihm nun das Talent ab und gebt es dem, [der] die zehn Talente hat. Mat 25:29 Denn jedem, der [da] hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluß [hab]en; von dem aber, [der] nichts hat, wird auch [noch das] genommen werden, [was] er [zu] haben [meint]. Mat 25:30 Den unbrauchbaren Sklaven werft hinaus in die Finsternis, die draußen [ist]! Dort wird Jammern und Zähneknirschen sein. Mat 25:31 Wenn aber der Sohn des Menschen in Seiner Herrlichkeit kommt und alle heiligen Boten mit Ihm, dann wird Er auf [dem] Thron Seiner Herrlichkeit sitzen. Mat 25:32 Alle Nationen werden vor Ihm versammelt werden, und Er wird sie voneinander sondern, so wie der Hirte die Schafe von den Ziegenböcken sondert. Mat 25:33 Und zwar wird Er die Schafe zu Seiner Rechten stellen, die Ziegenböcke aber zu [Seiner] Linken. Mat 25:34 Dann wird der König denen zu Seiner Rechten sagen: [Kommt] herzu, [ihr] Gesegneten Meines Vaters! Nehmt [das] Los[teil des] Königreichs ein, das euch vo[m] Niederwurf [der] Welt [an] bereitet [ist]. Mat 25:35 Denn Ich war hungrig, und ihr gabt Mir zu essen; Ich war durstig, und ihr [gab]t Mir zu trinken. Ich war [ein] Fremdling, und ihr führtet Mich [ins Haus]. Mat 25:36 [Ich war] ohne Kleidung, und ihr umhülltet Mich; Ich war hinfällig, und ihr besuchtet Mich; Ich war i[m] Gefängnis, und ihr kamt zu Mir. Mat 25:37 Dann werden Ihm die Gerechten antworten: Herr, wann gewahrten wir Dich hungrig und nährten [Dich] oder durstig und tränkten [Dich]? Mat 25:38 Wann gewahrten wir Dich als Fremdling und führten [Dich ins Haus] oder ohne Kleidung und umhüllten [Dich]? Mat 25:39 Wann gewahrten wir Dich hinfällig oder i[m] Gefängnis und kamen zu Dir? Mat 25:40 Als Antwort wird der König ihnen erwidern: Wahrlich, Ich sage euch: Was immer ihr [an] einem dieser geringsten Meiner Brüder tatet - Mir habt ihr [es] erwiesen! Mat 25:41 Dann wird Er denen zu [Seiner] Linken sagen: Geht von Mir, [ihr] Verfluchten, in das äonische Feuer, das dem Widerwirker und seinen Boten bereitet [ist]! Mat 25:42 Denn Ich war hungrig und ihr gabt Mir nicht zu essen; Ich war durstig, und ihr [gab]t Mir nicht zu trinken. Mat 25:43 Ich war ein Fremdling, und ihr führtet Mich nicht [ins Haus; Ich war] ohne Kleidung, und ihr umhülltet Mich nicht; [Ich war] hinfällig und i[m] Gefängnis, und ihr besuchtet Mich nicht. Mat 25:44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann gewahrten wir Dich hungrig oder durstig, [als] Fremdling oder ohne Kleidung, hinfällig oder i[m] Gefängnis, und wir dienten Dir nicht? Mat 25:45 Dann wird Er ihnen antworten: Wahrlich, Ich sage euch: Was immer ihr [an] einem dieser Geringsten nicht tatet, habt ihr auch Mir nicht erwiesen! Mat 25:46 So werden diese in [die] äonische Strafe gehen, die Gerechten aber in [das] äonische Leben." Mat 26:1 * Als Jesus alle diese Worte vollendet hatte, geschah es, [daß] Er [zu] Seinen Jüngern sagte: Mat 26:2 "Ihr wißt, da[ß] in zwei Tagen das Passah ist; dann wir der Sohn des Menschen zur Kreuzigung (wörtl.: Anpfahlung) überantwortet." Mat 26:3 Damals [ver]sammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß. Mat 26:4 Dort berieten sie [miteinander], damit sie sich Jesu mit9 Betrug bemächtigten und [Ihn] töten könnten. Mat 26:5 Sie sagten aber. "Nicht während des Festes, [auf] daß kein Tumult unter dem Volk entstehe!" Mat 26:6 Als Jesus Sich in Bethanien i[m] Hause Simons des Aussätzigen befand, trat [eine] Frau zu Ihm. Mat 26:7 Sie hatte ein Alabaster[fläschchen mit] wertvollem Würzöl und goß [es] Ihm auf das Haupt, [während Er zu Tisch] lag. Mat 26:8 Seine Jünger aber, [die dies] gewahrten, waren entrüstet [und] sagten [zueinander]: "Wozu diese Verschwendung? Mat 26:9 Man [hät]te doch dieses [Würzöl für] viel [Geld] veräußern und [es] den Armen geben können." Mat 26:10 Als Jesus [das er]kannte, sagte Er [zu] ihnen. "Was verursacht ihr der Frau Mühe? Sie hat doch [ein] edles Werk an Mir getan! Mat 26:11 Denn die Armen habt ihr allzeit bei euch, Mich aber habt ihr nicht allezeit. Mat 26:12 Sie hat es doch zu Meiner Bestattung getan, [als sie] dieses Würzöl auf Meinen Körper sprengte. Mat 26:13 Wahrlich, Ich sage euch: Wo auch [immer] man dieses Evangelium in der ganzen Welt herolden mag, wird man zu ihrem Gedenken auch [von dem] sprechen, [was] sie getan hat." Mat 26:14 Dann ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern [und] fragte: Mat 26:15 "Was wollt ihr mir geben wenn ich ihn [an] euch verraten werde?" Die aber wägten ihm dreißig Silber[stücke] dar. Mat 26:16 Von da an suchte er [eine] günstige Gelegenheit, um Ihn [zu] verraten. Mat 26:17 Am ersten [Tag] der ungesäuerten [Brote] kamen die Jünger zu Jesus und sagten [zu] Ihm: "Wo willst Du das Passah essen? [Wo] sollen wir es Dir bereiten?" Mat 26:18 Da gebot Er [ihnen]: "Geht in die Stadt zu dem [und] dem und sagt ihm: Der Lehrer [läßt] sagen: Der [Zeit]punkt [für] Mich ist nahe; bei dir [will] Ich das Passah mit Meinen Jüngern halten." Mat 26:19 Die Jünger taten nun, wie Jesus [es] ihnen angeordnet hatte und bereiteten das Passah. Mat 26:20 Als [es] Abend geworden [war], lag Er mit den zwölf Jüngern [zu Tisch]. Mat 26:21 Während sie aßen, sagte Er: "Wahrlich, Ich sage euch: Einer von euch wird Mich verraten." Mat 26:22 Da wurden sie sehr betrübt [und] fingen an, Ihn zu fragen, ein je[d]er [von] ihnen: "Ich bin [es] doch nicht [etwa], Herr!" Mat 26:23 Er aber antwortete: "Der mit Mir die Hand in die Schüssel eintaucht, der wird Mich verraten. Mat 26:24 Der Sohn des Menschen geht zwar [da]hin, so wie es von Ihm geschrieben steht; doch wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Schön wäre es [für] Ihn, wenn jener Mensch nicht geboren wäre!" Mat 26:25 Da antwortete Judas, Sein Verräter: Ich bin [es] doch nicht [etwa], Rabbi? Jesus erwiderte ihm: Du hast [es] gesagt!" Mat 26:26 Als sie aßen, nahm Jesus das Brot, segnete und brach [es], gab [es] den Jüngern und sagte: "Nehmt, eßt! Dieses ist Mein Körper." Mat 26:27 Dann nahm Er den Becher, dankte und gab ihnen [den und] sagte: "Trinkt alle [dar]aus! Mat 26:28 Denn dieses ist Mein Blut des neuen Bundes, das für viele zur Erlassung [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlung) vergossen wird. Mat 26:29 Aber Ich sage euch: Ich werde von jetzt [an] keinesfalls von diesem Ertrag des Weinstocks trinken bis [zu] jenem Tag, wenn Ich ihn im Königreich Meines Vaters neu mit euch trinken werde." Mat 26:30 Nach [dem] Lobgesang zogen sie [hin]aus auf den Ölberg. Mat 26:31 Dann sagte Jesus [zu] ihnen: "Ihr alle werdet in dieser Nacht an Mir Anstoß [nehm]en; denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen. Mat 26:32 Jedoch nach Meiner Auferweckung werde Ich euch nach Galiläa vorangehen." Mat 26:33 Petrus aber antwortete Ihm: "Wenn sie auch alle an Dir Anstoß [nehm]en, ich werde niemals [an Dir] Anstoß [nehm]en." Mat 26:34 Jesus entgegnete ihm: "Wahrlich, Ich sage dir: In dieser Nacht, ehe [der] Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen." Mat 26:35 [Da] sagte Petrus [zu] Ihm: "Und wenn ich mit Dir sterben müßte, [so] werde ich Dich keinesfalls verleugnen." Gleicherweise sprachen auch alle [anderen] Jünger. Mat 26:36 Dann kam Jesus mit ihnen zu [einem] Freiacker [mit] Namen Gethsemane und sagte [zu] Seinen Jüngern: "[Ich] gehe dort hin[über]; setzt euch [nieder], bis Ich gebetet [habe]." Mat 26:37 Hierauf nahm Er Petrus und die zwei Söhne des Zebedäus beiseite [und] begann betrübt und niedergedrückt zu werden. Mat 26:38 Dann sagte Er zu ihnen: "Tief betrübt ist Meine Seele bis [zum] Tode; bleibt hier und wacht mit Mir!" Mat 26:39 Und [ein] klein [wenig] vorausgehend, fiel Er auf Sein Angesicht und betete: "Mein Vater, wenn es möglich ist, [so] gehe dieser Becher an Mir vorüber! Indes nicht wie Ich will, sondern wie Du [willst]!" Mat 26:40 Darauf kam Er zu den Jüngern und fand sie schlummernd. Da sagt[e] Er [zu] Petrus: "So vermögt ihr nicht eine Stunde mit Mir zu wachen? Mat 26:41 Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung kommt! Der Geist zwar [hat das] Verlangen, das Fleisch aber [ist] schwach." Mat 26:42 [Da] ging Er zu[m] zweiten[mal] hin [und] betete wieder: "Mein Vater, wenn es nicht möglich ist, [daß] dieser [Becher] an Mir vorübergehe, es sei denn, [daß] Ich ihn trinke, [so] geschehe Dein Wille!" Mat 26:43 Darauf kam Er [zurück und] fand sie wieder schlummernd; denn die Augen waren ihnen schwer geworden. Mat 26:44 [Da] verließ Er sie, ging nochmals hin und betete zu[m] dritten[mal], wieder [mit] denselben Worten. Mat 26:45 Dann kam Er zu den Jüngern und sagte [zu] ihnen: "Schlummert und ruht [ein] andermal; denn siehe, die Stunde hat sich genaht! Der Sohn des Menschen wird in [di]e Hände [der] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) überantwortet! Mat 26:46 Erhebt euch, wir gehen! Siehe, Mein Verräter hat sich genaht!" Mat 26:47 Während Er noch sprach, siehe [da] trat Judas, einer der Zwölf, [herzu], und mit ihm [kam eine] große Schar mit Schwertern und Knütteln von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes [her]. Mat 26:48 Sein Verräter aber hatte ihnen [als verabredetes] Zeichen gegeben: Welchen ich küssen werde, der ist [es]; bemächtigt euch Seiner!" Mat 26:49 Sofort trat er zu Jesus und sagte: "Freue Dich Rabbi!" und küßte Ihn herzlich. Mat 26:50 Jesus aber sagte [zu] ihm: "Kamerad, dazu bist du hier?" Dann traten sie herzu, legten die Hände an Jesus und bemächtigten sich Seiner. Mat 26:51 Und siehe, einer [von] denen, [die] mit Jesus [waren], streckte die Hand aus, riß sein Schwert heraus, schlug [auf] den Sklaven des Hohenpriesters ein und hieb ihm die Ohr[muschel] ab. Mat 26:52 Da sagte Jesus [zu] ihm: "Stecke dein Schwert an seinen Platz; denn alle die [zum] Schwert greifen, werden durch [das] Schwert umkommen! Mat 26:53 Oder meinst du, da[ß] Ich Meinem Vater nicht zusprechen könnte, und Er würde Mir jetzt mehr als zwölf Legionen Boten bereitstellen? Mat 26:54 Wie nun sollten [denn] die Schriften erfüllt werden, da[ß] es so geschehen muß?" Mat 26:55 In jener Stunde sagte Jesus [zu] den Scharen: "Wie gegen [einen] Wegelagerer seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen, um Mich zu [er]greifen. Täglich saß Ich bei euch in der Weihe[stät]te [und] lehrte, und ihr habt euch Meiner nicht bemächtigt. Mat 26:56 Aber das Ganze ist geschehen, damit die Schriften der Propheten erfüllt würden." Dann verließen Ihn alle Seine Jünger [und] flohen. Mat 26:57 Die sich nun Jesus bemächtigt hatten, führten [Ihn] zu dem Hohenpriester Kaiphas ab, wo die Schrift[gelehrt]en und Ältesten [ver]sammelt waren. Mat 26:58 Petrus jedoch folgte Ihm von ferne bis [zu] dem Hof des Hohenpriesters; dort ging er hinein und setzte sich unter die Gerichtsdiener, um den Abschluß zu gewahren. Mat 26:59 Die Hohenpriester aber, die Ältesten und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, damit sie Ihn [zu] Tode [bringe]n könnten; doch fanden sie keines, Mat 26:60 [wiewohl] viele falsche Zeugen herzutraten. Mat 26:61 Zuletzt aber kamen zwei herzu [und] sagten: "Dieser [hat] behauptet: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und ihn in drei Tagen [auf]bauen!" Mat 26:62 Da stand der Hohepriester auf [und] fragte Ihn: "Antwortest Du nichts [auf das], was diese gegen Dich zeugen?" Mat 26:63 Jesus aber schwieg still. Dann sagte der Hohepriester [zu] Ihm: "Ich beschwöre Dich bei dem lebendigen Gott, daß Du uns sagst, ob Du der Christus, der Sohn Gottes bist." Mat 26:64 Jesus erwiderte ihm: "Du hast es gesagt! Indes sage Ich euch: Von jetzt [an] werdet ihr den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen." Mat 26:65 Da zerriß der Hohepriester seine Kleider [und] rief: "Er lästert! Was brauchen wir noch Zeugen? Siehe, nun habt ihr Seine Lästerung gehört! Mat 26:66 Was meint ihr?" Sie aber antworteten: "Er ist [dem] Tode verfallen!" Mat 26:67 Dann spien sie Ihm ins Angesicht und [schlug]en Ihn [mit] Fäusten; Mat 26:68 die [Ihn] ohrfeigten, sagten: "Prophezeie uns, Christus! Wer ist es, der Dich geschlagen hat?" Mat 26:69 Petrus aber saß draußen im Hof; da trat eine Magd zu ihm und sagte: "Du warst auch mit Jesus, dem Galiläer! Mat 26:70 Er aber leugnete vor ihnen allen [und] sagte: "Ich weiß nicht, was du sagst." Mat 26:71 Als er aus [dem] Hof in die Tor[halle] trat, gewahrte ihn [eine] andere [Magd] und sagte [zu] den [Umstehenden] dort: "Dieser war auch mit Jesus, dem Nazarener!" Mat 26:72 Er aber leugnete nochmals, und [zwar] mit [einem] Eid[schwur]: "Ich weiß nichts [von] dem Menschen." Mat 26:73 Nach [einer] kleinen [Weile] traten die [Um]stehenden [hin]zu und sagten [zu] Petrus: Wahrhaftig, du bist auch [einer] von ihnen; denn deine [Aus]sprache macht dich kenntlich." Mat 26:74 Da fing er an, [sich] zu verdammen und zu schwören: "Ich weiß nichts [von] dem Menschen!" Und sogleich krähte [ein] Hahn. Mat 26:75 Nun erinnerte sich Petrus des Ausspruchs Jesu, [der es] ihm angesagt hatte: "Ehe [der] Hahn kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen." [Da] ging er hinaus und schluchzte bitterlich. Mat 27:1 * Als [es] Morgen wurde, hielten alle Hohenpriester und Ältesten des Volkes [eine] Beratung über Jesus [ab], um Ihn [zu] Tode zu [bring]en. Mat 27:2 Nachdem [man] Ihn gebunden hatte, führten sie [Ihn] ab und Übergaben Ihn dem Statthalter Pontius Pilatus. Mat 27:3 [Als] dann Judas, der Ihn verraten [hatte], gewahrte, da[ß] Er verurteilt war, bereute er [es], brachte die dreißig Silberstücke den Hohenpriestern und Ältesten zurück [und] sagte: Mat 27:4 "Ich habe gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), [weil ich] unschuldiges Blut verriet." Sie erwiderten jedoch: "Was [geht das] uns an? [Da] sieh du [zu]!" Mat 27:5 [Darauf] schleuderte er die Silber[stücke] in den Tempel und machte sich davon, ging hin und erhängte sich. Mat 27:6 Die Hohenpriester aber nahmen die Silber[stücke und] sagten: "Es ist nicht erlaubt, sie in den Korban zu werfen, weil es [ein] Blutpreis ist." Mat 27:7 Nachdem [sie eine] Beratung [ab]gehalten [hatten], kauften sie dafür das Feld des Töpfers als Begräbnis[platz für] Fremde. Mat 27:8 Jenes Feld heißt darum bis [auf] den heutigen Tag "Feld [des] Blutes". Mat 27:9 Damals erfüllte sich, [was] durch den Propheten Jeremia angesagt war: Sie nahmen die dreißig Silber[stücke] - den Preis des [so] Bewerteten, den man seitens [der] Söhne Israels [so] bewertet hatte, Mat 27:10 und gaben sie für das Feld des Töpfers, so wie der Herr [es] mir angeordnet hat. Mat 27:11 Jesus wurde dann vor den Statthalter gestellt, und der Statthalter fragte ihn: "Bist du der König der Juden?" Jesus entgegnete ihm: "Du sagst [es]." Mat 27:12 Doch während der Anklage durch die Hohenpriester und Ältesten antwortete Er nichts. Mat 27:13 Da fragte Pilatus ihn: "Hörst Du nicht, wieviel sie gegen Dich zeugen?" Mat 27:14 Er aber antwortete Ihm auf keinen ein[zigen] Ausspruch, so daß der Statthalter seht erstaunt [war]. Mat 27:15 An [jedem Passah]fest aber hatte der Statthalter [die] Gewohnheit, der Volksmenge einen Häftling freizulassen, welchen sie wollten. Mat 27:16 Man hatte aber damals [einen] verrufenen Häftling [mit] Namen Barabbas. Mat 27:17 [Als] sich nun [die Volksmenge] versammelt hatte, fragte Pilatus sie: "Welchen wollt ihr? [Wen] soll ich euch freilassen. Barabbas oder Jesus der Christus genannt wird?" Mat 27:18 Denn er wußte, daß sie Ihn aus Neid überantwortet hatten. Mat 27:19 Während er auf der [Richter]bühne saß, schickte seine Frau zu ihm [und ließ ihm] sagen: "Nichts [sei zwischen] dir und jenem Gerechten; denn ich habe heute i[m] Traumgesicht viel um Seinetwillen gelitten." Mat 27:20 Doch die Hohenpriester und die Ältesten überredeten die Volksmenge, daß sie sich Barabbas erbitten und Jesus umbringen [lassen] sollte. Mat 27:21 Der Statthalter antwortete ihnen: "Welchen wollt ihr? [Wen] von den zweien soll ich euch freilassen?" Da riefen sie: "Barabbas!" Mat 27:22 [Darauf] fragte Pilatus sie: "Was soll ich denn [mit] Jesus machen, der Christus genannt wird?" Sie riefen alle: "Er werde gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt)!" Mat 27:23 Der Statthalter aber entgegnete: "Was hat Er denn übles getan?" Doch sie schrien übermäßig [laut]: "Er werde gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt)!" Mat 27:24 Als Pilatus gewahrte, da[ß] er nichts ausrichten [konnte], sondern [nur noch] mehr Tumult entstand, nahm er Wasser, wusch sich vor der Volksmenge die Hände [und] sagte: "Ich bin unschuldig am Blut dieses Gerechten; seht ihr [zu]!" Mat 27:25 Da antwortete das ganze Volk: "Sein Blut [komme] über uns und über unsere Kinder!" Mat 27:26 Dann ließ er ihnen Barabbas frei; Jesus aber [ließ] er peitschen [und] übergab [Ihn], damit Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) würde. Mat 27:27 Dann nahmen die Krieger des Statthalters Jesus mit in das Prätorium [und] versammelten die ganze Truppe um Ihn. Mat 27:28 Sie zogen Ihn aus, legten Ihm [einen] scharlach[roten] Mantel um, Mat 27:29 flochten aus Dornen [einen] Kranz, [den] sie Ihm auf das Haupt setzten, und [gaben] Ihm [ein] Rohr in die rechte [Hand; dann] fielen sie vor Ihm [auf die] Knie, höhnten Ihn und sagten: "Freue Dich, König der Juden!" Mat 27:30 Dann spien sie Ihn an, nahmen das Rohr und schlugen Ihn auf das Haupt. Mat 27:31 Als sie Ihn [so] verhöhnt hatten, zogen sie Ihm den Mantel aus, zogen Ihm Seine Kleidung [wieder] an und führten Ihn zur Kreuzigung (wörtl.: Anpfahlung) ab. Mat 27:32 Als [sie hin]auszogen, fanden sie [einen] Mann, [einen] Kyrenäer [mit] Namen Simon; diesen zwangen sie, Sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) aufzunehmen. Mat 27:33 So kamen [sie] an die Stätte genannt "Golgatha", das heißt "Schädelstätte". Mat 27:34 [Dort] gaben sie Ihm Wein mit Galle vermischt zu trinken; doch [als Er ihn] gekostet hatte, wollte Er nicht [davon] trinken. Mat 27:35 Nachdem [sie] Ihn gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) hatten, verteilten sie Seine Kleider, [indem sie das] Los [darüber] warfen; Mat 27:36 [dann] setzten sie sich und bewachten Ihn dort. Mat 27:37 Oben über Seinem Haupt brachten sie [eine] I[n]schrift [mit] Seiner Schuld an: Dieser ist Jesus, der König der Juden. Mat 27:38 Dann w[u]rden zwei Wegelagerer mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt), einer zu [Seiner] Rechten und einer zu [Seiner] Linken. Mat 27:39 Die Vorübergehenden lästerten Ihn, Mat 27:40 schüttelten ihre Häupter und sagten: "[Du], der den Tempel abbricht und in drei Tagen [wieder auf]baut, rette Dich Selbst! Wenn du Gottes Sohn bist, [so] steige vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herab." Mat 27:41 Auch die Hohenpriester mit den Schrift[gelehrt]en und Ältesten höhnten [in] gleicher Weise [und] riefen: Mat 27:42 "Andere hat Er gerettet, Sich Selbst kann Er nicht retten! Wenn Er Israels König ist, [so] steige Er nun vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herab, dann wollen wir an Ihn glauben. Mat 27:43 Er vertraute auf Gott, [d]er berge Ihn nun, wenn Er Ihn [bergen] will; denn Er sagte: Mat 27:44 Ich bin Gottes Sohn."[In] derselben [Weise] schmähten Ihn auch die Wegelagerer, die zusammen mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) waren. Mat 27:45 Von [der] sechsten Stunde [an] kam Finsternis über das gesamte Land bis [zur] neunten Stunde. Mat 27:46 Um die neunte Stunde aber schrie Jesus [mit] lauter Stimme auf [und] rief: "Eloi, Eloi, lema sabachthani!", d[a]s heißt: "Mein Gott, Mein Gott, wozu Du Mich verlassen hast!" Mat 27:47 Als einige der dort Stehenden [das] hörten, sagten sie: Mat 27:48 "Der ruft Elia!" Und sogleich lief einer von ihnen [hin], nahm [einen] Schwamm und füllte [ihn mit] Essig, steckte [ihn] auf [ein] Rohr und tränkte Ihn. Mat 27:49 Die übrigen aber sagten: "Laß [nur]! Wir wollen sehen, ob Elia kommt [und] Ihn rettet!" [Ein] anderer [Krieger] nahm [eine] Lanzenspitze [und] durchbohrte Seine Seite; da kamen Wasser und Blut heraus. Mat 27:50 Jesus aber schrie nochmals [mit] lauter Stimme [auf und ent]ließ [Seinen] Geist. Mat 27:51 Und siehe der Vorhang des Tempels [zer]riß in zwei [Teile], von oben bis unten, die Erde bebte, die Felsen wurden gespaltet, Mat 27:52 die Gräber aufgetan, und viele Körper der [ent]schlafenen Heiligen erwachten. Mat 27:53 Nach Seiner Auferweckung kamen sie aus den Gräbern heraus, gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Mat 27:54 Der Hauptmann aber und die, [die] mit ihm Jesus bewachten, fürchteten sich sehr, [als sie] das [Erd]beben und das [sonstige] Geschehen gewahrten, [und] sagten: "Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!" Mat 27:55 Es waren aber auch viele von ferne [zu]schauenden Frauen dort; die waren Jesus aus Galiläa gefolgt [und hatten] Ihm gedient. Mat 27:56 Unter [ihnen] war[en] Maria, die Magdalenerin, und Maria, die Mutter des Jakobus und [des] Joses, und die Mutter der Söhne [des] Zebedäus. Mat 27:57 Als [es] Abend wurde, kam [ein] reicher M[an]n von Arimathia namens Joseph, der auch selbst [ein] Jünger Jesu geworden war; Mat 27:58 dieser ging zu Pilatus [und] bat [ihn um] den Körper Jesu. Da befahl Pilatus, [ihm] den Körper zu übergeben. Mat 27:59 Joseph nahm den Körper, wickelte ihn in [eine] reine Leinwand Mat 27:60 und legte ihn in sein neues Grab, das er in den Felsen hatte hauen [lassen]; dann wälzte er [einen] großen Stein vor den Eingang das Grabes [und] ging davon. Mat 27:61 Auch Mirjam, die Magdalenerin, und die andere Maria waren dort; [sie] saßen der Gruft gegenüber. Mat 27:62 Am [folgenden] Morgen (das war nach dem Vorbereitungs[tag]) waren die Hohenpriester und Pharisäer bei Pilatus [ver]sammelt [und] sagten: Mat 27:63 "Herr, wir erinnern uns, da[ß] jener Irre[führ]er gesagt hatte, [als Er] noch lebte: Nach drei Tagen werde Ich auferweckt. Mat 27:64 Befehl daher, die Gruft bis [zu]m dritten Tag zu sichern, damit nicht Seine Jünger kommen, Ihn stehlen und [zu]m Volk sagen: Er wurde von den Toten auferweckt. Dann wird der letzte Irrtum ärger [als] der erste." Mat 27:65 Pilatus entgegnete ihnen: "Ihr [sollt die] Wachen haben; geht hin [und laßt den Grabeingang] sichern wie ihr [es] wißt." Mat 27:66 Da gingen sie [hin und ließen] von der Wache die Gruft sichern [und] den Stein versiegeln. Mat 28:1 * [Das war am] Abend [zwischen den] Sabbaten. [Als] der [Morgen] zu einem [der] Sabbat[tage] dämmerte, kam[en] Maria, die Magdalenerin, und die andere Maria, um [nach] der Gruft zu schauen. Mat 28:2 Und siehe, es geschah [ein] großes Erdbeben; denn [ein] Bote [des] Herrn, [der] aus [dem] Himmel herabgestiegen war und herzutrat, wälzte den Stein vom Eingang fort und setzte sich darauf. Mat 28:3 Sein Aussehen war [hell] wie [der] Blitz und seine Kleidung weiß wie der Schnee. Mat 28:4 Aus Furcht [vor] ihm [er]bebten die Bewacher und erstarrten wie tot. Mat 28:5 Da wandte sich der Bote an die Frauen [und] sagte: "Fürchtet ihr euch nicht; denn ich weiß, da[ß] ihr Jesus, den Gekreuzigten (wörtl.: Angepfahlten), sucht. Mat 28:6 Er ist nicht hier; denn Er wurde auferweckt, so wie Er [es] gesagt hat. [Kommt] herzu; seht die Stätte, wo der Herr lag. Mat 28:7 Geht schnell [hin] und sagt Seinen Jüngern: Er wurde von den Toten auferweckt. Und siehe, Er geht Euch nach Galiläa voran; dort werdet ihr Ihn sehen; siehe ich habe [es] euch gesagt." Mat 28:8 Da gingen sie schnell mit Furcht und großer Freude vom Grab fort [und] liefen [hin], um [es] Seinen Jüngern zu verkünden. Mat 28:9 Als sie nun gingen, um [es] Seinen Jüngern zu verkünden, siehe, [da] begegnete ihnen Jesus [und] sagte. "Freuet euch!" Sie aber traten herzu, [um]faßten Seine Füße und fielen [vor] Ihm nieder. Mat 28:10 Dann sagte Jesus zu ihnen: "Fürchtet euch nicht! Geht hin [und] verkündet [es] Meinen Brüdern, daß sie nach Galiläa gehen sollen; dort werden sie Mich sehen." Mat 28:11 Als sie gegangen [waren], siehe, [da] kamen einige [Krieger] der Wache in die Stadt [und] berichtete den Hohenpriestern alles, [was] geschehen [war]. Mat 28:12 Nachdem [diese] sich mit den Ältesten [ver]sammelt und [eine] Beratung [ab]gehalten [hatten], gaben sie den Kriegern genug Silber[stücke] Mat 28:13 [mit der] Weisung: "Sagt: Seine Jünger kamen [bei] Nacht [und] haben ihn gestohlen, [als] wir schliefen. Mat 28:14 Und wenn dies der Statthalter hören sollte, werden wir ihn [schon] überreden, damit ihr unbesorgt sein [könnt]." Mat 28:15 Da nahmen die [Krieger] die Silber[stücke und] taten, wie man sie [be]lehrt hatte; so wurde dieses Wort bei [den] Juden bis auf den heutigen Tag ausgesprengt. Mat 28:16 Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa auf den Berg, wo[hin] Jesus sie beschieden hatte. Mat 28:17 Als [sie] Ihn gewahrten, fielen sie [vor] Ihm nieder, [einige] aber zauderten. Mat 28:18 Da trat Jesus herzu, redete [mit] ihnen [und] sagte: "Mir ist alle Vollmacht i[m] Himmel und auf Erden gegeben. Mat 28:19 Daher geht [hin, mach]t alle Nationen [zu] Jüngern, tauft sie in den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes [und] lehrt sie, Mat 28:20 alles zu halten, was Ich euch geboten habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis [zu]m Abschluß des Äons." Amen! Mar 1:1 * Anfang des Evangeliums Jesu Christi, [des] Sohnes Gottes. Mar 1:2 So wie in Jesaia, dem Propheten, geschrieben steht (Siehe, Ich schicke Meinen Boten vor Deinem Angesicht [her], der deinen Weg vor Dir herrichten wird): Mar 1:3 Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis bereitet den Weg [des] Herrn! Macht Seine Straßen gerade! Mar 1:4 Johannes der Täufer befand sich in der Wildnis und heroldete [die] Taufe [der] Umsinnung zur Erlassung [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen). Mar 1:5 Und das gesamte Land Judäa und alle Jerusalemiten gingen zu ihm hinaus und ließen sich von ihm im Jordanfluß taufen, ihre Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) offen bekennend. Mar 1:6 Johannes war [in] Kamelhaar gekleidet, mit [einem] ledernen Gürtel um seine Lenden, und aß Heuschrecken und wilden Honig. Mar 1:7 Er heroldete [und] sagte: "[Einer] kommt nach mir, der [ist] stärker [als] ich, [und] ich bin nicht [würdig] genug, Ihm gebückt den Riemen Seiner Sandalen zu lösen. Mar 1:8 Ich zwar taufe euch in Wasser, Er aber wird euch in heiligem Geist taufen." Mar 1:9 In jenen Tagen geschah es, [daß] Jesus von Nazareth [in] Galiläa kam und von Johannes im Jordan getauft wurde. Mar 1:10 Sogleich aus dem Wasser aufsteigend, gewahrte er die Himmel gespalten und den Geist wie [eine] Taube herabsteigen und auf Ihm bleiben. Mar 1:11 Da ertönte [eine] Stimme aus den Himmeln: "Du bist Mein geliebter Sohn, an Dir habe Ich [Mein] Wohl[gefallen]." Mar 1:12 Sogleich trieb der Geist Ihn in die Wildnis hinaus; Mar 1:13 Er war vierzig Tage in der Wildnis und [wurde] vom Satan versucht. Er war bei dem Wildgetier, und die Boten dienten Ihm. Mar 1:14 Nach der Überantwortung des Johannes kam Jesus nach Galiläa. [Dort] heroldete [Er] das Evangelium des Königreichs Gottes [und] sagte: Mar 1:15 "Erfüllt ist die Frist, und genaht hat sich das Königreich Gottes. Sinnt um und glaubt an das Evangelium!" Mar 1:16 Am See Galiläas entlanggehend, gewahrte Er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, [ein] Beutelnetz ins Meer werfen; denn sie waren Fischer. Mar 1:17 Jesus sagte [zu] ihnen: "Herzu, hinter Mir [her]! Ich werde euch [zu] Menschenfischer machen." Mar 1:18 Und sofort verließen sie ihre Netze [und] folgten Ihm. Mar 1:19 [Ein] wenig weiterschreitend, gewahrte Er Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, [wie] sie, auch im Schiff, die Netze zurechtlegten. Mar 1:20 Und sogleich berief Er sie. Da ließen sie ihren Vater Zebedäus mit den Mietlingen im Schiff [und] gingen hin, hinter Ihm [her]. Mar 1:21 Sie kamen dann nach Kapernaum. Als [Er dort an] den Sabbaten in die Synagoge ging, lehrte Er sofort; Mar 1:22 und man verwunderte sich über Seine Lehre, denn Er lehrte sie wie [einer, der] Vollmacht hat, und nicht wie die Schrift[gelehrt]en. Mar 1:23 Sogleich war in ihrer Synagoge [ein] Mann mit [einem] unreinen Geist; der schrie auf und sagte: Mar 1:24 "Ha! Was [ist zwischen] uns und Dir, Jesus, Nazarener! [Bist] Du gekommen, uns umzubringen? Ich weiß [von] Dir, wer Du bist: der Heilige Gottes!" Mar 1:25 Jesus schalt ihn: "Verstumme und fahre von ihm aus!" Mar 1:26 Und ihn [in] Krämpfen schüttelnd und [mit] lauter Stimme rufend, fuhr der unreine Geist von ihm aus. Mar 1:27 Da erschauerten sie alle, so daß [sie] sich untereinander befragten: "Was ist das? Eine neue Lehre?" Mit Vollmacht gebietet Er auch den unreinen Geistern, Mar 1:28 und sie gehorschen Ihm." Sogleich ging die Kunde [von] Ihm überall [hin]aus in die ganze Umgegend Galiläas. Mar 1:29 Sogleich aus der Synagoge heraustretend, kamen sie mit Jakobus und Johannes in das Haus [des] Simon und Andreas. Simons Schwiegermutter aber lag fiebernd danieder. Mar 1:30 Sogleich berichtete man Ihm von ihr; Mar 1:31 [da] trat Er [hin]zu, faßte sie [bei] der Hand und richtete sie auf. Das Fieber verließ sie sofort, und sie [be]diente sie. Mar 1:32 Als [es] Abend wurde [und] die Sonne unterging, brachte man alle zu Ihm, die [mit Krankheit] übel daran waren, Mar 1:33 und [auch] die dämonisch Besessenen. Die ganze Stadt war an der Tür versammelt. Mar 1:34 Er heilte viele, [die mit] mancherlei Krankheit übel daran waren, und trieb viele Dämon aus. Er ließ die Dämon nicht sprechen, weil sie wußten, [daß] Er der Christus war. Mar 1:35 Sehr [früh am] Morgen, [als es noch] Nacht [war], stand Er auf, trat [hin]aus, ging an [eine] einsame Stätte und betete dort. Mar 1:36 Simon und die mit ihm [waren], eilten Ihm nach. Mar 1:37 Sie fanden Ihn und sagten [zu] Ihm: "Alle suchen Dich!" Mar 1:38 Da erwiderte Er ihnen: "Gehen wir [irgend]wo anders hin, in die benachbarten Landstädte, damit Ich auch dort herolde; denn dazu bin Ich ausgegangen." Mar 1:39 So kam Er in ihre Synagogen in ganz Galiläa, [wo Er] heroldete und die Dämonen austrieb. Mar 1:40 Da kam [ein] Aussätziger zu Ihm, sprach Ihm zu, und [vor] Ihm [auf die] Knie fallend, sagte [er zu] Ihm: "Herr: Wenn Du willst, kannst Du Mich reinigen!" Mar 1:41 Da [Ihn der Mann] jammerte, streckte Jesus Seine Hand aus, rührte [ihn] an und sagte [zu] ihm: "Ich will! Sei gereinigt!" Mar 1:42 Sogleich ging der Aussatz von ihm, und er war gereinigt. Mar 1:43 Ihm drohend, wies er ihn sogleich hinaus Mar 1:44 und gebot ihm: "Siehe [zu], sage niemandem etwas, sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, [was] Mose anordnete, ihnen zu[m] Zeugnis." Mar 1:45 [Als jener] aber herauskam, begann er das Wort zu herolden und [es] weithin wohlbekannt zu [mach]en, so daß [Jesus] nicht länger öffentlich in [eine] Stadt gehen konnte, sondern draußen an einsamen Stätten war. Doch kamen sie zu Ihm von überallher. Mar 2:1 * Nach [etlichen] Tagen kehrte [Er] wieder nach Kapernaum zurück. [Als] man hörte, da[ß] Er zu Hause war, Mar 2:2 [ver]sammelten sich sofort so viele, so daß [sie] nicht mehr Raum [hatt]en, nicht einmal an der Tür. Und Er sprach das Wort [zu] ihnen. Mar 2:3 [Da] kamen sie und brachten [einen] Gelähmten zu Ihm, von vieren [empor]gehoben. Mar 2:4 Da [sie ihn] der Volksmenge wegen nicht zu Ihm bringen konnten, deckten sie [da], wo Er war, das Dach ab. Als [sie es] aufgegraben hatten, senkten sie die Matte, wo[rauf] der Gelähmte lag, [hinab]. Mar 2:5 Ihren Glauben gewahrend, sagte Jesus [zu] dem Gelähmten: "Kind, deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind dir erlassen!" Mar 2:6 Auch einige der Schrift[gelehrt]en waren dort; [die] saßen [dabei] und folgerten in ihrem Herzen: Mar 2:7 "Was redet dieser so? [D]er lästert! Wer kann Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) erlassen außer [dem] Einen - Gott?" Mar 2:8 Sogleich erkannte Jesus [in] Seinem Geist, da[ß] sie so bei sich folgerten, und sagte [zu] ihnen: "Was folgert ihr dieses in euren Herzen? Mar 2:9 Was ist leichter, [zu] dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen - oder zu sagen: Erhebe dich, nimm deine Matte auf und wandle? Mar 2:10 Damit ihr aber wißt, da[ß] der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) zu erlassen (sagte Er [zu] dem Gelähmten): Mar 2:11 Dir sage Ich, erhebe dich, nimm deine Matte auf und gehe hin in dein Haus!" Mar 2:12 Da erhob er sich, und sogleich die Matte aufnehmend, ging er vor aller [Augen hin]aus, so daß [sie] alle [vor Verwunderung] außer sich waren. [Sie] verherrlichten Gott und sagten: "So [etwas] haben wir noch nie gesehen!" Mar 2:13 Dann ging Er wieder an den See [hin]aus, und die gesamte Schar kam zu Ihm, und Er lehrte sie. Mar 2:14 I[m] Vorübergehen gewahrte Er Levi, den [Sohn] des Alphäus, am Zollamt sitzen und sagte [zu] ihm: "Folge Mir!" [Da] stand er auf und folgte Ihm [nach]. Mar 2:15 Als er in dessen Haus [zu Tisch] lag, geschah es, [daß] auch viele Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler) mit Jesus und Seine Jüngern [zu Tisch] lagen; denn es waren viele, [die] Ihm [nach]folgten. Mar 2:16 Auch die Schrift[gelehrt]en der Pharisäer gewahrten Ihn [dort], wie Er mit den Zöllnern und Sündern (wörtl.: Zielverfehlern) aß, und sagten [zu] Seinen Jüngern: "Warum ißt und trinkt d[enn] euer Lehrer mit den Zöllnern und Sündern (wörtl.: Zielverfehlern)?" Mar 2:17 Jesus hörte [es] und erwiderte ihnen: "Nicht die Starken bedürfen [des] Arztes, sondern die [mit Krankheit] übel daran sind. Ich kam nicht, um Gerechte zu berufen, sondern Sünder (wörtl.: Zielverfehler)." Mar 2:18 Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer [zu] fasten pflegten, kamen [etliche] und sag[t]en [zu] Ihm: "Warum fasten die Jünger [des] Johannes und der Pharisäer, aber Mar 2:19 Deine Jünger fasten nicht?" Jesus antwortete ihnen: "Die Söhne des Brautgemachs können [doch] nicht fasten, während der Bräutigam bei ihnen ist! Solange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht fasten. Mar 2:20 [Es] werden aber Tage kommen, wenn der Bräutigam von ihnen genommen wird, und an jenem Tag werden sie dann fasten. Mar 2:21 Niemand näht [einen] ungewalkten Flicklappen auf [ein] altes Kleid. Sonst reißt das Füll[stück da]von ab, das Neue [von] dem Alten, und [der] Riß wird ärger. Mar 2:22 Niemand tut jungen Wein in alte Schläuche. Sonst wird der junge Wein die Schläuche bersten [lassen], so [daß] der Wein vergossen wird und die Schläuche umkommen. Sondern [man tut] jungen Wein in neue Schläuche." Mar 2:23 Als Er an den Sabbaten durch die Saaten ging, geschah es, daß Seine Jünger begannen, [auf dem] Wege Ähren ab[zu]zupfen. Mar 2:24 Da sagten die Pharisäer [zu] Ihm: "Siehe, warum tun sie [an] den Sabbaten, [was] nicht erlaubt ist?" Mar 2:25 Er antwortete ihnen: "Habt ihr noch nie gelesen, was David tat, als er Bedarf hatte und hungrig war, er [selbst] und die bei ihm [waren], Mar 2:26 wie er unter Abiathar, dem Hohepriester, in das Haus Gottes einging, und die Schaubrote aß, die zu essen nicht erlaubt ist außer den Priestern [allein], und [wie] er auch denen [davon] gab, [die] mit ihm waren?" Mar 2:27 Weiter sagte Er [zu] ihnen: "Der Sabbat wurde um des Menschen willen [eingesetzt] und nicht der Mensch um des Sabbats willen, Mar 2:28 so daß der Sohn des Menschen auch Herr [über] den Sabbat ist." Mar 3:1 * Als Er wieder in die Synagoge kam, war dort [ein] Mensch, [der eine] verdorrte Hand hatte. Mar 3:2 Und sie beobachteten Ihn scharf, ob Er ihn an den Sabbaten h[ei]len würde, damit sie Ihn anklagen könnten. Mar 3:3 Da sagte Er [zu] dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: "Erhebe dich [und stell dich] in die Mitte!" Mar 3:4 Und [zu] ihnen sagte Er. "Ist es erlaubt, an den Sabbaten Gutes zu tun oder Übles zu tun, [eine] Seele zu retten oder [sie] zu töten?" Sie aber schwiegen still. Mar 3:5 [Dann] blickte Er sie [rings]umher mit Zorn [an], betrübt über die Verstockung ihres Herzens, und sagte [zu] dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Da streckte er [sie] aus, und seine Hand war wiederhergestellt. Mar 3:6 Die Pharisäer aber gingen [hin]aus [und] hielten sogleich mit den Herodianern [eine] Beratung über Ihn [ab], wie sie Ihn umbrächten. Mar 3:7 Jesus zog Sich mit Seinen Jüngern an den See zurück, und [eine] zahlreiche Menge aus Galiläa folgte Ihm. Mar 3:8 Auch aus Judäa, aus Jerusalem, Idumäa und von jenseits des Jordan und [aus der Gegend] um Tyrus und Sidon kam [eine] zahlreiche Menge zu Ihm, [als man] hörte, wieviel Er tat. Mar 3:9 Da gebot Er Seinen Jüngern, um der Schar[en] willen [ein] Boot [für] Ihn bereit[zu]halten, damit sie Ihn nicht bedrängten. Mar 3:10 Denn viele h[ei]lte Er, so daß alle, die [von] Geiseln [geplagt] waren, [sich] auf Ihn stürzten, [um] Ihn an[zu]rühren. Mar 3:11 Und wenn die unreinen Geister Ihn schauten, fielen sie [vor] Ihm nieder, schrien und sagten: "Du bist der Sohn Gottes!" Mar 3:12 Doch Er warnte sie sehr, Ihn nicht öffentlich [bekannt zu] machen. Mar 3:13 Dann stieg Er auf den Berg hinauf und rief [die] herzu, die Er [um] Sich [haben] wollte, und sie gingen zu Ihm. Mar 3:14 Er bestimmte zwölf, die Er auch Apostel nannte, damit sie mit Ihm seien und Er sie [aussend]e, um zu herolden. Mar 3:15 Auch [sollten sie] Vollmacht haben, Krankheiten zu heilen und Dämonen auszutreiben. Mar 3:16 Dazu bestimmte Er die Zwölf, nämlich Simon, dem Er [den] Namen Petrus [bei]legte; Mar 3:17 ferner Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, denen Er [den] Namen 'Boanerges' [bei]legte, das heißt: Söhne des Donners; Mar 3:18 ferner Andreas, Phililppus und Bartholomäus, Matthäus und Thomas, Jakobus den [Sohn] des Alphäus, und Thaddäus, Simon, den Kanaanäer, und Judas Iskariot, Mar 3:19 der Ihn dann verriet. Mar 3:20 Sie traten nun in [ein] Haus, und wieder kam die Volksmenge zusammen, so daß man nicht einmal Brot essen konnte. Mar 3:21 Die bei Ihm [waren] und [es] hörten, kamen heraus, um sie zu halten; denn man sagte, da[ß] sie außer sich sei. Mar 3:22 Die Schrift[gelehrt]en aber, die von Jerusalem herabgezogen waren, erklärten: "Er hat [den] Beezeboul, und: Durch den obersten der Dämonen treibt Er die Dämonen aus." Mar 3:23 [Da] rief Er sie herzu und sprach in Gleichnissen [zu] ihnen: "Wie kann Satan [den] Satan austreiben? Mar 3:24 Wenn [ein] Königreich mit sich selbst uneins ist, kann jenes Königreich nicht [be]stehen. Mar 3:25 Wenn [ein] Haus mit sich selbst uneins ist, kann jenes Haus nicht [be]stehen. Mar 3:26 Wenn der Satan gegen sich selbst aufsteht und uneins ist, kann er nicht [be]stehen, sondern hat [seinen] Abschluß [gefunden]. Mar 3:27 Niemand kann jedoch in das Haus des Starken eindringen, um dessen Hausrat zu plündern, wenn er nicht [zu]erst den Starken bindet; erst dann wird er dessen Haus plündern. Mar 3:28 Wahrlich, Ich sage euch: Alle Versündigungen (wörtl.: Zielverfehlungen) und Lästerungen, soviel sie auch lästern mögen, werden den Söhnen der Menschen erlassen werden: Mar 3:29 [wer] aber gegen den Geist, den heiligen, lästert, hat für den Äon keine Erlassung, sondern ist [der] äonischen Folge [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) verfallen." Mar 3:30 [So sprach Er], weil sie sagten: "[Einen] unreinen Geist hat Er!" Mar 3:31 Als Seine Mutter und Seine Geschwister kamen, [blieben] sie draußen stehen, schickten zu Ihm und [ließen] Ihn rufen. Mar 3:32 Doch [eine] Schar saß um Ihm [her]. Da sagte man [zu] Ihm: "Siehe, Deine Mutter, Deine Brüder und Deine Schwestern draußen suchen Dich!" Mar 3:33 Als Antwort sagte Er [zu] ihnen: "Wer sind Meine Mutter und Meine Geschwister?" Mar 3:34 Und [auf] die umherblickend, [die] Rings um Ihn saßen, sagte Er: "Siehe, Meine Mutter und Meine Geschwister! Mar 3:35 Denn [wer] den Willen Gottes tut, d[e]r ist Mein Bruder und [Meine] Schwester und [Meine] Mutter." Mar 4:1 * Als Er wieder begann, am See zu lehren, [ver]sammelte sich [eine] sehr zahlreiche Schar um Ihn, so daß Er in [ein] Schiff stieg [und] Sich [darin] auf dem See setzte. Doch die gesamte Schar war auf dem Land, dem See zu[gewandt]. Mar 4:2 Er lehrte sie vieles in Gleichnissen und sagte [zu] ihnen in Seiner Belehrung: Mar 4:3 "Hört zu! Siehe, der Sä[mann] ging aus, um zu säen. Mar 4:4 Und es geschah beim Säen, [daß etwas] an den Weg fiel, und die Flügler kamen und fraßen es. Mar 4:5 Anderes fiel auf das Felsige, wo es nicht viel Erde hatte; und es schoß sogleich auf, weil [es] keine tiefe Erde hatte. Mar 4:6 Als die Sonne aufging, wurde es versengt; da es keine Wurzel hatte, verdorrte es. Mar 4:7 Wieder anderes fiel in die Dornen, und die Dornen kamen hoch und erstickten es, und es gab keine Frucht. Mar 4:8 Anderes aber fiel auf ausgezeichnetes Land, [wo] es hochkam, wuchs und Frucht gab; eines trug dreißig-, eines sechzig- und eines hundert[fältig]." Mar 4:9 Weiter sagte Er: "[Wer] Ohren hat zu hören, der höre!" Mar 4:10 Als Er allein war, [be]fragten Ihn die, [die] mit den Zwölf um Ihn [wa]ren, [wegen] der Gleichnisse. Mar 4:11 Da sagte Er [zu] ihnen: "Euch ist das Geheimnis des Königreichs Gottes gegeben, jenen draußen aber wird alles in Gleichnissen [gesagt], Mar 4:12 damit sie [seh]end [seh]en und [doch] nicht wahrnehmen, und hörend hören und [doch] nicht verstehen, damit sie sich nicht umwenden und ihnen die Versündigungen (wörtl.: Zielverfehlungen) erlassen werden." Mar 4:13 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Gewahrt ihr [den Sinn] dieses Gleichnisses nicht? Wie werdet ihr denn den [Sinn] aller [anderen] Gleichnise [er]kennen? Mar 4:14 Der Sä[mann] sät das Wort. Mar 4:15 Diese sind die an dem Weg, wo das Wort gesät wird: wenn sie [es] hören, kommt sogleich der Satan und nimmt [ihnen] das Wort, das in sie gesät [ist]. Mar 4:16 Gleicherweise sind diese, die auf das Felsige gesät werden: wenn sie das Wort hören, nehmen sie es sogleich mit Freuden [an]. Mar 4:17 Doch haben sie keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch. [Wenn] sich danach Drangsal oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, straucheln sie sogleich. Mar 4:18 Da sind andere, die in die Dornen gesät werden. Diese sind [es], die das Wort hören; Mar 4:19 doch die Sorgen dieses Äons, die Verführung des Reichtums und die Begierden um das übrige ziehen ein [und] ersticken das Wort, so [daß] es unfruchtbar wird. Mar 4:20 Aber jene, die auf ausgezeichnetes Land gesät werden, sind [solche], die das Wort hören, [es] annehmen und Frucht bringen, einer dreißig-, einer sechzig- und einer hundert[fältig]." Mar 4:21 Weiter sagte Er zu ihnen: "Die Leuchte kommt doch nicht [herein], damit man sie unter den Scheffel oder unter die Liege setzt? Nein, [vielmehr] damit man sie auf den Leuchter setze. Mar 4:22 Denn nichts ist verborgen, es sei denn, damit es offenbar werde; noch geschieht [etwas] verhohlen, außer damit es an die Öffentlichkeit komme. Mar 4:23 Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre!" Mar 4:24 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Gebt Obacht [auf das, was] ihr hört! Mit welchem Maß ihr meßt, wird man euch messen, und man wird euch [noch etwas] hinzufügen. Mar 4:25 Denn [wer] hat, dem wird gegeben werden; und [wer] nicht hat, von ihm wird auch [das, was] er [zu] haben [meint], genommen werden." Mar 4:26 Er fügte noch [hinzu]: "Mit dem Königreich Gottes ist es so, wie wenn [ein] Mensch das Saat[korn] auf das Land wirft und schlummert Mar 4:27 und sich [wieder] erhebt [bei] Nacht und Tag, und das Saat[korn] keimt und wird länger, [doch] er weiß nicht wie. Mar 4:28 Das Land bringt von selbst Frucht, [zu]erst [den] Halm, danach die Ähre, danach [das] volle Getreide in der Ähre. Mar 4:29 Wenn sich aber die Frucht darbietet, schickt er sogleich die Sichel, da die Ernte bevorsteht." Mar 4:30 Dann sagte Er: "Womit sollen wir das Königreich Gottes vergleichen, oder in was [für einem] Gleichnis sollen wir es [dar]legen? Mar 4:31 [Es ist] wie [ein] Senfkorn, das, wenn man es auf das Land sät, kleiner ist [als] alle [anderen] Samen auf der Erde; Mar 4:32 doch wenn es gesät ist, kommt es hoch und wird größer [als] alle Gemüse und bringt große Zweige [hervor], so daß die Flügler des Himmels unter seinem Schatten Unterschlupf [find]en können." Mar 4:33 [In] vielen Gleichnissen sprach Er das Wort [zu] ihnen so, wie sie zu hören befähigt waren. Mar 4:34 Doch ohne Gleichnis sprach Er nicht [zu] ihnen. Aber für Sich [allein, mit Seinen] eigenen Jüngern, erläuterte Er [ihnen] alles. Mar 4:35 Als [es] an jenem Tag Abend wurde, sagte Er [zu] ihnen: "Laßt uns zum jenseitigen [Ufer] hinüberfahren!" Mar 4:36 Und die Schar verlassend, nahmen sie Ihn mit, wie Er im Schiff war; und [noch] andere Schiffe waren bei Ihm. Mar 4:37 Da entstand [ein] großer Wirbelwind, und die Wogen schlugen ins Schiff, so daß das Schiff sich schon [mit Wasser] anfüllte. Mar 4:38 Er war im Hinterschiff [und] schlummerte auf dem Kopfkissen. Da weckten sie Ihn und sagten [zu] Ihm: "Lehrer, kümmert es Dich nicht, da[ß] wir umkommen?" Mar 4:39 Und aufgewacht, schalt Er den Wind und sagte [zu] dem See: "Schweig still! Verstumme!" Da flaute der Wind ab, und es trat große Stille [ein]. Mar 4:40 Doch [zu] ihnen sagte Er: "Was seid ihr so verzagt? Wie - habt ihr keinen Glauben?" Mar 4:41 Sie fürchteten sich aber [mit] großer Furcht und sagten zueinander: "Wer ist wohl dieser, da auch der Wind und der See Ihm gehorchen"?" Mar 5:1 * Dann kamen sie an das jenseitige [Ufer] des Sees in die Gegend [von] Gergesa. Mar 5:2 Als Er aus dem Schiff gestiegen [war, kam] Ihm von den Gräbern [her] sogleich [ein] M[an]n mit [einem] unreinen Geist entgegen. Mar 5:3 Der hatte [seine] Wohnung in den Gräbern, und niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht [mit] Ketten; Mar 5:4 denn er [war] oftmals [mit] Fußschellen und Ketten gebunden worden, doch wurden die Ketten von ihm zerrissen und die Fußschellen zerbrochen, und niemand vermochte ihn zu bändigen. Mar 5:5 Alle[zeit, bei] Nacht und [bei] Tag, war er in den Gräbern und in den Bergen, [wo er] schrie und sich [mit] Steinen zerschlug. Mar 5:6 Als [er] Jesus von ferne gewahrte, lief er [herzu], fiel [vor] ihm nieder und schrie [mit] lauter Stimme: Mar 5:7 "Was [ist zwischen] mir und Dir, Jesus, [Du] Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre Dich [bei] Gott, quäle mich nicht!" Mar 5:8 Denn Er sagte [zu] ihm: "Fahre aus dem Mann aus, [du] unreiner Geist!!" Mar 5:9 Dann fragte Er ihn: "Was [ist] dein Name?" Und er antwortete Ihm: "Mein Name ist Legion, da wir [so] viele sind." Mar 5:10 Und er flehte Ihn sehr an, damit Er ihn nicht [aus] der Gegend hinausschicke. Mar 5:11 Nun war dort an dem Berg ein großer Auftrieb weidender Schweine. Mar 5:12 Da flehten ihn alle Dämonen an [und] baten: "Sende uns in die Schweine, damit wir in sie fahren!" Jesus gestattete [es] ihnen sofort. Mar 5:13 Da fuhren die unreinen Geister aus; als sie in die Schweine fuhren, stürmte der [gesamte] Auftrieb den Abhang hinab in den See. Es waren etwa zweitausend und sie ertranken im See. Mar 5:14 Die sie weideten, flohen dann und berichteten [es] in der Stadt und auf den Gehöften. Da gingen [die Leute hinaus], um zu [se]hen, was geschehen war. Mar 5:15 Als sie zu Jesus kamen, schau[t]en sie den dämonisch Besessenen [an], der die Legion gehabt hatte, wie [er] bekleidet und [ganz] vernünftig, [dort] saß, und sie fürchteten sich. Mar 5:16 Die [es] ges[e]hen hatten, erzählten ihnen, wie [das] mit dem dämonisch Besessenen und den Schweinen [vor sich] gegangen war. Mar 5:17 Da begannen sie Ihm zuzusprechen, von ihrem Grenzgebiet [fort]zugehen. Mar 5:18 Als Er in das Schiff stieg, sprach der [zuvor] dämonisch Besessene Ihm zu, um bei Ihm sein [zu] dürfen; Mar 5:19 doch Er ließ ihn nicht, sondern sagte zu ihm: "Geh in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen all[es], was der Herr [an] dir getan und [wie] Er Sich deiner erbarmt hat." Mar 5:20 Da ging er hin und begann in dem [Gebiet der] Zehn Städte all[es] zu herolden, was Jesus [an] ihm getan hatte, und alle waren erstaunt. Mar 5:21 Nachdem Jesus im Schiff wieder an das jenseitige [Ufer] hinübergefahren war, [ver]sammelte sich [eine] große Volksmenge bei Ihm, während Er [noch] am See war. Mar 5:22 Und siehe, [da] kam einer der Synagogenvorsteher [mit] Namen Jairus; Ihn gewahrend, fiel er Ihm zu Füßen, Mar 5:23 sprach Ihm sehr zu und sagte: "Mein Töchterlein befindet sich [in den] letzten [Zügen]. Komm [und] lege ihr die Hände auf, damit sie gerettet werde und lebe!" Mar 5:24 Da ging Er mit ihm hin; und es folgte Ihm [eine] große Volksmenge, [die] Ihn umdrängte. Mar 5:25 [Dort] war auch [eine] Frau, [die seit] zwölf Jahren in[folge] Blutfluß Mar 5:26 bei vielen Ärzten viel gelitten und all ihre Habe [dabei] verbraucht hatte. Doch nichts [hatte ihr] genützt, sondern es wurde vielmehr ärger. Mar 5:27 [Als sie] von Jesus hörte, kam sie in der Volksmenge von hinten [herzu und] rührte Sein Obergewand an; Mar 5:28 denn sie sagte [sich]: Wenn ich auch nur Seine Kleidung anrühre, werde ich gerettet. Mar 5:29 Da vertrocknete sogleich die Quelle ihrer Blut[ung], und sie [er]kannte [an ihrem] Körper, da[ß] sie von der Geisel geheilt war. Mar 5:30 Auch Jesus erkannte sogleich an Sich Selbst die von Ihm ausgegangene Kraft, wandte sich in der Volksmenge um und fragte: "Wer hat Meine Kleidung angerührt?" Mar 5:31 Da sagten Seine Jünger zu Ihm: "Du [siehst, daß] die Volksmenge Dich umdrängt und fragst: Wer hat Mich angerührt?" Mar 5:32 Er aber blickte [rings]umher, um die zu gewahren, [die] das getan hatte. Mar 5:33 Weil die Frau wußte, [was] an ihr geschehen war, kam sie, sich fürchtend und zitternd, [herbei], fiel [vor] Ihm nieder und bekannte Ihm die gesamte Wahrheit. Mar 5:34 Er aber sagte [zu] ihr: "Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; geh hin in Frieden, und sei gesund von deiner Geisel." Mar 5:35 [Während] Er noch sprach, kamen [einige] aus [dem Haus] des Synagogenvorstehers [und] berichteten: "Deine Tochter ist gestorben; was bemühst du den Lehrer noch?" Mar 5:36 Jesus jedoch überhörte den Bericht, der gesprochen wurde, und sagte [zu] dem Synagogenvorsteher: "Fürchte dich nicht, glaube nur!" Mar 5:37 Dann ließ Er ihm niemand außer Petrus, Jakobus und Johannes, den Bruder [des] Jakobus, folgen. Mar 5:38 So kamen sie zum Haus des Synagogenvorstehers, wo Er auf den Tumult schaute, wie [sie] sehr jammerten und laut wehklagten. Mar 5:39 Er ging [nun] hinein und sagte zu ihnen: "Was [mach]t ihr [für einen] Tumult und jammert? Das Mädchen ist nicht gestorben, sondern schlummert." Mar 5:40 Da verlachten sie Ihn. Er aber trieb alle hinaus, nahm [nur] den Vater und die Mutter des Mädchens sowie die bei Ihm [waren] mit Sich und ging in [den Raum], wo das Mädchen aufgebahrt war. Mar 5:41 Dann faßte Er das Mädchen [bei] der Hand [und] sagte [zu] ihm: "Talitha, kumi!" Das ist verdolmetscht: "Mädchen, Ich sage dir, erwache!" Mar 5:42 Sogleich stand das Mädchen auf und wandelte; es war nämlich etwa zwölf Jahre [alt]. Und sogleich waren sie [vor] großer Verwunderung außer sich. Mar 5:43 Doch Er verwarnte sie sehr, damit dies niemand erfahre, und gebot, ihr zu essen zu geben. Mar 6:1 * Darauf zog Er von dort weiter und kam in Seine Vater[stadt], und Seine Jünger folgten Ihm. Mar 6:2 Als [es] Sabbat geworden [war], fing Er an, in der Synagoge zu lehren; und die vielen, [die] zuhörten, verwunderten sich [und] sagten: "Woher [hat] dieser d[a]s alles? Und welche Weisheit [ist] diesem gegeben? Und solche Machttaten geschehen durch Seine Hand? Mar 6:3 Ist dieser nicht der Handwerker, der Sohn der Maria und der Bruder [des] Jakobus, Joses, Judas und [des] Simon? Sind nicht Seine Schwestern hier bei uns?" So [nahm]en sie Anstoß an Ihm. Mar 6:4 Jesus aber sagte zu ihnen: "[Ein] Prophet ist nicht ungeehrt, außer in seiner eigenen Vater[stadt], bei seinen Verwandten und in seinem Haus." Mar 6:5 Er konnte dort auch keine Macht[tat] vollbringen, außer [daß] Er wenigen Siechen die Hände auflegte [und sie] h[ei]lte. Mar 6:6 Und Er staunte über ihren Unglauben. Mar 6:7 Jesus zog darauf durch die Dörfer ringsum[her und] lehrte. Mar 6:8 Dann rief Er die Zwölf zu Sich und begann, sie [je] zwei [und] zwei [aus]zuschicken; dazu gab Er ihnen Vollmacht [über] unreine Geister und wies sie an, daß sie nichts [mit] auf [den] Weg nehmen sollten als nur [einen] Stab, kein Brot, keinen Bettelsack, kein Kupfer[geld] im Gürtel: Mar 6:9 jedoch Sohlen [sollten sie] sich unterbinden, aber nicht zwei Untergewänder anziehen. Mar 6:10 Weiter sagte Er ihnen: "Wo auch [immer] ihr in [ein] Haus einkehrt, dort bleibt, bis ihr von dort [wieder hin]auszieht. Mar 6:11 Welcher Ort euch nicht aufnimmt noch [auf] euch hört - geht von dort hinaus [und] schüttelt auch den Staub ab, der unter euren Füßen [ist], ihnen zu[m] Zeugnis. {Wahrlich, Ich sage euch: [Am] Tag [des] Gerichts wird es Sodom oder Gomorra erträglicher gehen als jener Stadt!}" Mar 6:12 So zogen sie aus [und] heroldeten, damit man umsinne; Mar 6:13 auch trieben sie viele Dämonen aus und rieben viele Sieche [mit] Öl ein und h[ei]lten sie. Mar 6:14 [Das] hörte auch der König Herodes (denn Sein Name war öffentlich [bekannt] geworden) und sagte: "Johannes der Täufer ist von [den] Toten erwacht, und deshalb wirken die Kräfte in Ihm!" Mar 6:15 Andere aber sagten: "Es ist Elia!" Wieder andere sagten: "Er ist [ein] Prophet wie einer der [alten] Propheten!" Mar 6:16 Als Herodes [davon] hörte, sagte er: "Johannes, den ich enthaupten [ließ], der wurde von den Toten erweckt." Mar 6:17 Denn er, Herodes, hatte [hin]geschickt, sich des Johannes bemächtigt und ihn gebunden in[s] Gefängnis [geworfen] wegen Herodias, der Frau seines Bruders Phililppus, weil er sie geheiratet hatte. Mar 6:18 Johannes [hatte] nämlich dem Herodes gesagt: "Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben!" Mar 6:19 Herodias trug ihm [das] nach und wollte ihn töten [lassen], konnte es aber nicht; Mar 6:20 denn Herodes fürchtete Johannes, [weil er] wußte, [daß] er ein gerechter und heiliger Mann [war]. Daher hielt er ihn [in Gewahrsam], und [oft, wenn er] ihn gehört hatte, war er [in] großer Verlegenheit, doch hörte er ihn gern. Mar 6:21 Da kam [ein] gelegener Tag, als Herodes seinen Geburtstag [feierte und] seinen Würdenträgern, Obersten und den Ersten Galiläas [ein] Mal veranstaltete. Mar 6:22 Als ihre, der Herodias, Tochter hereinkam und tanzte, gefiel sie Herodes und denen, [die] mit [ihm zu Tisch] lagen. Da sagte der König [zu] dem Mädchen: "[Er]bitte [von] mir was du willst; ich werde [es] dir geben!" Mar 6:23 Und er schwur ihr: "Was auch [immer] du [von] mir [er]bittest, [das] werde ich dir geben bis [zur] Hälfte meines Königreichs." Mar 6:24 Da ging sie [hin]aus [und] fragte ihre Mutter: "Was soll ich erbitten?" Sie aber antwortete: "Das Haupt Johannes des Täufers!" Mar 6:25 Sogleich ging sie in Eile zum König [hin]ein und bat [ihn]: "Ich will, daß du mir unverzüglich auf [einer] Platte das Haupt Johannes des Täufers gebest." Mar 6:26 Obwohl der König tief betrübt wurde, wollte er sie um der Eide und der mit [ihm zu Tisch] Liegenden willen nicht abweisen. Mar 6:27 So schickte der König sogleich [einen] Leibwächter [aus mit der] Anordnung, sein Haupt zu bringen. Der ging hin, enthauptete ihn im Gefängnis, Mar 6:28 brachte sein Haupt auf [einer] Platte und gab es dem Mädchen, und das Mädchen gab es ihrer Mutter. Mar 6:29 Als seine Jünger [dies] hörten, kamen sie, nahmen seinen Leichnam und legten ihn in ein Grab. Mar 6:30 Die Apostel [ver]sammelten sich dann [wieder] bei Jesus und berichteten Ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten. Mar 6:31 Da sagte Er [zu] ihnen: "Herzu, ihr [allein] für euch! [Kommt] an [eine] einsame Stätte und ruht [ein] wenig!" Denn es waren viele, die kamen und gingen, und nicht einmal zu[m] Essen hatten sie Gelegenheit. Mar 6:32 So fuhren sie im Schiff an [eine] einsame Stätte, für sich [allein]. Mar 6:33 Doch viele [hatten] sie wegfahren sehen und sie erkannt. Daher liefen sie zu Fuß aus allen Städten dort zusammen und kamen ihnen [zu]vor. Mar 6:34 Bei[m] Aussteigen gewahrte sie Jesus [eine] große Volksmenge, und sie jammerte Ihn; d[enn] sie waren wie Schafe, [die] keinen Hirten hatten; und Er begann, sie vieles zu lehren. Mar 6:35 Als [die] Stunde schon vorgerückt war, traten Seine Jünger zu Ihm [und] sagten: "Die Stätte ist öde und [die] Stunde schon vorgeückt; Mar 6:36 entlasse sie, damit sie in die Gehöfte und Dörfer ringsum[her] gehen und sich Brot kaufen; denn sie haben nichts, was sie essen könnten." Mar 6:37 Er aber antwortete ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Darauf erwiderten sie Ihm: "Sollen wir hingehen [und für] zweihundert Denare Brot kaufen, um ihnen zu Essen [zu] geben?" Mar 6:38 Er fragte sie nun: "Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach!" Als [sie es]erfahren hatten, berichteten sie Ihm: "Fünf [Brote] und zwei Fische." Mar 6:39 Da ordnete Er an, sie [sollten] sich alle auf dem grünen Gras lagern, [Tisch]gesellschaft [neben Tisch]gesellschaft. Mar 6:40 So ließen sie sich gruppenweise zu hundert und zu fünfzig nieder. Mar 6:41 Dann nahm Er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete und brach die Brote in Stücke und gab [sie] Seinen Jüngern, damit [sie] ihnen vorsetzen; auch teilte Er allen die zwei Fische [aus]. Mar 6:42 Da aßen sie alle und wurden satt. Mar 6:43 [Die] Brocken aber hoben sie auf ([was] zwölf Tragkörbe füllte), [dazu] auch von den Fischen. Mar 6:44 Und die [von] den Broten gegessen hatten, waren fünftausend Männer. Mar 6:45 Sogleich nötigte Er Seine Jünger, in das Schiff zu steigen und an das jenseitige [Ufer] nach Bethsaida vorauszufahren, während Er die Volksmenge entlassen [wollte]. Mar 6:46 Nachdem [Er] sie verabschiedet hatte, ging Er auf den Berg, um zu beten. Mar 6:47 Als [es] Abend wurde, war das Schiff in [der] Mitte des Sees und Er allein auf dem Land. Mar 6:48 Da [Er] gewahrte, d[a]ß sie sich beim Rudern quälten (denn der Wind war ihnen entgegen), kam Er, auf dem See wandelnd, um [die] vierte Nachtwache zu ihnen und wollte [an] ihnen vorübergehen. Mar 6:49 Als [sie] Ihn auf dem See wandeln sahen, meinten sie, es sei [ein] Gespenst, und schrien auf; Mar 6:50 denn alle sahen Ihn und waren [sehr] erregt. Doch sogleich sprach Er sie an und sagte [zu] ihnen: "Faßt Mut! Ich bin [es], fürchtet euch nicht!" Mar 6:51 Dann stieg Er zu ihnen ins Schiff, und der Wind flaute ab. Da waren sie unter sich über [alle] Maßen entsetzt und sehr erstaunt; Mar 6:52 denn sie hatten [das Wunder] mit dem Brot nicht verstanden, da ihr Herz [weiterhin] verstockt war. Mar 6:53 Nachdem [sie] hinübergefahren waren, kamen sie bei Genezareth ans Land und legten [dort] an. Mar 6:54 Als sie aus dem Schiff gestiegen waren, erkannten ihn die Männer jenes Ortes sogleich, Mar 6:55 liefen [in] jener ganzen Gegend umher und begannen, die [mit Krankheit] übel dran waren, auf [ihren] Matten dort[hin] zu tragen, wo sie hörten, da[ß] Er [gerade] war. Mar 6:56 Wo auch [immer] Er in Dörfer, in Städte oder Gehöfte ging, legten sie die [Kranken und] Schwachen auf den Märkten [nieder] und sprachen Ihm zu, daß sie auch nur die Quaste Seines Obergewandes anrühren dürften; und so viele sie auch anrührten, wurden gerettet. Mar 7:1 * Dann [ver]sammelten sich Pharisäer und einige Schrift[gelehrt]e, [die] von Jerusalem gekommen [waren], bei Ihm. Mar 7:2 Sie gewahrten aber, da[ß] einige Seine Jünger [mit] gemeinen (das heißt ungewaschenen) Händen Brot aßen; Mar 7:3 denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, es sei denn, sie hätten sich [mit einer] Handvoll Wasser die Hände gewaschen, [weil sie] die Überlieferung der Ältesten halten. Mar 7:4 Auch [vom] Markt [kommend], essen sie nicht, es sei denn, sie hätten sich besprengt. Und [noch] vieles andere gibt es, [was] sie zu halten angenommen haben, [so das] Eintauchen [von] Bechern, Kannen, Kupfer[geschirr] [und Liegen]. Mar 7:5 Die Pharisäer und Schrift[gelehrt]en fragten Ihn nun: "Warum wandeln Deine Jünger nicht nach den Überlieferung der Ältesten, sondern essen das Brot [mit] ungewaschenen Händen?" Mar 7:6 Er antwortete Ihnen: "Trefflich hat Jesaia von euch Heuchlern prophezeit, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt Mich [mit] den Lippen, ihr Herz aber ist weit von Mir entfernt; Mar 7:7 [in] eitler [Weise] verehren sie Mich [und] lehren [die] Vorschriften [der] Menschen [als] Lehre. Mar 7:8 Denn ihr verlaßt das Gebot Gottes [und] haltet die Überlieferung der Menschen [durch] Eintauchen [von] Kannen und Bechern. Solche [Dinge] und dergleichen [mehr] tut ihr viel." Mar 7:9 Weiter sagte Er [zu] ihnen: "Trefflich [versteht] ihr [es, ein] Gebot Gottes ab[zu]lehnen, um eure Überlieferung [zu] halten. Mar 7:10 Denn Mose hat gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter, und [wer von] Vater oder Mutter Übles redet, soll [im] Tod verscheiden. Mar 7:11 - Ihr aber sagt: Wenn [ein] Mensch [zu] Vater oder Mutter sagen würde: Korban (das heißt [eine] Nahegabe) [soll das sein, was] auch [immer] dir von mir zugute [gekomm]en wäre, Mar 7:12 [so] laßt ihr ihn nichts mehr [für] seinen Vater oder seine Mutter tun. Mar 7:13 [Damit macht ihr] das Wort Gottes [durch] eure Überlieferung, die ihr überliefert habt, ungültig. Solche [Dinge] und dergleichen [mehr] tut ihr viel." Mar 7:14 Nachdem [Er] die Volksmenge wieder herzugerufen hatte, sagte Er [zu] ihnen: "Hört Mich alle und versteht! Mar 7:15 Von außen [her] gibt es nichts [für] den Menschen, daß in ihn hineingehen [und] ihn gemein [mach]en könnte; sondern [was] aus dem Menschen herausgeht, [das] ist es, [was] den Menschen gemein [mach]t. Mar 7:16 Wenn jemand Ohren hat zu hören, [der] höre!" Mar 7:17 Als Er von der Volksmenge [weg] in das Haus gekommen [war], fragten Ihn Seine Jünger wegen des Gleichnisses. Mar 7:18 Da sagte Er [zu] ihnen: "Seid auch ihr so unverständig? Begreift ihr noch nicht, da[ß] alles, [was] von außen [her] in den Menschen hineingeht, ihn nicht gemein [mach]en kann, Mar 7:19 weil es ihm nicht ins Herz eingeht, sondern in den Leib und, alle Speisen reinigend, in den Abort [ab]geht?" Mar 7:20 Weiter sagte Er: "[Was] aus dem Menschen herausgeht, dasselbe [mach]t den Menschen gemein. Mar 7:21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen üble Erwägungen hervor, Hurerei, Diebstahl, Mord, Mar 7:22 Ehebruch, Habgier, Bosheit, Betrug, Ausschweifung, neidisches Auge, Lästerung, Stolz, Unbesonnenheit. Mar 7:23 All dies Böse geht von innen aus und [mach]t den Menschen gemein." Mar 7:24 Dann stand Er auf [und] ging von dort in die Grenzgebiete [von] Tyrus und Sidon. Als [Er] in [ein] Haus [hin]einging, wollte Er, [daß es] niemand erfahre; doch konnte Er nicht unbemerkt [bleiben], Mar 7:25 sondern sogleich hörte [eine] Frau von Ihm, deren Töchterlein [einen] unreinen Geist hatte. Sie ging [zu Ihm hin]ein [und] fiel zu Seinen Füßen nieder. Mar 7:26 Die Frau war aber [eine] Griechin [von] syrophöniz[ischer] Herkunft. Sie ersuchte Ihn, daß Er den Dämon aus ihrer Tochter austreibe. Mar 7:27 Jesus entgegnete ihr: "Laß zuerst die Kinder satt werden; denn es ist nicht schön, den Kindern das Brot zu nehmen und den Hündlein [hin]zuwerfen." Mar 7:28 Doch sie antwortete Ihm: "Ja, Herr! Denn auch die Hündlein unter dem Tisch essen vom Abfall der kleinen Kinder." Mar 7:29 Da sagte Er [zu] ihr: "Um dieses Wortes willen gehe [heim]; der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren." Mar 7:30 Als [sie] in ihr Haus kam, fand sie das Mädchen auf [seinem] Lager liegen, und der Dämon [war] ausgefahren. Mar 7:31 Nachdem [Er] aus den Grenz[gebiet]en [von] Tyrus und Sidon wieder [hin]ausgezogen [war], kam Er an den See Galiläas, mitten in den Grenzen [der] zehn Städte. Mar 7:32 Da brachte man Ihm [einen] Tauben und Stammelnden und sprach Ihm zu, daß Er ihm die Hand auflege. Mar 7:33 Er nahm ihn von der Volksmenge hinweg, [so daß sie] für sich [allein waren], legte Seine Finger in seine Ohren, benetzte [sei mit Speichel] und rührte seine Zunge an. Mar 7:34 Zum Himmel aufblickend, seufzte Er und sagte [zu] ihm: "Ephphatha" das heißt: "Tue dich auf!" Mar 7:35 Sofort tat sich sein Gehör auf, sogleich löste sich das Band seiner Zunge, und er sprach richtig. Mar 7:36 Dann verwarnte Er sie, daß sie [es] niemandem erzählten; doch soviel Er sie [auch] verwarnte, um so mehr, [ja] weit mehr heroldeten sie [es]. Mar 7:37 Und ganz über [alle] Maßen verwunderten sie sich und sagten: "Ausgezeichnet hat Er alles gemacht, sogar die Tauben macht Er hören und die Sprachlosen sprechen." Mar 8:1 * [Als] in jenen Tagen wieder [eine] große Volksmenge [zusammengekommen] war und sie nichts zu essen hatten, rief Er Seine Jünger herzu [und] sagte zu ihnen: Mar 8:2 "Mich jammert die Volksmenge; d[enn] sie verharren schon drei Tage [bei] Mir und haben nichts zu essen; Mar 8:3 und wenn ich sie fastend in ihre Häuser entlasse, werden sie auf dem Weg ermatten; denn etliche [von] ihnen sind von fern[her] eingetroffen." Mar 8:4 Seine Jünger antworteten Ihm: "Woher soll jemand diese hier in [der] Wildnis [mit] Brot sättigen können?" Mar 8:5 Da fragte Er sie: "Wie viele Brote habt ihr?" Sie sagten: "Sieben." Mar 8:6 Da wies Er die Volksmenge an, sich auf der Erde niederzulassen; dann nahm Er die sieben Brote, dankte, brach [sie in Stücke] und gab [sie] Seinen Jüngern, damit sie [sie ihnen] vorsetzen; und [sie] setzten sie der Volksmenge vor. Mar 8:7 Auch hatten sie [nur] wenige Fischlein; die segnete Er und gebot diese ebenfalls vorzusetzen. Mar 8:8 Da aßen alle und wurden satt. Die Überfülle [der] Brocken aber hoben sie auf: sieben Körbe [voll]. Mar 8:9 Es waren etwa viertausend, die gegessen hatten. Danach entließ Er sie. Mar 8:10 Sogleich stieg Er mit Seinen Jüngern in [ein] Schiff und kam in das Gebiet [von] Dalmanutha. Mar 8:11 Da gingen die Pharisäer [zu ihm hin]aus, begannen [mit] Ihm Streit[gespräche] zu [führ]en und suchten von Ihm [ein] Zeichen vom Himmel [zu erlangen, um] Ihn [auf die] Probe [zu stelle]n. Mar 8:12 In Seinem Geist aufseufzend, sagte Er: "Wieso trachtet diese Generation nach [einem] Zeichen? Wahrlich, Ich sage euch: Wenn dieser Generation [ein] Zeichen gegeben werden wird -" Mar 8:13 Damit [ver]ließ Er sie, stieg wieder in [das] Schiff [und] fuhr an das jenseitige [Ufer] hinüber. Mar 8:14 Sie vergaßen aber, Brot [mit]zunehmen, und im Schiff hatten sie außer einem Brot nichts bei sich. Mar 8:15 Da warnte Er sie [und] sagte: "Sehet [zu], hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig [des] Herodes!" Mar 8:16 Sie [aber] folgerten [daraus] und sagten zueinander: "[Er meint], da[ß] wir keine Brote haben!" Mar 8:17 Als Jesus [das e]rkannte, fragte Er sie: "Was folgert ihr, weil ihr keine Brote habt? Begreift ihr [immer] noch nicht? Versteht ihr [es] auch nicht? Habt ihr [jetzt] noch euer Herz verstockt? Mar 8:18 Ihr habt Augen [und seh]t nicht, habt Ohren und hört nicht! Erinnert ihr euch denn nicht, Mar 8:19 als ich die fünf Brote für die fünftausend brach, wieviele Tragkörbe voll Brocken ihr aufhobt?" Sie antworteten Ihm: "Zwölf." Mar 8:20 "Und als [Ich] die sieben Brote für die Viertausend [brach], wieviele Korbfüllungen [mit] Brocken habt ihr [da] aufgehoben?" sie antworteten Ihm: "Sieben." Mar 8:21 Da sagte Er [zu] ihnen: "Wie [kommt es, daß] ihr [es] noch nicht versteht?" Mar 8:22 Dann kamen sie nach Bethsaida. Dort brachten man Ihm [einen] Blinden und sprach Ihm zu, daß Er ihn anrühre. Mar 8:23 Die Hand des Blinden ergreifend, brachte Er ihn vor das Dorf hinaus und benetzte seine Augen mit [Speichel], legte ihm die Hände auf [und] fragte ihn: Mar 8:24 "[Er]blickst du etwas?" Und aufblickend antwortete er: "Ich [er]blicke Menschen, ich sehe [sie] wie wandelnde Bäume." Mar 8:25 Danach legte Er wieder die Hände auf seine Augen; da blickte er scharf [hin] und war wiederhergestellt und [konnte] alles klar erblicken. Mar 8:26 Dann schickte Er ihn in sein Haus [und] sagte: "Gehe weder in das Dorf [hin]ein, noch sage [es] jemandem im Dorf." Mar 8:27 Jesus und Seine Jünger zogen nun weiter in die Dörfer [um] Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte Er Seine Jünger; [Er] sagte [zu] ihnen: "[Was] sagen die Menschen, wer Ich sei?" Mar 8:28 Sie antworteten Ihm: "[Die einen meinen] Johannes der Täufer, andere Elia, wieder andere einer der Propheten." Mar 8:29 Weiter fragte Er sie: "Ihr aber, [was] sagt ihr, wer Ich sei?" Petrus antwortete Ihm: "Du bist der Christus, der Sohn Gottes." Mar 8:30 Da warnte Er sie, daß sie [mit] niemandem über Ihn sprächen. Mar 8:31 Von [da an] begann Er sie zu lehren. Der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schrift[gelehrt]en verworfen und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen; Mar 8:32 und Er sprach das Wort [mit] Freimut. Da nahm Petrus Ihn beiseite [und] begann Ihn zu warnen. Mar 8:33 Jesus aber wandte Sich um, [sa]h Seine Jünger [an, ver]warnte Petrus und sagte: "Geh hinter Mich, Satan!" D[enn] du [ha]st nicht das [im] Sinn, [was] Gott [will], sondern [was] mensch[lich] ist." Mar 8:34 Dann rief Er die Volksmenge samt Seinen Jüngern zu Sich [und] sagte [zu] ihnen: "Wenn jemand Mir nachfolgen will, [so] verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf und folge Mir. Mar 8:35 Denn [wer] seine Seele retten will, wird sei verlieren; [wer] aber seine Seele Meinetwegen und [um] des Evangeliums [willen] verliert, wird sie retten. Mar 8:36 Doch was nützt es dem Menschen, die ganze Welt zu gewinnen, wenn [er dabei] seine Seele verwirkt? Mar 8:37 Was könnte denn der Mensch [als] Eintausch [für] seine Seele geben? Mar 8:38 Doch [wer] sich Meiner und Meiner Worte unter dieser ehebrecherischen und sündigen (wörtl.: zielverfehlenden) Generation schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn Er in der Herrlichkeit Seines Vaters mit den heiligen Boten kommt." Mar 9:1 * Dann sprach Er zu ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Unter denen, die hier stehen, sind einige, die keinesfalls den Tod schmecken werden, bis sie das Königreich Gottes gewahren, wenn es mit Macht gekommen ist." Mar 9:2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und brachte sie auf [einen] hohen Berg, [wo si]e für sich allein [waren]. Da wurde Er vor ihnen umgestaltet, Mar 9:3 und Seine Kleidung wurde glitzernd, ganz weiß wie Schnee, derart wie kein Walker auf der Erde [sie] so weiß [mach]en kann. Mar 9:4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose, und sie besprachen [sich mit] Jesus. Mar 9:5 Da nahm Petrus [das] Wort [und] sagte [zu] Jesus: "Rabbi, schön ist es [für] uns, hier zu sein! Wir sollten [hier] drei Zelte bauen, Dir eins, Mose eins und Elia eins." Mar 9:6 Er wußte nämlich nicht, was er antworten sollte; denn sie waren [in] große Furcht [geraten]. Mar 9:7 Da kam [eine] Wolke, [die] sie beschattete, und [eine] Stimme ertönte aus der Wolke: "Dies ist Mein geliebter Sohn; höret [auf] Ihn!" Mar 9:8 Und auf einmal, [als sie] umherblickten, gewahrten sie niemand mehr bei sich als nur Jesus allein. Mar 9:9 Als sie vom Berg hinabstiegen, warnte Er sie, daß sie niemandem erzählen sollten, [was] sie wahrgenommen [hatten], außer wenn der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden wäre. Mar 9:10 Das Wort hielten sie [fest], sich unter[einander] befragend, was das Auferstehen aus den Toten [wohl] sei. Mar 9:11 Dann fragten sie Ihn: "[Wieso] sagen die Pharisäer und die Schrift[gelehrt]en, da[ß] Elia [zu]erst kommen müsse?" Mar 9:12 Er entgegnete ihnen: "Elia kommt zwar [zu]erst [und] stellt alles wieder her. Und wie steht über den Sohn des Menschen geschrieben - daß Er viel leiden und für nichts gehalten werden müsse! Mar 9:13 Aber Ich sage euch: Elia war auch gekommen, und sie taten ihm [an], was immer sie wollten, so wie über ihn geschrieben steht." Mar 9:14 Als sie zu den [anderen] Jüngern kamen, gewahrten sie eine große Volksmenge um sie [herum] und Schrift[gelehrt]e, [die] mit ihnen Streit[gespräche führt]en. Mar 9:15 Sogleich über[kam] die gesamte Volksmenge heilige Scheu, [als man] Ihn gewahrte; [und] sie liefen herzu und [be]grüßten Ihn. Mar 9:16 Da fragte Er die Schrift[gelehrt]en: "Was [führ]t ihr [für] Streit[gespräche] mit ihnen?" Mar 9:17 Da antwortete Ihm einer aus der Volksmenge: "Lehrer, ich habe meinen Sohn zu Dir gebracht, [denn er] hat [einen] sprachlosen Geist; Mar 9:18 und wo er ihn auch ergreift, reißt er ihn [nieder]; dann schäumt er und knirscht [mit] seinen Zähnen und fällt zusammen. Da bat ich Deine Jünger, daß sie ihn austreiben mögen, doch sie vermochten [es] nicht." Mar 9:19 Er antwortete ihnen: "O [du] ungläubige Generation! Wie lange soll Ich [noch] bei euch sein, wie lange soll ich euch [noch] ertragen? Bringt ihn zu Mir!" Mar 9:20 Und sie brachten ihn zu Ihm. Als der Geist Ihn gewahrte, schüttelte er ihn sogleich [heftig] in Krämpfen, und er fiel auf die Erde, wälzte sich [und] schäumte. Mar 9:21 Da fragte Er seinen Vater: "Wie lange ist es [her], seit ihm dies widerfährt?" Der antwortete: Mar 9:22 "Von Kind an; oftmals hat er ihn auch ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn um[zu]bringen. Wenn Du jedoch irgend kannst, [so] hilf uns [und] laß uns Erbarmung [widerfahr]en!" Mar 9:23 Jesus aber sagte ihm: "[Warum] das Wenn? Du kannst [doch] glauben! Alles [ist] dem möglich [der] glaubt." Mar 9:24 Sogleich rief der Vater des Knäbleins laut unter Tränen [aus] "Ich glaube! Hilf meinem Unglauben!" Mar 9:25 Als Jesus gewahrte, da[ß] die Volksmenge zusammenlief, schalt Er den unreinen Geist [und] sagte [zu] ihm: "[Du] sprachloser und tauber Geist, Ich gebiete dir, fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn!" Mar 9:26 Schreiend und ihn sehr [in] Krämpfen schüttelnd, fuhr er aus, und [der Knabe] lag wie tot [da], so daß die meisten sagten: "Er ist gestorben." Mar 9:27 Jesus aber, seine Hand fassend, richtete ihn auf, und er stand auf. Mar 9:28 Als er in ein Haus [hin]eingegangen war, [wo sie] für sich [waren], fragten Ihn Seine Jünger: "Weshalb konnten wir ihn nicht austreiben?" Mar 9:29 Er antwortete ihnen: "Diese Art kann [man] durch nichts ausfahren [lassen], außer durch Gebet." Mar 9:30 Von dort gingen sie [dann] weiter und zogen durch Galiläa; Er aber wollte nicht, daß [es] jemand erfahre; denn Er lehrte Seine Jünger Mar 9:31 und sagte [zu] ihnen: "Der Sohn des Menschen wird in [der] Menschen Hände überantwortet werden, und sie werden Ihn töten; aber [wenn Er] getötet ist, wird Er nach drei Tagen auferstehen." Mar 9:32 Doch sie begriffen die Rede nicht, fürchteten sich aber Ihn zu fragen. Mar 9:33 So kamen sie nach Kapernaum, und [als Er sich] zu Hause befand, fragte Er sie: "Was [habt] ihr auf dem Weg unter euch erwogen?" Mar 9:34 Sie aber schwiegen still; den auf dem Weg [hat]ten sie [mit]einander [eine] Unterredung ge[hab]t, wer [wohl der] Größte sei. Mar 9:35 Da setzte Er Sich, rief die Zwölf [herbei] und sagte ihnen: "Wenn jemand [der] Erste sein will, [so] soll er [der] Letzte [von] allen und aller Diener sein." Mar 9:36 Dann nahm Er [ein] kleines Kind, stellte es in ihre Mitte, schloß es in die Arme und sagte [zu] ihnen: Mar 9:37 "[Wer] eines solcher kleinen Kinder in Meinem Namen aufnimmt, [d]er nimmt Mich auf; und [wer] Mich aufnimmt, [d]er nimmt nicht Mich auf, sondern den, der Mich [aus]ges[and]t hat." Mar 9:38 [Darauf] erklärte Ihm Johannes: "Lehrer, wir gewahrten jemand, der uns nicht [nach]folgt, in Deinem Namen Dämonen austreiben; und da er uns nicht [nach]folgt, verboten wir es ihm." Mar 9:39 Jesus aber erwiderte: "Verbietet [es] ihm nicht; denn keiner wird in Meinem Namen [eine] Macht[tat] vollbringen und schnell übel [gegen] Mich reden können. Mar 9:40 [Wer] nämlich nicht gegen uns ist, ist für uns. Mar 9:41 Denn [wer] euch, weil ihr Christi [eigen] seid, in [Meinem] Namen [einen] Becher Wasser [zu] trinken [gib]t - wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls wird er seinen Lohn verlieren. Mar 9:42 [Wer] aber einem dieser Kleinen, die an Mich glauben, Anstoß [gib]t, [für] den wäre es besser, wenn vielmehr [ein] Eselsmühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geworfen würde. Mar 9:43 Wenn nun deine Hand dich straucheln [läßt, so] haue sie ab! Bes[ser] ist es [für] dich, verstümmelt in das Leben einzugehen, anstatt zwei Hände [zu] haben [und] in die Gehenna, in da unauslöschliche Feuer, zu gehen, Mar 9:44 wo ihr Wurm nicht verendet und das Feuer nicht [ver]lischt. Mar 9:45 Wenn dein Fuß dich straucheln [läßt, so] haue ihn ab! Denn bes[ser] ist es [für] dich, verstümmelt oder lahm in das Leben einzugehen, anstatt zwei Füße [zu] haben [und] in die Gehenna, in das unauslöschliche Feuer, geworfen zu werden, Mar 9:46 wo ihr Wurm nicht verendet und das Feuer nicht [ver]lischt. Mar 9:47 Wenn dein Auge dich straucheln [läßt, so] wirf es fort! Bes[ser] ist es [für] dich, einäugig in das Königreich Gottes einzugehen, anstatt zwei Augen [zu] haben [und] in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden, Mar 9:48 wo ihr Wurm nicht verendet und das Feuer nicht [ver]lischt. Mar 9:49 Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden, und jedes Opfer wird [mit] Salz gesalzen werden. Mar 9:50 Salz ist [etwas] Ausgezeichnet[es]; wenn aber das Salz nicht [mehr] salzig ist, womit werdet ihr es [wieder] würzen? Habt Salz in euch und [halt]et Frieden [unter]einander!" Mar 10:1 * [Dann] stand Er auf und ging von dort in die Grenz[gebiet]e Judäas, jenseits des Jordans; wieder strömte [das Volk in] Scharen bei Ihm zusammen und wieder lehrte Er sie nach Seiner Gewohnheit. Mar 10:2 Da traten Pharisäer herzu, [um] Ihn [zu] versuchen, [und] fragten Ihn, ob es [einem] Mann erlaubt sei, [seine] Frau zu entlassen. Mar 10:3 Er aber antwortete ihnen: Mar 10:4 "Was gebietet Mose euch?" Sie sagten: "Mose gestattet, [eine] Scheidungsurkunde zu schreiben und [sie] zu entlassen." Mar 10:5 Darauf antwortete Jesus ihnen: "Wegen eurer Hartherzigkeit schreibt er euch dieses Gebot; Mar 10:6 aber von Anfang [der] Schöpfung [an] schuf Gott sie männlich und weiblich. Mar 10:7 Deswegen wird [der] M[an]n seinen Vater und [seine] Mutter verlassen und sich seiner Frau anschließen, Mar 10:8 und die zwei werden e i n Fleisch sein. Daher sind sie nicht mehr zwei, sondern e i n Fleisch. Mar 10:9 [Was] nun Gott zusammengejocht hat, soll [der] Mensch nicht scheiden." Mar 10:10 Zu Hause fragten Seine Jünger Ihn nochmals betreffs dieser [Sache], und Er erklärte ihnen: Mar 10:11 "[Wer] auch [immer] seine Frau entläßt und [eine] andere heiratet, bricht [die] Ehe mit ihr. Mar 10:12 Und wenn sie ihren Mann entläßt [und einen] anderen heiratet, [so] bricht sie [die] Ehe." Mar 10:13 Dann brachte man kleine Kinder zu Ihm damit Er sie anrühre; die Jünger aber schalten sie. Mar 10:14 Als Jesus [das] gewahrte, war Er entrüstet und sagte [zu] ihnen: "Laßt die kleinen Kinder zu Mir kommen und verwehrt [es] ihnen nicht; denn [für] solche ist das Königreich Gottes [da]. Mar 10:15 Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] das Königreich Gottes nicht annimmt wie [ein] kleines Kind, kann keinesfalls in [das]selbe eingehen." Mar 10:16 [Darauf] schloß [Er] sie in [die] Arme, und ihnen die Hände auflegend, segnete Er [sie]. Mar 10:17 Als Er [wieder] auf [den] Weg hinausging, siehe, [da] lief einer, ein Reicher, herzu, fiel [vor] Ihm [auf die] Knie und fragte Ihn: "Guter Lehrer, was soll ich tun, damit mir äonisches Leben zugelost werde?" Mar 10:18 Jesus aber antwortete Ihm: "Was nennst du Mich gut? Niemand [ist] gut außer [dem] Einen: Gott. Mar 10:19 Du weißt die Gebote: Du sollst nicht morden, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch zeugen, du sollst nicht benachteiligen, ehre deinen Vater und [deine] Mutter!" Mar 10:20 Da entgegnete er Ihm: "Lehrer, dies alles hab ich von meiner Jugend [an] bewahrt." Mar 10:21 Jesus blickte ihn an, liebte ihn und sagte zu ihm: "Eins mangelt dir noch: Geh hin, verkaufe all[es], was du [erworben] hast, gib [den Erlös] den Armen, und du wirst [einen] Schatz im Himmel haben; [dann komm] herzu, nimm [dein] Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf und folge Mir!" Mar 10:22 Der aber [war] über das Wort verdüstert [und] ging betrübt davon; denn er hatte viele erworbene [Güter]. Mar 10:23 Um Sich blickend, sagte Jesus [zu] Seinen Jüngern: "Die Geld haben - wie angewidert [davon] werden sie in das Königreich Gottes eingehen!" Mar 10:24 Die Jünger aber waren [voll] heiliger Scheu über Seine Worte. Da nahm Jesus nochmals [das] Wort und sagte zu ihnen: "O Kinder - die auf Geld vertrauen - wie widrig ist es [für sie beim] Eingehen in das Königreich Gottes! Mar 10:25 Es ist leichter [für ein] Kamel, durch das Nadelöhr zu gehen, als für [einen] Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen." Mar 10:26 Sie aber über [alle] Maßen verwundert, sagten zu Ihm: "Wer kann dann gerettet werden?" Mar 10:27 Da blickte Jesus sie an [und] sagte: "Bei [den] Menschen [ist dies] unmöglich, jedoch nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle [Dinge] möglich." Mar 10:28 [Dann] begann Petrus Ihn zu fragen: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind Dir gefolgt: was wird wohl unser [Teil] sein?" Mar 10:29 Jesus entgegnete ihm: "Wahrlich, Ich sage euch: Da ist niemand, der [sein] Haus, Brüder oder Schwestern, Vater oder Mutter, Frau oder Kinder oder Felder Meinetwegen und wegen des Evangeliums verlassen hat, Mar 10:30 [d]er [dies] nicht hundertfältig wiedererhält: nun, in dieser Frist, Häuser, Brüder und Schwestern, Mutter und Vater, Kinder und Felder - unter Verfolgungen - und im kommenden Äon äonisches Leben. Mar 10:31 Viele Erste aber werden Letzte sein, und Letzte [werden] Erste [sein]." Mar 10:32 Als sie auf dem Weg waren, [um] nach Jerusalem hinauf[zu]ziehen, ging Jesus ihnen voran, und sie waren [voll] heiliger Scheu; die [Ihm Nach]folgenden aber fürchteten sich. [Da] nahm Er die zwölf nochmals beiseite und begann ihnen zu sagen, [was] Ihm demnächst widerfahren [würde]: Mar 10:33 "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem; dort wird der Sohn des Menschen den Hohepriestern und Schrift[gelehrt]en überantwortet werden; und sie werden Ihn [zum] Tode verurteilen und Ihn [denen aus] den Nationen übergeben. Mar 10:34 [Die] werden Ihn verhöhnen, Ihn [an]speien, Ihn Geiseln und töten; und nach drei Tagen wird Er auferstehen." Mar 10:35 Dann traten Jakobus und Johannes, die zwei Söhne [des] Zebedäus, zu Ihm [und] baten Ihn: "Lehrer, wir wollen, daß Du uns gewährst, [was] auch [immer] wir [von] Dir [er]bitten." Mar 10:36 Da fragte Er sie: "Was wollt ihr, [daß] Ich euch gewähren soll?" Mar 10:37 Sie antworteten Ihm: "Gib uns, daß wir in Deiner Herrlichkeit einer Dir zur Rechten und einer Dir zur Linken sitzen mögen." Mar 10:38 Jesus aber antwortete ihnen: "Ihr wißt nicht, was ihr euch [er]bittet. Könnt ihr den Becher trinken, den Ich trinke, oder [mit] der Taufe getauft werden, [mit] der Ich Mich taufen lasse?" Mar 10:39 Sie sagten zu Ihm: "[Das] können wir!" Jesus aber entgegnete ihnen: "Den Becher, den Ich trinke, werdet ihr zwar trinken, und [mit] der Taufe, [mit] der Ich Mich taufen lasse, werdet ihr getauft werden; Mar 10:40 aber Mir zu[r] Rechten oder zu[r] Linken zu sitzen - [das] ist nicht [an] Mir zu [ver]geben, sondern [wird jenen zuteil, für] die es von Meinem Vater bereitet ist." Mar 10:41 Als die zehn [das] hörten, begannen sie, [sich] über Jakobus und Johannes zu entrüsten. Mar 10:42 Jesus aber rief sie zu Sich [und] sagte ihnen: "Ihr wißt, da[ß] die, [die] meinen, Fürsten [unter] den Nationen zu sein, sie beherrschen und [daß] ihre Großen sie vergewaltigen. Mar 10:43 Doch bei euch [sollte es] nicht so sein; sondern [wer] unter euch groß werden will, soll euer Diener sein, Mar 10:44 und [wer] unter euch [der] Erste sein will, soll [der] Sklave aller sein. Mar 10:45 Denn auch der Sohn des Menschen kam nicht, um [be]dient zu werden, sondern um zu dienen, und Seine Seele [als] Löse[geld] für viele zu geben." Mar 10:46 Sie kamen dann [nach] Jericho hinein, und [als] Er mit Seinen Jüngern und [einer] beträchtlichen Schar aus Jericho hinausging, saß [da] der blinde Bettler Bartimäus, der Sohn [des] Timäus, am Weg. Mar 10:47 Als [er] hörte, da[ß] es Jesus der Nazarener sei, begann er laut zu rufen: "Sohn Davids! Jesus! Erbarme Dich meiner!" Mar 10:48 Obwohl viele ihn schalten, damit er stillschweige,schrie er noch vielmehr: "Sohn Davids, erbarme Dich meiner!" Mar 10:49 Jesus [blieb] stehen und sagte: "Ruft ihn [herbei!" So] riefen sie den Blinden und sagten [zu] ihm: "Fasse Mut, erhebe dich! Er ruft dich!" Mar 10:50 Der aber warf sein Obergewand ab, sprang auf [und] kam zu Jesus. Mar 10:51 [Da] wandte Sich Jesus an ihn und fragte: "Was willst du, [daß] Ich dir tun soll?" Der Blinde antwortete Ihm: "Rabbuni, daß ich s[eh]end werde!" Mar 10:52 Darauf sagte Jesus [zu] ihm: "Geh hin, dein Glaube hat dich gerettet." Sogleich wurde er s[eh]end und folgte Ihm auf dem Wege. Mar 11:1 * Als sie sich nun Jerusalem näher[te]n und nach Bethphage und Bethanien an den Ölberg [kamen], Mar 11:2 schickte Er zwei Seiner Jünger [aus] und sagte [zu] ihnen: "Geht in das Dorf euch gegenüber! Sogleich, wenn [ihr] in dasselbe kommt, werdet ihr [ein] Füllen [an]gebunden finden, auf dem bisher noch kein Mensch gesessen hat. Mar 11:3 [Bind]et es Los und bringt [es her]! Wenn jemand [zu] euch sagt: Was macht ihr [da? So] antwortet: Der Herr braucht es und schickt es sogleich wieder her." Mar 11:4 Da gingen sie hin und fanden das Füllen an [eine] Tür gebunden, an dem Weg, [der] draußen herum[führt]; und sie [band]en es Los. Mar 11:5 Einige der dort Stehenden sagten [zu] ihnen: "Was macht ihr [da, daß ihr] das Füllen los[bind]et? Mar 11:6 "Sie antworteten ihnen, so wie [es] Jesus geboten hatte; da ließ man sie [gewähren]. Mar 11:7 Dann brachten sie das Füllen zu Jesus und warfen ihm ihre Kleider über, und Er setzte Sich darauf. Mar 11:8 Viele breiteten sodann ihre Kleider auf dem Weg, andere aber hieben Laubzweige von [den Bäumen] der Felder und streuten [sie] auf den Weg. Mar 11:9 Die [Ich]m vorangingen und folgten, riefen laut: "Hosianna! Gesegnet [sei] der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn! Mar 11:10 Gesegnet [sei] das kommende Königreich unseres Vaters David i[m] Namen [des] Herrn! Hosianna in[mitten] der Höchsten!" Mar 11:11 So zog Jesus in Jerusalem ein und [ging] in die Weihe[stät]te. Nachdem [Er] Sich [nach] allen umgeblickt hatte [und es] schon die Abendstunde war, ging Er mit den Zwölf nach Bethanien [hin]aus. Mar 11:12 Am Morgen [als] sie von Bethanien weiterzogen, war Er hungrig; Mar 11:13 und [als Er] von ferne einen Feigenbaum gewahrte, [der schon] Blätter hatte, ging Er [hin, um zu sehen], ob Er wohl [noch] einige [Frühfeigen] an ihm finden werde. Doch [als Er] darauf [zu]kam, fand Er nichts als nur Blätter; es war nämlich nicht die eigentliche Feigen[zeit]. Mar 11:14 [Da] wandte Er Sich an ihn und sagte: "Nie mehr soll jemand für den Äon Frucht von dir essen!" [Das] hörten auch Seine Jünger. Mar 11:15 Als sie nach Jerusalem kamen und Jesus in die Weihe[stät]te ging, begann Er, [alle] hinauszutreiben, die in der Weihe[stät]te verkauften und kauften. Die Tische der Makler und die Stühle der Taubenverkäufer stürzte Er um und ließ nicht [zu], Mar 11:16 daß jemand [dergleichen] Gerät durch die Weihe[stät]te trug. Mar 11:17 Er [be]lehrte [sie] darüber und sagte [zu] ihnen: "Steht nicht geschrieben: Mein Haus wird [ein] Haus [des] Gebets [für] alle Nationen heißen? Ihr aber macht es [zu einer] Höhle [für] Wegelagerer." Mar 11:18 Die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en hörten [davon] und suchten, wie sie ihn umbrächten; denn sie fürchteten Ihn, weil die gesamte Volksmenge sich über Seine Lehre verwunderte. Mar 11:19 Als es Abend wurde, gingen sie aus der Stadt hinaus. Mar 11:20 [Am] Morgen gingen sie [wieder an] dem Feigenbaum vorüber und gewahrten, [daß er] von der Wurzel [an] verdorrt war. Mar 11:21 Petrus erinnerte sich [daran] und sagte [zu] Ihm: "Rabbi, siehe der Feigenbaum, den Du verflucht hast, ist verdorrt!" Mar 11:22 Da antwortete Jesus ihnen: "Habt Glauben [an] Gott! Wahrlich, Ich sage euch: Mar 11:23 [Wer] auch [immer zu] diesem Berg sagen sollte: Hebe dich [empor] und wirf dich ins Meer - und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, da[ß das, was] er spricht, [auch] geschieht, dem wird [zuteil] werden, [was] auch [immer] er sagen sollte. Mar 11:24 Deshalb sage Ich euch: Alles, was ihr [auch] betet und bittet - glaubt, daß ihr [es] erhalten habt, und es wird euer sein. Mar 11:25 Wenn ihr steht und betet, [so] vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater in den Himmeln euch eure Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) vergebe. Mar 11:26 Wenn ihr aber nicht vergebt, wird euer Vater in den Himmeln eure Kränkungen (wörtl.: Danebenfälle) auch nicht vergeben." Mar 11:27 Als sie wieder nach Jerusalem kamen und Er in der Weihe[stät]te wandelte, kamen die Hohenpriester, die Schrift[gelehrt]en und die Ältesten zu Ihm und fragten Ihn: Mar 11:28 "Mit welcher Vollmacht tust Du dies, und wer gibt Dir diese Vollmacht, um das [zu] tun?" Mar 11:29 Jesus antwortete ihnen: "Auch Ich werde euch ein Wort fragen; antwortet Mir, so werde Ich euch sagen, mit welcher Vollmacht Ich dies tue. Mar 11:30 Die Taufe [des] Johannes, woher war sie? War sie vo[m] Himmel oder von Menschen? Antwortet Mir?" Mar 11:31 Sie folgerten nun bei sich: Wenn wir sagen: vo[m] Himmel, wird Er erwidern: Warum nun glaubtet ihr ihm nicht? Mar 11:32 Sollten wir jedoch sagen: von Menschen? Sie fürchteten [nämlich] das Volk; denn alle hielten [dafür], da[ß] Johannes wirklich [ein] Prophet war. Mar 11:33 So antworteten sie Jesus: "Wir wissen [es] nicht." Da antwortete Jesus ihnen: "[Dann] sage auch Ich euch nicht, mit welcher Vollmacht Ich dies tue!" Mar 12:1 * Dann begann Er [zu] ihnen in Gleichnissen zu sprechen. "[Ein] Mann pflanzte [einen] Weinberg, legte um [ihn einen] Steinwall [an], grub [einen] Keltertrog, baute [einen] Turm, verpachtete ihn [an] Winzer und verreiste. Mar 12:2 [Zu]r rechten [Zeit] schickte er [einen] Sklaven zu den Winzern, um [seinen Anteil] an der Frucht des Weinbergs von den Winzern [zu] erhalten. Mar 12:3 Sie aber nahmen ihn, prügelten [ihn] und schickten [ihn] leer [zurück]. Mar 12:4 Dann schickte er wieder [einen] anderen Sklaven zu ihnen, [auf] jenen warfen sie Steine, verwundeten [ihn am] Kopf und schickten [ihn] entehrt [zurück]. Mar 12:5 Nun schickte er nochmals [einen] anderen, doch jenen töteten sie, desgleichen viele andere; [sie] prügelten die einen [und] töteten die anderen. Mar 12:6 [Nun] hatte er noch seinen ein[zigen] geliebten Sohn; ihn schickte er [als] letzten zu ihnen [und] sagte [sich: Vor] meinem Sohn werden sie sich scheuen! Mar 12:7 Jene Winzer aber sprachen unter sich: Dieser ist der Losteilinhaber; herzu, wir wollen ihn töten, Mar 12:8 und das Los[land] wird unser sein! So nahmen sie [ihn], töteten ihn und warfen ihn zum Weinberg hinaus. Mar 12:9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die Winzer umbringen und den Weinberg anderen geben. Mar 12:10 Habt ihr nicht auch diese Schrift[stelle] gelesen: [Der] Stein, den die Bau[leute] verworfen haben, der wurde zu[m] Haupt[stein der] Ecke. Mar 12:11 Durch [den] Herrn ist er d[a]s geworden und er ist erstaunlich vor unseren Augen." Mar 12:12 Da suchten sie sich Seiner zu bemächtigen; sie fürchteten sich jedoch [vor] der Volksmenge; denn sie [er]kannten, da[ß] Er das Gleichnis auf sie bezog. [So] ließen sie [von] Ihm [ab] und gingen davon. Mar 12:13 Dann schickten sie einige der Pharisäer und Herodianer zu Ihm, um Ihn [in Seinen] Worten fangen [zu] können. Mar 12:14 Die kamen und sagten zu Ihm: "Lehrer, wir wissen, da[ß] Du wahr [im] Wort bist. Auch kümmert Dich [die Meinung anderer] nicht; denn du blickst nicht auf [das] Äußere [der] Menschen, sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Ist es erlaubt, [dem] Kaiser Kopfsteuer zu geben oder nicht? Sollen wir [sie] geben oder nicht geben?" Mar 12:15 Da [Er] ihre Heuchelei gewahrte, sagte Er [zu] ihnen: "Was versucht ihr Mich? Reicht Mir [einen] Denar, damit Ich [ihn Mir an]s[e]he." Mar 12:16 Als sie [Ihm einen] reichten, fragte Er sie: "Wessen Bild und Aufschrift [ist] dies?" Sie antworteten Ihrm: "[Des] Kaisers." Mar 12:17 Daraufhin sagte Jesus [zu] ihnen: "[Folglich] bezahlt [dem] Kaiser, [was des] Kaisers [ist], und Gott, [was] Gottes [ist]." Da waren sie außer sich vor Staunen über ihn. Mar 12:18 Dann traten die Sadduzäer zu Ihm, die behaupteten, [es] gebe keine Auferstehung; sie fragten Ihn: Mar 12:19 "Lehrer, Mose schreibt uns [vor]: Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterläßt [eine] Frau, aber läßt kein Kind [zurück, dann] soll sein Bruder seine Frau nehmen und seinem Bruder Samen erwecken. Mar 12:20 Es waren [nun] sieben Brüder; der erste nahm [eine] Frau und [hinter]ließ keinen Samen, [als er] starb. Mar 12:21 Da nahm sie der zweite; auch er starb [und] hinterließ keinen Samen. In derselben Weise [erging es] auch dem dritten. Mar 12:22 So nahmen sie die sieben und [hinter]ließen keinen Samen. [Als] letzte [von] allen starb auch die Frau. Mar 12:23 In der Auferstehung nun, wenn sie auferstehen, wem [von] ihnen wird sie [als] Frau angehören? Denn [alle] sieben haben sie [zur] Frau gehabt." Mar 12:24 Jesus entgegnete ihnen: "Irrt ihr nicht deshalb, [weil ihr] weder [mit] den Schriften vertraut seid, noch die Kraft Gottes [kennt]? Mar 12:25 Denn wenn sie aus [den] Toten auferstehen, heiraten sie weder, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Boten in den Himmeln. Mar 12:26 [Was] die Toten betrifft, da[ß] sie erwachen: Habt ihr nicht in der Rolle [des] Mose über den Dornbusch gelesen, wie Gott [mit] ihm redete: Ich [bin] der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs -? Mar 12:27 Er ist kein Gott [der] Toten, sondern [der Gott der] Lebendigen. Ihr irrt euch sehr." Mar 12:28 Da trat einer der Schrift[gelehrt]en herzu; [er] hatte sie Streit[gespräche führen] hören [und] wußte [daher], da[ß] Er ihnen trefflich geantwortet hat[te. D]er fragte Ihn: "Welches ist [das] erste Gebot [von] allen?" Mar 12:29 Jesus antwortete ihm: "[Das] erste Gebot [von] allen ist: Höre, Israel! [Der] Herr, unser Gott, ist e i n Herr. Mar 12:30 Lieben sollst du [den] Herrn, deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Denkart und aus deinem ganzen Vermögen. Mar 12:31 Dies [ist das] erste Gebot. [Das] zweite aber ist ihm gleich: Lieben sollst du deinen Nächsten wie dich selbst! - Kein anderes Gebot ist größer [als] diese." Mar 12:32 Da sagte der Schrift[gelehrt]e [zu] Ihm: "Trefflich, Lehrer, hast Du in Wahrheit gesagt, da[ß] Er e i n e r ist und kein anderer außer Ihm ist; Mar 12:33 und Ihn zu lieben mit deinem ganzen Herzen, mit dem ganzen Verstand, mit ganzer Seele und aus ganzem Vermögen, sowie den Nächsten zu lieben wie dich selbst, [das] ist weit mehr [als] alle Ganzbrand[opfer] und [Schlacht]opfer." Mar 12:34 Als Jesus gewahrte, da[ß] er antwortete [wie einer, der] Einsicht hat, sagte Er [zu] ihm: "Du bist nicht fern vom Königreich Gottes." Dann wagte niemand mehr, Ihn [etwas] zu fragen. Mar 12:35 In der Weihe[stät]te nahm Jesus [wieder das] Wort und lehrte; Er fragte: "Wie [können] die Schrift[gelehrt]en sagen, da[ß] Christus Davids Sohn sei? Mar 12:36 Denn er David, sagte in heiligem Geist: Es sprach der Herr [zu] Meinem Herrn: Setze Dich zu Meiner Rechten, bis Ich Deine Feinde [zum] Schemel Deiner Füße lege. Mar 12:37 Er nun, David, nennt ihn Herr; woher ist der [dann] Sein Sohn?" Mar 12:38 Die große Volksmenge hörte Ihn jedoch gern. In Seiner Belehrung sagte Er weiter [zu] ihnen: "Hütet euch vor den Schrift[gelehrt]en, die in [prächtigen] Gewändern umhergehen wollen, auf den Märkten [sich] begrüßen [lassen], Mar 12:39 Vordersitze in den Synagogen und erste Liegeplätze bei [Gast]mählern [beanspruchen], Mar 12:40 die Häuser der Witwen verzehren und [zum] Vorwand weitschweifig beten. Diese werden [ein] überaus [strengeres] Urteil erhalten." Mar 12:41 Jesus setzte sich [dann] dem Schatzkasten gegenüber und schaute [zu], wie die Volksmenge Kupfer[geld] in den Schatzkasten warf; viele Reiche warfen viel [ein]. Mar 12:42 Auch kam eine Frau, [eine] arme Witwe, [die] warf zwei Scherflein [ein, was ein] Heller ist. Mar 12:43 Seine Jünger herzurufend, sagte Er [zu] ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Diese arme Witwe warf mehr [ein als sie] alle, die [etwas] in den Schatzkasten geworfen [haben]. Mar 12:44 Denn sie alle warfen von ihrem Überfluß [ein]; diese aber warf aus ihrem Mangel alles [ein], was sie hatte, ihren ganzen Lebens[unterhalt]." Mar 13:1 * Als Er aus der Weihe[stät]te hinausging, sagte einer Seiner Jünger [zu] Ihm: "Lehrer, siehe, was für Steine und was für Gebäude!" Mar 13:2 Jesus antwortete ihm: "[Sieh]st du diese großen Gebäude? Keinesfalls wird hier Stein auf Stein gelassen [werden], den man nicht auf jeden Fall abbrechen wird." Mar 13:3 Als Er sich gegenüber der Weihe[stät]te auf den Ölberg gesetzt [hatte und sie] für sich [alleine waren], fragte Ihn Petrus, Jakobus, Johannes und Andreas: Mar 13:4 "Sage uns, wann wird d[a]s sein, und welches [ist] das Zeichen, wenn [von] dem allen [der] Abschluß bevorsteht?" Mar 13:5 Da begann Jesus ihnen [zu] antworten: "Hütet euch, [damit] niemand euch irre[führe]! Mar 13:6 Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin [es]! - und werden viele irre[führe]n. Mar 13:7 Wenn ihr aber Schlachten[lärm] und Kunde [von] Schlachten hört, seht [zu], seid nicht bestürzt; denn [so] muß es geschehen, jedoch [ist es] noch nicht die Vollendung. Mar 13:8 Denn es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; auch werden stellenweise [Erd]beben sein, und Hungersnöte und Unruhen werden sein; [alles] dies [ist erst der] Anfang [der] Wehen. Mar 13:9 Ihr aber hütet euch! Denn man wird euch an [die] Synedrien überantworten und euch in [den] Synagogen auspeitschen. Sowohl vor Regierende wie auch [vor] Könige wird man euch um Meinetwillen stellen, ihnen zu[m] Zeugnis. Mar 13:10 Doch zuerst muß das Evangelium unter allen Nationen geheroldet werden. Mar 13:11 Wenn man euch [ab]führt und überantwortet, [so] sorget euch nicht vorher, was ihr sagen sollt, noch kümmert euch [darum], sondern [was] euch in jener Stunde gegeben wird, das redet; denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Geist, der heilige. Mar 13:12 Es wird aber [der] Bruder [den] Bruder zu[m] Tode überantworten, und [der] Vater [das] Kind, und Kinder werden gegen [die] Eltern aufstehen und sie [zu] Tode [bring]en. Mar 13:13 Ja ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden. [Wer] aber [bis] zu[r] Vollendung ausharrt, d[e]r wird gerettet werden. Mar 13:14 Wenn ihr den vom Propheten Daniel angesagten Greuel der Verödung [dort] stehen s[e]ht, wo er nicht [sein] dürfte - möge der Leser [es] begreifen - dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen! Mar 13:15 [Wer] auf dem Flachdach [ist], steige nicht [erst] ins Haus hinab, noch gehe er [hin]ein, um etwas aus seinem Haus [mit]zunehmen; Mar 13:16 und [wer] auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, um [noch] sein Obergewand aufzunehmen. Mar 13:17 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Mar 13:18 Betet jedoch, daß eure Flucht nicht [im] Winter geschehe! Mar 13:19 Denn jene Tage werden [eine] derartige Drangsal sein, wie seit Anfang [der] Schöpfung, die Gott erschuf, bis nun [noch] keine solche gewesen ist und keinesfalls [mehr] sein wird. Mar 13:20 Und wenn [der] Herr die Tage nicht verkürzte, [so] würde keinerlei Fleisch gerettet werden; jedoch um der Auserwählten willen, die Er auserwählt hat, verkürzt Er [jene] Tage. Mar 13:21 Wenn dann jemand [zu] euch sagt: Siehe, hier [ist] der Christus! oder: Siehe, dort!, [so] glaubt [es] nicht. Mar 13:22 Denn es werden sich falsche Christi und falsche Propheten erheben, [die] werden Zeichen geben und Wunder [tun], um wenn möglich auch die Auserwählten irrezu[führe]n. Mar 13:23 Ihr aber hütet euch! Siehe, Ich habe euch alles vorher angesagt. Mar 13:24 In jenen Tagen jedoch, nach jener Drangsal, wird die Sonne sich verfinstern, und der Mond wird seinen Schein nicht geben; Mar 13:25 die Sterne werden vom Himmel fallen und die Mächte in den Himmeln erschüttert werden. Mar 13:26 Dann wird man den Sohn des Menschen in Wolken mit großer Macht und Herrlichkeit kommen sehen. Mar 13:27 Und dann wird Er Seine Boten [aussenden] und Seine Auserwählten von den vier Winden [her] versammeln, [vom] äußersten [Ende der] Erde [an] bis [zum] äußersten Ende [des] Himmels. Mar 13:28 Vom Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn seine Zweige schon weich werden und Blätter hervorsprossen, [dann] erkennt ihr [daran], da[ß] der Sommer nahe ist. Mar 13:29 So auch ihr: wenn ihr dies [alles] eintreffen s[e]ht, [dann] erkennt [daran], da[ß] Er nahe ist - an [den] Türen. Mar 13:30 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis dies alles geschehen ist. Mar 13:31 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden keinesfalls vergehen. Mar 13:32 Um jenen Tag oder [jene] Stunde aber weiß niemand, weder die Boten i[m] Himmel noch der Sohn, außer der Vater [allein]. Mar 13:33 Hütet euch, wacht und betet; denn ihr wißt nicht, wann der [Zeit]punkt [da] ist. Mar 13:34 [Es] wird [sein] wie [bei einem] M[an]n, d[e]r verreisen w[i]ll, bei[m] Verlassen seines Hauses gibt [er] seinen Sklaven Vollmacht und je[d]em seine Arbeit; und dem Türhüter gebietet er, daß er wachen soll. Mar 13:35 [So] wacht nun; denn ihr wißt nicht, wenn der Herr des Hauses kommt, ob [am] Abend oder [um] Mitternacht, ob [beim] Hahnenschrei oder [am] Morgen - Mar 13:36 [damit] er euch nicht schlummernd finde, [wenn er] unversehens kommt. Mar 13:37 [Was] Ich aber euch sagt, [das] sage Ich allen: Wacht!" Mar 14:1 * In zwei Tagen war nun das Passah und das [Fest der] ungesäuerten [Brote]. Da suchten die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en, wie sie sich Seiner mit Betrug bemächtigen [und Ihn] töten könnten; Mar 14:2 denn sie sagten: "Nicht während des Festes, damit kein Tumult [unter] dem Volk entstehe." Mar 14:3 Als Er in Bethanien war [und] im Hause Simons, des Aussätzigen, [zu Tisch] lag, kam [eine] Frau, [die ein] Alabaster[fläschchen mit] Würzöl [von] echter, teurer Narde hatte; sie zerbrach [nun] das Alabaster[fläschchen] und goß es Ihm auf das Haupt. Mar 14:4 Einige aber waren entrüstet und sagten zueinander: "Wozu diese Verschwendung des Würzöls? Mar 14:5 Man [hät]te doch dieses Würzöl [für] über dreihundert Denare veräußern und [das Geld] den Armen geben können." Und sie drohten ihr. Mar 14:6 Jesus aber sagte: "Laßt sie! Was verursacht ihr ihr Mühe? Sie hat doch [ein] edles Werk an Mir getan! Mar 14:7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen wohltun; Mich aber habt ihr nicht allezeit. Mar 14:8 Sie hat getan, [was] sie vermochte: Sie hat Meinen Körper im voraus zur Bestattung [mit] Würzöl ge[salb]t. Mar 14:9 Wahrlich, Ich sage euch: Wo auch [immer] man dieses Evangelium in der ganzen Welt herolden mag, wird man zu ihrem Gedenken auch von [dem] sprechen, [was] sie getan hat." Mar 14:10 Dann ging Judas Iskariot, einer der Zwölf, zu den Hohenpriestern, um Ihn [an] sie zu verraten. Mar 14:11 Als sie [das] hörten, freuten sie sich und versprachen, ihm Geld zu geben. Dann suchte er, wie er Ihn [bei] günstiger Gelegenheit verriete. Mar 14:12 Am ersten Tag der ungesäuerten [Brote], als man das Passah [zu] opfern [pflegte], sagten seine Jünger [zu] Ihm: "Wo willst Du das Passah essen? [Wo]hin [sollen wir] gehen, um [es] zu bereiten?" Mar 14:13 Da schickte Er zwei Seiner Jünger [aus] und gebot ihnen: "Geht in die Stadt, und es wird euch [ein] M[an]n begegnen, [der einen] Topf Wasser trägt; Mar 14:14 folgt ihm, und wo er [hin]eingeht, [da] sagt [zu] dem Hausherrn: Der Lehrer [läßt] fragen: Wo ist Mein Gastzimmer, wo Ich das Passah mit Meinen Jüngern essen kann? - Mar 14:15 Dann wird er euch [einen] großen Söller zeigen, [schon] bereit [mit aus]gebreiteten [Polstern]; dort bereitet [das Mahl für] uns." Mar 14:16 Seine Jünger gingen hin und kamen in die Stadt; sie fanden [alles] so, wie Er [es] ihnen gesagt [hatte], und bereiteten das Passah. Mar 14:17 Als [es] Abend geworden [war], kam Er mit den Zwölf; Mar 14:18 und [während] sie [zu Tisch] lagen und aßen, sagte Jesus: Wahrlich, Ich sage euch: Einer von euch, der mit Mir ißt, wird Mich verraten." Mar 14:19 Da wurden sie betrübt und fingen an, Ihn zu fragen, einer nach [dem] anderen: "Ich bin [es] doch nicht [etwa] Rabbi?" Und [ein] anderer [sagte]: "Doch nicht ich!" Mar 14:20 Er aber antwortete ihnen: "Einer von [euch] Zwölf, der mit Mir die Hand in die Schüssel eintaucht: Mar 14:21 Der Sohn des Menschen geht zwar [da]hin, so wie es von Ihm geschrieben steht; doch wehe jenem Menschen, durch den der Sohn des Menschen verraten wird! Schön wäre es [für] Ihn, wenn jener Mensch nicht geboren wäre!" Mar 14:22 Als sie aßen, nahm Jesus Brot, segnete und brach [es], gab [es] ihnen und sagte: "Nehmt! Dieses ist Mein Körper." Mar 14:23 [Dann] nahm Er den Becher, dankte und gab ihnen [den], und alle tranken [dar]aus; Mar 14:24 weiter sagte Er [zu] ihnen: "Dieses ist Mein Blut des neuen Bundes, das für viele vergossen wird. Mar 14:25 Wahrlich, Ich sage euch: Ich werde keinesfalls mehr vom Ertrag des Weinstocks trinken bis [zu] jenem Tag, wenn Ich ihn im Königreich Gottes neu trinken werde." Mar 14:26 Nach [dem] Lobgesang zogen sie [hin]aus auf den Ölberg. Mar 14:27 Dann sagte Jesus [zu] ihnen: "Ihr alle werdet in dieser Nacht an Mir Anstoß [nehm]en; d[enn] es steht geschrieben: Ich werde den Hirten erschlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen. Mar 14:28 Jedoch nach Meiner Auferweckung werde Ich euch nach Galiläa vorangehen." Mar 14:29 Petrus aber erklärte Ihm: "Wenn sie auch alle [an Dir] Anstoß [nehmen], ich jedoch nicht!" Mar 14:30 Jesus entgegnete ihm: "Wahrlich, Ich sage dir: Du wirst Mich heute, in dieser Nacht, ehe [der] Hahn zweimal kräht, dreimal verleugnen." Mar 14:31 Petrus aber redete [im] Überschwang: "Vielmehr, wenn ich mit Dir sterben müßte, [so] werde ich Dich keinesfalls verleugnen." In derselben Weise sprachen auch alle [anderen]. Mar 14:32 Dann kamen sie zu [einem] Freiacker, dessen Name Gethsemane [ist]; und Er sagte [zu] Seinen Jüngern: "Setzt euch hier [nieder], bis Ich gebetet [habe]." Mar 14:33 Hierauf nahm Er Petrus, Jakobus und Johannes beiseite und begann zu erschauern und niedergedrückt zu werden. Mar 14:34 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Tief betrübt ist Meine Seele bis [zum] Tode; bleibt hier und wacht!" Mar 14:35 Und [ein] klein [wenig] vorausgehend, fiel Er auf die Erde [nieder] und betete, damit, wenn es möglich sei, die Stunde an Ihm vorübergehe; und Er sagte: Mar 14:36 "Abba, Vater, alles [ist] Dir möglich; trage diesen Becher von Mir weg! Jedoch nicht, was Ich will, sondern was Du willst!" Mar 14:37 Darauf kam Er [zu den Jüngern] und fand sie schlummernd. Da sagte Er [zu] Petrus: "Simon, schlummerst du? Vermagst du nicht eine Stunde zu wachen? Mar 14:38 Wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung kommt! Der Geist zwar [hat das] Verlangen, das Fleisch aber [ist] schwach." Mar 14:39 Da ging Er nochmals hin und betete [mit] denselben Worten. Mar 14:40 Darauf kam Er [zurück und] fand sie wieder schlummernd; denn die Augen waren ihnen schwer geworden, und sie wußten nicht, was sie Ihm antworten sollten. Mar 14:41 Dann kam Er [zu]m dritten[mal] und sagt[e zu] ihnen: " Schlummert und ruht [ein] andermal; es ist genug, die Stunde ist gekommen! Siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder (wörtl.: Zielverfehler) überantwortet! Mar 14:42 Erhebt euch wir gehen! Siehe, Mein Verräter hat sich genaht!" Mar 14:43 Sogleich während Er noch sprach, kam Judas Iskariot, einer der Zwölf herzu, und mit ihm [eine] große Schar mit Schwertern und Knütteln von den Hohenpriestern, Schrift[gelehrt]en und Ältesten [her]. Mar 14:44 Sein Verräter aber hatte ihnen [als] verabredetes Zeichen gegeben: "Welchen ich küssen werde, [d]er ist [es], bemächtigt euch Seiner und führt [Ihn] sicher ab." Mar 14:45 [Als er] kam, trat er sogleich zu Ihm und sagte: "Rabbi, Rabbi!" und küßte ihn herzlich. Mar 14:46 Dann legten sie die Hände an Ihn und bemächtigten sich Seiner. Mar 14:47 Aber einer der Dabeistehenden riß das Schwert [heraus], schlug [auf] den Sklaven des Hohenpriesters [ein] und Hieb ihm die Ohrmuschel ab. Mar 14:48 [Da] wandte Sich Jesus an sie und sagte: "Wie gegen [einen] Wegelagerer seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen, um Mich zu [er]greifen. Mar 14:49 Täglich war Ich bei euch in der Weihe[stät]te [und] lehrte, und ihr habt euch Meiner nicht bemächtigt. Doch [muß] die Schrift erfüllt werden." Mar 14:50 [Dann] verließen Ihn alle und flohen. Mar 14:51 Aber einer, ein Jüngling, folgte Ihm ([er war nur mit einer] Leinwand auf [der] bloßen [Haut] umhüllt), und dessen [wollte] man sich bemächtigen; Mar 14:52 doch er ließ die Leinwand zurück [und ent]floh unbekleidet. Mar 14:53 Dann führte am Jesus zu dem Hohenpriester Kaiphas ab, und alle Hohenprieste sowie Ältesten und Schrift[gelehrt]en kamen [bei] ihm zusammen, Mar 14:54 Petrus jedoch war ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters gefolgt; dort saß er zusammen mit den Gerichtsdienern und wärmte sich an der Lohe. Mar 14:55 Die Hohenpriester aber und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um Ihn [zu] Tode zu [bring]en, doch fanden sie keines; Mar 14:56 denn viele zeugten [zwar] fälschlich gegen Ihn, aber die Zeugnisse waren nicht überein[stimmend]. Mar 14:57 Einige standen auch auf, zeugten fälschlich gegen Ihn [und] sagten: Mar 14:58 "Wir haben Ihn sagen hören: Ich werde diesen [mit] Händen gemachten Tempel abbrechen und in drei Tagen [einen] anderen, nicht [mit] Händen gemachten, [auf]bauen." Mar 14:59 Doch nicht einmal [in] dies[em Punkt] war ihr Zeugnis überein[stimmend]. Mar 14:60 Da stand der Hohenpriester auf [trat] in [die] Mitte [und] fragte Jesus: "Antwortest Du überhaupt nichts [auf das], was diese gegen Dich zeugen?" Mar 14:61 Jesus aber schwieg still und antwortete überhaupt nichts. Der Hohepriester fragte nochmals und sagte [zu] Ihm: "Bist Du der Christus, der Sohn Gottes, des Gesegneten?" Mar 14:62 Jesus erwiderte daraufhin: "Ich bin [es], und ihr werdet den Sohn des Menschen zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen." Mar 14:63 Da zerriß der Hohenpriester seine Gewänder [und] rief: "Was brauchen wir noch Zeugen? Mar 14:64 Siehe, nun habt ihr die Lästerung gehört! Wie erscheint euch [das]?" Darauf verurteilten sie Ihn alle: Mar 14:65 [Er] sei [dem] Tode verfallen! Dann begannen einige Ihn [an]zuspeien, Sein Angesicht zu bedecken, Ihn [mit] Fäusten zu [schlag]en und [zu] Ihm zu sagen: "Prophezeie! Auch die Gerichtsdiener nahmen Ihn [mit] Ohrfeigen [in Empfang]. Mar 14:66 Während Petrus unten im Hof war, kam eine der Mägde des Hohenpriesters; Mar 14:67 als [sie] Petrus sich wärmen sah, blickte sie ihn an [und] sagte: "Du warst auch mit dem Nazarener Jesus!" Mar 14:68 Er aber leugnete und sagte: "Ich weiß nicht und verstehe auch nicht, was du sagst." Dann ging er in den vorderen Hof hinaus, und es krähte ein Hahn. Mar 14:69 Als die Magd ihn dort gewahrte, fing sie wieder an, zu den Dabeistehenden zu sagen: "Dieser ist auch einer von ihnen!" Mar 14:70 Er aber leugnete nochmals. Nach einer kleinen Weile sagten wieder die Dabeistehenden zu Petrus: "Wahrhaftig, du bist einer von ihnen, denn auch du bist ein Galiläer, deine Aussprache ist die gleiche." Mar 14:71 Da fing er an, sich zu verbannen und zu schwören: "Ich weiß nichts von diesem Menschen, von dem ihr da redet!" Mar 14:72 Und sogleich krähte ein Hahn zum zweitenmal. Nun erinnerte sich Petrus des Ausspruchs, wie Jesus ihm gesagt hatte: "Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen." Als ihm das einfiel, schluchzte er bitterlich. Mar 15:1 * Sogleich am Morgen hielten die Hohenpriester mit den Ältesten, Schrift[gelehrt]en und dem ganzen Synedrium [eine] Beratung [ab, worauf] sie Jesus binden und [zu] Pilatus bringen [ließen, dem] sie [Ihn] überantworteten. Mar 15:2 Pilatus fragte Ihn: "Bist Du der König der Juden?" Mar 15:3 Er antwortete ihm: "Du sagst [es]." Mar 15:4 Dann klagten die Hohenpriester Ihn vieler [Dinge] an. Da fragte Pilatus Ihn nochmals: "Antwortest Du überhaupt nichts? Siehe, [um] wie vieler [Dinge] sie Dich anklagen!" Mar 15:5 Jesus aber antwortete überhaupt nichts mehr, so daß Pilatus erstaunte. Mar 15:6 Nun [pflegte] er ihnen zu[m] Fest einen Häftling, den sie sich ausbaten, frei[zu]lassen. Mar 15:7 Es war damals [einer mit] Namen Barabbas, [der] mit [seinen] Mitaufrührern gebunden war, die im Aufstand einen Mord begannen hatten. Mar 15:8 [So zog nun] die Volksmenge hinauf und begann zu fordern, [daß er tue], so wie er [es] ihnen stehts gewährt [hatte]. Mar 15:9 Pilatus antwortete ihnen: "Wollt ihr, [daß] ich euch den König der Juden freilasse? Mar 15:10 Denn er [hatte er]kannt, da[ß] die Hohenpriester Ihn aus Neid überantwortet hatten. Mar 15:11 Doch die Hohenpriester hetzten die Volksmenge auf, damit er ihnen vielmehr Barabbas freilasse. Mar 15:12 Pilatus wandte sich nochmals an sie: "Was wollt ihr nun, [daß] ich [mit dem] mache, den ihr König der Juden nennt?" Mar 15:13 Da schrien sie wieder [zurück]: "Kreuzige (wörtl.: Pfahle) Ihn!" Mar 15:14 Pilatus aber fragte sie: "Was hat Er denn Übles getan?" Doch sie schrien übermäßig [laut]: "Kreuzige (wörtl.: Pfahle) Ihn!" Mar 15:15 Pilatus nun, [in der] Absicht, der Volksmenge Genüge zu tun, ließ ihnen Barabbas frei, Jesus [aber ließ] er peitschen und übergab [Ihn], damit Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) würde. Mar 15:16 Dann führten Ihn die Krieger [in das] Innere des Hofes ab (das ist das Prätorium) und riefen die ganze Truppe zusammen. Mar 15:17 Sie zogen Ihm [einen] Purpur[mantel] an, flochten [einen] Dornenkranz, [den] sie Ihm aufsetzten, Mar 15:18 fingen an, Ihn zu grüßen und sagten: "Freue Dich, König der Juden!" Mar 15:19 Dann schlugen sie ihn [mit einem] Rohr [auf]s Haupt, spien Ihn [an], und niederkniend beteten sie Ihn an. Mar 15:20 Als sie Ihn [so] verhöhnt hatten, zogen sie Ihm den Purpur[mantel] aus, zogen Ihm Seine eigene Kleidung [wieder] an und führten Ihn hinaus, um Ihn [zu] kreuzigen (wörtl.: anzupfahlen). Mar 15:21 Dann zwangen sie einen Vorübergehenden ([den] Kyrenäer Simon, den Vater [des] Alexander und [des] Rufus, der [vom] Feld kam), Sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) aufzunehmen. Mar 15:22 So brachten sie Ihn zu der Stätte 'Golgatha', das ist verdolmetscht 'Schädelstätte'. Mar 15:23 Dort gaben sie Ihm Wein [mit] Myrrhe zu trinken, [den] Er aber nicht nahm. Mar 15:24 Nachdem [sie] Ihn gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) hatten, verteil[t]en sie Seine Kleider, [indem sie das] Los darüber warfen, was ein [jeder] nehmen sollte. Mar 15:25 Es war die dritte Stunde, als sie Ihn kreuzigten (wörtl.: anpfahlten). Mar 15:26 Und Seine Schuld war [als] Inschrift [an]geschrieben: Der König der Juden. Mar 15:27 Mit Ihm kreuzigten (wörtl.: pfahlten) sie zwei Wegelagerer, einen zu [Seiner] Rechten und einen zu Seiner Linken. Mar 15:28 {Vers nicht in S', A', B'}. Mar 15:29 Die Vorübergehenden lästerten Ihn, schüttelten ihre Häupter und sagten: "Ha, [Du], der den Tempel abbricht und in drei Tagen [wieder auf]baut, Mar 15:30 rette Dich Selbst, [indem Du] vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herabsteigst!" Mar 15:31 Auch die Hohenpriester und die Schrift[gelehrt]en höhnten [in] gleicher Weise [unter]einander [und] riefen: "Andere hat Er gerettet, Sich Selbst kann Er nicht retten! Mar 15:32 Der Christus, der König Israels, steige nun vom Kreuz (wörtl.: Pfahl) herab, damit wir [es] gewahren und glauben." Auch die zusammen mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) waren, schmähten Ihn. Mar 15:33 Als [die] sechste Stunde gekommen [war], breitete sich Finsternis über das ganze Land [aus] bis [zur] neunten Stunde. Mar 15:34 [Um] die neunte Stunde aber schrie Jesus [mit] lauter Stimme [auf und] rief: "Eloi, Eloi, lema sabachthani!", das ist verdolmetscht: "Mein Gott, Mein Gott, wozu Du Mich verlassen hast!" Mar 15:35 Als einige der Dabeistehenden [das] hörten, sagten sie: "Siehe, Er ruft [den] Elia!" Mar 15:36 Sogleich lief jemand [hin], füllte [einen] Schwamm [mit] Essig an, steckte [ihn] auf [ein] Rohr, tränkte ihn [und] sagte: "Laßt [nur]! Wir wollen [se]hen, ob Elia kommt, um Ihn herabzunehmen! Mar 15:37 Jesus aber ließ [Seine] Stimme laut [erschallen und] haucht aus. Mar 15:38 Da [zer]riß der Vorhang des Tempels in zwei [Teile], von oben bis unten. Mar 15:39 Als der Hauptmann, der Ihm gegenüber dabeistand, gewahrte, daß Er so aushauchte, sagte er: "Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn." Mar 15:40 Es waren aber auch von ferne [zu]schauende Frauen [dort], unter [ihnen] Maria, die Magdalenerin, und Maria, die Mutter des kleinen Jakobus und [des] Joses, und Salome Mar 15:41 (die Ihm gefolgt [war]en, als Er [noch] in Galiläa war, und Ihm gedient [hatt]en) und viele andere, die mit Ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren. Mar 15:42 Als [es] schon Abend wurde und weil es [der] Vorbereitungs[tag] war - Mar 15:43 [nämlich] der vor [dem] Sabbat - kam Joseph von Arimathia, [ein] angesehener Ratsherr, der auch selbst [nach] dem Königreich Gottes ausschaute; er wagte [es], ging zu Pilatus und bat [um] den Körper Jesu. Mar 15:44 Pilatus aber war erstaunt, [daß] Er schon verstorben sein [sollte]; er [ließ] den Hauptmann zu sich rufen und fragte ihn, ob er [schon] lange tot sei. Mar 15:45 Als [er es] von dem Hauptmann erfuhr, schenkte er Joseph den Leichnam. Mar 15:46 [Dieser] kaufte Leinwand und nahm Ihn [vom Kreuz] (wörtl.: Pfahlt) herab, wickelte [Ihn] in die Leinwand und legte Ihn in [ein] Grab, daß aus [dem] Felsen gehauen war; dann wälzte er [einen] großen Stein vor den Eingang des Grabes. Mar 15:47 Maria aber, die Magdalenerin, und Maria, die [Mutter des] Joses, schauten [sich an], wohin Er gelegt worden war. Mar 16:1 * Da [es] inzwischen Sabbat wurde, kauften Maria, die Magdalenerin, und Maria, die [Mutter] des Jakobus, und Salome Gewürze, damit sie [später] gehen und Ihn [mit Würzölen] einreiben könnten. Mar 16:2 So kamen sie [an] einem der Sabbat[tage] sehr [früh am] Morgen, [bei] Sonnenaufgang, zum Grab. Mar 16:3 Da sagten sie zueinander: "Wer wird uns den Stein vom Eingang des Grabes fortwälzen?" Mar 16:4 Doch [beim] Aufblicken schauten sie, da[ß] der Stein [schon] zurückgewälzt war; er war nämlich überaus groß. Mar 16:5 Als [sie] in das Grab hineingingen, gewahrten sie [einen] Jüngling, [mit einem] weißen Gewand umhüllt, zur Rechten sitzen; da waren sei fassungslos. Mar 16:6 Der aber sagte [zu] ihnen: "Seid nicht fassungslos! Ihr sucht Jesus den Nazarener, den Gekreuzigten (wörtl.: Angepfahlten): Er wurde auferweckt, Er ist nicht hier; siehe, [da ist] die Stätte, wohin man Ihn gelegt hatte. Mar 16:7 Geht jedoch hin, sagt Seinen Jüngern und Petrus, da[ß] Er euch nach Galiläa vorangeht; dort werdet ihr Ihn sehen, so wie Er euch gesagt hat." Mar 16:8 [Da] gingen sie [hin]aus und flohen vom Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie [ergriffen]. Und sie sagten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich. Mar 16:9 Als [Er] morgens [am] ersten Sabbat auferstanden war, erschien Er [zu]erst Maria, der Magdalenerin, aus der Er sieben Dämonen ausgetrieben hatte. Mar 16:10 Jene ging [hin und] verkündete [es] denen, [die] mit Ihm [zusammen] gewesen [waren und jetzt] trauer[te]n und jammer[t]en. Mar 16:11 Doch [als] jene hörten, da[ß] Er lebe und von ihr geschaut worden war, glaubten sie [es] nicht. Mar 16:12 Danach wurde Er zweien von ihnen, [die] über Land gingen, [beim] Gehen in [einer] anderen Gestalt offenbart. Mar 16:13 Auch jene gingen hin [und] verkündigten [es] den übrigen, [doch] auch jenen glaubten sie nicht. Mar 16:14 Zuletzt wurde Er den Elf offenbart, [als] sie [zu Tisch] lagen, und Er [mach]te ihnen Vorwürfe [wegen] ihres Unglaubens und [ihrer] Hartherzigkeit, weil sie denen nicht glaubten, [die] Ihn [als] Auferweckten aus [den] Toten geschaut hatten. Mar 16:15 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Geht [hin] in alle Welt [und] heroldet das Evangelium aller Schöpfung! Mar 16:16 [Wer] glaubt und getauft wird, wird gerettet werden; [wer] aber nicht glaubt, wird verurteilt werden. Mar 16:17 [Nebenher] aber werden den Glaubenden diese Zeichen folgen: In Meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, [in] neuen Zungen reden Mar 16:18 [und] Schlangen aufheben; wenn sie etwas Tödliches trinken, soll es ihnen überhaupt nicht schaden; Siechen werden sie [die] Hände auflegen, und sie werden [danach bei] ausgezeichneter [Gesundheit] sein." Mar 16:19 Nach[dem] der Herr nun [mit] ihnen gesprochen hatte, wurde Er in den Himmel [hin]aufgenommen und setzte Sich zur Rechten Gottes. Mar 16:20 Jene aber zogen aus [und] heroldeten überall, [wobei] der Herr mitwirkte und das Wort durch darauf folgende Zeichen bestätigte. Luk 1:1 * Weil nun einmal viele es [schon in die] Hand ge[nomm]en haben, über die bei uns vollbeglaubigten [Tat]sachen [einen] Bericht zu verfassen, Luk 1:2 [so] wie [es] uns die überliefert haben, [die] von Anfang [an] Augenzeugen und Gehilfen des Wortes wurden, Luk 1:3 [und nachdem ich] alles von Anbeginn genau [ver]folgt habe, meine auch ich, hochgeehrter Theophilus, [ich sollte es für] dich der Reihe nach [nieder]schreiben, Luk 1:4 damit du die Gewißheit [der] Worte erkennst, in denen du unterrichtet wurdest. Luk 1:5 In den Tagen [des] Herodes, des Königs [von] Judäa, gehörte ein Priester [mit] Namen Zacharias zu[m] Wochendienst [des] Abia. Seine Frau [stammte] aus den Töchtern Aarons, und ihr Name [war] Elisabeth. Luk 1:6 Beide waren gerecht vor Gott [und] gingen [ihren Weg] untadelig in allen Geboten und Rechts[satzungen] des Herrn. Luk 1:7 Es war ihnen jedoch kein Kind [beschert], weil Elisabeth unfruchtbar war, und beide waren an Tagen vorgeschritten. Luk 1:8 Als er einst den Priester[dienst] vor Gott in der Ordnung seines Wochendienstes [versah], Luk 1:9 fiel ihm nach der Gewohnheit des Priesteramtes [das Los] zu, in den Tempel des Herrn zu gehen, um zu räuchern. Luk 1:10 Währenddessen betete draußen [zu]r Stunde des Räucheropfers die gesamte Menge des Volkes. Luk 1:11 Da erschien ihm [ein] Bote [des] Herrn, zur Rechten des Räucheropferaltars stehend. Luk 1:12 Als Zacharias [ihn] gewahrte, wurde er beunruhigt, und Furcht [be]fiehl ihn. Luk 1:13 Der Bote sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias, dein Flehen ist erhört worden; deine Frau Elisabeth wird dir [einen] Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen 'Johannes' geben. Luk 1:14 Er wird dir [zur] Freude und Wonne sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. Luk 1:15 Denn er wird vor [den] Augen des Herrn groß sein und keinesfalls Wein und Rauschtrank trinken; [mit] heiligem Geist wird er noch in seiner Mutter Leib erfüllt werden. Luk 1:16 Viele der Söhne Israels wird er zu [dem] Herrn, ihrem Gott, zurückführen; Luk 1:17 und er wird vor Seinen Augen in [dem] Geist der Kraft des Elia vorausgehen, um [die] Herzen [der] Väter umzuwenden zu [den] Kindern, und [die] Widerspenstigen zur Besonnenheit [der] Gerechten, um dem Herrn [ein] Volk zu[zu]richten [und] bereitzumachen." Luk 1:18 Da sagte Zacharias zu dem Boten: "Woran soll ich dies erkennen? Denn ich bin bejahrt, und meine Frau [ist] an Tagen vorgeschritten." Luk 1:19 Der Bote antwortete ihm: "Ich bin Gabriel, der vor [den] Augen Gottes steht, und wurde [aus]gesandt, zu dir zu sprechen und dir dieses [als] frohe Botschaft zu [verkündig]en: Luk 1:20 Siehe, du wirst Stillschweigen und bis [zu] dem Tag, [da sich] dieses erfüllt, darum nicht sprechen können, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die sich zu ihrem [Zeit]punkt erfüllen werden." Luk 1:21 Währenddessen w[art]ete das Volk [auf] Zacharias und war über sein [langes] Ausbleiben im Tempel erstaunt. Luk 1:22 Als [er dann] herauskam, konnte er nicht [zu] ihnen sprechen; da erkannten sie, da[ß] er im Tempel [eine] Erscheinung gesehen hat[te]; denn er winkte ihnen zu, blieb aber stumm. Luk 1:23 Als seine Amtstage [er]füllt waren, ging er [dann] nach Hause. Luk 1:24 Nach diesen Tagen aber empfing seine Frau Elisabeth; sie [hiel]t sich fünf Monate verborgen und sagte: Luk 1:25 "So hat der Herr [an] mir getan in [den ]Tagen, die Er [dazu] ersah, die Schmach unter [den] Menschen [von] mir wegzunehmen." Luk 1:26 Im sechsten Monat wurde der Bote Gabriel von Gott in [eine] Stadt Galiläas namens Nazareth Luk 1:27 zu [einer] Jungfrau geschickt, [die mit einem] Mann namens Joseph aus [dem] Haus und [der] Familie Davids verlobt war. Der Name der Jungfrau [war] Mirjam. Luk 1:28 Als der Bote bei ihr eintrat, sagte er: "Freue dich, [du] Begnadete! Der Herr [ist] mit dir!" Luk 1:29 Sie aber wurde über das Wort sehr beunruhigt und erwog [bei sich], was für [eine Bedeutung] dieser Gruß [wohl] habe. Luk 1:30 Da sagte der Bote [zu] ihr: "Fürchte dich nicht, Mirjam; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Luk 1:31 Und siehe, du wirst empfangen, schwanger [werden] und [einen] Sohn gebären, und du sollst Ihm den Namen 'Jesus' geben. Luk 1:32 Dieser wird groß sein und 'Sohn des Höchsten' heißen; Gott [der] Herr wird Ihm den Thron Seines Vaters David geben. Luk 1:33 Über das Haus Jakobs wird Er für die Äonen König sein; und Seine Königsherrrschaft wird keinen Abschluß haben." Luk 1:34 Da sagte Mirjam zu dem Boten: "Wie soll dies [möglich] sein, weil ich [doch] keinen Mann kenne?" Luk 1:35 Darauf antwortete ihr der Bote: Heiliger Geist wird auf dich kommen, und [die] Kraft des Höchsten wird dich beschatten; darum wird auch das Heilig-Gezeugte 'Sohn Gottes' heißen. Luk 1:36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, auch sie hat [einen] Sohn in ihrem Greisen[alter] empfangen, und dies ist der sechste Monat [für] sie, die [man] 'unfruchtbar' nennt; Luk 1:37 d[enn] bei Gott ist kein Ding unmöglich." Luk 1:38 Darauf sagte Mirjam: "Siehe, [ich bin] die Sklavin [des] Herrn; mir geschehe nach deinem Ausspruch." Dann schied der Bote von ihr. Luk 1:39 In j[en]en Tagen machte sich Mirjam auf [und] ging in Eile in das Berg[land] nach [einer] Stadt Judas. Luk 1:40 Dort trat sie in das Haus [des] Zacharias Luk 1:41 und [be]grüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib; Elisabeth wurde [mit] heiligem Geist [er]füllt Luk 1:42 und rief [mit] lauter Stimme aus: "Gesegnet [bis]t du unter [den] Frauen, und gesegnet [ist] die Frucht deines Leibes! Luk 1:43 Doch woher [wird] mir dieses [zuteil], daß die Mutter meines Herrn zu mit kommt? Luk 1:44 Denn siehe, als die Stimme deines Grußes in meine Ohren drang, hüpfte das Kind vor Wonne in meinem Leib. Luk 1:45 Glückselig [ist sie], die geglaubt hat; d[enn] das vo[m] Herrn [An]gesagte wird ihr vollends [zuteil] werden." Luk 1:46 Darauf sprach Mirjam: "Hoch erhebt meine Seele den Herrn, Luk 1:47 und mein Geist frohlockt über Gott, meinem Retter, Luk 1:48 weil Er auf die Niedrigkeit Seiner Sklavin geblickt hat! Denn siehe, von nun [an] werden mich alle Generationen glückselig [preis]en, Luk 1:49 weil der Mächtige Großes [an] mir getan hat. Luk 1:50 Heilig [ist] Sein Name, und Seine Barmherzigkeit [wird] von Generation zu Generation denen [zuteil, die] Ihn fürchten. Luk 1:51 Gewaltiges wirkt Er mit Seinem Arm; Er zerstreut Stolze [in der] Denkart ihres Herzens. Luk 1:52 Er stürzt Machthaber von [ihren] Thronen und erhöht Niedrige. Luk 1:53 Hungernde befriedigt Er [mit] Gutem, und Reiche schickt Er leer fort. Luk 1:54 Er hat Sich Israels, Seines Knechtes, angenommen, um [der] Barmherzigkeit zu gedenken, Luk 1:55 so wie Er zu unseren Vätern gesprochen hat, [zu] Abraham und seinem Samen für den Äon." Luk 1:56 Mirjam blieb etwa drei Monate bei ihr; danach kehrte sie in ihr Haus zurück. Luk 1:57 [Für] Elisabeth [er]füllte sich dann die Zeit ihrer Entbindung, und sie gebar [einen] Sohn. Luk 1:58 Sobald die Nachbarn und ihre Verwandten hörten, da[ß] der Herr Seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte, freuten sie sich mit ihr. Luk 1:59 [Als] sie [dann] am achten Tag kamen, um das Knäblein zu beschneiden, [wollten] sie es nach dem Namen seines Vaters Zacharias nennen. Luk 1:60 Doch seine Mutter antwortete: "Nein, er soll Johannes heißen!" Luk 1:61 Da sagten sie zu ihr: "Es ist niemand in deiner Verwandtschaft, der [mit] diesem Namen genannt wird." Luk 1:62 Und sie winkten seinem Vater zu, wie er ihn nennen Wolle. Luk 1:63 Der forderte [ein] Täfelchen und [schrieb] darauf: "Johannes ist sein Name!" Da erstaunten sie alle. Luk 1:64 Und auf [der] Stelle wurde sein Mund aufgetan und seine Zunge [gelöst]; er sprach und segnete Gott. Luk 1:65 Da ergriff Furcht alle um sie [her] Wohnenden, und im ganzen Berg[land] Judäas besprach man alle diese Dinge. Luk 1:66 Alle, die [davon] hörten, nahmen [es] sich zu Herzen und sagten: "Was wird wohl [aus] diesem Knäblein werden?" Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Luk 1:67 Und Zacharias, sein Vater, wurde [mit] heiligem Geist [er]füllt und [red]ete prophetisch: Luk 1:68 "Gesegnet [sei der] Herr, der Gott Israels, weil Er sein Volk aufsucht, Luk 1:69 [ihm] Erlösung verschafft und uns [ein] Horn [der] Rettung im Hause Davids, Seines Knechtes, aufrichtet, Luk 1:70 so wie Er durch [den] Mund Seiner heiligen Propheten gesprochen hat, die [vom] Äon [an waren]. Luk 1:71 Rettung von unseren Feinden und [Bergung] aus der Hand aller, die uns hassen; Luk 1:72 um Barmherzigkeit an unseren Vätern zu erweisen und Seines heiligen Bundes zu gedenken Luk 1:73 [und des] Eides, den Er Abraham, unserem Vater, geschworen hat; uns zu geben, Luk 1:74 [daß wir] aus [der] Hand unserer Feinde geborgen werden [und] Ihm furchtlos Gottesdienst darzubringen Luk 1:75 in huld[voller Heiligkeit] und Gerechtigkeit vor Seinen Augen alle unsere Tage. Luk 1:76 Du aber, Knäblein, wirst Prophet [des] Höchsten heißen; denn du wirst vor den Augen des Herrn hergehen, um Seine Wege zu bereiten Luk 1:77 [und] Seinem Volk Erkenntnis [der] Rettung durch [die] Erlassung ihrer Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) zu geben, Luk 1:78 um [der] innigsten Barmherzigkeit unseres Gottes willen, mit der uns [der] Aufgang aus der Höhe aufsucht, Luk 1:79 um denen zu erscheinen, [die] in Finsternis und Todesschatten sitzen, [und] unsere Füße auf [den] Weg [des] Friedens zu richten." Luk 1:80 Das Knäblein aber wuchs [heran] und wurde standhaft [im] Geist. Bis [zum] Tag seines Auftretens vor Israel war [Johannes] in der Wildnis. Luk 2:1 * In jenen Tagen geschah es, [daß vom] Kaiser Augustus [ein] Erlaß ausging, die gesamte Wohnerde [zur Schätzung] einzutragen. Luk 2:2 Diese erste Eintragung wurde [vorgenommen, als] Quirinus [als kaiserlicher Legat in] Syrien regierte. Luk 2:3 Da zogen alle [in ihre Heimat], um sich [dort] eintragen zu lassen, [ein] jeder in seiner Stadt. Luk 2:4 So zog auch Joseph von Galiläa aus [der] Stadt Nazareth nach Judäa hinauf, in [die] Stadt Davids, die Bethlehem heißt (weil er aus [dem] Haus und [der] Familie Davids war), Luk 2:5 um sich mit Mirjam, der ihm verlobten Frau, eintragen zu lassen; [sie] war guter Hoffnung. Luk 2:6 Während sie dort waren, [er]füllten sich dann die Tage ihrer Entbindung, Luk 2:7 und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, wickelte Ihn in Windeln und legte Ihn in [eine] Krippe, weil in der Ausspannung [sonst] kein Platz [für] sie war. Luk 2:8 In derselben Gegend waren Hirten [bei den] Feldhürden und bewachten [in] Nachtwachen ihre Herde. Luk 2:9 Und siehe, [ein] Bote des Herrn trat zu ihnen, und [die] Herrlichkeit Gottes umstrahlte sie; [da] fürchteten sie sich, und [ihre] Furcht [war] groß. Luk 2:10 Der Bote sagte [zu] ihnen: "Fürchtet euch nicht; denn siehe, ich [verkündi]ge euch [eine] große:Freudenbotschaft, die [für] das gesamte Volk sein wird: Luk 2:11 Euch ist heute [der] Retter geboren, welcher Christus [der] Herr ist, in [der] Stadt Davids. 12. Luk 2:12 Und dieses [sei für] euch das Zeichen: Ihr werdet [ein] Kind finden, [das] in Windeln gewickelt [ist] und in [einer] Krippe liegt." 13. Luk 2:13 Unversehens befand sich bei dem Boten [eine] Menge [der] himmlischen Heer[schar, die] lobten Gott und sagten: Luk 2:14 "Verherrlichung [sei] Gott in[mitten der] Höchsten und auf Erden Friede in [den] Menschen [des] Wohlgefallens!" Luk 2:15 Als die Boten von ihnen [fort und] in den Himmel gegangen waren, sprachen die Hirten zueinander: "[Auf] jeden Fall sollten wir [nach] Bethlehem hinübergehen und sehen, [was dort] geschehen [ist] - diese Dinge, die der Herr und bekanntgemacht hat." Luk 2:16 So gingen sie eilends [hin] und fanden Mirjam wie auch Joseph mit dem Kind, [das] in der Krippe lag. Luk 2:17 Als [sie es] gesehen hatten, machten sie den Ausspruch bekannt, den [man zu] ihnen über dieses Knäblein gesagt hatte. Luk 2:18 Alle, die [es] hörten, waren erstaunt über das, [was] die Hirten zu ihnen sprachen. Luk 2:19 Mirjam aber bewahrte alle diese Reden [und] durchdachte [sie] in ihrem Herzen. Luk 2:20 Dann kehrten die Hirten [wieder] zurück [und] verherrlichten und lobten Gott für alles, [was] sie gehört und gewahrt hatten, wie es zu ihnen gesprochen war. Luk 2:21 Als [die] acht Tage zu seiner Beschneidung [er]füllt waren, gab man Ihm auch den Namen 'Jesus', [wie Er schon] von dem Boten genannt worden war, [be]vor Er im [Mutter]leib empfangen wurde. Luk 2:22 Als dann die [vierzig] Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz [des] Mose [er]füllt waren, brachten sie Ihn nach Jerusalem hinauf, um [Ihn] dem Herrn darzustellen, Luk 2:23 [so] wie i[m] Gesetz [des] Herrn geschrieben steht: Jeder Männliche, [der den] Mutter[leib] auftut, soll dem Herrn geheiligt heißen. Luk 2:24 Auch [wollten sie] das im Gesetz [des] Herrn vorgeschriebene Opfer bringen: [ein] Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Luk 2:25 Und siehe, es war [ein] Mann namens Simeon in Jerusalem; dieser M[an]n [war] gerecht und ehrfürchtig, er schaute nach [dem] Zuspruch Israels aus, und heiliger Geist war auf ihm. Luk 2:26 Nun war ihm vom Geist, dem heiligen, Weisung ge[geb]en worden, [er solle den] Tod nicht gewahren, ehe er den Christus [des] Herrn gewahrt habe. Luk 2:27 Durch den Geist kam er in die Weihe[stät]te; und als die Eltern [ihr] Knäblein Jesus hereinbrachten, um für Ihn nach der gewohnten [Vorschrift] des Gesetzes zu verfahren, Luk 2:28 nahm auch er es in seine Arme, segnete Gott und sprach: Luk 2:29 "Nun, [mein] Eigner (Bezeichnung für: Gott, Jesus, oder irdische Herren), entläßt Du Deinen Sklaven Deinem Ausspruch gemäß in Frieden; Luk 2:30 d[enn] meine Augen gewahren Deine Rettung, Luk 2:31 die Du vor [dem] Angesicht aller Völker bereitet hast, Luk 2:32 [ein] Licht zu[r] Enthüllung [für die] Nationen und [zur] Herrlichkeit [für] Dein Volk Israel." Luk 2:33 Sein Vater und [Seine] Mutter waren [voller] Staunen über das, [was da] von Ihm gesagt [wurde]. Luk 2:34 Simeon aber segnete sie und sagte zu Mirjam, Seiner Mutter: "Siehe, dieser ist gesetzt zu[m] Fall und [zum] Aufstehen vieler in Israel und zu [einem] Zeichen, [dem] widersprochen wird. Luk 2:35 (Aber auch durch deine Seele wird [eine] Klinge dringen). Damit sollen aus vielen Herzen [die] Erwägungen erfüllt werden." Luk 2:36 Auch [die] Prophetin Hanna war [da, eine] Tochter Phanuels aus [dem] Stamm Asser. Diese, an Tagen weit vorgeschritten, hatte seit ihrer Jungfrauschaft [nur] sieben Jahre mit [ihrem] Mann gelebt. Luk 2:37 Sie [war jetzt] eine Witwe [von] etwa vier[und]achtzig Jahren, die sich nicht von der Weihe[stät]te entfernte. Nacht und Tag [unter] Fasten und Flehen Gottesdienst darbringend. Luk 2:38 [Zur] selben Stunde trat auch sie [her]zu, huldigte Gott und sprach von Ihm [zu] allen, die in Jerusalem nach [der] Erlösung ausschauten. Luk 2:39 Als sie alles nach dem Gesetz [des] Herrn vollendet hatten, kehrten sie nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth zurück. Luk 2:40 Das Knäblein aber wuchs [heran] und wurde standhaft [im] Geist, [mit] Weisheit erfüllt, und [die] Gnade Gottes war auf Ihm. Luk 2:41 Seine Eltern gingen nun jährlich [zu]m Passahfest nach Jerusalem. Luk 2:42 Als Er zwölf Jahre [alt] war, zogen sie wieder nach Jerusalem [zu]m Fest hinauf, wie [es ihre] Gewohnheit [war]. Luk 2:43 Doch [als] sie [sich nach] Abschluß der Tage auf den Rückweg [mach]ten, blieb der Knabe in Jerusalem zurück. Seinen Eltern war [das] aber nicht bekannt. Luk 2:44 Da sie meinten, Er sei bei der Karawane, zogen sie [eine] Tagesreise [weit mit] und suchten unter den Verwandten und Bekannten nach Ihm. Luk 2:45 Als [sie] Ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück [und] suchten [dort] nach Ihm. Luk 2:46 Nach drei Tagen fanden sie Ihn in der Weihe[stät]te; [Er] saß inmitten der Lehrer, hörte ihnen zu und [stellte] Fragen [an] sie. Luk 2:47 Alle aber, die Ihn hörten, waren über [Sein] Verständnis und Seine Antworten außer sich [vor Staunen]. Luk 2:48 Als [Seine Eltern] Ihn gewahrten, verwunderten sie sich [darüber] und Seine Mutter sagte zu Ihm: "Kind, warum hast Du uns so [etwas an]getan? Siehe, Dein Vater und ich [hab]en Dich [mit] Schmerzen [ge]sucht!" Luk 2:49 Da sagte Er zu ihnen: "Warum [hab]t ihr Mich d[enn] gesucht? Wußtet ihr nicht, da[ß] Ich in den [Dingen] Meines Vaters [erfahren] sein muß?" Luk 2:50 Aber sie verstanden [diese] Rede nicht, die Er [zu] ihnen sprach. Luk 2:51 Dann zog Er mit ihnen hinab, kam nach Nazareth und ordnete Sich ihnen unter. Seine Mutter [aber] bewahrte alle diese Reden sorgfältig und durchdachte [sie] in ihrem Herzen. Luk 2:52 Und Jesus [mach]te Fortschritte in der Weisheit, bis [Er] voll erwachsen [war], auch [in der] Gnade bei Gott und [den] Menschen. Luk 3:1 * I[m] fünfzehnten Jahr der Regierung [des] Kaisers Tiberius, [als] Pontius Pilatus [als Prokurator in] Judäa regierte und Herodes Vierfürst [von] Galiläa war (sein Bruder Phililppus Vierfürst der Land[schaft] Ituräa und Trachonitis, und Lysanias Vierfürst [von] Abilene, Luk 3:2 unter [den] Hohenpriestern Hannas und Kaiphas), [da] erging [der] Ausspruch Gottes an Johannes, den Sohn [des] Zacharias, in der Wildnis. Luk 3:3 [Daraufhin] zog er durch die gesamte Gegend um den Jordan und heroldete [die] Taufe [der] Umsinnung zu[r] Erlassung [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen), Luk 3:4 wie in [der] Rolle [der] Worte des Propheten Jesaia geschrieben steht: Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis bereitet den Weg des Herrn! Machet Seine Straßen gerade! Luk 3:5 Jede Schlucht soll ausgefüllt und jeder Berg und Hügel soll erniedrigt werden, die krummen Wege sollen zu geraden und die rauhen zu glatten Wegen werden. Luk 3:6 Und alles Fleisch wird die Rettung Gottes sehen! Luk 3:7 Es sagte daher [zu] den Scharen, [die] hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen: "Otternbrut! Wer hat euch [zu] verstehen [gegeb]en, vor dem zukünftigen Zorn fliehen zu [können]? Luk 3:8 Bringt daher Frucht, würdig der Umsinnung! Auch fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham [zum] Vater. - Denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken. Luk 3:9 Die Axt aber liegt schon an der Wurzel der Bäume. Daher wird jeder Baum, [der] nicht edle Frucht trägt, umgehauen und ins Feuer geworfen." Luk 3:10 Da fragte ihn die Volksmenge: Luk 3:11 "Was sollen wir nun tun?" Er antwortete ihnen: "[Wer] zwei Untergewänder hat, teile mit dem, [der] keines hat; und [wer] Speisen hat, tue gleicher Weise!" Luk 3:12 Dann kamen Zöllner, um sich taufen zu lassen; auch sie sagten zu ihm: "Lehrer, was sollen wir tun?" Luk 3:13 Er antwortete ihnen: "Fordert nicht mehr ein, als euch verordnet [ist]!" Luk 3:14 Es fragten ihn aber auch [einige] Kriegsknechte: "Und was sollen wir tun?" Da antwortete er ihnen: "Ihr sollt niemand ängstigen noch erpressen, und laßt euch [an] euren Kostrationen genügen!" Luk 3:15 Als das Volk [sich] über Johannes Hoff[nungen mach]te und alle in ihren Herzen erwogen, ob nicht er der Christus sei, Luk 3:16 nahm Johannes [das] Wort [und] sagte [ihnen] allen: "Ich zwar taufe euch [in] Wasser; es kommt aber [einer], der [ist] stärker [als] ich; [und] ich bin nicht [würdig] genug; [Ihm] die Riemen Seiner Sandalen zu lösen; Er wird euch in heiligem Geist und Feuer taufen. Luk 3:17 Er [hat] die Worfschaufel in Seiner Hand und wird Seine Tenne säubern und das Getreide in Seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird Er [mit] unauslöschlichem Feuer verbrennen." Luk 3:18 Auch [in] anderer Weise sprach er nun dem Volk viel[fach] zu [und verkündi]gte [das] Evangelium. Luk 3:19 Der Vierfürst Herodes aber, [der] von ihm wegen Herodias, der Frau seines Bruders Phililppus, und wegen alles Bösen, das Herodes verübt hatte, überführt worden [war], Luk 3:20 fügte zu allem noch dies hinzu; er [ließ] Johannes ins Gefängnis einschließen. Luk 3:21 Als das Volk sämtlich getauft war [und] auch Jesus getauft wurde und betete, geschah es, [daß] sich der Himmel auftat und der Geist, Luk 3:22 der heilige, körperlich wie [eine] Taube aussehend, auf Ihn herabstieg. Da ertönte [eine] Stimme aus [dem] Himmel: "Du bist Mein geliebter Sohn, an Dir habe Ich Mein Wohlgefallen!" Luk 3:23 Als Jesus [Sein Wirken] begann, war er Selbst etwa dreißig Jahre [alt und] war nach [dem] Gesetz [der] Sohn [des] Joseph, Luk 3:24 des Heli, des Matthat, des Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph, des Mattathias Luk 3:25 des Amos, des Nahum, des Elsi, Luk 3:26 des Naggai, des Maath, des Mattathias, des Semei, des Josech, des Joda, Luk 3:27 des Johannas, des Resa, des Serubabel, Luk 3:28 des Salathiel, des Neri, des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er, des Jesus, Luk 3:29 des Eliezer, des Jorim, des Matthat, Luk 3:30 des Levi, des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonam, des Eliakim, Luk 3:31 des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, Luk 3:32 des David, des Isai, des Obed, des Boas, des Salmon, Luk 3:33 des Nahasson, des Aminadab, des Admein, des Arni, des Esrom, des Phares, Luk 3:34 des Juda, des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Thara, des Nachor, Luk 3:35 des Seruch, des Regu, des Peleg, des Eber, des Sala, des Kainan, des Arphaxad, Luk 3:36 des Sem, des Noah, des Lamech, Luk 3:37 des Methusala, des Henoch, des Jared, des Maleleel, des Kainan, des Enos, Luk 3:38 des Seth, des Adam, Gottes. Luk 4:1 * Voll heiligen Geistes kehrte Jesus vom Jordan zurück und wurde vom Geist [für] vierzig Tage in die Wildnis geführt [und] vom Widerwirker versucht. Luk 4:2 In jenen Tagen aß Er gar nichts, und [bei] deren Abschluß hungerte Ihn zuletzt. Luk 4:3 Da sagte der Widerwirker [zu] Ihm: "Wenn Du Gottes Sohn bist, sage diesem Stein, daß er Brot werde." Luk 4:4 Jesus aber antwortete ihm: "Es steht geschrieben: Nicht von Brot allein wird der Mensch leben, sondern von jedem W[or]t Gottes." Luk 4:5 Danach führte der Widerwirker Ihn auf [einen] hohen Berg hinauf, zeigte Ihm in [der] Zeit [von einer] Sekunde alle Königreiche der Wohn[er]de und sagte [zu] Ihm: Luk 4:6 "Die Vollmacht [über] dieses alles und ihre Herrlichkeit werde ich Dir geben; d[enn] mir ist sie übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Luk 4:7 Wenn Du nun vor meinen Augen anbetest, wird alles Dein sein." Luk 4:8 Da antwortete Jesus ihm: "Geh [fort], hinter Mich, Satan; [denn] es steht geschrieben: [Den] Herrn, Deinen Gott, sollst du anbeteten und Ihm allein Gottesdienst darbringen." Luk 4:9 Auch führte [der Widerwirker] Ihn nach Jerusalem, stellte Ihn auf den Flügel der Weihe[stät]te und sagte [zu] Ihm: "Wenn Du Gottes Sohn bist, [so] wirf Dich von hier hinab! Luk 4:10 Denn es steht geschrieben: Seinen Boten wird Er Deinethalben gebieten, Dich zu behüten, Luk 4:11 und: Auf [ihren] Händen werden sie Dich aufheben, damit Du Deinen Fuß nicht an [einen] Stein stoßest." Luk 4:12 Jesus antwortete ihm: "Es ist [ausdrücklich] gesagt: Du sollst [den] Herrn, Deinen Gott, nicht [auf die] Probe [stelle]n!" Luk 4:13 Nach Abschluß all [dieser] Versuchung[en] entfernte sich der Widerwirker von Ihm bis [zu] gelegener [Zeit]. Luk 4:14 Jesus kehrte dann in der Kraft des Geistes nach Galiläa zurück, und [die] Kunde von Ihm ging in die ganze Umgegend aus; Luk 4:15 Er Selbst lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen verherrlicht. Luk 4:16 Er kam auch nach Nazareth, wo Er aufgewachsen war, und ging nach Seiner Gewohnheit am Tag der Sabbate in die Synagoge. Luk 4:17 Dort stand Er auf, um [vor]zulesen, und man reichte Ihm [die] Rolle des Propheten Jesaia. Er öffnete die Rolle und fand die Stelle, wo geschrieben war: Luk 4:18 [Der] Geist [Meines] Herrn ist auf Mir, [wes]wegen Er Mich gesalbt hat, um [den] Armen Evangelium zu [verkündig]en; Er hat Mich [aus]ges[and]t, um zu heilen, die zerbrochenen Herzens [sind], um Gefangenen Erlassung zu herolden und Blinden [das] Augenlicht [zu geben], um Niedergebeugte mit Erlassung Luk 4:19 [fort]zuschicken [und ein wohl]annehmbares Jahr [des] Herrn zu herolden.... Luk 4:20 [Als Er] die Rolle zusammengerollt und dem untergebenen [Diener] wiedergegeben hatte, setzte Er Sich, und aller Augen in der Synagoge sahen unverwandt [auf] Ihn. Luk 4:21 Dann begann Er zu ihnen zu sagen: "Dieses Schrift[wort] ist heute in euren Ohren erfüllt!" Luk 4:22 Und staunend [gab]en Ihm alle Zeug[nis] über die Worte der Gnade, die aus Seinem Mund kamen, und man fragte: "Ist dieser nicht [der] Sohn Josephs?" Luk 4:23 Da sagte Er zu ihnen: "Zweifellos werdet ihr Mir dieses Gleichnis vorhalten: Arzt, kuriere dich selbst! Alles, was in Kapernaum geschah, [wie] wir hörten, [das] vollbringe auch hier in Deiner Vater[stadt]!" Luk 4:24 Weiter sagte Er: "Wahrlich, Ich sage euch: Kein Prophet ist [wohl]annehmbar in seiner Vater[stadt]. Luk 4:25 In Wahrheit aber sage Ich euch: In den Tagen [des] Elia, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate [ver]schlossen war [und] als [eine] große Hungersnot über das gesamte Land hereinbrach, gab es viele Witwen in Israel; Luk 4:26 und [doch] wurde Elia zu keiner [von] ihnen gesandt, außer zu [einer] Frau [in] Sarepta in Sidonien, [die] Witwe [war]. Luk 4:27 Und zur [Zeit] des Propheten Elisa gab es viele Aussätzige in Israel, und [doch] wurde keiner [von] ihnen gereinigt außer dem Syrer Naeman." Luk 4:28 Als [sie] dieses hörten, wurden alle in der Synagoge [mit] Grimm erfüllt; Luk 4:29 sie standen auf, trieben Ihn aus der Stadt hinaus und führten Ihn bis [zum] Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um Ihn [den] Abhang hinabzu[stürz]en. Luk 4:30 Er aber schritt mitten durch sie [hin]durch [und] zog [weiter]. Luk 4:31 Dann kam Er nach Kapernaum hinab, [einer] Stadt Galiläas, und lehrte sie an den Sabbaten. Luk 4:32 Dort verwunderten sie sich über Seine Lehre, da Sein Wort in Vollmacht war. Luk 4:33 In der Synagoge war [ein] Mann, [der den] Geist [eines] unreinen Dämons hatte; [d]er schrie [mit] lauter Stimme auf und sagte: Luk 4:34 "Ha! Was [ist zwichen] uns und Dir, Jesus, Nazarener! Bist Du gekommen, uns umzubringen? Ich weiß [von] Dir, wer Du bist: Der Heilige Gottes!" Luk 4:35 Jesus schalt ihn: "Verstumme und fahre von ihm aus!" Da schleuderte der Dämon ihn mitten unter [sie und] fuhr von ihm aus, [ohne] ihm irgend etwas [zu] schaden. Luk 4:36 Heilige Scheu fiel auf alle, [so daß] sie sich [mit]einander besprachen und fragten: "Was [ist] dies [für ein] Wort? D[enn] mit Vollmacht und Kraft gebietet Er den unreinen Geistern, und sie fahren aus." Luk 4:37 Und [die] Kunde von ihm ging in jeden Ort der Umgegend [hin]aus. Luk 4:38 Jesus stand dann auf, [verließ] die Synagoge [und] ging in das Haus des Simon. [Die] Schwiegermutter des Simon aber war [von] hohem Fieber befallen, und man ersuchte Ihn, nach ihr [zu sehen]. Luk 4:39 [Her]zutretend [beugte] Er [Sich] über sie und schalt das Fieber. Da verließ das Fieber sie. Auf der Stelle stand sie auf [und be]diente sie. Luk 4:40 Als die Sonne unterging, führten alle, die Hinfällige [mit] mancherlei Krankheit hatten, [die]selben zu Ihm. Er aber, je[d]em einzelnen [von] ihnen die Hände auflegend, h[ei]lte sie. Luk 4:41 Und auch Dämonen fuhren von vielen aus; [die] schrien und riefen: "Du bist der Christus, der Sohn Gottes!" [Doch] Er schalt [sie] und ließ sie nicht sprechen weil sie wußten, [daß] Er der Christus war. Luk 4:42 Als [es] Tag wurde, trat er hinaus [und] ging an [eine] einsame Stätte. Die Scharen jedoch suchten Ihn, kamen bis [zu] Ihm und hielten Ihn auf, [damit Er] nicht von ihnen gehe. Luk 4:43 Er aber sagte zu ihnen: "Ich muß auch den anderen Städten das Königreich Gottes [als] Evangelium [verkündig]en; d[enn] dazu wurde Ich [aus]ges[and]t." Luk 4:44 Und [so] heroldete Er in den Synagogen Judäas. Luk 5:1 * Als Er Selbst dann am See Genezareth stand und die Volksmenge Ihn bedrängte, um das Wort Gottes zu hören, Luk 5:2 sah Er zwei Schiffe am [Ufer des] Sees liegen. Die Fischer [waren] aus ihnen gestiegen und spülten die Netze ab. Luk 5:3 Da stieg Er in eines der Schiffe, es war das des Simon, [und] ersuchte ihn, [ein] wenig vom Land [weg hin]auszufahren; dann setzte Er Sich [und] lehrte die Volksmenge vom Schiff [aus]. Luk 5:4 Als Er aufgehört hatte [zu] sprechen, sagte Er zu Simon: "Fahre [hin]aus [bis] auf die Tiefe und senkt eure Netze zu[m] Fang [hinab]." Luk 5:5 Da antwortete Ihm Simon: "Meister, [die] ganze Nacht [hin]durch haben wir uns gemüht [und doch] nichts bekommen; doch auf Dein W[or]t [hin] will ich die Netze [hinab]senken." Luk 5:6 Als [sie] dies getan hatten, schlossen ihre Netze [eine] große Menge Fische ein und zerrissen. Luk 5:7 Da winkten sie [ihren] Gefährten in dem anderen Schiff zu, [herüberzu]kommen [und bei] ihnen mit zuzugreifen. [Die] kamen auch, und sie füllten beide Schiffe, so daß sie überspült wurden. Luk 5:8 Als Simon Petrus [das] gewahrte, fiel er [vor] den Knien Jesu nieder [und] sagte: "Geh von mir [hin]aus, da ich [ein] sündiger (wörtl.: zielverfehlender) Mann bin, [o] Herr!" Luk 5:9 Denn heilige Scheu hatte ihn und alle, die bei ihm [waren], umfangen über den Fang der Fische, [bei] dem sie mit zugegriffen hatten, Luk 5:10 gleicherweise aber auch Jakobus und Johannes, [die] Söhne [des] Zebedäus, die Teilhaber des Simon waren. Doch Jesus sagte zu Simon: "Fürchte dich nicht! Von nun [an] wirst du Menschen lebendig fangen." Luk 5:11 [Dann] zogen sie die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten Ihm. Luk 5:12 Während Er in einer der Städte war, siehe, [da war dort ein] Mann voller Aussatz. Als [er] Jesus gewahrte, fiel er auf [sein] Angesicht [und] flehte Ihn an: "Herr, wenn Du willst, kannst du mich reinigen." Luk 5:13 [Da] streckte Er die Hand aus, rührte ihn an und sagte: "Ich will, sei gereinigt!" Und sofort ging der Aussatz von ihm. Luk 5:14 Dann wies Er ihn an, niemandem [etwas] zu sagen: "Sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, so wie Mose [es] anordnet, ihnen zum Zeugnis." Luk 5:15 Doch der Bericht über Ihn verbreitete sich um so mehr, und [eine] große Volksmenge kam zusammen, um [Ihn] zu hören und von ihren Gebrechen geh[ei]lt zu werden. Luk 5:16 Er aber entwich in die Wildnis und betete [dort]. Luk 5:17 An einem der Tage, als Er lehrte, saßen [dort] auch Pharisäer und Gesetzeslehrer, die aus jedem Dorf Galiläas, aus Judäa und Jerusalem gekommen waren; und [die] Kraft [des] Herrn war [da], um sie zu heilen. Luk 5:18 Und siehe, [da] brachten Männer auf [einem] Tragbett [einen] Mann, der gelähmt war, und [ver]suchten ihn hineinzubringen und vor Seinen Augen [nieder]zulegen. Luk 5:19 Als [sie] wegen der Volksmenge keine [Möglichkeit] fanden, [auf] welche [Art] sie ihn hineinbringen könnten, stiegen sie auf das Flachdach [und] ließen ihn samt dem Tragbett durch die Ziegel hinab in die Mitte vor Jesus. Luk 5:20 Ihren Glauben gewährend, sagte Er [zu] ihm: Mensch[enkind], deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind dir erlassen!" Luk 5:21 Nun begannen die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer zu folgern: "Wer ist dieser? Der redet [ja] Lästerungen! Wer kann Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) erlassen außer Gott allein?" Luk 5:22 Da Jesus ihre Erwägungen erkannte, antwortete Er ihnen: "Was folgert ihr in euren Herzen? Luk 5:23 Was ist leichter zu sagen: Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind dir erlassen, oder: Erhebe dich und wandle? Luk 5:24 Damit ihr aber wißt, da[ß] der Sohn des Menschen Vollmacht hat, auf Erden Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) zu erlassen" (sagte er [zu] dem Gelähmten): "Dir sage Ich: Erhebe dich, nimm dein Tragbett auf und gehe in dein Haus." Luk 5:25 Auf [der] Stelle stand [er] vor ihren Augen auf, nahm [das Bett], auf dem er gelegen hatte, [und] ging in sein Haus, Gott verherrlichend. Luk 5:26 Da [er]griff [sie] alle Verwunderung; sie verherrlichten Gott und sagten [mit] Furcht [er]füllt: "Wir haben heute Seltsames gewahrt." Luk 5:27 Danach ging Er [hin]aus und schaute [einen] Zöllner [mit] Namen Levi am Zollamt sitzen. Er sagte zu ihm: "Folge Mir [nach]!" Luk 5:28 [Da] verließ er alles, stand auf und folgte Ihm [nach]. Luk 5:29 Dann bereitete Levi Ihm [einen] großen Empfang in seinem Haus. Auch war [dort eine] große Schar [von] Zöllnern und anderen, die sich mit ihnen [zu Tisch] niederlegten. Luk 5:30 Die Pharisäer aber und ihre Schriftgelehrten murrten gegen Seine Jünger [und] sagten: "Weshalb eßt und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern (wörtl.: Zielverfehlern)?" Luk 5:31 [Da] antworte Jesus und sagte zu ihnen: "Nicht die Gesunden bedürfen [des] Arztes, sondern die [mit Krankheit] übel daran sind! Luk 5:32 Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu berufen, sondern Sünder (wörtl.: Zielverfehler) zur Umsinnung." Luk 5:33 Dann sagten sie zu Ihm: "Die Jünger [des] Johannes fasten häufig mit [vielen] Flehen; gleicherweise auch die der Pharisäer, die Deinen aber essen und trinken!" Luk 5:34 Jesus antwortete ihnen: "Ihr könnt [doch] nicht die Söhne des Brautgemachs [zum] Fasten anhalten, während der Bräutigam bei ihnen ist. Luk 5:35 Es werden aber Tage kommen, wenn der Bräutigam von ihnen genommen wird, in jenen Tagen werden sie dann fasten." Luk 5:36 Er sagte aber [ein] Gleichnis zu ihnen: "Niemand reißt von [einem] neuen Kleid [ein Stück als] Flicken [ab und] flickt [ihn] auf [ein] altes Kleid. Wenn aber doch, würde er das neue nur [zer]reißen, und der Flick[lapp]en vom neuen würde [mit] dem alten [Kleid doch] nicht übereinstimmen. Luk 5:37 Niemand tut jungen Wein in alte Schläuche. Wenn aber doch, wird der junge Wein die Schläuche bersten [lassen], so [daß] er vergossen wird und die Schläuche umkommen. Luk 5:38 Sondern jungen Wein soll man in neue Schläuche tun, und beide werden erhalten [bleiben]. Luk 5:39 Niemand [der] alten [Wein] getrunken hat, will sofort [den] jungen; denn er sagt: der alte ist milder." Luk 6:1 * Als Er an [dem] zweiten Erstsabbat durch die Saaten ging, geschah es, daß Seine Jünger Ähren abrupften, [sie mit] Händen zerrieben und [davon] aßen. Luk 6:2 Da sagten einige der Pharisäer [zu] ihnen: "Warum tut ihr [etwas], das an Sabbaten nicht zu tun erlaubt ist?" Luk 6:3 Da antwortete ihnen Jesus: "Habt ihr denn d[a]s nicht gelesen, [was] David damals tat, als er hungrig war, er [selbst] und die bei ihm waren, Luk 6:4 wie er in das Haus Gottes einging und die Schaubrote nahm, aß, und auch denen gab, [die] bei ihm [waren], die zu essen nicht erlaubt ist außer den Priestern allein?" Luk 6:5 Weiter sagte Er [zu] ihnen: "Der Sohn des Menschen ist auch Herr [über] den Sabbat." Luk 6:6 An [einem] anderen Sabbat ging Er in die Synagoge und lehrte. Dort war [ein] Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Luk 6:7 Die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer beobachteten Ihn nun scharf, ob Er am Sabbat heilen [würde], damit sie [eine] Anklage gegen Ihn fänden. Luk 6:8 Er aber wußte [um] ihre Erwägungen und sagte [zu] dem Mann, der die verdorrte Hand hatte: "Erhebe dich und stelle dich in die Mitte!" Da stand er auf und stellte sich [hin]. Luk 6:9 Und zu ihnen sagte Jesus: "Ich will euch [etwas] fragen: Ist es erlaubt, am Sabbat Gutes zu tun oder Übles zu tun, [eine] Seele zu retten oder [sie] umzubringen?" Luk 6:10 [Dann] blickte Er sie alle [rings]umher [an] und sagte [zu] dem Menschen: "Strecke deine Hand aus!" Da tat er [es], und seine Hand war wiederhergestellt, [gesund] wie die andere. Luk 6:11 Sie aber waren [mit] Unvernunft erfüllt und besprachen [sich mit]einander, was sie Jesus antun könnten. Luk 6:12 In diesen Tagen geschah es, [daß] Er auf [einen] Berg ging, um zu beten; und Er wachte [die] Nacht hindurch im Gebet [zu] Gott. Luk 6:13 Als es Tag wurde, rief Er Seine Jünger herbei und wählte aus ihnen zwölf, die Er auch Apostel nannte: Luk 6:14 Simon, den Er Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Phililppus und Bartholomäus, Luk 6:15 Matthäus und Thomas, Jakobus den [Sohn] des Alphäus, und Simon der [auch] 'Eiferer' heißt, Luk 6:16 Judas, [den Sohn des] Jakobus und Judas Iskariot, der dann [zum] Verräter wurde. Luk 6:17 Als [Er] mit ihnen [wieder] herabgestiegen war, stellte Er Sich auf [einen] ebenen Platz und [mit Ihm eine] große Schar Seiner Jünger sowie eine zahlreiche Volksmenge aus dem gesamten Judäa, aus Jerusalem, aus Tyrus und Sidon am Salzmeer. Luk 6:18 Die waren gekommen, um Ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden. Auch die von unreinen Geistern sehr Belästigten wurden geheilt. Luk 6:19 Und jeder [in] der Volksmenge suchte Ihn anzurühren, da [eine] Kraft von Ihm ausging und Er alle heilte. Luk 6:20 Da hob Er Seine Augen auf [zu] Seinen Jüngern hin [und] sagte: "Glückselig [im Geist seid ihr] Armen; d[enn] euer ist das Königreich Gottes. Luk 6:21 Glückselig, die [ihr] nun hungrig seid; d[enn] ihr sollt gesättigt werden. Glückselig, die [ihr] nun jammert; d[enn] ihr werdet lachen. Luk 6:22 Glückselig seid ihr wenn die Menschen euch hassen, wenn sie euch absondern, schmähen und euren Namen wegen des Sohnes des Menschen als böse [ver]werfen sollten. Luk 6:23 Freut euch an jenem Tag und hüpft [vor Wonne]; denn siehe, euer Lohn im Himmel [ist] groß; denn in derselben [Weise] handelten ihre Väter [an] den Propheten. Luk 6:24 Indessen, wehe euch Reichen; d[enn] ihr habt euren Zuspruch vorweg[genommen]! Luk 6:25 Wehe euch, die [ihr] nun befriedigt [seid]; d[enn] ihr werdet hungern! Wehe euch, die [ihr] nun lacht; d[enn] ihr werdet trauern und jammern! Luk 6:26 Wehe, wenn alle Menschen schön [von] euch reden; denn in derselben [Weise] handelten ihre Väter [an] den falschen Propheten! Luk 6:27 Euch jedoch, die [Mich] hören, sage Ich: Liebet eure Feinde, handelt edel [an] denen, [die] euch hassen! Luk 6:28 Segnet, die euch verfluchen, betet für die, [die] euch verunglimpfen! Luk 6:29 [Wer] dich auf die [eine] Wange schlägt, dem biete auch die andere [dar]; und dem, [der] dein Obergewand nimmt, verwehre auch dein Untergewand nicht! Luk 6:30 Jedem der dich bittet, gib; und von dem, [der] dir das Deine nimmt, fordere [es] nicht [zurück]! Luk 6:31 Und so wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun sollen, gleicherweise tut auch ihr ihnen! Luk 6:32 Wenn ihr [nur] die liebt, [die] euch lieben, welchen Dank habt ihr [zu erwarten]? Denn auch die Sünder (wörtl.: Zielverfehler) lieben die, [welche] ihnen Liebe [erweise]n. Luk 6:33 Wenn ihr [nur] denen Gutes tut, [die] euch Gutes tun, welchen Dank habt ihr [zu erwarten]? Denn das gleiche tun auch die Sünder (wörtl.: Zielverfehler). Luk 6:34 Wenn ihr [denen] leiht, von denen ihr erwartet, [es] wiederzuerhalten, welchen Dank habt ihr [zu erwarten]? Denn auch Sünder (wörtl.: Zielverfehler) leihen [den] Sündern (wörtl.: Zielverfehlern), damit sie ebensoviel wiederhalten. Luk 6:35 Indessen, liebet eure Feinde, tut Gutes und leiht [aus, ohne] irgend etwas davon [zurückzu]erwarten! Euer Lohn in den Himmeln wird groß sein, und ihr werdet Söhne [des] Höchsten sein; d[enn] Er ist gütig [auch] gegen die Undankbaren und Bösen. Luk 6:36 Werdet daher mitleidig, so wie auch eurer Vater mitleidig ist! Luk 6:37 Richtet nicht, und [auch] ihr werdet keinesfalls gerichtet werden! Sprecht nicht schuldig, und [auch] ihr werdet keinesfalls schuldig gesprochen werden! Laßt frei, und [auch] ihr werdet freigelassen werden! Luk 6:38 Gebt, und [auch] euch wird gegeben werden! [Ein] trefflich vollgedrücktes, ja [ein] gerütteltes und überlaufendes Maß wird man euch in den Schoß geben; denn [mit] demselben Maß, [mit] dem ihr meßt, wird man euch wiedermessen." Luk 6:39 Er sagte ihnen aber auch [ein] Gleichnis: "Kann etwa [ein] Blinder [einen] Blinden leiten? Werden sie nicht beide in [die] Grube fallen? Luk 6:40 [Ein] Jünger steht nicht über Seinem Lehrer; [recht] zubereitet, wird jeder nur wie sein Lehrer sein. Luk 6:41 Wieso [er]blickst du denn das Spänlein in deines Bruders Auge, bedenkst aber nicht den Balken im eigenen Auge? Luk 6:42 Wie kannst du [zu] deinem Bruder sagen: Bruder, laß mich das Spänlein in deinem Auge herausholen - [während du] selbst den Balken in deinem Auge nicht [er]blickst? [Du] Heuchler! Hole [zu]erst den Balken aus deinem Auge heraus, dann wirst du scharf [genug] blicken, um das Spänlein in deines Bruders Auge herauszuholen. Luk 6:43 Denn es ist kein edler Baum, [der] faule Früchte trägt; wieder[um] trägt auch [ein] fauler Baum keine edle Frucht. Luk 6:44 Denn je[d]en Baum [er]kennt man an [seiner] eigenen Frucht; denn man liest keine Feigen von Dornen, noch pflückt man Weinbeeren vo[m] Dornbusch. Luk 6:45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens Gutes hervor, während der böse Mensch aus dem bösen Schatz seines Herzens Böses hervorbringt; denn aus [der] Überfülle [des] Herzens spricht sein Mund. Luk 6:46 Was nennt ihr Mich 'Herr, Herr' und tut nicht, [was] Ich [euch] sage? Luk 6:47 .Jeder der zu Mir kommt und Meine Worte hört und sie tut - Ich will euch [ein] Beispiel [geben, mit] wem er [zu ver]gleichen ist: Luk 6:48 Er gleicht [einem] M[an]n, der [ein] Haus bauen [will] und [aus]schachtet, vertieft und [die] Grund[mauer] auf den Felsen legt. Wenn Hochwasser kommt, stößt [zwar] der Strom gegen jenes Haus, vermag es jedoch nicht zu erschüttern, weil es trefflich gebaut worden ist. Luk 6:49 [Wer] aber [Meine Worte] hört und nicht [danach] tut, gleicht [einem] M[an]n, [der ein] Haus ohne Grund[mauer] auf [ebener] Erde baut. [Wenn] der Strom [da]gegen stößt, fällt es sogleich zusammen, und groß wird der Einsturz jenes Hauses sein." Luk 7:1 * Als Er nun alle Seine Reden vor den Ohren des Volkes beendet hatte, kam Er nach Kapernaum hinein. Luk 7:2 Dort war [der] schwerkranke Sklave [eines] gewissen Hauptmanns (der [von] ihm wert[geacht]et war) im Begriff zu verscheiden. Luk 7:3 Da [der Hauptmann] von Jesus gehört hatte, schickte er Älteste der Juden zu Ihm, [um] Ihn [zu] ersuchen, damit Er komme, seinen Sklaven [zu] retten. Luk 7:4 Als sie zu Jesus kamen, sprachen sie Ihm eindringlich zu [und] sagten [zu] Ihm: "Er ist [es] wert, [daß] Du [ihm] dies gewährst; Luk 7:5 denn er liebt unsere Nation, und er hat uns die Synagoge gebaut." Luk 7:6 Da ging Jesus mit ihnen. Bereits als er nicht [mehr] weit von dem Haus [ent]fernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu Ihm [und ließ] Ihm sagen: "Herr, bemühe Dich nicht; denn ich bin nicht [würdig] genug, daß Du hereinkommst - unter mein Dach. Luk 7:7 Darum habe ich mich auch nicht [für] würdig ge[ach]tet, selbst zu dir zu kommen; sondern sprich [nur ein] Wort, und mein Knabe wird geheilt sein. Luk 7:8 Denn ich bin [ein meiner] Obrigkeit untergeordneter Mensch, [ich] habe selbst Krieger unter mir, und [wenn] ich [zu] diesem sage: Geh!, so geht er, und [zu dem] anderen: Komm!, so kommt er, und [zu] meinem Sklaven: Tu dies!, so tut er [es]." Luk 7:9 Als Jesus dies hörte, erstaunte Er [über] ihn. Und Sich [zu] der Volksmenge wendend, [die] ihm [nach]folgte sagte Er: "Ich sage euch: Nicht einmal in Israel fand Ich so viel Glauben." Luk 7:10 Als die [Ab]gesandten in das Haus zurückkehrten, fanden sie den hinfälligen Sklaven gesund. Luk 7:11 Am nächsten Tag ging Er in [eine] Stadt, [die] Nain heißt; und mit Ihm zog [eine] beträchtliche [Zahl] Seiner Jünger und [eine] große Volksmenge. Luk 7:12 Und siehe, als Er sich dem Stadttor näherte, wurde [ein] Verstorbener, [der] einzige Sohn seiner Mutter, herausgetragen. Sie war Witwe, und [eine] beträchtliche Volksmenge [aus] der Stadt war bei ihr. Luk 7:13 Als der Herr sie gewahrte, jammerte sie Ihn, und Er sagte [zu] ihr: "Schluchze nicht!" Luk 7:14 [Dann] trat Er [hin]zu und rührte die Bahre an; die Träger standen [still], und Er sprach: "Jüngling, Ich sage dir: Erhebe dich!" Luk 7:15 Da setzte sich der Tote auf und fing an zu sprechen; und Er gab ihn seiner Mutter wieder. Luk 7:16 Furcht [er]griff sie alle, und sie verherrlichten Gott und sagten: "[Ein] großer Prophet ist unter uns erweckt worden!" und: "Gott hat Sein Volk aufgesucht!" Luk 7:17 Dieser Bericht über Ihn ging in ganz Judäa und in der gesamten Umgegend aus. Luk 7:18 Auch [dem] Johannes berichteten dessen Jünger über dies alles. Luk 7:19 Und gewisse zwei Seiner Jünger herzurufend, sandte Johannes [sie] zu Jesus [und ließ Ihn] fragen: "Bist Du der Kommende, oder sollen wir [auf einen] anderen hoffen?" Luk 7:20 Als die Männer zu Ihm kamen, sagten sie: "Johannes der Täufer schickt uns zu Dir [und läßt] fragen: Bist Du der Kommende, oder sollen wir [auf einen] anderen hoffen?" Luk 7:21 In jener Stunde h[ei]lte Er viele von Krankheiten, Geißeln und bösen Geistern, und viele Blinden [gewähr]te Er [in] Gnaden das S[ehvermög]en. Luk 7:22 Daher antwortete Jesus ihnen: "Geht [hin und] berichtet Johannes, [was] ihr gewahrt und hört: Blinde werden s[eh]end, Lahme wandeln, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote erwachen, und Armen wird Evangelium [verkündig]t. Luk 7:23 Glückselig ist, [wer] keinen Anstoß an Mir [nimm]t." Luk 7:24 Als die Boten [des] Johannes gegangen waren, begann Er zu der Volksmenge über Johannes zu sprechen: "Wozu zogt ihr [damals] in die Wildnis hinaus? Um [ein] vo[m] Wind gerütteltes Rohr [an]zuschauen? Luk 7:25 Nein! Wozu zogt ihr hinaus? Um [einen] Menschen, angetan mit weichen Kleidern, zu gewahren? Siehe, die in herrlicher Kleidung Schwelgereien nachgehen, sind in den Königspalästen. Luk 7:26 Sondern wozu zogt ihr hinaus? Um [einen] Propheten zu gewahren? Ja, Ich sage euch: [Er war] weit mehr [als ein] Prophet! Luk 7:27 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, Ich schicke Meinen Boten vor Deinem Angesicht [her], der Deinen Weg vor Dir herrichten wird. Luk 7:28 Denn wahrlich, Ich sage euch: Unter [den von] Frauen Geborenen ist kein größerer Prophet [als] Johannes der Täufer. [Wer] aber kleiner [ist] - im Königreich Gottes ist er größer [als] er. Luk 7:29 Das gesamte Volk und die Zöllner, [die ihn] hörten, rechtfertigten Gott, [indem sie] sich [mit] der Taufe [des] Johannes taufen ließen. Luk 7:30 die Pharisäer und Gesetz[eskundig]en aber lehnten den Rat[schluß] Gottes für sich selbst ab, [indem sie] sich nicht von ihm taufen ließen. Luk 7:31 [Mit] wem soll Ich nun die Menschen dieser Generation vergleichen? Wem sind sie gleich? Luk 7:32 Sie sind gleich kleinen Kindern, die [am] Markt sitzen und einander [zu]rufen: Wir flöten euch, doch ihr tanzt nicht! Wir singen euch Totenlieder, doch ihr jammert nicht! - Luk 7:33 Denn [als] Johannes der Täufer kam [und] weder Brot aß noch Wein trank, da sagt[et] ihr: Er hat [einen] Dämon! Luk 7:34 [Nun] ist der Sohn des Menschen gekommen; [Er] ißt und trinkt, da sagt ihr: Siehe, [dieser] Mensch [ist ein] Fresser und Weinsäufer, [ein] Freund [der] Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler)! Luk 7:35 - Und [doch] ist die Weisheit durch all ihre Kinder gerechtfertigt worden." Luk 7:36 Aber einer der Pharisäer ersuchte Ihn, mit ihm [zu] essen; [da] ging Er in das Haus des Pharisäers und legte sich [zu Tisch]. Luk 7:37 Und siehe, [da war eine] Frau in der Stadt, die [eine] Sünderin (wörtl.: Zielverfehlerin) war. Als [sie] erfuhr, da[ß] Er Sich im Haus des Pharisäers niedergelegt [hatte], holte [sie ein] Alabaster[fläschchen mit] Würzöl Luk 7:38 und trat schluchzend [von] hinten an Jesu Füße [heran. Dann] fing sie an, Seine Füße [mit] Tränen zu benetzen, wischte [sie mit] ihrem Haupthaar [wieder] ab, küßte Seine Füße zärtlich und rieb [sie mit] dem Würzöl ein. Luk 7:39 Als der Pharisäer, der Ihn [ein]geladen hatte, [dies] gewahrte, sagte er bei sich: Wenn dieser ein Prophet wäre, hätte Er erkannt, wer und was für [eine] Frau [sie ist], die Ihn anrührt; d[enn] sie ist [eine] Sünderin (wörtl.: Zielverfehlerin). Luk 7:40 [Da] nahm Jesus [das] Wort und sagte zu Ihm: "Simon, Ich habe dir etwas zu sagen!" Der entgegnete: "Lehrer sprich!" Luk 7:41 "Ein [Geld]ausleiher hatte zwei Schuldner. Der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere fünfzig. Luk 7:42 [Weil] sie aber nichts hatten, um zu bezahlen, begnadigte er beide. Wer [von] ihnen wird ihn nun mehr lieben?" Luk 7:43 Simon antwortete: "Ich nehme an, [derjenige], dem er mehr Gnade [erwies]." Da sagte Er [zu] ihm: "Du hast richtig geurteilt." Luk 7:44 Und zu der Frau gewandt, erklärte Er dem Simon: "[Sieh]st du diese Frau [hier]? Ich kam in dein Haus, [und] du gabst [Mir] kein Wasser für Meine Füße, sie dagegen hat Meine Füße [mit] Tränen benetzt und [sie mit] ihrem Haar [wieder] abgewischt. Luk 7:45 Du gabst Mir keinen Kuß, sie aber [hat], seitdem Ich [hier] hereinkam, nicht abgelassen, Mir zärtlich die Füße zu küssen. Luk 7:46 Du riebst Mein Haupt nicht [mit] Öl ein, sie dagegen hat Mir die Füße [mit] Würzöl eingerieben. Luk 7:47 Mithin sage Ich dir: Ihre vielen Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [ihr] erlassen; d[enn] sie hat [Mir] viel Liebe [erwiese]n. [Wem] aber wenig erlassen wird, der [hat nur] wenig Liebe [erwiese]n." Luk 7:48 Dann sagte Er [zu] ihr: "Deine Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sind [dir] erlassen!" Luk 7:49 Da fingen die mit [zu Tisch] liegenden an, bei sich zu sagen: "Wer ist dieser, der auch Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) erläßt?" Luk 7:50 Er aber sagte zu der Frau: "Dein Glaube hat dich gerettet, geh [hin] in Frieden!" Luk 8:1 * In der Folge durchwanderte Er [Stadt] um Stadt und [Dorf um] Dorf, heroldete das Königreich Gottes und [verkündig]te [es als] Evangelium. Mit Ihm [waren] die Zwölf, Luk 8:2 sowie einige Frauen, die von bösen Geistern und Gebrechen geh[ei]lt worden waren: Maria, die Magdalenerin genannt wird, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Luk 8:3 Johanna, [die] Frau [des] Chusa, [eines] Verwalters [des] Herodes, sowie Susanna und viele andere, die Ihm mit ihrem Besitz dienten. Luk 8:4 Als [eine] große Volksmenge beisammen war (samt denen, [die] zu Ihm aus [jeder] Stadt herbeigekommen waren), sprach Er in [einem] Gleichnis; Luk 8:5 "Der Sä[mann] ging aus um sein Saatkorn zu säen. Und beim Säen fiel [etwas] an den Weg und wurde niedergetreten; und die Flügler des Himmels fraßen es. Luk 8:6 Anderes fiel auf den Felsen nieder; als [es] sproßte, verdorrte es, weil [es] keine Feuchtigkeit hatte. Luk 8:7 Wieder anderes fiel mitten unter die Dornen, und mit [empor]sprossend, erstickten es die Dornen. Luk 8:8 Anderes aber fiel auf gutes Land, sproßte und trug hundertfältig Frucht." [Nachdem Er] dies gesagt hatte, rief Er [aus: "Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre!" Luk 8:9 Da fragten Ihn Seine Jünger, was [die Bedeutung] dieses Gleichnisses sei. Luk 8:10 Er antwortete: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Königreichs Gottes zu [er]kennen, den übrigen aber [wird es] in Gleichnissen [gesagt], damit sie [seh]end nicht s[eh]en und hörend nicht verstehen. Luk 8:11 Dies nun ist das Gleichnis: Das Saat[korn] ist das Wort Gottes. Luk 8:12 Die am Weg sind, hören [es]; aber danach kommt der Widerwirker und nimmt das Wort aus ihrem Herzen, damit sie nicht glauben [und] gerettet werden. Luk 8:13 Die nun auf dem Felsen [sind solche], die das Wort [sogleich] mit Freuden annehmen, wenn sie [es] hören. Doch haben diese keine Wurzel; für [kurze] Frist glauben sie, und zu[m Zeit]punkt [der] Versuchung fallen sie ab. Luk 8:14 [Was] aber in die Dornen fällt, sind diese: sie hören [es], gehen [hin] und werden von Sorgen, Reichtum und Genüssen des Lebens erstickt und bringen nichts [zur] Reife. Luk 8:15 Das auf dem ausgezeichneten Land aber sind die, welche das Wort mit [einem] edlen und guten Herzen hören, [es] festhalten und mit Beharrlichkeit Frucht bringen. Luk 8:16 Niemand zündet [eine] Leuchte an [und] bedeckt sie [mit einem] Gefäß oder setzt [sie] unter [eine] Liege, sondern setzt [sie] auf [einen] Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht erblicken. Luk 8:17 Denn nichts ist verborgen, [was] nicht offenbar werden wird, noch [ist etwas] verhohlen, [was] nicht doch bekannt werden und an [die] Öffentlich[keit] kommen wird. Luk 8:18 Daher gebt Obacht, wie ihr hört! Denn [wer] hat, dem wird gegeben werden, und [wer] nichts hat, von ihm wird auch [das, was] er zu haben meint, genommen werden." Luk 8:19 Als Seine Mutter und Seine Geschwister zu Ihm kommen [wollten], konnten sie wegen der Volksmenge nicht [mit] Ihm zusammentreffen. Luk 8:20 Da berichtete man Ihm: "Deine Mutter und Deine Geschwister stehen draußen [und] wollen Dich sehen." Luk 8:21 Darauf antwortete Er ihnen: "Meine Mutter und Meine Geschwister sind die, die das Wort Gottes hören und tun!" Luk 8:22 Eines Tages geschah es, daß Er mit Seinen Jüngern in [ein] Schiff stieg und zu ihnen sagte: "Laßt uns zum jenseitigen [Ufer] des Sees hinüberfahren!" Und sie fuhren [hin]aus. Luk 8:23 Während sie segelten, schlief Er ein. Da fuhr [ein] Wirbelwind auf den See hernieder, [das Schiff] füllte sich mit [Wasser], und sie waren [in] Gefahr. Luk 8:24 Da traten sie herzu, weckten Ihn [und] sagten: "Meister, Meister, wir kommen um!" Und aufgewacht, schalt Er den Wind und die Brandung des Wassers. Da hörte [beides] auf, und es trat [große] Stille [ein]. Luk 8:25 Doch [zu] ihnen sagte Er: "Wo [ist] euer Glaube?" Sie aber fürchteten sich [und] sagten erstaunt zueinander: "Wer ist wohl dieser, weil Er auch den Winden und dem Wasser gebietet, und sie gehorchen Ihm." Luk 8:26 Dann fuhren sie weiter [bis] in die Gegend von Gergesa, die Galiläa gegenüber ist. Luk 8:27 Dort stieg Er an Land; [da kam] Ihm ein Mann aus der Stadt entgegen, der Dämonen hatte; seit geraumer Zeit hatte er keine Kleidung angezogen und [war] in keinem Haus geblieben, sondern [hatte sich] in den Gräbern [aufgehalten]. Luk 8:28 Als [er] Jesus gewahrte, fiel er aufschreiend [vor] Ihm nieder und rief [mit] lauter Stimme: "Was [ist zwischen] mir und Dir, Jesus, [Du] Sohn Gottes, des Höchsten? Ich flehe Dich an: quäle mich nicht!" Luk 8:29 Denn Er [hatte] dem unreinen Geist geboten, aus dem Mann auszufahren; denn [seit] längerer Zeit hatte [jen]er ihn gepackt. [Mit] Ketten und Fußschellen war er gebunden und verwahrt worden; doch die Fesseln zerreißend, wurde er von dem Dämon in die Wildnis getrieben. Luk 8:30 Jesus fragte ihn: "Was ist dein Name?" Da antwortete er: "Legion;" d[enn] es waren viele Dämonen in ihn gefahren. Luk 8:31 [Die] flehten Ihn an, damit Er ihnen nicht Gebiete, in den Abgrund zu gehen. Luk 8:32 Nun war dort an dem Berg [ein] beträchtlicher Auftrieb weidender Schweine. Und [die Dämonen] flehten Ihn an, daß Er ihnen gestatten möge, in dieselben zu fahren. Er gestattete [es] ihnen sofort. Luk 8:33 Da fuhren die Dämonen aus dem Menschen, fuhren in die Schweine, und der [gesamte] Auftrieb stürmte den Abhang hinab in den See und ertrank. Luk 8:34 Als [jene], die [sie] geweidet hatten, das Geschehen gewahrten, flohen sie und berichteten [es] in der Stadt und auf den Gehöften. Luk 8:35 Da gingen [die Leute hin]aus, um zu sehen, [was] geschehen war. Als sie zu Jesus kamen, fanden sie den Menschen, von dem die Dämonen ausgefahren waren, bekleidet und [ganz] vernünftig zu Jesu Füßen sitzen, und sie fürchteten sich. Luk 8:36 Die [es] ges[e]hen hatten, berichteten ihnen, wie der dämonisch Besessene gerettet worden war. Luk 8:37 Da ersuchte Ihn die gesamte [Volks]menge der Umgegend [von] Gergesa, von ihnen [fort]zugehen, weil sie [von] großer Furcht [be]drängt wurden. Als Er ins Schiff stieg, [um] um[zu]kehren, Luk 8:38 flehte der Mann, von dem die Dämonen ausgefahren waren, Ihn an, bei Ihm sein [zu dürfen]; Jesus entließ ihn jedoch [und] sagte: Luk 8:39 "Kehre in dein Haus zurück und erzähle all[es], was Gott [an] dir getan hat!" [Da] ging er hin und heroldete in der ganzen Stadt all[es], was Jesus [an] ihm getan hatte. Luk 8:40 Als Jesus zurückkehrte, [hieß] die Volksmenge Ihn willkommen; denn alle [wart]eten [auf] Ihn. Luk 8:41 Und siehe, [da] kam [ein] Mann namens Jairus, der war Synagogenvorsteher; [dieser] fiel Jesus zu Füßen und sprach Ihm zu, in sein Haus zu kommen; Luk 8:42 d[enn] er hatte [eine] einzige Tochter [von] etwa zwölf Jahren, die [im] Sterben [lag]. Während Er nun hinging, erstickte Ihn die Volksmenge [fast]. Luk 8:43 [Dort] war auch [eine] Frau, die seit zwölf Jahren an Blutfluß [gelitten hatte]. Derer ganzer Lebens[unterhalt] war [an] Ärzte verausgabt worden, [doch] keiner hatte sie zu heilen vermocht. Luk 8:44 Von hinten herzukommend, rührte sie die Quaste Seines Obergewandes an, und auf [der] Stelle [kam] ihr Blutfluß [zum] Stehen. Luk 8:45 Da fragte Jesus: "Wer hat Mich angerührt?" Als alle [es] leugneten, sagte Petrus und die bei Ihm [waren]: "Meister, die Volksmenge [um]drängt und drückt Dich, und Du fragst: Wer hat Mich angerührt?" Luk 8:46 Jesus antwortete: "Jemand hat Mich angerührt; denn Ich spürte [die] von Mir ausgegangene Kraft." Luk 8:47 Als die Frau gewahrte, da[ß] sie nicht unbemerkt [geblieben] war, trat sie zitternd [hervor. Vor] Ihm niederfallend, berichtete sie angesichts der gesamte Volkes, aus welchem Grund sie Ihn angerührt hatte und wie sie auf der Stelle geheilt worden war. Luk 8:48 Da sagte Er [zu] Ihr: "Fasse Mut, Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; gehe [hin] in Frieden!" Luk 8:49 [Während] Er noch sprach, kam jemand aus [dem Haus] des Synagogenvorstehers [und] berichtete ihm: "Deine Tochter ist gestorben; bemühe den Lehrer nicht mehr!" Luk 8:50 Als Jesus [das] hörte, antwortete Er ihm: "Fürchte dich nicht, glaube nur, und sie wird gerettet werden." Luk 8:51 Als [Er] in das Haus kam, ließ Er niemand mit Sich eintreten außer Petrus, Jakobus und Johannes, sowie den Vater des Mädchens und die Mutter. Luk 8:52 Alle aber jammerten und wehklagten [um] sie. Er jedoch sagte: "Jammert nicht; denn sie ist nicht gestorben, sondern schlummert." Luk 8:53 Da verlachten sie Ihn, [weil] sie wußten da[ß] sie gestorben war. Luk 8:54 Er aber trieb alle hinaus, faßte ihre Hand und rief: Luk 8:55 "Mädchen erwache!" Und ihr Geist kehrte zurück, und sie stand auf [der] Stelle auf. Er ordnete nun an, [man möge] ihr zu essen geben. Luk 8:56 Ihre Eltern aber waren [vor Verwunderung] außer sich. Er wies sie jedoch an, niemandem zu sagen, [was] geschehen war. Luk 9:1 * Dann rief Er die zwölf Apostel zusammen [und] gab ihnen Kraft und Vollmacht über alle Dämonen, sowie Krankheiten zu h[ei]len. Luk 9:2 Dann beauftragte Er sie, das Königreich Gottes zu herolden und Hinfällige zu heilen. Luk 9:3 Er sagte zu ihnen: "Nehmt nichts auf den Weg [mit], weder Stab noch Bettelsack, weder Brot noch Silber, auch [sollt ihr] nicht zwei Untergewänder haben. Luk 9:4 Und in welches Haus ihr auch einkehrt, bleibt dort, bis ihr von dort [wieder hin]auszieht. Luk 9:5 Wo immer man euch nicht aufnimmt [da] geht aus jener Stadt [hin]aus [und] schüttelt auch den Staub von euren Füßen ab zu[m] Zeugnis gegen sie." Luk 9:6 So zogen sie aus [und] gingen von [Dorf] zu Dorf, [verkünde]ten [das] Evangelium und h[ei]lten überall. Luk 9:7 Alles, [was] durch Ihn geschah, hörte auch der Vierfürst Herodes und war betroffen [darüber], weil von etlichen behauptet wurde: Johannes ist von [den] Toten erwacht, Luk 9:8 von einigen aber: Elia ist erschienen, und [von] anderen: Irgendein Prophet der Altvordern ist auferstanden. Luk 9:9 Herodes aber sagte: "Johannes [ließ] ich [doch] enthaupten; wer ist nun der, von dem ich solches höre?" Und er suchte Ihn [zu] Gesicht zu [bekomm]en. Luk 9:10 Als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie Ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. [Da] nahm er sie beiseite und entwich in [eine] Stadt, [die] Bethsaida heißt, [um] für sich [allein zu sein]. Luk 9:11 Als die Volksmenge [das] erfuhr, folgte sie Ihm. Er [hieß] sie willkommen, sprach [zu] ihnen vom Königreich Gottes und heilte, die [der] Heilung bedurften. Luk 9:12 Als der Tag sich zu neigen begann, traten die Zwölf herzu und sagten [zu] Ihm: "Entlasse die Volksmenge damit sie in die Dörfer und Gehöfte ringsum[her] gehen, [dort] übernachten und Verpflegung finden; d[enn] wir sind hier an [einer] öden Stätte." Luk 9:13 Er aber sagte zu ihnen: "Gebt ihr ihnen zu essen!" Darauf berichteten sie [Ihm]: "Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, außer wir gehen [und] kaufen Speise für dieses gesamte Volk." Luk 9:14 Denn es waren etwa fünftausend Männer. Dann sagte Er zu Seinen Jüngern: "Laßt sie sich [in] Gruppen [von] etwa je fünfzig lagern." Luk 9:15 So ordneten sie [es an], und alle lagerten sich. Luk 9:16 Dann nahm Er die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, segnete und brach sie in Stücke und gab [sie] den Jüngern, [damit diese sie] der Volksmenge vorsetzen. Luk 9:17 Da aßen sie alle und wurden satt; [was] ihnen [an] Brocken übrigblieb, hob man aber auf: zwölf Tragkörbe [voll]. Luk 9:18 Als Er allein war [und] betete, waren [nur] die Jünger bei Ihm. Da fragte Jesus sie: "[Was] sagt die Volksmenge, wer Ich sei?" Luk 9:19 Sie antworteten: "[Die einen meinen], Johannes der Täufer, andere Elia, wieder andere ein Prophet der Altvordern sei auferstanden." Luk 9:20 Weiter frage Er sie: "Ihr aber, [was] sagt ihr, wer Ich sei?" Petrus antwortete: Luk 9:21 "Der Christus Gottes." Da warnte Er sie, wies [sie] an, [mit] niemandem d[arübe]r zu sprechen, [und] sagte: Luk 9:22 "Der Sohn des Menschen müsse viel leiden und von den Ältesten, Hohenpriestern und Schrift[gelehrt]en verworfen werden, und [Er müsse] getötet und [a]m dritten Tag auferweckt werden, Luk 9:23 Zu allen aber sagte Er: "Wenn jemand Mir nachfolgen will, [so] verleugne er sich selbst und nehme täglich sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf und folge Mir. Luk 9:24 Denn [wer] seine Seele retten will, wird sie verlieren; [wer] aber seine Seele Meinetwegen verliert, der wird sie retten. Luk 9:25 Denn was nützt es [dem] Menschen, die ganze Welt [zu] gewinnen, wenn [er] sich selbst [dabei] umbringt oder [seine Seele] verwirkt? Luk 9:26 Denn [wer] sich Meiner und Meiner Worte schämt, d[ess]en wird sich [auch] der Sohn des Menschen schämen, wenn Er in Seiner Herrlichkeit und [der] des Vaters und der heiligen Boten kommt. Luk 9:27 Ich sage euch wahrhaftig: [Unter denen], die hier stehen, sind einige, die keinesfalls [den] Tod schmecken werden, bis sie das Königreich Gottes gewahren." Luk 9:28 Etwa acht Tage nach diesen Worten geschah es, [daß] Er Petrus, Johannes und Jakobus beiseite nahm und auf [einen] Berg stieg, um zu beten. Luk 9:29 Während Er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts [ganz] anders und seine Kleidung blitzend weiß. Luk 9:30 Und siehe, zwei Männer besprachen sich [mit] Ihm, das waren Mose und Elia. Luk 9:31 Die erschienen in Herrlichkeit [und] sprachen [mit Ihm über] den Ausgang Seines [Lebens, wie] es sich demnächst in Jerusalem erfüllen [sollte]. Luk 9:32 Petrus aber und die mit ihm waren [vom] Schlaf beschwert. Als sie voll wach wurden, gewahrten sie Seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei Ihm standen. Luk 9:33 Als [die]selben von Ihm schieden, sagte Petrus zu Jesus: "Meister, schön ist es [für] uns, hier zu sein! Wir sollten [hier] drei Zelte bauen, eins Dir, eins Mose und eins Elia." [Er] wußte [aber] nicht [was] er redete. Luk 9:34 Während er dies sagte, kam [eine] Wolke und beschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als sie in die Wolke hineinkamen. Luk 9:35 Und [eine] Stimme ertönte aus der Wolke: "Dies ist Mein auserwählter Sohn, hört [auf] Ihn!" Luk 9:36 Während die Stimme erscholl, fand es sich, [daß] Jesus allein [war]. Sie aber schwiegen und berichteten in jenen Tagen niemandem irgend etwas [von dem, was] sie gesehen ha[tt]en. Luk 9:37 [Als] sie am nächsten Tag vom Berg hinabsteigen, geschah es, daß Ihm [eine] große Volksmenge entgegen[kam]. Luk 9:38 Und siehe, [ein] Mann aus der Volksmenge schrie auf [und] sagte: "Lehrer ich flehe Dich an: blicke auf meinen Sohn, d[enn] er ist mein einziges Kind! Luk 9:39 Und siehe, [ein] Geist [er]greift ihn, so [daß] er unversehens schreit; dann reißt er ihn [nieder], schüttelt ihn in Krämpfen unter Schäum[en] und weicht [nur] schwerlich von ihm; [dabei] reibt er ihn ganz auf. Luk 9:40 Da flehte ich Deine Jünger an, daß sie ihn austreiben möchten, doch sie konnten [es] nicht." Luk 9:41 Jesus antwortete: "O [du] ungläubige und verdrehte Generation! Wie lange soll Ich [noch] bei euch sein und euch ertragen? Führe deinen Sohn her zu Mir!" Luk 9:42 Aber noch [während] er herzukam, riß der Dämon ihn [nieder] und schüttelte [ihn heftig] in Krämpfen. Jesus aber schalt den unreinen Geist, heilte den Knaben und gab ihn seinem Vater wieder. Luk 9:43 Da verwunderten sich alle über Gottes Erhabenheit. [Während] nun alle erstaunt waren über alles, [was] Jesus tat, sagte Er zu Seinen Jüngern: Luk 9:44 "Ihr [nun] laßt euch diese Worte in eure Ohren tun: denn demnächst wird der Sohn des Menschen in [der] Menschen Hände überantwortet werden." Luk 9:45 Doch sie begriffen diesen Ausspruch nicht; denn er war vor ihnen verhüllt, damit sie sich dessen nicht innewürden; sie fürchteten sich aber, Ihn wegen dieses Ausspruchs zu fragen. Luk 9:46 Unter sich stellen [sie] Erwägungen [darüber] an, wer [von] ihnen [wohl der] Größte sei. Luk 9:47 Als Jesus die Erwägungen ihres Herzens gewahrte faßte [Er ein] kleines Kind an, stellte es neben Sich Luk 9:48 und sagte [zu] ihnen: "[Wer] dieses kleine Kind in Meinem Namen aufnimmt, [d]er nimmt Mich auf, und [wer] Mich aufnimmt, [d]er nimmt den auf, [der] Mich [aus]ges[and]t hat; denn [wer] der Kleinste von euch allen ist, der ist [der] Größ[te]." Luk 9:49 Dann nahm Johannes [das] Wort [und] sagte: "Meister, wir gewahrten jemand in Deinem Namen Dämonen austreiben, und wir verboten [es] ihm, weil er uns nicht [nach]folgt." Luk 9:50 Jesus sagte zu ihm: "Verbietet [es] nicht; denn [wer] nicht gegen euch ist, ist für euch." Luk 9:51 Als sich die Tage Seiner Hinaufnahme erfüllten, geschah es, daß Er Sein Angesicht fest [darauf richt]ete, nach Jerusalem zu ziehen; Luk 9:52 und Er schickte Boten vor Seinem Angesicht [her. Die] gingen [hin] und kamen in [ein] Dorf [der] Samatriter, um [Unterkunft für] Ihn bereitzumachen. Luk 9:53 Doch man nahm Ihn nicht auf, weil Sein Angesicht [darauf gerichtet] war, nach Jerusalem [zu] ziehen. Luk 9:54 Als Seine Jünger Jakobus und Johannes [das] gewahrten, fragten sie: "Herr, willst Du, wir sollten gebieten, [daß] Feuer vom Himmel herabfalle, wie [es] auch Elia tat, um sie zu verzehren?" Luk 9:55 Er aber wandte Sich [um und] schalt sie. Luk 9:56 Dann gingen sie in [ein] anderes Dorf. Luk 9:57 Auf dem Weg, [den] sie gingen, sagte jemand zu Ihm: "Ich werde Dir folgen, wohin Du auch gehst Herr!" Luk 9:58 Jesus antwortete Ihm: "Die Schakale haben Baue, und die Flügler des Himmels [haben] Unterschlupf; aber der Sohn des Menschen hat keine [Stätte], wo Er das Haupt hinlege." Luk 9:59 Zu [einem] anderen sprach Er: "Folge Mir!" Der jedoch sagte: "Herr, gestatte mir, [zu]erst hin[zu]gehen, um meinen Vater zu begraben." Luk 9:60 Darauf erwiderte Er ihm: "Laß die Toten ihre Toten begraben. Du aber gehe hin und verkündige das Königreich Gottes!" Luk 9:61 Noch [ein] anderer sagte: "Ich werde Dir folgen Herr! Aber gestatte mir [zu]erst, [mich von] denen in meinem Haus zu verabschieden." Luk 9:62 Da sagte Jesus zu ihm: "Niemand [der] seine Hand an [den] Pflug legt und [dabei] nach hinten blickt, ist für das Königreich Gottes geeignet." Luk 10:1 * Danach ernannte der Herr noch zwei[und]siebzig andere [Jünger] und schickte sie [zu] je zwei [und] zwei vor Seinem Angesicht [her] in jede Stadt und [jeden] Ort, wo[hin] Er im Begriff war zu gehen. Luk 10:2 Dann sagte Er zu ihnen: "Die Ernte [ist] zwar groß, doch Arbeiter [sind es] wenige. Fleht daher [zu]m Herrn der Ernte, damit Er Arbeiter in Seine Ernte hinaustreibe. Luk 10:3 Geht hin! Siehe, Ich schicke euch wie Lämmer mitten unter die Wölfe. Luk 10:4 Tragt keinen Beutel, keinen Bettelsack [und] keine Sandalen! Grüßt niemand auf dem Weg! Luk 10:5 In welches Haus ihr auch einkehrt, [da] sagt [zu]erst: Friede [sei] diesem Haus! Luk 10:6 Und wenn dort [ein] Sohn [des] Friedens ist, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls aber wird er auf euch zurückkehren. Luk 10:7 Bleibt in demselben Haus, eßt und trinkt, [was es] bei ihnen [gibt]; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Geht nicht von [einem] Haus weiter in [ein anderes] Haus! Luk 10:8 In welche Stadt ihr auch kommt und man nimmt euch auf, [da] eßt, [was] euch vorgesetzt wird. Luk 10:9 H[ei]lt die [Kranken und] Schwachen darin und sagt ihnen: das Königreich Gottes hat sich zu euch genaht! Luk 10:10 In welcher Stadt ihr auch kommt und man nimmt euch nicht auf, [da] geht auf ihre Plätze und sagt: Luk 10:11 Sogar den Staub aus eurer Stadt, der uns an den Füßen haftet, wischen wir [vor] euch ab. Indessen [er]kennt dies, da[ß] sich das Königreich Gottes genaht hat. Luk 10:12 Ich sage euch aber: An jenem Tage wird es Sodom erträglicher ergehen als jener Stadt. Luk 10:13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wenn in Tyrus und Sidon die Macht[tat]en geschehen wären, die bei euch geschehen sind, [so] hätten sie, in Sacktuch und Asche sitzend längst umgesinnt. Luk 10:14 Indessen wird es Tyrus und Sidon im Gericht erträglicher ergehen als euch. Luk 10:15 Und du Kapernaum! Du wirst nicht bis [zu]m Himmel erhöht werden! [Nei]n, bis [ins] Ungewahrte (nicht Wahrgenommene) wirst du hinabgestoßen werden. Luk 10:16 [Wer] euch hört, hört Mich; und [wer] euch ablehnt, lehnt Mich ab. [Wer] aber Mich ablehnt, lehnt den ab, [der] Mich [aus]ges[and]t hat." Luk 10:17 Als die Zwei[und]siebzig zurückkehrten, berichteten sie voller Freude: "Herr, kraft Deines Namens ordnen sich uns auch die Dämonen unter!" Luk 10:18 Da sagte Er ihnen: "Ich schaute den Satan wie [einen] Blitz aus dem Himmlel fallen. Luk 10:19 Siehe, Ich habe euch Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und [Vollmacht] über die gesamte Macht des Feindes, und keinesfalls wird euch irgend etwas schaden. Luk 10:20 Indessen freut euch nicht d[arübe]r, da[ß]die Geister sich euch unterordnen. Freut euch aber, da[ß] eure Namen in den Himmeln aufgeschrieben sind." Luk 10:21 In dieser Stadt frohlockte Er im heiligen Geist und sagte: "Ich huldige Dir, Vater, Herr des Himmels und der Erde, da[ß] Du dieses vor Weisen und Verständigen verbirgst, aber es Unmündigen enthüllst. Ja, Vater, d[enn] so war es [Dein] Wohlgefallen vor Dir. Luk 10:22 Alles ist Mir von Meinem Vater übergeben worden; und niemand [er]kennt, wer der Sohn ist, als nur der Vater - und wer der Vater ist, als nur der Sohn und [wem] der Sohn beschließt, [es] zu enthüllen." Luk 10:23 Und zu den Jüngern gewandt, sagte Er, [als sie] für sich [allein waren]: Glückselig, [sind] die Augen, die [er]blicken, [was] ihr [er]blickt! Luk 10:24 Denn Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten gewahren, [was] ihr [er]blickt, und haben [es] nicht gewahrt, und von Mir hören, [was] ihr hört, und haben [es] nicht gehört." Luk 10:25 Und siehe, ein Gesetz[eskundig]er stand auf, [um] Ihn [auf die] Probe [zu stelle]n, und fragte: "Lehrer was [muß ich] tun, [damit] mir äonisches Leben zugelost werde? Luk 10:26 Er aber sagte zu ihm: "Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du [da]?" Luk 10:27 Da antwortete er: "Lieben sollst du [den] Herrn deinen Gott, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, aus deinem ganzen Vermögen und mit deiner ganzen Denkart sowie deinen Nächsten wie dich selbst." Luk 10:28 Darauf entgegnete Er ihm: "Du hast richtig geantwortet, tue dies, so wirst du leben." Luk 10:29 Der aber wollte sich rechtfertigen [und] sagte zu Jesus: "Und wer ist mein Nächster?" Luk 10:30 Jesus nahm [es mit ihm] auf [und] erwiderte: "Ein M[an]n zog von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter Wegelagerer; die zogen ihn aus, [ver]setzen [ihm] Schläge, gingen davon und ließen [ihn] halbtot [liegen]. Luk 10:31 [Es] traf sich aber von ungefähr, [daß] ein Priester auf jenem Weg hinabzog. Als [der] ihn gewahrte, ging er [auf der] anderen Seite vorüber. Luk 10:32 Gleicherweise kam auch [ein] Levit an die Stelle. Als [der] ihn gewahrte, ging [auch] er [auf der] anderen Seite vorüber. Luk 10:33 Dann kam ein Samariter, [der unter]wegs war, in seine [Nähe]. Als [der] ihn gewahrte, jammerte [er] ihn. Luk 10:34 [Da] trat er herzu, verband seine Wunden und goß Öl und Wein darauf. Dann ließ er ihn auf [sein] eigenes Reittier steigen, führte ihn in [eine] Herberge und versorgte ihn. Luk 10:35 Bevor [er] am Morgen weiterzog, holte er zwei Denare hervor, gab [sie] dem Herbergswirt und sagte [zu] ihm: Versorge ihn, und was du [mehr] ausgeben solltest, werde ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Luk 10:36 Wer [von] diesen dreien scheint dir nun [der] Nächste dessen geworden zu sein, [der] unter die Wegelagerer gefallen war?" Luk 10:37 Darauf antwortete [jen]er: "Der ihm Barmherzigkeit erwiesen hat." Da sagte Jesus [zu] ihm: "Geh und handle du [in] gleicher Weise!" Luk 10:38 Als sie [weiter]zogen, kam Er in ein Dorf, wo Ihn eine Frau [mit] Namen Martha in ihrem Haus beherbergte. Luk 10:39 Auch [ihre] Schwester, [die] Maria hieß, war dort; die setzte sich dem Herrn zu Füßen und hörte Sein[en] Wort[en] zu. Luk 10:40 Martha aber wurde durch vieles [Be]dienen abgelenkt; und [her]zutretend sagte sie: "Herr, kümmert es Dich nicht, da[ß] meine Schwester mich allein [be]dienen läßt? Sage ihr nun, daß sie mit mir zugreifen möge!" Luk 10:41 Der Herr aber antwortete ihr: "Martha, Martha, du sorgst [dich] und bist um vieles [in] Unruhe; Luk 10:42 doch weniges braucht man - oder [nur] eins. Maria hat nämlich das gute Teil erwählt, das ihr nicht genommen werden soll." Luk 11:1 * [Einst] war Er an einem Ort im Gebet. Als Er aufgehört hatte sagte einer Seiner Jünger zu Ihm: "Herr, lehre uns beten, so wie auch Johannes Seine Jünger lehrte!" Luk 11:2 Da sagte Er [zu] ihnen: "Wenn ihr betet, [so] sprecht: Unser Vater in den Himmeln, geheiligt werde Dein Name! Dein Königreich komme! Dein Wille geschehe, wie i[m] Himmel, [so] auch auf Erden! Luk 11:3 Unser auskömmliches Brot gib uns täglich! Luk 11:4 Erlaß uns unsere Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen); denn auch wir selbst erlassen jedem, [der] uns [etwas] schuldet. Bring uns nicht in Versuchung hinein, sondern birg uns vor dem Bösen!" Luk 11:5 Weiter sagte Er zu ihnen: "Wer von euch würde [einen] Freund haben und [nicht um] Mitternacht zu ihm gehen und ihn bitten: Freund, borge mir drei Brote, Luk 11:6 weil nun [ein] Freund [von] mir von [der] Reise bei mir angekommen ist und ich nichts habe, [was] ich ihm vorsetzen sollte. Luk 11:7 Jener aber würde von innen antworten: Verursache mir keine Mühe, die Tür ist schon verschlossen, und meine Kinder sind mit mir zu Bett [gegangen]; ich kann nicht aufstehen, um dir [Brot] zu geben! - Luk 11:8 Ich sage euch: Wenn er auch nicht aufstehen [und es] ihm geben wird, weil er sein Freund ist, [so] wird er sich doch um seiner Unverschämtheit willen erheben [und] ihm geben, soviel er bedarf. Luk 11:9 Darum sage Ich euch: Bittet, und euch wird gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden, klopft [an], und euch wird geöffnet werden. Luk 11:10 Denn jeder, der bittet, erhält; und [wer] sucht, [der] findet; und dem, [der an]klopft, wird geöffnet werden. Luk 11:11 Welcher Vater [ist] unter euch, [den sein] Sohn [um] Brot bitten sollte - er wird ihm [doch] keinen Stein reichen! Oder auch [um einen] Fisch, er wird ihm anstatt [des] Fisches keine Schlange reichen! Luk 11:12 Und sollte er [um ein] Ei bitten, [so] wird er ihm [doch] keinen Skorpion reichen! Luk 11:13 Wenn ihr nun, [die] ihr [doch] böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wißt, wieviel mehr wird [euer] Vater i[m] Himmel denen heiligen Geist geben, [die] Ihn bitten!" Luk 11:14 Einst trieb Er [einen] Dämonen aus, [d]er stumm war. Als der Dämon ausgefahren war, geschah es, [daß] der Stumme sprach; und die Volksmenge staunte. Luk 11:15 Einige von ihnen aber sagte: "Durch Beezeboul, den obersten der Dämonen, treibt Er die Dämonen aus." Da antwortete Er: "Wie kann Satan [den] Satan austreiben?" Luk 11:16 Andere wieder [stell]ten I[hn auf die] Probe [und] suchten durch Ihn [ein] Zeichen vo[m] Himmel [zu erhalten]. Luk 11:17 [Da] Er aber ihre Gedanken gewahrte, sagte Er [zu] ihnen: "Jedes Königreich, [das] mit sich selbst uneins ist, wird veröden, und Haus fällt auf Haus. Luk 11:18 Wenn auch Satan mit sich selbst uneins ist, wie wird sein Königreich [be]stehen [können] - weil ihr behauptet, [daß] Ich die Dämonen durch Beezeboul austreibe! Luk 11:19 Wenn Ich die Dämonen durch Beezeboul austriebe, durch wen treiben eure Söhne [sie] aus? Deshalb werden sie eure Richter sein. Luk 11:20 Wenn ich aber durch [den] Finger Gottes die Dämonen austreibe, [so komm]t demnach das Königreich Gottes [schon im] voraus auf euch. Luk 11:21 Wenn der Starke bewaffnet seinen Hof bewacht, läßt [man] seinen Besitz in Frieden. Luk 11:22 Falls aber [ein] Stärkerer [als] er ihn überfällt [und] überwindet, nimmt er seine gesamte Waffenrüstung [mit], auf die er vertraute, und verteilt seinen Raub. Luk 11:23 [Wer] nicht mit Mir ist, [d]er ist gegen Mich, und [wer] nicht mit Mir sammelt, [d]er zerstreut. Luk 11:24 Wenn der unreine Geist von [einem] Menschen ausgefahren ist, durchzieht er wasserlose Stätten, sucht [dort] Ruhe und findet [sie] nicht. Dann sagt er: Ich werde in mein Haus zurückkehren, von wo ich ausfuhr! Luk 11:25 Und [wenn er] kommt, findet er [es] unbesetzt, gefegt und geputzt. Luk 11:26 Dann geht er [hin] und nimmt sieben andere Geister mit sich, ärger [als er] selbst; sie ziehen ein und hausen dort, so [daß] es jenem Menschen zuletzt ärger [ergehen] wird [als] zuvor." Luk 11:27 In[dem] Er d[a]s sagte, geschah es, daß eine Frau aus der Volksmenge [ihre] Stimme erhob [und] Ihm zurief: Glückselig [ist] der Leib, der Dich getragen hat, und [die] Brüste, die Du gesogen hast." Luk 11:28 Er aber erwiderte: "Glückselig [sind] vielmehr die, [welche] das Wort Gottes hören und bewahren!" Luk 11:29 Da sich [nun weitere] Scharen ansammelten, begann Er, [zu ihnen] zu sprechen: "Diese Generation ist [eine] böse Generation; sie sucht [ein] Zeichen; doch man wird ihr kein Zeichen geben außer dem Zeichen des Propheten Jona. Luk 11:30 Denn so wie Jona den Ninivitern [zum] Zeichen wurde, [eben]so wird es auch der Sohn des Menschen [für] diese Generation sein. Luk 11:31 [Die] Königin [des] Südens wird mit den Männern dieser Generation zum Gericht auferweckt werden und wird sie verurteilen; d[enn] sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören; und siehe, hier [ist] mehr [als] Salomo! Luk 11:32 Männer, Niniviter, werden mit dieser Generation zum Gericht auferstehen und sie verurteilen; d[enn] auf den Heroldsruf [des] Jona [hin] sinnten sie um; und siehe, hier [ist] mehr [als] Jona! Luk 11:33 Niemand zündet [eine] Leuchte an [und] setzt [sie weder] in[s] Verborgene noch unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die Hereinkommenden das Licht erblicken. Luk 11:34 Dein Auge ist die Leuchte des Körpers. Folglich, wenn dein Auge klar ist, ist auch dein ganzer Körper licht. Falls es aber böse ist, [wird] auch dein Körper finster [sein]. Luk 11:35 Daher achtet [darauf daß] nicht das Licht in dir Finsternis ist. Luk 11:36 Wenn nun dein ganzer Körper licht [und] kein Teil davon finster ist, wird er ganz licht sein, wie wenn die Leuchte dir durch [ihre] Strahlen Licht [spend]et." Luk 11:37 Während Er noch sprach, ersuchte Ihn ein Pharisäer, [das Früh]mahl bei ihm [einzunehm]en. Da ging Er in [dessen Haus und] ließ Sich [zu Tisch] nieder. Luk 11:38 Als der Pharisäer [das] gewahrte, staunte er, da[ß] Er Sich vor der Mahlzeit nicht [zu]erst gewaschen hatte. Luk 11:39 Da sagte der Herr zu ihm: "Nun, ihr Pharisäer, ihr reinigt den Becher und die [Eß]platte von außen, euer inneres ist jedoch angefüllt [mit] Raub und Bosheit! Luk 11:40 [Ihr] Unbesonnenen! Der das Äußere geschaffen hat, hat Er nicht auch das Innere geschaffen? Luk 11:41 Indessen gebt das, [was da]rin ist, [als] Almosen, und siehe, [dann] ist euch alles rein. Luk 11:42 Doch wehe euch, [ihr] Pharisäer! Ihr verzehntet die Minze, die Raute und jedes Gemüse; doch [a]m [gerechten] Richten und der Liebe Gottes geht ihr vorüber. Dies muß man beachten und jenes nicht unterlassen. Luk 11:43 Wehe euch, [ihr] Pharisäer! Ihr liebt [es], den Vordersitz in den Synagogen [zu haben] und [euch] auf den Märkten begrüßen [zu lassen]. Luk 11:44 Wehe euch, Schrift[gelehrt]e und Pharisäer, [ihr] Heuchler! Ihr seid wie unkenntlich [gewordene] Gräber, und die Menschen, die darauf wandeln, wissen [es] nicht." Luk 11:45 Da antwortete Ihm einer der Gesetz[eskundig]en: "Lehrer, [wenn Du] d[a]s sagst, beschimpfst Du auch uns!" Luk 11:46 Er aber entgegnete: "Wehe auch euch, [ihr] Gesetz[eskundig]en! Ihr beladet die Menschen [mit] unerträglichen Lasten, ihr selbst aber [wollt] die Lasten nicht [mit] einem eurer Finger anrühren. Wehe euch! Luk 11:47 Ihr baut die Grab[mäl]er der Propheten [auf], wiewohl eure Väter sie getötet haben. Luk 11:48 Demnach seid ihr Zeugen und pflichtet den Werken eurer Väter bei; d[enn] sie haben jene getötet, ihr aber baut ihnen Grab[mäl]er [auf]. Luk 11:49 Deshalb sagt auch die Weisheit Gottes: Ich werde Propheten und Apostel zu ihnen schicken, und von ihnen werden sie [einige] töten und verjagen, Luk 11:50 damit das Blut aller Propheten, das vo[m] Niederwurf [der] Welt [an] vergossen worden ist, von dieser Generation gefordert werde, Luk 11:51 vom Blut Abels bis [auf das] Blut [des] Zacharias, der zwischen Altar und Haus umkam. Ja, Ich sage euch: Es wird von dieser Generation gefordert werden. Luk 11:52 Wehe euch [ihr] Gesetz[eskundig]en! Ihr habt den Schlüssel der [Er]kenntnis [weg]genommen. Ihr selbst geht nicht [hin]ein, und den [Hin]eingehenden verwehrt ihr [es]." Luk 11:53 Als Er von dort herauskam, begannen die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer, Ihm unsagbar zuzusetzen und [Ihn] über mehr Dinge auszufragen, Luk 11:54 [um] Ihm auf[zu]lauern [um] etwas aus Seinem Mund zu erjagen, damit sie Ihn anklagen könnten. Luk 12:1 * Unter[dessen] hatte sich [eine] Volksmenge [von] Zehntausend versammelt, so daß [sie] einander traten. [Da] begann Er [zu]erst zu Seinen Jüngern zu sagen: "[Nehm]t euch [in] acht vor dem Sauerteig der Pharisäer, [und] das ist [die] Heuchelei! Luk 12:2 Nichts ist verhüllt [was] nicht enthüllt werden wird, und [nichts ist] verborgen, [was] nicht bekannt werden wird. Luk 12:3 Darum wird man alles, was ihr im Finstern redet, im Licht hören, und [was] ihr in den Kammern [flüsternd] ins Ohr sprecht, wird man auf den Flachdächern herolden. Luk 12:4 Ich sage euch, Meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, [die] den Körper töten, danach aber nichts [mehr] darüber hinaus zu tun vermögen. Luk 12:5 Ich werde euch nun anzeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, [der] Vollmacht hat, nach dem Töten [auch] in die Gehenna zu werfen. Ja, Ich sage euch: Diesen fürchtet! Luk 12:6 Verkauft man nicht fünf Spätzlein [für] zwei Groschen? Doch nicht eines von ihnen ist vor [den] Augen Gottes vergessen. Luk 12:7 [Bei] euch jedoch sind sogar die Haare [auf] dem Haupt alle gezählt! Daher fürchtet euch nicht! Ihr überragt [die] vielen Spätzlein! Luk 12:8 Weiter sage Ich euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu Mir bekennen wird, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen vor den Boten Gottes bekennen. Luk 12:9 [Wer] Mich aber vor [den] Augen der Menschen verleugnen wird, [d]er wird [auch] vor [den] Augen der Boten Gottes verleugnet werden. Luk 12:10 Jedem, der [ein] Wort gegen den Sohn des Menschen reden wird, dem wird es erlassen werden; [wer] aber gegen den heiligen Geist lästert, [dem] wird es nicht erlassen werden. Luk 12:11 Wenn man euch in die Synagogen und vor Fürstlichkeiten und Obrigkeiten bringt, [so] sorgt euch nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt; Luk 12:12 denn zur selben Stunde wird euch der heilige Geist lehren, [was] ihr sagen müßt." Luk 12:13 Da sagte jemand aus der Volksmenge [zu] Ihm: "Lehrer, gebiete meinem Bruder, das Los[land] mit mir zu teilen!" Luk 12:14 Er aber antwortete Ihm: "[O] Mensch, wer hat Mich [als] Richter oder Schiedsmann über euch eingesetzt?" Luk 12:15 Weiter sagte Er zu ihm: "Seht [zu] und bewahrt euch vor jeder Habgier; d[enn] wenn jemand [auch] Überfluß [ha]t, [so] besteht sein Leben [doch] nicht aus seinem Besitz." Luk 12:16 Dann redete Er [in einem] Gleichnis zu ihnen: "Der Acker eines reichen M[an]nes hatte gut getragen; Luk 12:17 so erwog er bei sich: Was soll ich tun, da ich keinen [Platz] habe, wohin ich meine Früchte sammeln soll? Luk 12:18 Da sagte er [sich]: Dies will ich tun: Ich werde meine Scheunen einreißen, größere bauen und dort all mein Getreide und meine Güter sammeln. Luk 12:19 Und [zu] meiner Seele werde ich sagen: Seele, du hast für viele Jahre zahlreiche Güter [da]liegen, ruhe [dich aus], iß, trink [und] sei fröhlich! Luk 12:20 Gott aber sagt [zu] ihm: [Du] Unbesonnener, [in] dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und [was] du [dir] bereitet hast, wem wird es zufallen? - Luk 12:21 So [geht es jedem], der [für] sich selbst [Schätze auf]speichert und nicht für Gott reich ist." Luk 12:22 Zu Seinen Jüngern aber sagte Er: "Deshalb sage Ich euch: [Seid] nicht [be]sorgt [für eure] Seele ([also] was ihr essen möget) noch [für] euren Körper (was ihr anziehen sollt). Luk 12:23 Denn die Seele ist mehr [als] die Nahrung und der Körper [mehr als] die Kleidung. Luk 12:24 Betrachtet die Raben: sie säen nicht, noch ernten sie, sie haben keine Kammer und keine Scheune, und Gott nährt sie [doch. Um] wieviel mehr überragt ihr [nun] die Flügler! Luk 12:25 Wer von euch kann [mit] Sorgen seinem Vollwuchs eine Elle hinzufügen? Luk 12:26 Folglich, wenn ihr doch nicht [das] geringste könnt, was sorgt ihr euch um das übrige? Luk 12:27 Betrachtet die Anemonen, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht, noch spinnen sie. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all Seiner Herrlichkeit war [so] umhüllt wie eine [von] diesen. Luk 12:28 Wenn aber Gott das Gras auf [dem] Feld, [das] heute [da] ist und morgen in [den] Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel eher [wird Er] euch [kleiden, ihr] Kleingläubigen? Luk 12:29 [Daher] sucht auch ihr nicht, was ihr essen und was ihr trinken sollt, und seid nicht ängstlich besorgt; Luk 12:30 denn nach all diesem trachtet [man bei] den Nationen der Welt. Euer Vater weiß doch, da[ß] ihr dieser [Dinge] bedürft. Luk 12:31 Suchet indessen das Königreich Gottes, und man wird euch dies alles hinzufügen. Luk 12:32 Fürchte dich nicht, [du] kleines Herdlein, da es eurem Vater wohl[er]scheint, euch das Königreich zu geben. Luk 12:33 Verkauft euren Besitz und gebt [davon] Almosen! Macht euch selbst Beutel, [die] nicht alt werden, [einen] unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo sich kein Dieb naht und keine Motte [etwas] verdirbt; Luk 12:34 denn wo euer Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein. Luk 12:35 Laßt eure Lenden umgürtet sein und [eure] Leuchten brennen, Luk 12:36 so [daß] ihr [den] Menschen gleich [seid, die nach] ihrem Herrn ausschauen, wann er [wohl] von der Hochzeitsfeier aufbrechen würde, damit sie ihm, [wenn] er kommt und [an]klopft, sofort öffnen können. Luk 12:37 Glückselig [sind] jene Sklaven, die der Herr [bei seinem] Kommen wachend finden wird! Wahrlich, Ich sage euch: Er wird sich umgürten, sie [zu Tisch] lagern [lassen] und herzutreten, [um] sie [zu be]dienen. Luk 12:38 Wenn er in der zweiten [Nacht]wache oder auch [erst] in der dritten [Nacht]wache kommen sollte und [sie] so [bereit] findet - glückselig sind jene Sklaven! Luk 12:39 Dies aber [er]kennt ihr: Wenn der Hausherr wüßte, [in] welcher Stunde der Dieb kommt, würde er wachen und nicht [die Wand] seines Hauses durchgraben lassen. Luk 12:40 Daher seid auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen [zu einer] Stunde kommt, [da] ihr [es] nicht meint." Luk 12:41 Da fragte Ihn Petrus: "Herr, sagst Du dieses Gleichnis zu uns oder auch zu allen [anderen]?" Luk 12:42 Der Herr antwortete: "Wer ist wohl der treue und besonnene Verwalter, den der Herr über Sein Gesinde einsetzen wird, um [ihnen] zu[r] rechten [Zeit] das Maß [an] Getreide zu geben? Luk 12:43 Glückselig [ist] jener Sklave, den Sein Herr, [wenn] er kommt, so tätig finden wird. Luk 12:44 Wahrhaftig, Ich sage euch: Er wird ihn über all seinen Besitz einsetzen. Luk 12:45 Wenn aber jener Sklave in seinem Herzen sagt: Mein Herr bleibt [mit seinem] Kommen aus - und fängt an, Knechte und Mägde zu schlagen und [beginnt] zu essen, zu trinken und sich zu berauschen, Luk 12:46 [dann] wird der Herr jenes Sklaven an [einem] Tag eintreffen, [da] er [es] nicht vermutet, und zu [einer] Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn zweiteilen [lassen] und [ihm] sein Teil bei den Ungetreuen geben. Luk 12:47 Derjenige Sklave aber, der den Willen seines Herr kennt und nichts bereitet oder nach dessen Willen getan hat, wird viel geprügelt werden. Luk 12:48 [Wer ihn] jedoch nicht kennt, aber [etwas] getan hat, [was] Schläge verdient, wird wenig geprügelt werden. Bei jedem, dem viel gegeben wurde, wird man viel suchen, und [wem] viel anvertraut ist, [von] dem wird man weit mehr fordern. Luk 12:49 Um Feuer auf die Erde zu werfen bin Ich gekommen; und was wollte Ich [lieber, als daß] es schon entzündet wäre! Luk 12:50 Doch [mit einer] Taufe habe Ich Mich [noch] taufen zu lassen, und wie drängt es mich, bis sie vollendet ist! Luk 12:51 Meint ihr, daß Ich gekommen bin, um der Erde Frieden zu geben? Nein, sage Ich euch, sondern vielmehr Zwietracht. Luk 12:52 Denn von nun [an] werden fünf aus einem Haus uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei. Luk 12:53 [Der] Vater wird mit [dem] Sohn und [der] Sohn mit [dem] Vater uneins sein, [die] Mutter mit [der] Tochter und [die] Tochter mit der Mutter, [die] Schwiegermutter mit ihrer Schwiegertochter und [die] Schwiegertochter mir ihrer Schwiegermutter." Luk 12:54 Dann sagte Er noch [zu] der Volksmenge: "Wenn ihr im Westen [eine] Wolke aufgehen seht, sagt ihr sofort: Es kommt Regenwetter! Und so geschieht es. Luk 12:55 Und wenn [der] Südwind weht, sagt ihr: Es wird Glut[hitze] geben! Und [so] geschieht es. Luk 12:56 [Ihr] Heuchler! Ihr wißt das Angesicht des Himmels und der Erde zu prüfen; wie [kommt es] aber, [daß] ihr diese Frist nicht zu prüfen wißt? Luk 12:57 Wie[so könnt] ihr dann nicht auch von euch selbst [aus] beurteilen, [was] gerecht [ist]? Luk 12:58 Denn wenn du mit deinem Prozeßgegner zur Obrig[keit] gehst, gib dir auf dem Weg Mühe, ihn zu beschwichtigen, damit er dich nicht zum Richter schleppt und der Richter dich dem [Straf]vollstrecker übergibt und der [Straf]vollstrecker dich ins Gefängnis wirft. Luk 12:59 Ich sage dir: Du wirst von dort keinesfalls herauskommen, bis du auch das letzte Scherflein bezahlt hast!" Luk 13:1 * Zur selben Frist waren einige anwesend, [die] Ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit [dem] ihrer Opfer[tiere] vermischt hatte. Luk 13:2 Ihnen antwortete Jesus: "Meint ihr, daß diese Galiläer [größere] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) waren als alle [anderen] Galiläer, weil sie dies [er]litten haben? Luk 13:3 Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht umsinnt, werdet ihr alle gleicherweise umkommen. Luk 13:4 Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloa fiel und sie tötete, meint ihr, da[ß] sie Schuldige waren, [mehr] als alle [anderen] Menschen, die in Jerusalem wohnen? Luk 13:5 Nein, sage Ich euch; sondern wenn ihr nicht umsinnt, werdet ihr alle in derselben Weise umkommen." Luk 13:6 Dann erzählte Er dieses Gleichnis: "Jemand hatte [einen] Feigenbaum in seinem Weinberg gepflanzt. [Als] er kam und Frucht an ihm suchte, fand er jedoch keine. Luk 13:7 Da sagte er zu dem Weingärtner: Siehe, seit drei Jahren komme ich [und] suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine; hau ihn daher um! Warum [soll] das Land, auf [dem] er [steht], auch [noch] brach[lieg]en? Luk 13:8 Er aber antwortete ihm: Herr, laß ihn noch dieses Jahr [stehen], bis ich um ihn [herum] gegraben und Dünger geworfen habe. Luk 13:9 Wenn er in Zukunft doch noch Frucht tragen sollte, [gut]; andernfalls aber soll[te]st du ihn umhauen." Luk 13:10 Einst lehrte Er an den Sabbaten in einer der Synagogen; Luk 13:11 und siehe, [dort] war [eine] Frau, [die seit] achtzehn Jahren [einen] Geist [der] Hinfälligkeit hatte; [die] war zusammengekrümmt und konnte sich nicht völlig emporrichten. Luk 13:12 Als Jesus sie gewahrte, rief Er sie zu [Sich] und sagte: "Frau, du bist von deiner Hinfälligkeit frei!" Luk 13:13 Dann legte Er ihr die Hände auf, und auf [der] Stelle wurde sie wieder aufgerichtet, und sie verherrlichte Gott. Luk 13:14 Da Jesus [a]m Sabbat geheilt hatte, wandte sich nun der Synagogenvorsteher entrüstet an die Volksmenge [und] sagte: "Sechs Tage sind es, an denen man arbeiten muß; daher kommt an diesen [und] laßt euch h[ei]len, aber nicht [a]m Tag des Sabbats!" Luk 13:15 Da antwortete ihm der Herr: "[Ihr] Heuchler, [bind]et nicht je[d]er [von] euch am Sabbat sein Rind oder [seinen] Esel von der Krippe los und führt [ihn] hin [und] tränkt [ihn]? Luk 13:16 Diese [Frau] aber, [eine] Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, achtzehn Jahre gebunden hatte, mußte [sie] nicht [a]m Tag des Sabbats von dieser Fessel losge[bund]en werden?" Luk 13:17 Als Er dies sagte, schämten sich alle, die Ihm widerstrebten, und die gesamte Volksmenge freute sich über all die herrlichen [Taten], die durch Ihn geschahen. Luk 13:18 Er sagte nun: "Wem ist das Königreich Gottes gleich, und [mit] wem soll ich es vergleichen? Luk 13:19 Es ist [einem] Senfkorn gleich, das [ein] Mensch nahm [und] in seinen Garten warf. Dort wuchs es und wurde zu [einem] großen Baum, und die Flügler des Himmels [fand]en in seinen Zweigen Unterschlupf." Luk 13:20 Wiederum sagte Er: "[Mit] wem soll Ich das Königreich Gottes vergleichen? Luk 13:21 Es ist [dem] Sauerteig gleich, den [eine] Frau nahm [und] in drei Maß Mehl verbarg, bis es ganz [durch]säuert war." Luk 13:22 Lehrend durchzog Er so [Stadt] um Stadt und [Dorf um] Dorf und richtete [Seinen] Gang nach Jerusalem. Luk 13:23 Da fragte Ihn jemand: "Herr, [sind es nur] wenige, die gerettet werden?" Er aber sagte zu ihnen: Luk 13:24 "Ringt [danach], durch die enge Tür einzugehen, d[enn] viele, sage Ich euch, werden hineinzukommen suchen und [es] nicht vermögen. Luk 13:25 [Wenn] ihr erst [dann, nachdem] der Hausherr sich erhoben und die Tür abgeschlossen hat, draußen steht und [an] die Tür zu klopfen beginnt und ruft: Herr, Herr, öffne uns!, so wird er euch antworten: Ich weiß nichts [von] euch! Woher seid ihr? - Luk 13:26 Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben [doch] vor deinen Augen gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Plätzen gelehrt. Luk 13:27 Er aber wird erwidern: Ich sage euch: Ich weiß nichts [von] euch! Woher seid ihr? Entfernt euch von mir alle, [ihr] Werker der Ungerechtigkeit! Luk 13:28 Dort wird [dann] Jammern und Zähneknirschen sein, wenn ihr Abraham, Isaak, Jakob und alle Propheten im Königreich Gottes sehen werdet, euch [selbst] aber draußen [als Ver]worfene. Luk 13:29 Vo[m] Osten und Westen, vo[m] Norden und Süden werden sie eintreffen und sich im Königreich Gottes [zu Tisch] lagern. Luk 13:30 Und siehe, es sind Letzte, die Erste sein werden, und es sind Erste, die Letzte sein werden." Luk 13:31 Zur selben Stunde traten einige Pharisäer herzu [und] sagten [zu] Ihm: "Geh [hin]aus und zieh [fort] von hier, d[enn] Herodes will Dich töten!" Luk 13:32 Doch Er entgegnete ihnen: "Geht [und] sagt diesem Schakal: Siehe, Ich treibe Dämonen aus und vollführe Heilungen, heute und morgen, und am dritten Tag werde ich vollendet. Luk 13:33 Indessen, heute, morgen und [a]m kommenden [Tag] muß Ich [weiter]ziehen; d[enn] es geht nicht an, [daß ein] Prophet außerhalb Jerusalems umkommt. Luk 13:34 Jerusalem, Jerusalem, das die Propheten tötet und die steinigt, [die] zu ihm geschickt werden! Wie oft wollte Ich deine Kinder versammeln, [in] der[selben] Weise, [wie eine] Henne ihre Nestbrut unter den Flügeln [versammelt]; doch ihr habt nicht gewollt. Luk 13:35 Siehe, euer Haus wird euch [öde] gelassen [werden], denn Ich sage euch: Ihr werdet Mich keinesfalls gewahren, bis [die Zeit] eintrifft, da[ß] ihr sagt: Gesgegnet [sei], der [da] kommt i[m] Namen [des] Herrn!" Luk 14:1 * Als Er [an einem] Sabbat in das Haus eines der obersten der Pharisäer gegangen war, um [dort] Brot zu essen, beobachteten sie Ihn scharf. Luk 14:2 Und siehe, ein Mann [trat] vor Ihn, [d]er wassersüchtig war. Luk 14:3 [Da] wandte Sich Jesus an die Gesetz[eskundig]en und Pharisäer und sagte zu [ihnen]: "Ist es erlaubt, [a]m Sabbat zu h[ei]len oder nicht?" Luk 14:4 Sie aber waren still. [Darauf] faßte Er [ihn] an und heilte ihn; Luk 14:5 dann entließ Er [ihn] und sagte zu ihnen: " [Wenn] einem [von] euch der Sohn oder [das] Rind in [den] Brunnen fallen soll[t]e, wird er ihn nicht sofort emporziehen, auch am Tag des Sabbats?" Luk 14:6 Und dazu vermochten sie Ihn nichts [da]gegen zu antworten. Luk 14:7 Den geladenen [Gästen] aber erzählte Er [ein] Gleichnis, [weil Er auf sie] acht[gegeben] hatte, wie sie sich die ersten Liegeplätze erwählten; zu ihnen sagte [Er]: Luk 14:8 "Wenn du von jemandem zu [einer] Hochzeits[feier ein]geladen wirst, [so] lagere dich nicht auf den ersten Liegeplatz, sonst [könnte ein] mehr Wert[geacht]eter [als] du von ihm [ein]geladen worden sein, Luk 14:9 und er, der dich und ihn [ein]geladen hat, [könnte] kommen [und] dich ersuchen: Gib diesem [den] Platz! Dann würdest du mit Schande anfangen, den letzten Platz innezuhaben. Luk 14:10 Nein, wenn du [ein]geladen wirst, [so] geh [und] laß dich auf dem letzten Platz nieder. Wenn [dann] der, [der] dich [ein]geladen hat, kommt [und] dich ersucht: Freund, rücke höher!, da wird dir vor [den] Augen aller, die mit dir [zu Tisch] liegen, Verherrlichung [zuteil] werden. Luk 14:11 D[enn] jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und [wer] sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." Luk 14:12 Er sagte dann noch [zu] dem, [der] Ihn [ein]geladen hatte: "Wenn du [eine Früh]mahl[zei]t oder [ein] Mahl hältst, [dann] rufe weder deine Freunde noch deine Brüder noch deine Verwandten noch reiche Nachbarn [herbei], damit nicht auch sie dich wieder [ein]laden und dir Vergeltung werde. Luk 14:13 Sondern wenn du [einen] Empfang gibst, [dann] lade Arme [und] Krüppel, Lahme [und] Blinde [dazu ein], Luk 14:14 und du wirst glückselig sein, weil sie nichts haben, um [es] dir vergelten zu [können]; denn es wird dir bei der Auferstehung der Gerechten vergolten werden." Luk 14:15 Als dies einer [von] denen, [die] mit [zu Tisch] lagen, hörte, sagte er [zu] Ihm: "Glückselig [ist], wer im Königreich Gottes Brot essen wird." Luk 14:16 Er aber antwortete Ihm: "Ein Mann gab [ein] großes Mahl und lud viele [dazu ein]. Luk 14:17 Dann schickte er zur Stunde des Mahls seinen Sklaven [aus], um den Geladenen sagen zu [lassen]: Kommt, d[enn alles] ist schon bereit. Luk 14:18 Aber aus einer [Gesinnung heraus] begannen sie alle sich zu entschuldigen. Der erste [ließ] ihm sagen: Ich [will ein] Feld kaufen und bin genötigt [hin]aus[zu]gehen, um es zu besichtigen. Ich ersuche dich: Halte mich [für] entschuldigt. Luk 14:19 [Ein] anderer sagte: Ich [will] fünf Joch Rinder kaufen und gehe [gerade], sie zu prüfen, ich ersuche dich: Halte mich [für] entschuldigt. Luk 14:20 Noch [ein] anderer sagte: Ich [will eine] Frau heiraten und kann deshalb nicht kommen. Luk 14:21 Der Sklave kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig [und] sagte zu seinem Sklaven: Geh schnell [hin]aus auf die Plätze und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel, [die] Blinden und Lahmen hier [her]ein. Luk 14:22 Alsdann berichtete ihm der Sklave: Herr, es ist geschehen, [wie] du angeordnet hast; doch es ist noch Platz. Luk 14:23 Da sagte der Herr zu dem Sklaven: Geh [hin]aus auf die Wege und Steinwälle und nötige [sie] hereinzukommen, damit mein Haus voll werde! Luk 14:24 Denn ich sage euch: [Von] jenen Männern, die [zuerst] geladen waren, wird keiner mein Mahl schmecken!" Luk 14:25 Als [einst] große Scharen mit Ihm zogen, wandte Er Sich [um] und sagte zu ihnen: Luk 14:26 "Wenn jemand zu Mir kommt und nicht seinen Vater und [seine] Mutter, [seine] Frau und [seine] Kinder, [seine] Brüder und [seine] Schwestern, dazu auch noch seine [eigene] Seele haßt, [der] kann nicht Mein Jünger sein; Luk 14:27 und wer nicht sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) trägt und Mir nachfolgt, kann nicht Mein Jünger sein. Luk 14:28 Denn wer von euch, [der einen] Turm bauen will, setzt sich nicht zuerst [hin, um] die Kosten [zu] berechnen, ob er [auch] die [Mittel] zur Ausführung habe? Luk 14:29 Sonst [hat] er [den] Grund gelegt, vermag aber nicht, [den Bau] zu vollenden, [und] alle, die [zu]schauen, fangen an ihn zu verhöhnen [und] sagen: Luk 14:30 Dieser Mensch fängt zu bauen an und vermag nicht, [es] zu vollenden! Luk 14:31 Oder welcher König geht in [die] Schlacht, um mit [einem] anderen König zusammenzutreffen, [und] setzt sich nicht zuerst [hin, um darüber zu] beraten, ob er imstande ist, mit zehntausend dem zu begegnen [der] mit zwanzigtausend gegen ihn zieht? Luk 14:32 Anderfalls [muß er], wenn er noch weit [von] ihm [entfernt] ist, [eine] Gesandtschaft schicken [und ihn] um Friedens[verhandlungen] ersuchen. Luk 14:33 So kann nun keiner von euch Mein Jünger sein, der sich nicht [von] all seinem Besitz trennt. Luk 14:34 Salz [ist] nun [etwas] ausgezeichnetes; wenn aber auch das Salz fade wird, womit soll man es [wieder] würzen? Luk 14:35 Es ist weder für [das] Land noch für [den] Dünger verwertbar, [und] man wirft es hinaus. [Wer] Ohren hat zu hören, [d]er höre!" Luk 15:1 * Es waren gerade all die Zöllner und Sünder (wörtl.: Zielverfehler), [die] sich Ihn nahten, um Ihn zu hören. Luk 15:2 Doch die Pharisäer wie auch Schrift[gelehrt]en murrten laut [und] sagten: "Dieser nimmt [die] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) an und ißt mit ihnen." Luk 15:3 Da erzählte Er ihnen dieses Gleichnis: Luk 15:4 "Welcher Mann unter euch, [der] hundert Schafe hat und eines von ihnen verliert, läßt nicht die neun[und]neunzig in der Wildnis zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet? Luk 15:5 Wenn [er es] gefunden hat, legt er [es voller] Freude auf seine Schultern, geht nach Hause, Luk 15:6 ruft [seine] Freunde und Nachbarn herbei und sagt [zu] ihnen: Freut euch mit mir; d[enn] ich habe mein Schaf gefunden, das verloren [war]. Luk 15:7 Ich sage euch: So wird im Himmel [mehr] Freude sein über einen Sünder (wörtl.: Zielverfehler), [der] umsinnt, als über neun[und]neunzig Gerechte, die [der] Umsinnung nicht bedürfen. Luk 15:8 Oder welche Frau, [die] zehn Drachmen hat, [wird] nicht, wenn sie eine Drachme verliert, [eine] Leuchte anzünden, das Haus fegen und fürsorglich suchen, bis sie [sie] findet? Luk 15:9 Wenn [sie sie] gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen herbei [und] sagt: Freut euch mit mir; d[enn] ich habe die Drachme gefunden, die ich verloren hatte! Luk 15:10 So, sage Ich euch, wird vor [den] Augen der Boten Gottes Freude sein über einen Sünder (wörtl.: Zielverfehler), [der] umsinnt." Luk 15:11 Weiter sprach Er: "Ein Mann hatte zwei Söhne. Luk 15:12 Der jüngere von ihnen sagte [zu]m Vater: Vater, gib mir den Teil [deines] Vermögens, [der mir] zufällt. Da teilte er ihnen den Lebens[unterhalt] zu. Luk 15:13 Nach nicht vielen Tagen sammelte der jüngere Sohn all [sein Habe], verreiste in [ein] fernes Land und vergeudete dort sein Vermögen, [indem er] liederlich lebte. Luk 15:14 Als er alles verbraucht hatte, kam [eine] schwere Hungersnot über jenes Land, und er selbst begann Mangel zu [leid]en. Luk 15:15 [So] ging er [hin] und schloß sich einem der Bürger jenen Landes an, [d]er ihn auf seine Felder schickte, um [die] Schweine zu weiden. Luk 15:16 Da begehrte er [nur], sich an den Johannisschoten zu sättigen, [von] denen die Schweine aßen; doch niemand gab [sie] ihm. Luk 15:17 Nun ging er in sich [und] fragte [sich mit] Nachdruck: Wie viele Tagelöhner meines Vaters [hab]en Brot [im] Überfluß, während ich hier [vor] Hunger umkomme! Luk 15:18 Ich will mich aufmachen [und] zu meinem Vater gehen und [zu] ihm sagen: Vater, ich habe gegen den Himmel und vor deinen Augen gesündigt (wörtl.: zielverfehlt); Luk 15:19 ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen; halte mich wie einen deiner Tagelöhner. Luk 15:20 Dann machte er sich auf und ging zu seinem Vater. Als er noch weit [ent]fernt war, gewahrte ihn sein Vater; da jammerte [er] ihn, und er lief [ihm entgegen], fiel ihm um den Hals und küßte ihn zärtlich. Luk 15:21 Da sagte der Sohn [zu] ihm: Vater, ich habe gegen den Himmel und vor deinen Augen gesündigt (wörtl.: Zielverfehlt); ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen; halte mich wie einen deiner Tagelöhner. Luk 15:22 Doch der Vater gebot seinen Sklaven: Schnell, bringt das beste Gewand heraus und zieht es ihm an; gebt [ihm] auch [einen] Ring an seine Hand und Sandalen an die Füße; Luk 15:23 bringt das gemästete Kalb und schächtet [es]; laßt uns essen und fröhlich sein! Luk 15:24 D[enn] dieser mein Sohn war tot und lebt [wieder] auf, er war verloren und ist gefunden worden! Und sie fingen an, fröhlich zu [feiern]. Luk 15:25 Sein älterer Sohn aber war auf [dem] Feld. Als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musik und Reigen[chöre]. Luk 15:26 Da rief er einen der Knechte herzu und erkundigte sich, was dies bedeuten solle. Luk 15:27 Der antwortete ihm: Dein Bruder ist eingetroffen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschächtet, weil er ihn gesund wiederhalten hat. Luk 15:28 Da wurde er zornig und wollte nicht [hin]eingehen, doch sein Vater kam heraus [und] sprach ihm zu. Luk 15:29 Er aber antwortete seinem Vater: Siehe, so viele Jahre sklave ich dir und habe niemals dein Gebot übergangen; doch mir hast du noch nie [ein] Zicklein gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sei. Luk 15:30 [Nun] aber, als dieser dein Sohn kam, der den [von] dir [erhaltenen] Lebens[unterhalt] mit Huren verzehrte, hast du ihm das gemästete Kalb geschächtet. Luk 15:31 Doch er erwiderte ihm: Kind, du bist immer bei mir, und all das Meine ist dein. Luk 15:32 [Wir] sollten nun fröhlich sein und [uns] freuen; d[enn] dieser dein Bruder war tot und lebt [wieder] auf, er war verloren und ist gefunden worden." Luk 16:1 * Zu Seinen Jüngern sagte Er dann noch: "[Da] war ein reicher Mann, der [einen] Verwalter hatte. Dieser wurde [bei] ihm [von einem] Widersacher [beschuldi]gt als [einer, der] dessen Besitz vergeude. Luk 16:2 Da [ließ] er ihn rufen und sagte [zu] ihm: Was [ist] das, [was] ich von dir hören [muß]? Erstatte Rechenschaft [über] deine Verwaltung; denn du kannst nicht mehr Verwalter sein. Luk 16:3 Nun sprach der Verwalter bei sich: Was soll ich tun, da mein Herr mir die Verwaltung wegnimmt? Um zu graben bin ich nicht stark [genug, und] zu betteln schäme ich mich. Luk 16:4 Ich [er]kenne [jetzt], was ich tun werde, damit sie mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich aus der Verwaltung abgesetzt werde. Luk 16:5 Dann rief er je[d]en Schuldner seines Herrn einzeln zu sich; den ersten fragte er: Wieviel schuldest du meinem Herrn? Luk 16:6 Der antwortete: Huntert Bath Öl. Da sagte er [zu] ihm: Nimm deine [Schuld]schrift, setzte dich und schreibe schnell fünfzig! Luk 16:7 Darauf fragte er [einen] anderen: Wieviel schuldest du denn? Der antwortete: Hundert Kor Weizen. Da sagte er [zu] ihm: Nimm deine [Schuld]schrift und schreibe achtzig! Luk 16:8 Jener Herr lobte den ungerechten Verwalter, da[ß] er klug gehandelt habe; d[enn] die Söhne dieses Äons sind [im Umgang] mit ihrer Generation klüger als die Söhne des Lichts. Luk 16:9 Sage ich euch etwa: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er euch ausgegangen ist, man euch in die äonischen Zelte aufnehme? Luk 16:10 [Wer im] Geringsten treu [ist], der ist auch in vielem treu, und [wer] im Geringsten ungerecht [ist, d]er ist auch in vielem ungerecht. Luk 16:11 Wenn ihr nun mit dem ungerechten Mammon nicht treu wart, wer wird euch das wahrhafte [Gut] anvertrauen? Luk 16:12 Und wenn ihr mit fremdem [Gut] nicht treu wart, wer wird euch das Eure geben? Luk 16:13 Kein Haussklave kann zwei Herrn sklaven; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird [für den] einen einstehen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott sklaven und [dem] Mammon." Luk 16:14 D[a]s alles hörten aber auch die Pharisäer, [die zu den] Geldgierigen gehörten, und sie verspotteten Ihn. Luk 16:15 Da sagte Er [zu] ihnen: "Ihr seid [es], die sich vor [den] Augen der Menschen selbst rechtfertigen. Gott aber kennt eure Herzen; d[enn was] vor [den] Menschen hoch [dasteht, ist ein] Greuel vor [den] Augen Gottes. Luk 16:16 Das Gesetz und die Propheten [reichen] bis [auf] Johannes. Von da [an] wird das Königreich Gottes [als] Evangelium [verkündi]gt; jeder drängt sich [mit] Gewalt hinein, und Gewalttätige reißen es [an] sich. Luk 16:17 Es ist aber leichter, [daß] Himmel und Erde vergehen, als [daß] ein Hörnlein [vom] Gesetz falle. Luk 16:18 Jeder, der seine Frau entläßt und [eine] andere heiratet, bricht [die] Ehe; und jeder, [der] die vo[m] Mann Entlassene heiratet, bricht [auch die] Ehe. Luk 16:19 Da war ein gewisser reicher Mann, [d]er sich in Purpur und Batist kleidete und prunkvoll [Tag] für Tag in Fröhlichkeit [dahinlebte]. Luk 16:20 [Und] da war [ein] gewisser Armer [mit] Namen Lazarus, der [mit] Eiter[beule]n vor dessen Tor[halle danieder]lag Luk 16:21 und [nur] begehrte, sich von den Abfällen zu sättigen, die vom Tisch des Reichen fielen. [Es] kamen jedoch die streuenden Hunde und leckten seine Eiter[beulen]. Luk 16:22 Dann geschah es, [daß] der Arme starb und von Boten fortgebracht wurde - in Abrahams Schoß. Aber auch der Reiche starb und wurde begraben. Luk 16:23 [Als er] im Ungewahrten (Unwahrnehmbaren) in Qualen war und seine Augen aufhob, sah er Abraham von ferne und Lazarus in dessen Schoß. Luk 16:24 Da rief er: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers [in] Wasser tauche und mir die Zunge kühle; d[enn] ich [leide] Schmerz[en] in dieser Flamme. Luk 16:25 Aber Abraham antwortete: Kind, erinnere dich [daran], da[ß] du dein Gutes während deines Lebens erhieltest, und Lazarus gleicherweise das Üble; nun aber wird ihm hier zugesprochen, während du Schmerzen [leid]est. Luk 16:26 Zu diesem allen ist zwischen uns und euch [eine] große Kluft festge[leg]t, damit die, [die] von hier zu euch hinüberschreiten wollen, [es] nicht können, auch nicht die, [die] von dort zu uns herüberfahren möchten. Luk 16:27 Da rief er: D[an]n ersuche ich dich, Vater, ihn in das Haus meines Vaters [zu] senden Luk 16:28 (denn ich habe fünf Brüder), damit er ihnen davon Zeug[nis geb]e, auf daß sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen. Luk 16:29 Abraham antwortete ihm: Sie haben Mose und die Propheten, [auf] die sollen sie hören! Luk 16:30 Da rief er: Nein, Vater Abraham, doch wenn jemand von [den] Toten zu ihnen ginge, werden sie umsinnen. Luk 16:31 Er aber antwortete ihm: Wenn sie nicht [auf] Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand aus [den] Toten aufersteht." Luk 17:1 * Weiter sagte Er zu Seinen Jüngern: "Es ist undenkbar, [daß] keine Fallstricke kommen; indessen wehe [jenem Menschen], durch den sie kommen! Luk 17:2 Zuträglicher wäre es [für] ihn, wenn [ihm ein] Mühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geschleudert [würde], als daß er einem dieser Kleinen Anstoß [gib]t. Luk 17:3 [Geb]t [auf] euch selbst acht! Wenn nun dein Bruder sündigt (wörtl.: zielverfehlt), [so ver]warne ihn; und wenn er umsinnt, vergib ihm! Luk 17:4 Selbst wenn er [a]m Tag siebenmal an dir sündigt (wörtl.: zielverfehlt) und siebenmal zu dir zurückkehrt [und] sagt: Ich sinne um, - so sollst du ihm vergeben." Luk 17:5 Da sagten die Apostel zum Herrn: Luk 17:6 "Verleihe uns [mehr] Glauben!" Der Herr aber antwortete: "Wenn ihr Glauben habt wie [ein] Senfkorn, würdet ihr diesem Schwarzmaulbeerbaum gebieten: Entwurzle dich und [ver]pflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen." Luk 17:7 Wer von euch, [der einen] Sklaven [beim] Pflügen oder Hirten hat, wird ihm, [wenn er] vom Felde hereinkommt, gebieten: Komm sofort herbei [und] laß dich [zu Tisch] nieder! - Luk 17:8 Sondern wird er ihm nicht gebieten: Bereite mir [zu], was ich [als] Mahl[zeit hab]en soll! Umgürte dich und [be]diene mich, bis ich gegessen und getrunken habe; danach kannst auch du essen und trinken. Luk 17:9 Hat er etwa Dank [für] den Sklaven, da[ß] er die Anordn[ung]en ausgeführt hat? Ich meine nicht! Luk 17:10 So auch ihr, wenn ihr alles getan habt, [was] euch angeordnet war, [dann] sagt: Wir sind unbrauchbare Sklaven, wir haben [nur] getan, [was] wir zu tun schuldig waren." Luk 17:11 Auf Seinem Gang nach Jerusalem, zog Er auch mitten durch [das Gebiet zwischen] Samaria und Galiläa. Luk 17:12 Als Er [dort] in ein Dorf hineinkam, begegneten Ihm zehn aussätzige Männer, die weit von [Ihm entfernt] stehen[blieben]. Luk 17:13 Sie [er]hoben [ihre] Stimme und riefen: "Jesus, Meister, erbarme Dich unser!" Luk 17:14 Als [Er sie] gewahrte, gebot Er ihnen: "Geht [hin und] zeigt euch den Priestern!" Während sie [dann] hingingen, wurden sie gereinigt. Luk 17:15 Einer von ihnen aber kehrte um, [als er] gewahrte, da[ß] er geheilt war; er verherrlichte Gott mit lauter Stimme, fiel auf [sein] Angesicht Luk 17:16 Ihm zu Füßen und dankte Ihm. Und er war [ein] Samariter. Luk 17:17 Als Antwort sagte Jesus: "Sind nicht [alle] zehn gereinigt worden? Luk 17:18 Wo [sind] denn die neun? Hat sich [sonst] keiner gefunden, [der] umgekehrt ist, um Gott Verherrlichung zu geben, außer diesem Ausländer?" Luk 17:19 Dann sagte Er [zu] ihm:" Steh auf [und] geh [hin]! Dein Glaube hat dich gerettet." Luk 17:20 Als Er von den Pharisäern gefragt wurde: "Wann kommt das Königreich Gottes?" Antwortete Er ihnen: "Das Königreich Gottes kommt nicht, [so daß man es] durch Aufpassen [wahrnehmen könnte], Luk 17:21 noch wird man [es] ansagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! - Denn siehe, das Königreich Gottes ist [in] eurem Innern." Luk 17:22 Zu Seinen Jüngern aber sagte Er: "Es werden Tage kommen, wenn ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu gewahren, Luk 17:23 doch ihr werdet [ihn] nicht sehen. Man wird euch ansagen: Siehe dort! oder: Siehe hier! - Geht nicht hin, auch lauft [ihnen] nicht nach! Luk 17:24 Denn so wie der Blitz von [hier] unter dem Himmel [auf]blitzt [und bis] nach [dort] unter [dem] Himmel [auf]leuchtet, so wird es [auch mit] dem Sohn des Menschen an Seinem Tag sein. Luk 17:25 Zuerst aber muß Er viel leiden und von dieser Generation verworfen werden. Luk 17:26 Wie es in den Tagen Noahs war, so wird es auch in den Tagen des Sohnes des Menschen sein. Luk 17:27 Sie aßen, sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet bis zu [dem] Tag, [an] dem Noah in die Arche [hin]einging und die [Übe]rflut[ung] kam und [sie] alle umbrachte. Luk 17:28 Es geschah [in] gleicher Weise wie in den Tagen Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. Luk 17:29 Aber [an] dem Tag, [als] Lot aus Sodom [hin]ausging, regnete es Feuer und Schwefel vo[m] Himmel und brachte [sie] alle um. Luk 17:30 In derselben [Weise] wird es [an] dem Tag geschehen, [wenn] der Sohn des Menschen enthüllt wird. Luk 17:31 [Wer] an jenem Tag auf dem Flachdach sein wird und seine Geräte im Haus [hat], der steige nicht [erst] hinab, um sie [mit]zunehmen; gleicherweise, [wer] auf dem Feld [ist], wende sich nicht nach dem um, [was] hinten [ist]. Luk 17:32 Denkt an Lots Frau! Luk 17:33 [Wer] sich seine Seele anzueignen sucht, wird sie verlieren; [wer sie] aber verliert, wird sie [zum] Leben zeugen. {Vers nicht in A' und B'}. Luk 17:34 Ich sage euch: [In] j[en]er Nacht werden zwei auf einem Lager sein, der eine wird mitgenommen und der andere [zurück]gelassen werden. Luk 17:35 [Von] zwei am selben [Mühlstein] Mahlenden wird die eine mitgenommen, die andere aber [zurück]gelassen werden." Luk 17:36 {Vers nicht in S*, A', B'}. Luk 17:37 Als Antwort sag[t]en sie zu Ihm: "Wo Herr?" Er aber erwiderte ihnen: "Wo [ein] Körper [ist], dort werden sich auch die Geier versammeln." Luk 18:1 * Dann erzählte Er ihnen [ein] Gleichnis dafür, [daß] sie allezeit beten müßten und nicht entmutigt sein. Luk 18:2 [Er] sagte: "In einer Stadt war ein Richter, [der] Gott nicht fürchtete und sich [vor] keinem Menschen scheute. Luk 18:3 Da war [auch eine] Witwe in jener Stadt, [die] zu ihm kam und bat: [Verschaff]e mir [doch] Recht vor meinem Prozeßgegner! Luk 18:4 Eine Zeit[lang] wollte er nicht; danach aber dachte er bei sich: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und mich [vor] keinem Menschen scheue, Luk 18:5 [so] werde ich dieser Witwe doch Recht [verschaff]en, weil sie mir Mühe verursacht, damit sie nicht zu[m] Abschluß kommt [und] mich [ins] Gesicht schlägt." Luk 18:6 Weiter sagte der Herr: "Hört, was der ungerechte Richter sagt! Luk 18:7 Sollte nun Gott nicht auch Seinen Auserwähleten Recht verschaffen, die Ihn Tag und Nacht [um] Hilfe [an]rufen? Luk 18:8 Und Er [hat] Geduld mit Ihnen. Ich sage euch: In Schnelligkeit wird Er ihnen Recht verschaffen. Indessen, wird wohl der Sohn des Menschen [bei Seinem] Kommen den Glauben auf Erden finden?" Luk 18:9 Einigen, die von sich selbst überzeugt waren, da[ß] sie gerecht seien, und [die alle] übrigen [für] nichts hielten, erzählt Er dieses Gleichnis: Luk 18:10 "Zwei M[än]ner gingen zur Weihe[stät]te hinauf, um zu beten. Der eine [war ein] Pharisäer und der andere [ein] Zöllner. Luk 18:11 Der Pharisäer stand [da und] betete dies zu sich selbst: Gott, ich danke Dir, da[ß] ich nicht so wie die übrigen Menschen bin, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Luk 18:12 Ich faste zweimal [a]m Sabbat [und] verzehnte alles, was ich erwerbe. Luk 18:13 Der Zöllner aber stand von ferne und wollte nicht einmal [seine] Augen zum Himmel erheben, sondern schlug [an] seine Brust [und] sagte: Gott, sei mir Sünder (wörtl.: Zielverfehler) versühnt! Luk 18:14 Ich sage euch: Dieser ging vor jenem gerechtfertigt in sein Haus hinab; d[enn] jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und [wer] sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden." Luk 18:15 Dann brachte man auch die [neugeborenen] Kinder zu Ihm, damit Er sie anrühre. Als die Jünger [das] gewahrten, schalten sie die [Leute]. Luk 18:16 Jesus aber rief sie zu Sich [und] sagte: "Laßt die kleinen Kinder zu Mir kommen und verwehrt [es] ihnen nicht; denn [für] solche ist das Königreich Gottes [da]. Luk 18:17 Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] das Königreich Gottes nicht annimmt wie [ein] kleines Kind, kann keinesfalls in [das]selbe eingehen." Luk 18:18 Dann fragte Ihn ein Oberer: "Guter Lehrer, was [soll] ich tun, [damit] mir äonisches Leben zugelost werde? Luk 18:19 Jesus aber antwortete ihm: "Was nennst du Mich gut? Niemand [ist] gut außer [dem] Einen: Gott. Luk 18:20 Du weißt die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch zeugen, ehre deinen Vater und deine Mutter!" Luk 18:21 Da entgegnete er: "Dies alles habe ich von meiner Jugend [an] bewahrt." Luk 18:22 Als Jesus d[a]s hörte, sagte Er [zu] ihm: "Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du [erworben] hast, verteile [den Erlös an die] Armen, und du wirst [einen] Schatz in den Himmeln haben; [dann komm] herzu und folge Mir!" Luk 18:23 Der aber wurde tief betrübt, [als er] dies hörte; denn er war überaus reich. Luk 18:24 Als Jesus gewahrte, [wie] er tief betrübt wurde, sagte Er: "Die Geld haben - wie angewidert [davon] werden sie in das Königreich Gottes eingehen! Luk 18:25 Denn es ist leichter [für ein] Kamel, durch [das] Öhr [einer] Ahle zu gehen, als [für einen] Reichen, in das Königreich Gottes einzugehen." Luk 18:26 Dann sagten die Zuhörer: "Wer kann dann gerettet werden?" Luk 18:27 Er antwortete: "Das bei Menschen Unmögliche ist bei Gott möglich." Luk 18:28 Dann sagte Petrus: "Siehe, wir haben [unser] Eigentum verlassen und sind Dir gefolgt." Luk 18:29 Er aber entgegnete ihnen: "Wahrlich, Ich sage euch: Da ist niemand, der [sein] Haus, Frau oder Geschwister, Eltern oder Kinder wegen des Königreichs Gottes verlassen hat, Luk 18:30 der [es] nicht auf jeden Fall in dieser Frist vielfältig wiedererhält - und im kommenden Äon äonisches Leben." Luk 18:31 Er nahm dann die Zwölf beiseite [und] sagte zu ihnen: "Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, dort wird alles, [was über] den Sohn des Menschen von den Propheten geschrieben ist, vollendet werden. Luk 18:32 Denn Er wird den Nationen übergeben, verhöhnt, mißhandelt und [an]gespien werden. Luk 18:33 [Die] werden Ihn geißeln und töten; und [a]m dritten Tag wird Er auferstehen." Luk 18:34 Doch sie verstanden nichts [von all] diesem; denn [der Sinn] dieser Rede war vor ihnen verborgen und sie [er]kannten das Gesagte nicht. Luk 18:35 Als Er dann in die Nähe vor Jericho [kam], saß [da] ein Blinder bettelnd am Weg. Luk 18:36 [Der] hörte die Volksmenge vorüberziehen [und] erkundigte sich, was dies bedeute. Luk 18:37 Man berichtete ihm: "Jesus der Nazarener geht vorüber." Luk 18:38 Da schrie er: Jesus, Sohn Davids, erbarme Dich meiner!" Luk 18:39 Obwohl die Vorangehenden ihn schalten, damit er stillschweige, schrie er noch viel mehr: "Jesus Sohn Davids, erbarme Dich meiner!" Luk 18:40 Nun [blieb] Jesus stehen, [und] befahl, ihn zu Ihm zu führen. Als er nahe [herangekomm]en war, fragte Er ihn: Luk 18:41 "Was willst du, [daß] Ich dir tun soll?" Er antwortete: "Herr, daß ich s[eh]end werde!" Luk 18:42 Darauf sagte Jesus [zu] ihm: "Werde s[eh]end, dein Glaube hat dich gerettet." Luk 18:43 Auf [der] Stelle wurde er s[eh]end, und er folgte Ihm und verherrlichte Gott. Auch das gesamte Volk gab Gott Lob, [als es das] gewahrte. Luk 19:1 * [So] kam Er [nach] Jericho hinein und [wollte hin]durchziehen. Luk 19:2 Und siehe, [da stand ein] Mann mit Namen Zachäus genannt; er war [ein] Oberzöllner, auch [war] er reich. Luk 19:3 [Der] suchte Jesus zu sehen, [um zu erfahren], wer Er sei, konnte [es] aber wegen der Volksmenge nicht, weil er [von] kleinem Wuchs war. Luk 19:4 [Darum] lief er voraus und stieg auf [einen] Maulbeerfeigen[baum], um Ihn [zu] sehen; d[enn] Er war im Begriff, [auf] jenem [Weg hin]durchzuziehen. Luk 19:5 Als Er [nun] an die Stelle kam, blickte Jesus auf [und] sagte zu ihm: "Zachäus, steige eilends herab; denn heute muß Ich in deinem Hause bleiben." Luk 19:6 Da stieg er eilends herab, und er beherbergte Ihn [mit] Freuden. Luk 19:7 Alle, [die das] gewahrten, murrten laut und sagten: "Der geht zu [einem] Mann, [der als] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) [bekannt ist], um zu übernachten." Luk 19:8 Zachäus aber trat zum Herrn [und] gelobte: "Siehe, Herr, die Hälfte meines [erworbenen] Besitzes gebe ich den Armen, und wenn ich [von] jemandem etwas erpreßt habe, [will] ich es vierfältig wiedergeben." Luk 19:9 Da sagte Jesus zu ihm: "Heute ist diesem Haus Rettung [zuteil] geworden, weil auch er [ein] Sohn Abrahams ist. Luk 19:10 Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu retten, [was] verloren ist." Luk 19:11 Als sie dies hörten, fügte Er [noch ein] Gleichnis hinzu, weil er nahe [bei] Jerusalem war und sie meinten, da[ß] das Königreich Gottes im Begriff sei, auf [der] Stelle zu erscheinen. Luk 19:12 Daher sagte Er: "Ein vornehmer Mann ging in [ein] fernes Land, um [für] sich [die] Königswürde [an]zunehmen und [dann] zurückzukehren. Luk 19:13 Zuvor rief er zehn seiner Sklaven, gab ihnen zehn Minas und sagte zu ihnen: [Betreibt] Geschäfte, bis ich [wiede]rkomme! Luk 19:14 Seine Bürger aber haßten ihn und schickten [eine] Gesandtschaft hinter ihm [her und ließen] sagen: Wir wollen nicht, [daß] dieser über uns [als] König [herrsch]e. Luk 19:15 Als er [nach] erhalt der Königswürde wieder [zurück]kam, ließ er diese Sklaven, denen er das Geld gegeben hatte, [zu] sich rufen, um [zu] erfahren, was [für] Geschäfte sie [gemach]t hätten. Luk 19:16 Da kam der erste herzu [und] berichtete: Herr, deine Mina hat zehn Minas eingebracht. Luk 19:17 [Der] erwiderte ihm: Sehr wohl, guter Sklave! Da du i[m] Geringsten treu warst, sollst du über zehn Städte Vollmacht haben. Luk 19:18 [Dann] kam der zweite und berichtete: Deine Mina, Herr, hat fünf Minas eingebracht. Luk 19:19 Da sagte er auch [zu] diesem: Und du sollst über fünf Städte [eingesetzt] werden. Luk 19:20 [Dann] kam [ein] anderer und berichtete: Herr, siehe [hier ist] deine Mina, die ich i[m] Schweißtuch aufbewahrt hatte. Luk 19:21 Denn ich fürchtete dich, weil du [ein] strenger Mensch bist: Du nimmst, [was] du nicht [an]gelegt, und erntest, [was] du nicht gesät hast. Luk 19:22 [Dies]er erwiderte ihm: Nach [der Aussage] deines [eigenen] Mundes werde ich dich richten, böser Sklave! Du wußtest, daß ich [ein] strenger Mensch bin [und] nehme, [was] ich nicht [an]gelegt, und ernte, [was] ich nicht gesät habe. Luk 19:23 Weshalb gabst du mein Geld nicht auf [eine] Bank? Dann hätte ich es, [als] ich kam, mit Zinsen einfordern [können]. Luk 19:24 Und [zu] den Dabeistehenden sagte er: Nehmt ihm die Mina ab und gebt [sie] dem, [der] die zehn Minas hat. Luk 19:25 Da erwiderten sie ihm: Herr, [d]er hat [schon] zehn Minas! Luk 19:26 Ich sage euch: Jedem der [da] hat, wird gegeben werden; von dem aber, [der] nichts hat, wird auch [noch das] genommen werden, [was] er [zu] haben [meint]. Luk 19:27 Indessen, diese meine Feinde, die nicht wollen, [daß] ich über sie [als] König [herrsch]e, führt her und schlachtet sie vor mir ab!" Luk 19:28 Nach diesen Worten ging Er voraus, [um] nach Jerusalem hinauf[zu]ziehen. Luk 19:29 Als Er Sich Bethphage und Bethanien näherte (zu dem Berg [hin], der Öl[berg] heißt), schickte Er zwei Seine Jünger [aus und] sagte: Luk 19:30 "Geht in das Dorf [euch] gegenüber! [Wenn ihr] hineinkommt, werdet ihr dort [ein] Füllen [an]gebunden finden, auf dem kein Mensch jemals gesessen hat. Luk 19:31 [Bind]et [es] los und führt es [her]! Wenn euch jemand fragt: Weshalb [bind]et ihr [es] los?, so sollt ihr ihm erwidern: Der Herr braucht es." Luk 19:32 Da gingen die [Abgesand]ten hin [und] fanden [es] so, wie Er ihnen gesagt hatte. Luk 19:33 Als sie das Füllen los[band]en, sagten dessen Herren zu ihnen: "Warum [bind]et ihr das Füllen los? Luk 19:34 Sie antworteten: "Der Herr, braucht es." Luk 19:35 Dann führten sie es zu Jesus, warfen ihre Kleider auf das Füllen und ließen Jesus aufsteigen. Luk 19:36 Während Er [weiter]zog, breiteten sie ihre Kleider auf dem Weg aus. Luk 19:37 Als Er schon nahe an den Abstieg des Ölbergs [kam], begann die gesamte Menge der Jünger, Gott [mit] lauter Stimme freudevoll zu loben wegen all [der] Machttaten, die sie gewahrt hatten, [und] riefen: Luk 19:38 "Gesegnet [sei] der König, der [da] kommt im Namen [des] Herrn! Friede [sei] i[m] Himmel und Verherrlichung in[mitten der] Höchsten!" Luk 19:39 Da sagten einige Pharisäer aus der Volksmenge zu Ihm: "Lehrer, schilt deine Jünger!" Luk 19:40 Er antwortete ihnen jedoch: "Ich sage euch: Wenn diese stillschweigen, werden die Steine schreien!" Luk 19:41 Als Er [dann] näher[gekomm]en war und die Stadt s[a]h, schluchzte Er über sie [und] sagte: Luk 19:42 "Wenn doch auch du, und [zwar] an diesem Tag [er]kennen würdest, [was] zu deinem Frieden [dient]! Nun aber wurde es vor deinen Augen verborgen. Luk 19:43 D[enn] es werden Tage über dich hereinbrechen, wenn deine Feinde [einen] Wall um dich [auf]werfen werden, dich umzingeln und dich von überallher [be]drängen. Luk 19:44 Sie werden dich schleifen und deine Kinder in dir [zu Boden schmettern] und nicht Stein auf Stein in dir lassen, darum, weil du die Frist deiner [gnadenreichen] Heimsuchung nicht erkannt hast." Luk 19:45 Als [Er] in die Weihe[stät]te ging, begann Er, [alle] hinauszutreiben, die darin verkauften und kauften, Luk 19:46 [und] sage [zu] ihnen: "Es steht geschrieben: Mein Haus wird [ein] Haus [des] Gebets sein! Ihr aber macht es [zu einer] Höhle [für] Wegelagerer." Luk 19:47 Dann lehrte Er täglich in der Weihe[stät]te. Die Hohenpriester, die Schrift[gelehrt]en und die Ersten des Volkes aber suchten Ihn umzubringen, Luk 19:48 doch fanden sie keine [Gelegenheit es] zu tun; denn das gesamte Volk, [das] Ihn hörte, hing [Ihm] an. Luk 20:1 * An einem jener Tage, [als] Er das Volk in der Weihe[stät]te lehrte und [das] Evangelium [verkündig]te, traten die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en samt den Ältesten [her]zu Luk 20:2 und fragten Ihn: "Sage uns, mit welcher Vollmacht tust Du dies? Wer ist es der Dir diese Vollmacht gibt?" Luk 20:3 Er antwortete ihnen: "Auch Ich werde euch ein Wort fragen, beantwortet Mir dies: Luk 20:4 Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von Menschen?" Luk 20:5 Sie überlegten nun bei sich: Wenn wir sagen: vom Himmel, er wird erwidern: Warum nun glaubtet ihr ihm nicht? Luk 20:6 Wenn wir aber sagen: von Menschen, wird uns das gesamte Volk steinigen; denn es ist überzeugt, [daß] Johannes [ein] Prophet war. Luk 20:7 So antworteten sie: "[Man] weiß nicht, woher." Luk 20:8 Da entgegnete ihnen Jesus: "[Dann] sage auch Ich euch nicht, mit welcher Vollmacht Ich dies tue." Luk 20:9 Dann begann Er, dem Volk dieses Gleichnis zu erzählen: "Ein M[an]n pflanzte [einen] Weinberg, verpachtete ihn [an] Winzer und verreiste geraume Zeit. Luk 20:10 Zur rechten Zeit schickte er [einen] Sklaven zu den Winzern, damit sie ihm [seinen Anteil] an der Frucht des Weinbergs gäben. Die Winzer aber prügelten [ihn] und schickten ihn leer weg. Luk 20:11 [Doch] er fuhr fort und sandte [einen] anderen Sklaven. Sie aber prügelten und entehrten auch jenen [und] schickten ihn leer weg. Luk 20:12 [Doch] er fuhr fort und sandte [noch einen] dritten. Aber auch diesen verwundeten sie [und] warfen [ihn] hinaus. Luk 20:13 Da sagte der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich werde meinen geliebten Sohn senden, [vor] diesem werden sie sich [wohl] ebenso wie [vor mir] scheuen. Luk 20:14 Als die Winzer ihn gewahrten, folgerten sie [unter]einander: Dieser ist der Losteilinhaber; herzu, wir wollen ihn töten, damit das Los[land] unser werde! Luk 20:15 [So] warfen sie ihn zum Weinberg hinaus und töteten [ihn]. Was wird nun der Herr des Weinbergs [mit] ihnen tun? Luk 20:16 Er wird kommen und diese Winzer umbringen und den Weinberg anderen geben." Da sagten die Zuhörer: "Möge [das] nicht geschehen!" Luk 20:17 Er aber blickte sie an [und] sagte: "Was bedeutet d[en]n dieses Wort, das geschrieben ist: [Der] Stein, den die Bau[leute] verworfen haben, d[e]r wurde zu[m] Haupt[stein der] Ecke? - Luk 20:18 Jeder, der auf jenen Stein fällt, wird zerschellen; auf [wen] er aber fällt, den wird er wie Spreu zerstäuben." Luk 20:19 Da suchten die Schrift[gelehrt]en und Hohenpriester zu dieser Stunde die Hände an ihn zu legen; sie fürchteten sich jedoch [vor] dem Volk; denn sie [er]kannten, da[ß] Er dieses Gleichnis auf sie bezog. Luk 20:20 [So ließen] sie [Ihn] scharf beobachten und schickten Horcher [aus, die] heuchelten, selbst gerecht zu sein, damit sie [von] Ihm [ein] Wort aufgreifen könnten, um Ihn [dann] der Oberherrschaft und Vollmacht des Statthalters zu überantworten. Luk 20:21 Da fragten sie Ihn: "Lehrer, wir wissen, da[ß] du recht redest und lehrst; denn Du hältst nichts [von dem] äußeren [Ansehen der Menschen], sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit. Luk 20:22 Ist es uns erlaubt, [dem] Kaiser Steuern zu geben oder nicht?" Luk 20:23 [Da er] aber ihre List bemerkte, sagte Er zu ihnen: "Was versucht ihr Mich? Zeigt Mir [einen] Denar?" Luk 20:24 Als sie Ihm [einen] zeigten, fragte Er [sie]: "Wessen Bild und Aufschrift hat er?" Sie antworteten: "[Des] Kaisers." Luk 20:25 Dann sagte Er zu ihnen: "So bezahlt nun [dem] Kaiser, [was des] Kaisers [ist], und Gott, [was] Gottes [ist]." Luk 20:26 Und sie vermochten nicht, [einen] Ausspruch [von] Ihm in Gegenwart des Volkes aufzugreifen; sie staunten [nur] über Seine Antwort und schwiegen. Luk 20:27 Dann traten einige der Sadduzäer herzu, die behaupteten, [es] gebe keine Auferstehung; Luk 20:28 sie fragten Ihn: "Lehrer, Mose schreibt uns [vor]: Wenn jemandes Bruder, [der eine] Frau hat, stirbt und dieser kinderlos war, [dann] soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Samen erwecken. Luk 20:29 Es waren nun sieben Brüder; der erste nahm [eine] Frau und starb kinderlos. Luk 20:30 Da nahm der zweite die Frau; auch dieser starb kinderlos. Luk 20:31 Dann nahm sie der dritte und in derselben Weise die sieben; sie [alle] hinterließen keine Kinder und starben. Luk 20:32 Als letzte [von] allen starb auch die Frau. Luk 20:33 In der Auferstehung nun, wem [von] ihnen wird sie [als] Frau [angehören]? Denn [alle] sieben haben sie [zur] Frau gehabt." Luk 20:34 Jesus antwortete ihnen: Die Söhne dieses Äons heiraten und werden verheiratet. Luk 20:35 Die aber [für] würdig ge[acht]et werden, jenes Äons und der Auferstehung aus [den] Toten teilhaftig zu werden, heiraten [dann] weder, noch werden sie verheiratet. Luk 20:36 Sie können doch auch nicht mehr sterben; denn sie sind wie die Boten und sind Söhne Gottes, [weil sie] Söhne der Auferstehung sind. Luk 20:37 Da[ß] aber die Toten erwachen, hat schon Mose [im Bericht] über den Dornbusch eröffnet, als er [den] Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt. Luk 20:38 Doch ist Er kein Gott [der] Toten, sondern [der Gott der] Lebendigen; denn Ihm leben alle." Luk 20:39 Da antworteten einige der Schrift[gelehrt]en: "Lehrer, Du hast trefflich geredet." Luk 20:40 Denn sie wagten nicht mehr, Ihn irgend etwas zu fragen. Luk 20:41 Da sage Er zu ihnen: "Wie [können] einige behaupten, Christus sei Davids Sohn? Luk 20:42 Denn er, David, sagte in [der] Rolle [der] Psalmen: Es sprach der Herr [zu] meinem Herrn: Setze Dich zu Meiner Rechten, Luk 20:43 bis Ich Deine Feinde [zum] Schemel Deiner Füße lege. - Luk 20:44 David nun nennt Ihn Herr; wie [kann] Er [dann] sein Sohn sein?" Luk 20:45 Als das gesamte Volk zuhörte, sagte Er [zu] Seinen Jüngern: Luk 20:46 "[Nehm]t euch [in] acht vor den Schrift[gelehrt]en, die in [prächtigen] Gewändern umhergehen wollen, auf den Märkten sich gern begrüßen lassen, Vordersitze in den Synagogen und erste Liegeplätze bei [Gast]mählern [beanspruchen], Luk 20:47 die Häuser der Witwen verzehren und [zum] Vorwand weitschweifig beten. Diese werden [ein] überaus [strengeres] Urteil erhalten." Luk 21:1 * Als [Er dann] aufblickte s[a]h Er die Reichen ihre Nahegaben in den Schatzkasten werfen. Luk 21:2 Dort gewahrte Er auch eine unbemittelte Witwe, [die] warf zwei Schärflein [ein]. Luk 21:3 Da sagte Er: "Wahrhaftig, Ich sage euch: Diese arme Witwe warf mehr [ein als sie] alle. Luk 21:4 Denn sie alle warfen von ihrem Überfluß in die Nahegaben Gottes [ein]; diese aber warf aus ihrem Mangel alles [ein, was] sie [als] Lebens[unterhalt] hatte." Luk 21:5 Als einige von der Weihe[stät]te sagten, da[ß] sie [mit] schönen Steinen und Widmungen geschmückt sei, entgegnete Er: Luk 21:6 "D[a]s, [was] ihr schaut - es werden Tage kommen, an denen hier nicht Stein auf Stein gelassen wird, den man nicht abbrechen wird." Luk 21:7 Da fragten sie Ihn: "Lehrer, wann wird d[a]s nun sein, und welches [ist] das Zeichen, wenn dieses Geschehen bevorsteht?" Luk 21:8 Er aber antwortete: "Hütet euch, [damit] ihr nicht irrege[führ]t werdet! Denn viele werden in Meinem Namen kommen [und] sagen: Ich bin [es] - und: Der [Zeit]punkt hat sich genaht! - Geht ihnen nicht nach! Luk 21:9 Wenn ihr aber [von] Schlachten und Aufruhr hört, erschreckt nicht; denn das muß zuerst geschehen, jedoch [ist es] nicht sofort die Vollendung." Luk 21:10 Dann sagte Er ihnen: "Es wird Nation gegen Nation und Königreich gegen Königreich erweckt werden; Luk 21:11 auch werden große [Erd]beben und stellenweise Hungersnöte und Seuchen sein; furchtbare [Dinge] und auch große Zeichen vo[m] Himmel werden sein. Luk 21:12 Schon vor diesem allen werden sie ihre Hände an euch legen, [euch] verfolgen und an die Synagogen und Gefängnisse überantworten, und [ihr werdet] abgeführt werden vor Könige und Regierende wegen Meines Namens. Luk 21:13 [Das] wird euch aber [Gelegenheit] zu[m] Zeugnis bieten. Luk 21:14 Daher nehmt [es] euch in euren Herzen [vor], nicht [für eure] Verteidigung vorzusorgen; Luk 21:15 denn Ich werde euch [Worte in den] Mund und Weisheit geben, denen alle die euch widerstreben, nicht werden widerstehen oder widersprechen können. Luk 21:16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brüdern, Verwandten und Freunden überantwortet werden, und man wird [einige] von euch [zu] Tode [bring]en. Luk 21:17 Ja, ihr werdet um Meines Namens willen von allen gehaßt werden. Luk 21:18 Aber keinesfalls soll [ein] Haar von eurem Haupt verloren[gehen]. Luk 21:19 Durch euer Ausharren werdet ihr eure Seelen erwerben. Luk 21:20 Wenn ihr Jerusalem von Heerlagern umzingelt s[e]ht, dann [er]kennt, da[ß] sich seine Verödung genaht hat. Luk 21:21 Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen, die mitten in [der Stadt] sollen aus ihr weichen, und die auf dem Land sollen nicht in sie hineingehen; Luk 21:22 d[enn] dies sind Tage [der] Rache, [damit] alles, [was] geschrieben ist, [er]füllt werde. Luk 21:23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn im Land wird große Not sein und Zorn [über] diesem Volk. Luk 21:24 Sie werden [durch des] Schwertes Schneide fallen und unter alle Nationen gefangen [weg]ge[führ]t werden. Und Jerusalem wird von [den] Nationen getreten werden, bis [die] Fristen [der] Nationen erfüllt sind. Luk 21:25 Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und [den] Gestirnen sein, und auf der Erde [wird] Beklemmung [der] Nationen vor Ratlosigkeit [beim] Brausen [des] Meeres und [bei der] Erschütterung [sein], Luk 21:26 [wobei die] Menschen in Furcht und Vorahnung [vor] dem erstarren, [was] über die Wohn[er]de kommt; denn die Mächte der Himmel werden erschüttert werden. Luk 21:27 Dann wird man den Sohn des Menschen in [einer] Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen. Luk 21:28 [Wenn] aber dies zu geschehen beginnt, [dann] richtet euch empor und erhebt eure Häupter, weil eure Freilösung naht!" Luk 21:29 Weiter erzählte Er ihnen [ein] Gleichnis: "Seht den Feigenbaum und all die [anderen] Bäume [an]: Luk 21:30 Wenn sie bereits knospen [und] ihr [dies er]blickt, [dann er]kennt ihr von selbst da[ß] der Sommer schon nah ist. Luk 21:31 So auch ihr: Wenn ihr dies [alles] eintreffen s[e]ht, [dann er]kennt [daran], daß das Königreich Gottes nahe ist. Luk 21:32 Wahrlich, Ich sage euch: Keinesfalls sollte diese Generation vergehen, bis [dies] alles geschehen ist. Luk 21:33 Der Himmel und die Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden keinesfalls vergehen. Luk 21:34 [Gebt auf] euch selbst acht, damit eure Herzen nicht [etwa] durch [trunkenen] Taumel und Rausch oder [durch] Sorgen [um] die Lebensbedürfnisse beschwert werden und jener Tag unvermutet wie [eine] Falle vor euch stehe; Luk 21:35 denn er wird über alle hereinbrechen, die auf [dem] Angesicht der gesamten Erde [ihren Wohnsitz haben]. Luk 21:36 Daher wachet, bei jeder Gelegenheit flehend, damit ihr imstande seid, diesem allen, [was] zukünftig geschehen [soll], zu entrinnen und vor den Sohn des Menschen gestellt zu werden." Luk 21:37 So lehrte Er die Tage [über] in der Weihe[stät]te, doch des Nachts ging Er [hin]aus [und] nächtigte auf dem Berg, der Öl[berg] heißt. Luk 21:38 Früh[morgens] aber kam das gesamte Volk zu Ihm in die Weihe[stät]te, um Ihn zu hören. Luk 22:1 * Nun nahte das Fest der ungesäuerten [Brote], das Passah genannt wird. Luk 22:2 Da suchten die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en, wie sie Ihn hinrichten [lassen] könnten; denn sie fürchteten das Volk. Luk 22:3 Es fuhr aber Satan in Judas, der 'Iskariot' heißt [und] aus der Zahl der Zwölf war. Luk 22:4 [Der] ging hin und besprach [mit] den Hohenpriestern und [ihren] Hauptleuten, wie er Ihn ihnen verraten sollte. Luk 22:5 Hierüber freuten sie sich und kamen [mit ihm] überein, ihm Geld zu geben. Luk 22:6 Er stimmte zu und suchte [eine] günstige Gelegenheit, um Ihn ihnen ohne [Wissen der] Volksmenge zu verraten. Luk 22:7 Als der Tag der ungesäuerten [Brote] gekommen war, [an] dem man das Passah opfern mußte, Luk 22:8 schickte Er Petrus und Johannes [aus] und sagte: "Geht [hin und] bereitet uns das Passah, damit wir [es] essen." Luk 22:9 Sie fragten Ihn: "Wo willst Du das Passah essen? [Wo] sollen wir es bereiten?" Luk 22:10 .Da antwortete Er ihnen: "Siehe, [wenn] ihr in die Stadt hineinkommt, wird euch [ein] Mann begegnen, [der einen] Topf Wasser trägt; folgt ihm in das Haus, in das er hineingeht, Luk 22:11 redet [mit] dem Hausherrn [jenes] Hauses und sagt: Der Lehrer [läßt] dich fragen: Wo ist Mein Gastzimmer, wo Ich das Passah mit Meinen Jüngern essen kann? Luk 22:12 Dann wird jener euch [einen] großen Söller [mit aus]gebreiteten [Polstern] zeigen; dort bereitet [das Mahl]." Luk 22:13 Da gingen sie hin [und] fanden [alles] so, wie Er [es] ihnen angesagt hatte, und bereiteten das Passah. Luk 22:14 Als die Stunde gekommen war, ließ Er Sich nieder und die zwölf Apostel mit Ihm. Luk 22:15 Dann sagte Er zu ihnen: "Sehnlich, verlangt [es] Mich, dieses Passah vor Meinem Leiden mit euch zu essen; Luk 22:16 denn Ich sage euch: Ich werde keinesfalls davon essen, bis es im Königreich Gottes erfüllt werde." Luk 22:17 [Dann] ließ Er sich den Becher reichen, dankte und sagte: "Nehmt diesen und teilt [ihn] unter euch; Luk 22:18 denn Ich sage euch: Ich werde von nun [an] keinesfalls vom Ertrag des Weinstocks trinken, bis das Königreich Gottes kommt." Luk 22:19 Darauf nahm Er Brot, dankte, brach [es], gab [es] ihnen und sagte: "Nehmt! Dieses ist Mein Körper, der für euch gegeben wird; dies tut zu Meinem Gedächtnis!" Luk 22:20 In derselben Weise [nahm Er] auch den Becher nach dem Mahl [und] sagte: "Dieser Becher [ist] der neue Bund in Meinem Blut, das für euch vergossen wird. Luk 22:21 Indessen, siehe, die Hand Meines Verräters [ist] mit Mir auf dem Tisch: Luk 22:22 Der Sohn des Menschen geht zwar [dahin, so] wie [es] festgesetzt ist; indessen, wehe jenem Menschen, durch den Er verraten wird!"! Luk 22:23 Da begannen sie, sich untereinander zu befragen, [wer] von ihnen es wohl sei, der vorhabe, dies zu verüben. Luk 22:24 Dann entstand unter ihnen noch [ein] ehrsüchtiges Streiten [darüber], wer [von] ihnen [dafür]gelte, [der] Größte zu sein. Luk 22:25 Er aber sagte ihnen: "[Bei] den Nationen haben die Könige [die] Herrschaft [über] sie, und die [über] sie Vollmacht [hab]en, werden 'Wohltäter' genannt. Luk 22:26 Doch [bei] euch [sollte es] nicht so [sein], sondern der Größte unter euch sei wie der Jüngste und der Führende wie [ein] Dienender. Luk 22:27 Denn wer [ist der] Größere, der [zu] Tisch liegt oder der [be]dient? Ist nicht [er es], der [zu] Tisch liegt? Ich aber bin in eurer Mitte wie [ein] Dienender. Luk 22:28 Ihr nun seid [es], die mit Mir in Meinen Anfechtungen ausgeharrt haben. Luk 22:29 Und so, wie Mir Mein Vater [das] Königreich [durch einen] Bund [bestimm]t hat, [mach]e Ich [einen] Bund [mit] euch, Luk 22:30 damit ihr in Meinem Königreich an Meinem Tisch essen und trinken sollt. Auch werdet ihr auf Thronen sitzen [und] die zwölf Stämme Israels richten." Luk 22:31 Dann sagte der Herr: "Simon, Simon, siehe, Satan fordert euch für sich, um [euch] wie das Getreide zu sieben. Luk 22:32 Ich aber habe für dich gefleht, damit [dir] dein Glaube nicht ausgehe; und [wenn] du [dich] einst umwendest [dann] festige deine Brüder." Luk 22:33 Da antwortete er Ihm: "Herr, ich bin bereit, mit Dir auch in [das] Gefängnis und in [den] Tod zu gehen!" Luk 22:34 Er aber entgegnete: "Ich sage dir, Petrus, [der] Hahn wird heute nicht krähen, bis du dreimal verleugnen wirst, [von] Mir zu wissen." Luk 22:35 Dann fragte Er sie: "Als Ich euch ohne Beutel, Bettelsack und Sandalen [aussand]te, habt ihr [da] etwa Mangel [an] irgend [etwas gelit]ten?" Da antworteten sie: "[An] nichts!" Luk 22:36 Darauf sagte Er ihnen: "Jedoch [von] nun [an - wer einen] Beutel hat, [d]er nehme [ihn mit sich], gleicherweise auch [einen] Bettelsack, und [wer] nichts hat, [d]er verkaufe sein Obergewand und kaufe [ein] Schwert. Luk 22:37 Denn Ich sage euch: Dieses Schrift[wort] muß an Mir vollendet werden, [nämlich]: Unter [die] Gesetzlosen ist Er gerechnet worden. so hat denn das, [was] Mich betrifft, [seine] Vollendung." Luk 22:38 Da sagten sie: "Herr, siehe, hier [sind] zwei Schwerter." Er antwortete ihnen: "Es ist genug." Luk 22:39 [Dann] trat Er [hin]aus und ging nach [Seiner] Gewohnheit auf den Ölberg; dorthin folgten Ihm auch die Jünger. Luk 22:40 Als [Er] Sich an [diesem] Ort befand, sagte Er [zu] ihnen: "Betet, [daß ihr] nicht in Anfechtung hineinkommt!" Luk 22:41 Dann riß Er Sich von ihnen los; etwa [einen] Steinwurf [entfernt] kniete nieder und betete: Luk 22:42 "Vater, wenn [es] Dein Beschluß ist, trage diesen Becher von Mir weg! Indessen nicht Mein Wille, sondern der Deine geschehe!" Luk 22:43 Da erschien Ihm [ein] Bote vo[m] Himmel [und] stärkte Ihn. Luk 22:44 [So] geriet Er in [ein] Ringen und betete [noch] insbrünstiger, und Sein Schweiß wurde wie Blutgerinnsel, [das] auf die Erde herabfiel. Luk 22:45 [Als Er] vom Gebet aufstsand und zu den Jüngern kam, fand Er sie vor Betrübnis schlafend Luk 22:46 und sagte [zu] ihnen: "Was schlummert ihr? Steht auf [und] betet, damit ihr nicht in Anfechtung hineinkommt." Luk 22:47 [Während] Er noch sprach, siehe [da kam eine] Schar, und einer der Zwölf, der Judas hieß, ging ihnen voraus und näherte sich Jesus, um Ihn zu küssen. Luk 22:48 Jesus aber sagte [zu] ihm: "Judas, [mit einem] Kuß verrätst du den Sohn des Menschen?" Luk 22:49 Als die um Ihn gewahrten, [was] bevorstand, fragten sie Ihn: "Herr sollen wir mit [dem] Schwert [dr]einschlagen?" Luk 22:50 Und [schon] schlug jemand (einer von ihnen) [auf] den Sklaven des Hohenpriesters ein und hieb ihm das rechte Ohr ab. Luk 22:51 Jesus aber antwortete: "Laßt [es zu]! Bis [auf] dieses. -" [Dann] rührte Er die Ohr[muschel] an und heilte ihn. Luk 22:52 Zu [den] Hohepriestern, Hauptleuten der Weihe[stät]te und Ältesten, die gegen Ihn hergekommen waren, sagte Jesus: "Wie gegen [einen] Wegelagerer seid ihr mit Schwertern und Knütteln ausgezogen. Luk 22:53 [Als] Ich täglich bei euch in der Weihe[stät]te war, habt ihr keine Hand gegen Mich ausgestreckt. Dies ist jedoch eure Stunde und Vollmacht der Finsternis." Luk 22:54 Da [er]griffen sie Ihn, führten [Ihn ab] und brachten [Ihn] in das Haus des Hohenpriesters. Luk 22:55 Petrus jedoch folgte [ihnen] von ferne. Als [sie] in [der] Mitte des Hofes [ein] Feuer angezündet hatten und zusammensaßen, setzte sich Petrus in ihre Mitte. Luk 22:56 Da gewahrte ihn eine Magd an der Lohe sitzen; und ihn unverwandt [an]sehend, sagte sie: "Dieser war auch bei Ihm!" Luk 22:57 Er aber leugnete [und] sagte: "Ich weiß nichts [von] Ihm, Frau!" Luk 22:58 Nach kurzer [Zeit] gewahrte ihn [ein] anderer und behauptete: "Auch du bist [einer] von ihnen!" Petrus aber entgegnete: "Mensch, ich bin [es] nicht!" Luk 22:59 Nach Verlauf [von] etwa einer Stunde [behaupt]ete ein anderer [mit] Bestimmtheit: "In Wahrheit, auch dieser war mit Ihm; denn auch er ist [ein] Galiläar." Luk 22:60 Da antwortete Petrus: "Mensch, ich weiß nicht, [was] du sagst." Und auf der Stelle, [während] er noch sprach, krähte [ein] Hahn. Luk 22:61 [Darauf] wandte sich der Herr [um] und blickte Petrus an; nun erinnerte sich Petrus des Ausspruchs des Herrn, wie Er [zu] Ihm gesagt hatte: Ehe [der] Hahn heute kräht, wirst du Mich dreimal verleugnen. Luk 22:62 Und Petrus ging [hin]aus [und] schluchzte bitterlich. Luk 22:63 Die Männer, die Jesus verhaftet hielten, verhöhnten und schlugen Ihn. Luk 22:64 Dann bedeckten sei Sein Angesicht, schlugen Ihn und fragten Ihn: "Prophezeie! Wer ist es, der Dich geschlagen hat?" Luk 22:65 Und [noch] vieles andere sagten sie lästernd gegen Ihn. Luk 22:66 Als es Tag geworden war, [ver]sammelte sich die Ältestenschaft des Volkes, Hohepriester und auch Schrift[gelehrt]e. [Die ließen] Ihn in ihr Synedrium abführen und sagten: Luk 22:67 "Wenn Du der Christus bist, [dann] sage [es] uns!" Er aber antwortete ihnen: "Wenn Ich [es] euch sage, werdet ihr keinesfalls glauben. Luk 22:68 Wenn Ich [euch] frage, werdet ihr Mir keinesfalls antworten oder [Mich] freilassen. Luk 22:69 Jedoch von nun [an] wird der Sohn des Menschen zur Rechten der Macht Gottes sitzen!" Luk 22:70 Da sagten sie alle: "[So] bist Du nun der Sohn Gottes?" Er entgegnete ihnen: "Ihr sagt [es]: Ich bin [es]." Luk 22:71 Darauf riefen sie: "Was brauchen wir noch Zeugnise? Denn wir haben [es] selbst aus Seinem Mund gehört!" Luk 23:1 * [Dann] stand die gesamte Menge auf, und man führte Ihn zu Pilatus [ab]. Luk 23:2 Dort begann man Ihn zu verklagen [und] sagte: "Wir haben [be]funden, [daß] dieser unsere Nation abwendig [mach]t und verbietet [dem] Kaiser Steuern zu geben, und sagt, Er Selbst sei Christus, [ein] König." Luk 23:3 Pilatus fragte Ihn: "Bist Du der König der Juden?" Er antwortete ihm [und] entgegnete: "Du sagst [es]!" Luk 23:4 Da rief Pilatus den Hohenpriestern und der Volksmenge zu: "Ich finde keine Schuld an diesem Menschen." Luk 23:5 Sie aber waren hartnäckig [und] entgegneten: "Er hetzt das Volk auf, [indem Er] durch ganz Judäa [hin] lehrt, angefangen von Galiläa bis hier[her]." Luk 23:6 Als Pilatus 'Galiläa' hörte, fragte er, ob der M[an]n Galiläer sei. Luk 23:7 Und [als er] erfuhr, da[ß] Er aus dem Vollmachts[gebiet des] Herodes sei, sandte er Ihn zu Herodes, [d]er in diesen Tagen ebenfalls in Jerusalem war. Luk 23:8 Herodes aber freute sich sehr, Jesus [zu] sehen; denn seit geraumer Zeit [schon] wollte er Ihn zu Gesicht [bekomm]en, weil er viel über Ihn gehört hatte und erwartete, irgend[ein] von Ihm bewirktes Zeichen zu gewahren. Luk 23:9 So fragte er Ihn mit vielen Worten, Er jedoch antwortete Ihm nichts. Luk 23:10 Die Hohenpriester und Schrift[gelehrt]en aber standen unnachgiebig [dabei und] verklagten Ihn. Luk 23:11 Daher hielt Herodes samt seinem Heer[esgefolge] nichts [von] Ihm; höhnend [ließ] er Ihn [mit] glänzender Kleid[ung] umhüllen und sandte Ihn wieder [zu] Pilatus. Luk 23:12 An demselben Tag wurden auch Herodes und Pilatus miteinander [be]freundet; denn vorher hatten sie in Feindschaft [gegen]einander gestanden. Luk 23:13 Dann [ließ] Pilatus die Hohenpriester, die Oberen und das Volk zusammenrufen [und] sagte zu ihnen: Luk 23:14 "Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht als [einen, der] das Volk abwendig [mach]t; und siehe, ich habe [Ihn] vor euren Augen ausgeforscht [und] nicht eine Schuld an diesem Menschen gefunden, derer ihr Ihn anklagt. Luk 23:15 Sogar nicht einmal Herodes, denn er hat Ihn wieder zu uns gesandt. Und siehe, nichts ist [von] Ihm verübt worden, [was den] Tod verdient. Luk 23:16 Ich werde Ihn daher züchtigen [und] freilassen." Luk 23:17 Er war nämlich verpflichtet, ihnen zu[m] Fest einen [Gefangen] freizulassen. Luk 23:18 [Die] gesamte Menge schrie jedoch auf [und] rief: "Hinweg [mit] diesem! Laß und den Barabbas frei!" Luk 23:19 Der war wegen eines Aufstands, [der] in der Stadt geschehen war, und [wegen] Mordes ins Gefängnis geworfen worden. Luk 23:20 Pilatus aber rief ihnen nochmals zu, [weil er] Jesus freilassen wollte. Luk 23:21 Sie jedoch riefen zu[rück]: "Kreuzige, kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!" Luk 23:22 Dann fragte er sie [zum] dritten [Mal]: "Was hat dieser denn Übles getan? Ich finden keine Schuld an Ihm, [die den] Tod [verdient]! Ich werde Ihn daher züchtigen [und] freilassen!" Luk 23:23 Sie aber setzten [ihm mit] lautem Geschrei zu, forderten, [daß] Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) werde; und ihre und der Hohenpriester Stimmen behielten [die] Oberhand. Luk 23:24 So [fäll]te Pilatus [das] Urteil, ihre Forderung [solle] erfüllt werden. Luk 23:25 Dann ließ er den wegen Aufstands und Mordes ins Gefängnis Geworfenen frei, den sie forderten; Jesus aber überantwortete er ihrem Willen. Luk 23:26 Als sie Ihn abführten, ergriffen [sie einen] gewissen Simon, [einen] Kyrenäer, [der] vo[m] Felde kam. Dem legten sie das Kreuz (wörtl.: Pfahl) auf, [damit er es] hinter Jesus her trage. Luk 23:27 Es folgte Ihm [eine] große Volksmenge, auch [viele] Frauen,die wehklagten und Ihn beweinten. Luk 23:28 Jesus aber wandte Sich zu ihnen [um] und sagte: "[Ihr] Töchter Jerusalems, jammert nicht über Mich, jammert indessen [vielmehr] über euch selbst und über eure Kinder! Luk 23:29 D[enn] siehe, es kommen Tage, an denen man sagen wird: Glückselig [sind] die Unfruchtbaren, Leiber, die nicht geboren, und Brüste, die nicht genährt haben! Luk 23:30 Dann wird man anfangen, den Bergen [zu]zurufen: Fallt auf uns!, und den Hügeln: Bedeckt uns! Luk 23:31 D[enn] wenn man das am saftigen Holz tut, was wird [dann] am dürren geschehen?" Luk 23:32 Es wurden aber auch andere [ab]geführt, zwei Verbrecher, um mit Ihm hingerichtet zu werden. Luk 23:33 Als sie an die Stätte kamen, die 'Schädelstätte' heißt, kreuzigten (wörtl.: pfahlten) sie dort Ihn und die Verbrecher, den einen zu [Seiner] Rechten, den anderen zu [Seiner] Linken. Luk 23:34 Jesus aber sagte: "Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun." Dann verteilten [sie] Seine Kleider, [indem] sie [das] Los [darüber] warfen, Luk 23:35 und das Volk stand [dabei und] schaute [zu]. Mit ihnen verspotteten [Ihn] auch die Oberen [und] sagten: "Andere hat Er gerettet, Er rette Sich Selbst, wenn Er der Christus Gottes ist, der Auserwählte!" Luk 23:36 Auch die Krieger verhöhnten Ihn; [sie] traten [hin]zu, reichten Ihm Essig und sagten: Luk 23:37 "Wenn Du der König der Juden bist, [so] rette Dich Selbst!" Luk 23:38 Über Ihm war auch [eine] Inschrift [in] griechischen, lateinischen und hebräischen Buchstaben: "Dies [ist] der König der Juden." Luk 23:39 Einer der gehängten Verbrecher lästerte Ihn [und] sagte: "Bist Du nicht der Christus? Rette Dich Selbst, und uns!" Luk 23:40 Da antwortete [ihm] der andere [und ver]warnte ihn, [indem] er [mit] Nachdruck sagte: "Nicht einmal du fürchtest Gott, da du [doch] unter demselben Urteil[sspruch] stehst? Luk 23:41 Wir zwar gerechterweise; denn wir erhalten, [was unsere Taten] verdienen, [die] wir verübt haben. Dieser aber hat nichts Ungehöriges verübt!" Luk 23:42 Dann sagte er [zu] Jesus: "Gedenke meiner, Herr, wenn Du in Deinem Königreich kommst!" Luk 23:43 Jesus antwortete ihm: "Wahrlich, dir sage Ich heute: Mit Mir wirst du im Paradiese sein!" Luk 23:44 Es war schon etwa [die] sechste Stunde, als [eine] Finsternis über das ganze Land kam bis [zur] neunten Stunde, [weil] die Sonne ausblieb. Luk 23:45 Auch riß der Vorhang des Tempels mitten [eintzwei]. Luk 23:46 Und Jesus rief [mit] lauter Stimme: "Vater, in Deine Hände befehle Ich Meinen Geist!" Nach diesen Worten hauchte Er aus. Luk 23:47 Als der Hauptmann das Geschehen gewahrte, verherrlichte er Gott [und] sagte: "Wirklich, dieser Mensch war gerecht!" Luk 23:48 Die gesamte zu diesem Anblick zusammengekommene Volksmenge schaute [auf] das, [was da] geschah, schlug [sich an] die Brust [und] kehrte um. Luk 23:49 Alle Seine Bekannten standen von ferne, auch die Frauen, die Ihm aus Galiläa gefolgt waren [und] dies sahen. Luk 23:50 Und siehe, [ein] Mann [mit] Namen Joseph, [der zu den] Ratsherren gehörte, [ein] guter und gerechter Mann Luk 23:51 ([der mit] ihrem Rat[schluß] und Handeln nicht einverstanden war) aus Arimathia, [einer] Stadt der Juden, der auch selbst nach dem Königreich Gottes ausschaute - Luk 23:52 dieser ging zu Pilatus, bat [um] den Körper Jesu, Luk 23:53 nahm ihn [vom Kreuz] (wörtl.: Pfahl) herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in [ein in] Gestein gehauenes Grab, wo bisher noch niemand gelegen hatte. Luk 23:54 Es war der Vorbereitungstag, und [der Abend zum] Sabbat dämmerte [schon]. Luk 23:55 Die Frauen aber, die mit Ihm aus Galiläa gekommen waren, folgten nach, schauten sich das Grab [an], wie sein Körper [bei]gesetzt wurde. Luk 23:56 Dann kehrten sie zurück [und] bereiteten Gewürze und Würzöle; doch den Sabbat über [blieb]en sie nach dem Gebot [in der] Stille. Luk 24:1 * [An] einem der Sabbat[tage] gingen sie [in] aller Frühe zum Grab [und] brachten [die] Gewürze [mit], die sie bereitet hatten, [sie] und einige mit ihnen. Luk 24:2 Sie fanden aber den Stein vom Grab fortgewälzt, Luk 24:3 und als [sie hin]eingingen, fanden sie den Körper des Herrn Jesus nicht. Luk 24:4 Während sie hierüber [noch] ratlos waren, da traten zwei Männer in strahlender Kleidung zu ihnen. Luk 24:5 Als sie in Furcht gerieten und [ihre] Angesichter zur Erde neigten, sagten [diese] zu ihnen: "Wassucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Luk 24:6 Er ist nicht hier, sondern ist auferweckt worden. Erinnert euch [daran], wie Er [zu] euch sprach, [alsEr] noch in Galiläa war [und] sagte: Luk 24:7 Der Sohn des Menschen muß in [die] Hände [der] Menschen, [der] Sünder (wörtl.: Zielverfehler), überantwortet und gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) werden und [a]m dritten Tag auferstehen." Luk 24:8 Da erinnerten sie sich Seiner Worte. Luk 24:9 Als [sie] vom Grab zurückgekehrt waren, verkündigten sie dies alles den Elf und den übrigen. Luk 24:10 Es waren Maria, die Magdalenerin, Johanna und Maria, die [Mutter des] Jakobus, und die übrigen[Frauen] mit ihnen, die dies den Aposteln berichteten. Luk 24:11 Doch in deren Augen erschienen diese Reden wie Unsinn, und sie glaubten ihnen nicht. Luk 24:12 Petrus aber stand auf [und] lief zum Grab [hin]; als [er] sich vorbeugte, erblickte er nur die Leinentücher. So ging er [wieder fort], voller Staunen [über] das, [was] geschehen war. Luk 24:13 Und siehe, zwei von ihnen gingen am selben Tag in [ein] Dorf namens Emmaus, sechzig Stadien weit von Jerusalem [entfernt]. Luk 24:14 Die unterhielten sich [mit]einander über all diese Ereignisse. Luk 24:15 Während sie sich unterhielten und [gegenseitig] befragten, näherte Sich Jesus Selbst und ging mit ihnen. Luk 24:16 Aber ihre Augen waren [wie] gehalten, [so daß sie] Ihn nicht erkannten. Luk 24:17 Er fragte sie nun: "Was [sind] dies [für] Worte, die ihr [beim] Gehen [mit]einander austauscht?" Da [blieben] sie [mit] kummervoller Miene stehen. Luk 24:18 Der eine, [mit] Namen Kleopas, antwortete Ihm: "Du weilst [in] Jerusalem und hast [als] einziger nicht erfahren, [was] dort in diesen Tagen geschehen ist?" Luk 24:19 Da fragte Er sie: "Was denn?" Sie antworteten Ihm: "Das, [was] Jesus, den Nazarener, betrifft, [einen] Mann, der [ein] Prophet wurde, mächtig i[m] Werk und i[m] Wort vor Gott und dem gesamten Volk, Luk 24:20 wie Ihn unsere Hohenpriester wie auch die Oberen zu[m] Todesurteil überantwortet und Ihn gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) haben Luk 24:21 Wir aber erwarteten, da[ß] Er [es] ist, der Sich anschickt, Israel zu erlösen. Bei dem allen führt es [je]doch schon [zu] diesem dritten Tag, seitdem d[a]s geschehen ist. Luk 24:22 Und einige Frauen von [den] Uns[eren] haben uns sogar Entsetzen [bereite]t; sie hatten sich [heute] früh zum Grab begeben. Luk 24:23 [Als sie] Seinen Körper nicht fanden, kamen sie [zurück] und berichteten, [sie] hätten auch [eine] Erscheinung [von] Boten gesehen, die sag[t]en, Er lebe. Luk 24:24 Darauf sind einige, die [mit] uns zusammen [sind], zum Grab gegangen und haben [es] so gefunden, wie die Frauen [es] auch gesagt hatten; Ihn [Selbst] aber gewahrten sie nicht." Luk 24:25 Da sagte Er zu ihnen: "O [wie seid ihr doch] ohne Verständnis und [so] säumig [i]m Herzen, um an alles zu glauben, [was] die Propheten [aus]gesprochen haben! Luk 24:26 Mußte Christus dies nicht leiden und [dann erst] in Seine Herrlichkeit eingehen?" Luk 24:27 Und mit Mose anfangend, [ging] Er alle Propheten durch und legte ihnen aus allen Schriften das über Ihn Selbst [Gesagte] aus. Luk 24:28 So näherten sie sich dem Dorf, wo[hin] sie gingen; doch Er tat, als ob [Er] weitergehen [wollte]. Luk 24:29 [Da] drangen sie in Ihn und sagten: "Bleibe bei uns, d[enn] es geht auf [die] Abenddämmerung [zu], und der Tag hat sich schon geneigt." Da trat Er ein, um bei ihnen zu bleiben. Luk 24:30 Als Er mit ihnen [zu Tisch] lag, geschah es, daß Er das Brot nahm [und] segnete, [es] brach und ihnen reichte. Luk 24:31 Nun wurden ihnen die Augen aufgetan, und sie erkannten Ihn; doch Er wurde unsichtbar [und entschwand] aus ihrer Mitte. Luk 24:32 Da sagten sie zueinander: "Brannte nicht unser Herz in uns, als Er auf dem Weg [zu] uns sprach und als Er uns die Schriften auftat?" Luk 24:33 [Zu]r selben Stunde machten sie sich auf, kehrten nach Jerusalem zurück und fanden die Elf und die mit ihnen [waren], beisammen, [welche] sagten: Luk 24:34 "Der Herr ist wirklich auferweckt worden und ist dem Simon erschienen!" Luk 24:35 [Da] schilderten auch sie das auf dem Weg [Erlebte], und wie Er [von] ihnen am Brechen des Brotes [er]kannt worden war. Luk 24:36 Während sie [noch] d[avo]n sprachen, trat Jesus Selbst in ihre Mitte und sagte [zu] ihnen: "Friede [sei mit] euch!" Luk 24:37 Da erschraken sie, gerieten in Furcht und meinten, [einen] Geist zu schauen. Luk 24:38 Doch Er sagte [zu] ihnen: "Was seid ihr [so] erregt, und warum steigen [solche] Erwägungen in euren Herzen auf? Luk 24:39 Gewahrt Meine Hände und Meine Füße: Ich bin [es] Selbst! [Be]tastet und gewahrt Mich; d[enn ein] Geist hat kein Fleisch und Gebein, so wie ihr [es an] Mir schaut." Luk 24:40 Als [Er] dies gesagt hatte, zeigte Er ihnen [Seine] Hände und Füße. Luk 24:41 [Als] sie [es] vor Freude immer noch nicht glauben [wollten] und erstaunt waren, fragte Er sie: "Habt ihr etwas Eßbares hier?" Luk 24:42 Da reichten sie Ihm ein Stück gerösteten Fisch; Luk 24:43 [das] nahm Er und aß [es] vor ihren Augen. Luk 24:44 Auch sagte Er zu ihnen: "Dies [sind] Meine Worte, die Ich zu euch sprach, [als Ich] noch bei euch war: Alles muß erfüllt werden, [was] im Gesetz [des] Mose, [in] den Propheten und Psalmen von Mir geschrieben ist." Luk 24:45 Dann tat Er ihren Sinn auf, die Schriften zu verstehen, und sagte zu ihnen: Luk 24:46 "So steht es geschrieben, und so mußte Christus leiden und [a]m dritten Tag aus [den] Toten auferstehen. Luk 24:47 In Seinem Namen [ist] Umsinnung zu[r] Erlassung [der] Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) unter allen Nationen zu herolden. Luk 24:48 Angefangen in Jerusalem, werdet ihr Zeugen d[afü]r sein. Luk 24:49 Und siehe, Ich schicke das Verheißungs[gut] Meines Vaters aus auf euch; bleibt ihr aber in der Stadt Jerusalem, bis ihr [mit] Kraft aus [der] Höhe angetan werdet." Luk 24:50 Danach führte Er sie hinaus bis [nahe] an Bethanien; und Seine Hände aufhebend, segnete Er sie. Luk 24:51 Während Er sie segnete, entfernte Er Sich von ihnen und wurde in den Himmel hinaufgetragen; Luk 24:52 und sie fielen [vor] Ihm nieder. [Dann] kehrten sie mit großer Freude nach Jerusalem zurück. Luk 24:53 Dort waren sie alle[zeit] in der Weihe[stät]te, lobten und segneten Gott. Amen! Joh 1:1 * Zu Anfang war das Wort, und das Wort war zu Gott [hingewandt], und [wie] Gott war das Wort. Joh 1:2 Dies war zu Anfang zu Gott [hingewandt]. Joh 1:3 Alles ist durch [dass]elbe geworden, und ohne [dass]elbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. Joh 1:4 In [dem]selben war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Joh 1:5 Das Licht erscheint in der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht erfaßt. Joh 1:6 D[a] trat ein M[an]n [auf], von Gott geschickt, sein Name [war] Johannes. Joh 1:7 Dieser kam zum Zeugnis, um von dem Licht [zu] zeugen, damit alle durch [das]selbe glaubten; Joh 1:8 er war nicht [selbs]t das Licht, sondern er [kam], um von dem Licht [zu] zeugen: Joh 1:9 Es war das wahrhafte Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Joh 1:10 Er war in der Welt, und die Welt wurde durch Ihn [erschaffen], doch die Welt hat Ihn nicht [er]kannt. Joh 1:11 Er kam in [Sein] Eigentum, doch die S[ein]en nahmen Ihn nicht an; Joh 1:12 all[en] aber, die Ihn [an]nahmen - ihnen gab Er Vollmacht, Kinder Gottes zu werden, denen, [die] an Seinen Namen glauben, Joh 1:13 die nicht aus Geblüt, noch aus [dem] Willen [des] Fleisches, noch aus [dem] Willen [eines] Mannes, sondern aus Gott gezeugt wurden. Joh 1:14 Das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns, und wir schauten Seine Herrlichkeit - wie [die] Herrlichkeit [des] Einziggezeugten vo[m] Vater - voller Gnade und Wahrheit. Joh 1:15 Johannes zeugte von Ihm und hat laut [aus]gerufen: "Dieser war es, [von] dem ich sagte: Er, der nach mir kommt, ist vor mir geworden; d[enn] Er war eher [als] ich." Joh 1:16 Aus Seiner Vervollständigung haben wir alle erhalten, und [zwar] Gnade um Gnade. Joh 1:17 D[enn] das Gesetz wurde durch Mose gegeben, Gnade und Wahrheit sind [jedoch] durch Jesus Christus geworden. Joh 1:18 Niemand hat Gott jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der [jetzt] in dem Busen des Vaters ist, derselbe hat [Ihn] gesehen. Joh 1:19 Dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten zu ihm schickten, damit sie ihn fragen sollten: "Wer bist du?" Joh 1:20 Da bekannte Er [es] und leugnete nicht. Und Er bekannte: "Ich bin nicht der Christus!" Joh 1:21 Sie fragten ihn nochmals: "Was nun? Bist du Elia?" Er entgegnete: "Ich bin [es] nicht." "Bist du ein Prophet?" Er antwortete: "Nein." Joh 1:22 Nun fragte sie ihn: "Wer bist du [denn], damit wir denen Antwort geben, [die] uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?" Joh 1:23 Er entgegnete: "Ich [bin die] Stimme [eines] Rufers: In der Wildnis [mach]t den Weg [des] Herrn gerade! - so wie [es] der Prophet Jesaja gesagt hat." Joh 1:24 Die [Abgesand]ten, [die] von den Pharisäern waren, Joh 1:25 fragten ihn weiter. Sie sagten zu ihm: "Warum taufst du nun, wenn du nicht der Christus, noch Elia, noch der Prophet bist?" Joh 1:26 [Da] antwortete Johannes ihnen: "Ich taufe in Wasser; [in] eurer Mitte aber steht [der, mit] dem ihr nicht vertraut seid. Joh 1:27 Er ist es, der nach mir kommt, der vor mir geworden ist, [und] ich bin nicht würdig, [Ihm] den Riemen Seiner Sandale [zu] lösen." Joh 1:28 Dies geschah in Bethanien, jenseits des Jordanflusses, wo Johannes taufte. Joh 1:29 Tags darauf [sah] er Jesus [auf] sich zukommen; da sagte er: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) der Welt auf [Sich] nimmt! Joh 1:30 Dieser ist es, von dem ich sagte: Nach mir kommt [ein] Mann, der vor mir geworden ist; d[enn] Er war eher [als] ich. Joh 1:31 Ich [selbst] war [mit] Ihm nicht vertraut; damit er jedoch Israel geoffenbart würde, deshalb kam ich, [um] in Wasser [zu] taufen." Joh 1:32 Dann bezeugte Johannes: "Ich habe [es] geschaut, [wie] der Geist aus dem Himmel wie [eine] Taube herabgestiegen und auf Ihm geblieben ist. Joh 1:33 Zwar war ich [selbst noch] nicht [mit] Ihm vertraut; jedoch der mich gesandt hat, um in Wasser zu taufen, derselbe sagte [zu] mir: Auf den du den Geist herabsteigen und auf Ihm bleiben gewahrst, dieser ist es, der in heiligem Geist tauft. Joh 1:34 Ich habe [es] gesehen, und ich bezeuge [seitdem], da[ß] dieser der Sohn Gottes ist." Joh 1:35 Tags darauf stand Johannes mit zwei von Seinen Jüngern wieder [da]; Joh 1:36 und auf Jesus blickend, der [dort] umherging, sagte er: "Siehe, das Lamm Gottes!" Joh 1:37 [Das] hörten ihn die zwei Jünger sprechen, und sie folgten Jesus. Joh 1:38 Da wandte Jesus Sich [um], schaute [auf] die [Ihm] Folgenden und fragte sie: "Was sucht ihr?" Sie entgegneten Ihm: "Rabbi (das heißt verdolmetscht: Lehrer), wo [ha]st Du [Deine] Bleibe?" Joh 1:39 Er antwortete ihnen: "Kommt und seht!" D[ann] gingen sie und gewahrten, wo Er [Seine] Bleibe [hatte], und blieben jenen Tag bei Ihm; es war etwa [die] zehnte Stunde. Joh 1:40 Andreas, der Bruder [des] Simon Petrus, war einer von den zweien, die [es] von Johannes gehört hatten und Ihm folgten. Joh 1:41 Dieser fand [zu]erst [seinen] eigenen Bruder Simon und sagte [zu] ihm: "Wir haben den Messias gefunden." (Das ist verdolmetscht: Christus.) Joh 1:42 Dann führte er ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an [und] sagte: "Du bist Simon, der Sohn [des] Johannes; du sollst Kephas heißen" ([was mit] 'Petrus' übersetzt wird). Joh 1:43 Tags darauf wollte Er nach Galiläa [hin]ausziehen und fand Phililppus. Da sagte Jesus [zu] ihm: "Folge Mir!" Joh 1:44 Phililppus war von Bethsaida, der Stadt [des] Andreas und [des] Petrus. Joh 1:45 Phililppus fand den Nathanael und berichtete ihm: "Wir haben [den] gefunden, [von] dem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, Jesus, [den] Sohn des Joseph, von Nazareth!" Joh 1:46 Da sagte Nathanael [zu] ihm: "Aus Nazareth! Was kann es Gutes sein?" Phililppus erwiderte ihm: "Komm und sieh!" Joh 1:47 [Als] Jesus den Nathanael zu Sich kommen s[a]h, sagte Er von ihm: "Siehe, wahrhaftig [ein] Israelit, in dem kein Betrug ist." Joh 1:48 [Da] fragte ihn Nathanael: "Woher kennst du mich?" Jesus antwortete ihm: "Bevor Phililppus dich rief, [als du] unter dem Feigenbaum warst, gewahrte Ich dich." Joh 1:49 Nathanael antwortete Ihm: "Rabbi, Du bist der Sohn Gottes! Du bist [der] König Israels!" Joh 1:50 [Darauf] antwortete ihm Jesus: "Glaubst du, weil Ich dir sagte, da[ß] Ich dich unter dem Feigenbaum gewahrte? Größeres [als] dieses wirst du sehen!" Joh 1:51 Dann sagte Er [zu] ihm: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Von jetzt [an] werdet ihr den Himmel offen sehen und die Boten Gottes über dem Sohn des Menschen hinaufsteigen und herabsteigen." Joh 2:1 * [A]m dritten Tag danach fand in Kana [in] Galiläa [eine] Hochzeit statt. Joh 2:2 Die Mutter Jesu war auch dort, Jesus aber und seine Jünger waren ebenfalls zur Hochzeit [ein]geladen. Joh 2:3 Als [es an] Wein mangelte, sagte Jesu Mutter zu Ihm: "Sie haben keinen Wein [mehr]!" Joh 2:4 Da antwortete ihr Jesus: "[O] Frau, was [ziemt sich für] Mich und dich? Meine Stunde [ist] noch nicht eingetroffen." Joh 2:5 [Dann] sagte seine Mutter [zu] den Dienern: "Was Er euch auch sagen wird, das tut!" Joh 2:6 (Nun waren dort nach der Reinigungs[sitte] der Juden sechs steinerne Wasserkrüge [auf]gestellt, [die] je [für] zwei oder drei Maß Raum [hatt]en.) Joh 2:7 Jesus sagte [zu] ihnen: "Füllt die Wasserkrüge [bis zum] Rand [mit] Wasser!" Joh 2:8 Und sie füllten sie bis oben [zum] Rand. Dann gebot Er ihnen: "Schöpft nun [daraus] und bringt [es] dem Speisemeister!" Da brachten sie [es] ihm. Joh 2:9 Als der Speisemeister das Wasser, [das] Wein geworden war, gekostet hatte (er wußte jedoch nicht, woher er war - die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten wußten [es]), rief der Speisemeister den Bräutigam Joh 2:10 und sagte [zu] ihm: "Jeder Mensch setzt [zu]erst den edlen Wein [vor] und dann, wenn sie berauscht sind, den geringeren; du aber hast den edlen Wein bis jetzt [zurück]behalten." Joh 2:11 Dies tat Jesus [zu] Anfang [Seiner] Zeichen zu Kana [in] Galiläa und offenbarte Seine Herrlichkeit, und Seine Jünger glaubten an Ihn. Joh 2:12 Danach zog Er nach Kapernaum hinab, Er, Seine Mutter, [Seine] Brüder und Seine Jünger; dort blieben sie jedoch nicht viele Tage, Joh 2:13 da das Passah der Juden nahe war. Dann zog Jesus hinauf nach Jerusalem. Joh 2:14 Er fand dort in der Weihe[stät]te die Verkäufer v[o]n Rindern, Schafen und Tauben und die [Geld]wechsler sitzen. Joh 2:15 [Da] machte Er aus Stricken [eine] Peitsche und trieb [sie] alle aus der Weihe[stät]te hinaus samt den Schafen und den Rindern, schüttete das Wechsel[geld] der Makler aus und stieß die Tische um. Joh 2:16 [Zu] denen, [die] Tauben verkauften, sagte Er: "Nehmt diese von hier [fort]! Macht nicht das Haus Meines Vaters zu [einem] Kaufhaus!" Joh 2:17 Da erinnerten sich Seine Jünger, da[ß] geschrieben ist: Der Eifer [um] Dein Haus wird Mich verzehren. Joh 2:18 Die Juden nun antworteten Ihm: "Was [für ein] Zeichen zeigst Du uns, da[ß] Du dies tun [darfst]?" Joh 2:19 Jesus antwortete ihnen: "Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen werde Ich ihn aufrichten!" Joh 2:20 Nun sagten die Juden: "Sechsundvierzig Jahre wird [an] diesem Tempel gebaut, und Du willst Ihn in drei Tagen aufrichten!" Joh 2:21 Er aber [hatte] von dem Tempel Seines Körpers gesprochen. Joh 2:22 Als Er d[ann] aus [den] Toten auferweckt war, erinnerten sich Seine Jünger, da[ß] Er dies gesagt [hatte]; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen [hatte]. Joh 2:23 Als Er dann am Passahfest in Jerusalem war, glaubten viele an Seinen Namen, [denn sie] schauten Seine Zeichen, die Er tat. Joh 2:24 Jesus selbst vertraute Sich ihnen jedoch nicht an, Joh 2:25 weil Er [sie] alle kannte und [von] keinem [ein] Zeugnis über den Menschen brauchte; denn Ihm war Selbst bekannt, was im Menschen war. Joh 3:1 * Unter den Pharisäer war [ein] Mann, dessen Name Nikodemus [war, ein] Oberer der Juden. Joh 3:2 Dieser kam [bei] Nacht zu Ihm und erklärte Ihm: "Rabbi, wir wissen, daß Du [als] Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die Du tust, wenn nicht Gott mit Ihm ist." Joh 3:3 Jesus antwortete ihm: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben [her] gezeugt wird, kann er das Königreich Gottes nicht gewahren." Joh 3:4 [Da] sagte Nikodemus zu Ihm: "Wie kann [ein] Mensch, [der ein] Greis ist, gezeugt werden? Er kann [doch] nicht [ein] zweites [Mal] in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden!" Joh 3:5 Jesus antwortete: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist gezeugt wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. Joh 3:6 Das vom Fleisch Gezeugte ist Fleisch, und das vom Geist Gezeugte ist Geist. Joh 3:7 Sei nicht erstaunt, da[ß] Ich dir sagte: Ihr müßt von oben [her] gezeugt werden. Joh 3:8 Der Windhauch weht, wo er will; du hörst sein Sausen, weißt jedoch nicht, woher er kommt und wohin er geht. [Eben]so ist es [mit] jedem, der aus dem Geist gezeugt [ist]." Joh 3:9 [Darauf] nahm Nikodemus [das] Wort und fragte ihn: "Wie kann dies geschehen?" Joh 3:10 Jesus antwortete ihm: "Du bist der Lehrer Israels und [er]kennst dies nicht? Joh 3:11 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: [Was] wir wissen, [das] reden wir; und [was] wir gesehen haben, bezeugen wir; doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Joh 3:12 Wenn Ich [vo]m Irdischen [zu] euch sprach und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn Ich vom Überhimmlischen [zu] euch spreche?" Joh 3:13 Niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, [der] aus dem Himmel herabstieg, der Sohn des Menschen, der [jetzt] im Himmel ist. Joh 3:14 So wie Mose die Schlange in der Wildnis erhöhte, so muß der Sohn des Menschen erhöht werden, Joh 3:15 damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe. Joh 3:16 Denn so liebt Gott die Welt, daß Er Seinen einziggezeugten Sohn gibt, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht umkomme, sondern äonisches Leben habe. Joh 3:17 Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt [ausgesand]t, daß Er die Welt richte, sondern damit die Welt durch Ihn gerettet werde. Joh 3:18 [Wer] an Ihn glaubt, wird nicht gerichtet; [wer] aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes geglaubt hat. Joh 3:19 Dies ist das Gericht, da[ß] das Licht in die Welt gekommen ist; doch die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, weil ihre Werke böse waren. Joh 3:20 Denn jeder, der Schlechtes verübt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht entlarvt werden. Joh 3:21 [Wer] aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, da sie in Gott gewirkt sind." Joh 3:22 Danach kam Jesus mit Seinen Jüngern in das Land Judäa. Dort hielt Er Sich mit ihnen auf und taufte. Joh 3:23 Ebenso taufte auch Johannes in Enon nahe Salim, weil dort viele Wasser waren; und [die Menschen] kamen herzu und ließen sich taufen Joh 3:24 (denn noch war Johannes nicht ins Gefängnis geworfen). Joh 3:25 [Darauf] kam es nun wegen [dieser] Reinigung [zu einer] Auseinandersetzung der Jünger [des] Johannes mit [einem] Juden. Joh 3:26 Sie gingen zu Johannes und berichteten ihm: "Rabbi, der jenseits des Jordan bei dir war, [für] den du Zeug[nis abgeleg]t hast, siehe Er tauft, und alle kommen zu ihm!" Joh 3:27 [Da] antwortete Johannes: "Kein Mensch kann [sich] etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben wird. Joh 3:28 Ihr selbst [sei]d meine Zeugen, da[ß] ich sagte: Nicht ich bin der Christus, sondern ich bin vor jenem [her ausgesand]t worden. Joh 3:29 [Wer] die Braut hat, ist [der] Bräutigam; und der Freund des Bräutigams, der [dabei]steht und ihn hört, freut sich [mit] Frohmut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt worden. Joh 3:30 Jener muß wachsen, ich aber geringer werden. Joh 3:31 Der von oben [her] kommt, ist über allen; [wer] von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde [her]. Der aus dem, Himmel kommt, ist über allen. Joh 3:32 Was Er gesehen und gehört hat, d[a]s bezeugt Er; doch niemand nimmt Sein Zeugnis [an]. Joh 3:33 [Wer] Sein Zeugnis [an]genommen hat, besiegelt [damit], da[ß] Gott wahr ist. Joh 3:34 Denn Er, den Gott beauftragt hat, spricht die W[or]te Gottes; denn Gott gibt den Geist nicht nach Maß. Joh 3:35 Der Vater liebt den Sohn und hat alles in Seine Hand gegeben. Joh 3:36 [Wer] an den Sohn glaubt, hat äonisches Leben; [wer] aber [gegen] den Sohn widerspenstig ist, wird [das] Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm." Joh 4:1 * Als nun der Herr erfuhr, da[ß] die Pharisäer gehört hatten, Jesus gewinne und taufe mehr Jünger als Johannes Joh 4:2 (obwohl zwar Jesus nicht Selbst taufte, sondern Seine Jünger), Joh 4:3 verließ Er Judäa und ging wieder nach Galiläa. Joh 4:4 So mußte Er durch Samaria ziehen. Joh 4:5 [Dabei] kam Er nun in [eine] Stadt Samarias, [die] Sichar heißt, nahe bei dem Freiacker, den Jakob seinem Sohn Joseph gegeben hatte. Joh 4:6 Dort war auch Jakobs Quelle. Jesus [war] nun von der Reise ermüdet, [und] so setzte Sich an die Quelle; es war etwa [die] sechste Stunde. Joh 4:7 [Da] kam ein Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus bat sie: "Gib Mir zu trinken!" - Joh 4:8 Denn Seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Nahrung [zu] kaufen. Joh 4:9 Die samaritische Frau sagte nun [zu] Ihm: "Wie[so] bittest Du, [der] Du [ein] Jude bist, von mir, [die ich eine] samaritische Frau bin, zu trinken?" (Denn [die] Juden pflegen mit [den] Samaritern keinen Umgang.) Joh 4:10 Jesus antwortete ihr: "Wenn du [von] Gottes Geschenk wüßtest und wer es ist, der [zu] dir sagt: Gib mir zu trinken, [dann] würdest du Ihn bitten, und Er gäbe dir lebendiges Wasser." Joh 4:11 Die Frau erwiderte Ihm: "Herr, Du hast nicht einmal [einen] Schöpfeimer, und der Brunnen ist tief; woher [willst] Du nun das lebendige Wasser haben? Joh 4:12 Du bist [doch] nicht größer [als] unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben hat; er selbst, seine Söhne und sein Vieh tranken [da]raus." Joh 4:13 Jesus antwortete ihr: "Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten; Joh 4:14 [wer] jedoch von dem Wasser trinkt, das Ich ihm geben werde, [den] wird für den Äon keinesfalls dürsten; sondern das Wasser, das Ich ihm geben werde, wird in ihm [eine] Wasserquelle werden, [die] in [das] äonisches Leben sprudelt." Joh 4:15 [Da] sagte die Frau zu Ihm: "Herr, gib mir dieses Wasser, damit mich nicht [wieder] dürste [und] ich auch nicht hierher kommen [muß], um zu schöpfen!" Joh 4:16 Jesus erwiderte ihr: "Geh hin rufe deinen Mann und komm hierher!" Joh 4:17 Die Frau antwortete Ihm: "Ich habe keinen Mann!" Da sagte Jesus [zu] ihr: "Trefflich hast du gesagt, da[ß] du keinen Mann hast; Joh 4:18 denn fünf Männer hast du gehabt, und den du nun hast, [der] ist nicht dein Mann; dies hast du wahr geredet." Joh 4:19 Die Frau entgegnete Ihm: "Herr, ich schaue, da[ß] Du [ein] Prophet bist. Joh 4:20 Unsere Väter beteten auf diesem Berg an, doch ihr sagt: In Jerusalem ist die Stätte, wo man anbeten muß!" Joh 4:21 Jesus erwiderte ihr: "Glaub Mir, Frau: Es kommt [die] Stunde, wenn ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. Joh 4:22 Ihr betet an, [was] ihr nicht wißt; wir beten an, [was] wir wissen, weil die Rettung von den Juden kommt. Joh 4:23 Es kommt jedoch [die] Stunde, ja sie ist nun [da], wenn die wahrhaften Anbeter den Vater i[m] Geist und [in] Wahrheit anbeten werden; denn auch der Vater sucht solche, die Ihn anbeten. Joh 4:24 Gott [ist] Geist, und die Ihn anbeten, müssen [Ihn im] Geist und [in] Wahrheit anbeten." Joh 4:25 [Da] sagte die Frau [zu] Ihm: "Wir wissen, da[ß] der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn derselbe kommt, wird Er uns alles kundtun." Joh 4:26 [Darauf] erklärte ihr Jesus: "Ich bin [es], der [mit] dir spricht!" Joh 4:27 Über diesem kamen Seine Jünger und staunten, da[ß] Er mit [einer] Frau sprach; trotzdem fragte Ihn niemand: "Was suchst Du [von ihr]?" oder "Was sprichst Du mit ihr?" Joh 4:28 Die Frau ließ nun ihren Wasserkrug [stehen], ging in die Stadt und sagte [zu] den Menschen [dort]: Joh 4:29 "Herzu, gewahrt [einen] Mann, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe! Ist dieser nicht etwa der Christus?" Joh 4:30 Nun zogen sie aus der Stadt [hin]aus und kamen zu Ihm. Joh 4:31 Inzwischen ersuchten Ihn die Jünger: "Rabbi, iß!" Joh 4:32 Er aber antwortete ihnen: "Ich habe [eine] Speise zu essen, [von] der ihr nichts wißt!" Joh 4:33 Die Jünger sagten nun zueinander: "Hat Ihm etwa jemand zu essen gebracht?" Joh 4:34 Jesus erwiderte ihnen: "Meine Speise ist [die], daß Ich den Willen dessen tue, [der] Mich gesandt hat, und Sein Werk vollende. Joh 4:35 Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und [dann] kommt die Ernte-? Siehe, Ich sage euch, erhebt eure Augen und schaut die Äcker [an]: sie sind weiß zu[r] Ernte. Joh 4:36 Schon [jetzt] erhält der Erntende Lohn und sammelt Frucht zu[m] äonischen Leben, damit sich zugleich der Säende wie auch der Erntende freue. Joh 4:37 Denn darin ist das Wort wahrhaft: Es ist [ein] anderer der sät, und [ein] anderer, der erntet. Joh 4:38 Ich habe euch [aus]gesandt zu ernten, [um was] ihr euch nicht gemüht habt; andere haben sich gemüht, und ihr seid in ihre Mühe eingetreten." Joh 4:39 Aus jener Stadt glaubten aber viele Samariter an Ihn auf [Grund] des Wortes der Frau, [die] bezeugt [hatte]: "Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe!" Joh 4:40 Als nun die Samariter zu Ihm kamen, ersuchten sie Ihn, bei ihnen zu bleiben; so blieb Er dort zwei Tage. Joh 4:41 Da glaubten [noch] viel mehr um Seines Wortes willen, Joh 4:42 und [zu] der Frau sagten sie: "Wir glauben [jetzt] nicht mehr [nur] auf [Grund] deiner Rede; denn wir haben [es] selbst von Ihm gehört und wissen, da[ß] dieser wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus, ist." Joh 4:43 Nach den zwei Tagen aber zog Er von dort weiter und ging nach Galiläa; Joh 4:44 doch Jesus Selbst bezeugte, da[ß ein] Prophet in [seinem] eigenen Vater[land] keine Ehre hat. Joh 4:45 Als Er nun nach Galiläa kam, nahmen Ihn die Galiläer auf, [weil sie] alles gesehen hatten, was Er in Jerusalem während des Festes getan hatte; denn aus sie waren zum Fest gegangen. Joh 4:46 [So] kam Jesus nun wieder nach Kana [in] Galiläa, wo Er das Wasser [in] Wein verwandelt hatte. Da war ein königlicher [Beamter] in Kapernaum, dessen Sohn [krank und] schwach war. Joh 4:47 [Als] dieser hörte, da[ß] Jesus aus Judäa in Galiläa eingetroffen [sei], ging er zu Ihm und ersuchte Ihn, Er möge hinabkommen und seinen Sohn heilen; denn er sei im Begriff zu sterben. Joh 4:48 Jesus sagte nun zu ihm: "Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder gewahrt, glaubt ihr überhaupt nicht!" Joh 4:49 [Da] sagte der königliche [Beamte] zu Ihm: "Herr, komm hinab, ehe mein Knäblein stirbt!" Joh 4:50 Jesus erwiderte ihm: "Geh, dein Sohn lebt!" Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus ihm sagte, und ging [hin]. Joh 4:51 Aber schon [als] er hinabstieg, [kam]en ihm seine Sklaven entgegen und berichteten, da[ß] sein Knabe lebe. Joh 4:52 Er erkundigte sich d[an]n bei ihnen [nach] der Stunde, in der er [sich] erholt hatte. Und man sagte ihm: "Gestern [um die] siebente Stunde verließ ihn das Fieber." Joh 4:53 Nun [er]kannte der Vater, da[ß es] in derselben Stunde [war], in der Jesus ihm gesagt hatte: "Dein Sohn lebt!" Und er glaubte, er und sein ganzes Haus. Joh 4:54 Dies [war das] zweite Zeichen, [das] Jesus wieder [in Kana] tat, [als Er] aus Judäa nach Galiläa gekommen [war]. Joh 5:1 * Danach war [ein] Fest der Juden, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Joh 5:2 Am Schaftor in Jerusalem befindet sich nun [ein] Teich, der [auf] hebräisch 'Bethestda' heißt [und] fünf Hallen hat. Joh 5:3 In diesen lag [eine] Menge Hinfälliger, Blinder, Lahmer [und] Ausgezehrter, die [auf] die Bewegung des Wassers warteten. Joh 5:4 (Denn [ein] Bote [des] Herrn badete zu gewissen [Zeiten] in demTeich und erregte das Wasser. [Wer] d[an]n nach der Erregung des Wassers [zu]erst [hinein]stieg, wurde gesund, was auch immer [die] Krankheit [sein mochte, mit] welcher er behaftet war.) Joh 5:5 Dort war auch ein Mann, [der] achtunddreißig Jahre in seiner Hinfälligkeit [zugebracht] hatte. Joh 5:6 [Als] Jesus diesen daniederliegen [sa]h und erfuhr, da[ß] er schon lange Zeit [so gelitten] hat[te], fragte Er ihn: "Willst du gesund werden?" Joh 5:7 [Da] antwortete Ihm der Hinfällige: "Herr, ich habe keinen Menschen, [der] mich in den Teich bringt, wenn das Wasser erregt wird; bis ich aber komme, steigt [ein] anderer vor mir hinab." Joh 5:8 Jesus erwiderte ihm: "Erhebe dich, nimm deine Matte auf und wandle!" Joh 5:9 Sofort wurde der M[an]n gesund, erhob sich, nahm seine Matte auf und wandelte. Joh 5:10 An jenem Tag war aber Sabbat. Daher sagten die Juden [zu] dem Geh[ei]lten: "[Heute] ist Sabbat, da ist es dir nicht erlaubt, deine Matte aufzunehmen!" Joh 5:11 Doch er antwortete ihnen: "Der mich gesund gemacht hat, derselbe hat [zu] mir gesagt: Nimm deine Matte auf und wandle!" Joh 5:12 Sie fragten ihn nun: "Wer ist der M[an]n, der dir sagte: Nimm deine Matte auf und wandle -?" Joh 5:13 Der Geheilte wußte aber nicht, wer es war; denn Jesus wich [ihm] aus, [da eine] Volksmenge an dem Ort war. Joh 5:14 Danach fand Jesus ihn in der Weihe[stät]te und sagte [zu] ihm: "Siehe, du bist gesund geworden; sündige (wörtl.: zielverfehle) nicht mehr, damit dir nicht etwas Ärgeres widerfahre!" Joh 5:15 D[an]n ging der M[an]n hin und verkündigte den Juden, da[ß] es Jesus war, der ihn gesund gemacht hatte. Joh 5:16 Deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten Ihn zu töten, weil Er dies [auch am] Sabbat tat. Joh 5:17 Da antwortete ihnen Jesus: "Mein Vater wirkt bis jetzt; [daher] wirke auch Ich!" Joh 5:18 Deshalb suchten nun die Juden um so mehr, Ihn zu töten, weil Er nicht allein den Sabbat auflöste, sondern auch Gott [Seinen] eigenen Vater nannte [und] Sich [damit] Gott gleichstellte. Joh 5:19 Nun nahm Jesus [das] Wort und erwiderte ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Der Sohn kann nichts von Sich Selbst [aus] tun, [außer dem], was Er den Vater tun [sieh]t; denn [was] auch [immer] derselbe tut, d[as] tut gleicherweise auch der Sohn. Joh 5:20 Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt Ihm alles, [was] Er tut. Noch größere Werke [als] diese wird Er Ihm zeigen, daß ihr staunen werdet. Joh 5:21 Denn ebenso wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so macht auch der Sohn lebendig, [wen] Er will. Joh 5:22 [Es ist] nämlich auch nicht der Vater, [der] jemand richtet; sondern alles Gericht hat Er dem Sohn gegeben, Joh 5:23 damit alle den Sohn so ehren, wie sie den Vater ehren. [Wer] den Sohn nicht ehrt, ehrt [auch] den Vater nicht, der Ihn gesandt hat. Joh 5:24 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] Mein Worte hört und dem glaubt, [der] Mich gesandt hat, hat äonisches Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben hinübergegangen. Joh 5:25 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Es kommt [die] Stunde, und sie ist nun [da], wenn die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die [sie] hören, werden leben. Joh 5:26 Denn ebenso wie der Vater in Sich Selbst Leben hat, so hat Er auch dem Sohn gegeben, in Sich Selbst Leben zu haben. Joh 5:27 Auch gibt Er Ihm Vollmacht, Gericht zu halten, da Er [ein] Menschensohn ist. Joh 5:28 Staunt nicht d[arübe]r; d[enn] es kommt [die] Stunde, in der alle, die in den Gräbern [sind], Seine Stimme hören werden; Joh 5:29 und [es] werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur Auferstehung [des] Lebens, die aber das Schlechte verübt haben, zur Auferstehung [des] Gerichts. Joh 5:30 Ich kann gar nichts von Mir Selbst [aus] tun; so wie Ich höre, richte Ich, und Mein Gericht ist gerecht, weil Ich nicht Meinen Willen suche, sondern den Willen dessen, [der] Mich gesandt hat. Joh 5:31 Wenn Ich von Mir Selbst zeuge, ist Mein Zeugnis nicht wahr? Joh 5:32 [Ein] anderer ist es, der von Mir zeugt, und Ich weiß, da[ß] das Zeugnis wahr ist, das es von Mir zeugt. Joh 5:33 Ihr habt zu Johannes geschickt, und er hat die Wahrheit bezeugt. Joh 5:34 Ich aber nehme kein Zeugnis von Menschen [an]. Ich sage dies jedoch, damit ihr gerettet werdet. Joh 5:35 Jener war die Leuchte, die brennt und scheint; ihr aber wolltet [nur] für [eine] Stunde in ihrem Licht frohlocken. Joh 5:36 Ich aber habe das Zeugnis, [das] größer [als das] des Johannes [ist]; denn die Werke, die Mir der Vater gegeben hat, damit Ich sie vollende, eben die Werke, die Ich vollbringe, zeugen von Mir, da[ß] der Vater Mich [aus]ges[and]t hat. Joh 5:37 Und der Vater, [der] Mich sendet, derselbe hat von Mir gezeugt. Weder habt ihr jemals Seine Stimme gehört, noch Sein Aussehen wahrgenommen; Joh 5:38 ihr habt auch Sein Wort nicht in euch bleibend, weil ihr dem nicht glaubt, den derselbe [aus]ges[and]t hat. Joh 5:39 Erforscht die Schriften, da ihr meint, äonisches Leben in ihnen zu haben; dieselben sind [es], die von Mir zeugen. Joh 5:40 Und [doch] wollt ihr nicht zu Mir kommen, damit ihr Leben habt. Joh 5:41 Verherrlichung von Menschen nehme Ich nicht [an], Joh 5:42 sondern Ich habe [bei] euch [er]kannt, da[ß] ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. Joh 5:43 Ich bin im Namen Meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt Mich nicht [auf]. Wenn [ein] anderer in [seinem] eigenen Namen kommt, werdet ihr denselben [auf]nehmen. Joh 5:44 Wie könnt ihr glauben, [da ihr] Verherrlichung [von]einander [an]nehmt, doch die Verherrlichung, die vom alleinigen Gott [ist], nicht sucht? Joh 5:45 Meint [nur] nicht, da[ß] Ich euch beim Vater anklagen werde! [Einer] ist euer Verkläger, Mose, auf den ihr euch verlaßt. Joh 5:46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, würdet ihr [auch] Mir glauben; denn jener schreibt von Mir. Joh 5:47 Wenn ihr aber den Schriften jenes [Mannes] nicht glaubt, wie werdet ihr Meinen Worten glauben?" Joh 6:1 * Danach begab Sich Jesus [an das] jenseitige [Ufer] des Sees Tiberias [in] Galiläa; Joh 6:2 und [eine] große Volksmenge folgte Ihm, weil sie die Zeichen schauten, die Er an den Hinfälligen tat. Joh 6:3 Jesus ging dann auf den Berg hinauf und setzte Sich dort mit Seinen Jüngern. Joh 6:4 Das Passah, das Fest der Juden, war aber nahe. Joh 6:5 [Als] Jesus nun die Augen aufhob und schaute, da[ß eine] große Volksmenge zu Ihm kam, sagte Er zu Phililppus: "Woher sollen wir Brot kaufen, damit diese [zu] essen [haben]?" Joh 6:6 D[a]s fragte Er aber, [um] ihn [auf die] Probe [zu stelle]n; denn Er Selbst wußte, was Er vorhatte zu tun. Joh 6:7 Phililppus antwortete Ihm d[an]n: "[Für] zweihundert Denare Brot genügt nicht [für] sie, damit je[d]er [auch nur] ein kleines [Stück] bekommt." Joh 6:8 [Da] sagte einer von Seinen Jüngern, Andreas, der Bruder [des] Simon Petrus, [zu] Ihm: Joh 6:9 "Es ist [ein] kleiner Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Speise[fische]. Jedoch was ist d[a]s für so viele?" Joh 6:10 Jesus aber sagte: "Ordnet [an, daß] die Menschen sich niederlassen!" (Es war nämlich viel Gras an der Stelle.) Nun ließen sich die Menschen nieder, etwa fünftausend Männer [an] der Zahl. Joh 6:11 D[an]n nahm Jesus die Brote, dankte und [ließ sie an] die sich Lagernden verteilen, [in] gleicher Weise auch von den Speise[fischen], soviel sie [haben] wollten. Joh 6:12 Als sie dann befriedigt waren, sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Sammelt die übriggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!" Joh 6:13 Sie sammelten nun und füllten von den fünf Gerstenbrote zwölf Tragkörbe [bis zum] Rand [mit] Brocken, die übriggeblieben waren [bei] denen, [die] gespeist hatten. Joh 6:14 [Als] die Menschen nun [das] Zeichen gewahrten, das Jesus getan hatte, sagten sie: "Dies ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommt!" Joh 6:15 [Da] Jesus nun [er]kannte, da[ß] sie vorhatten zu kommen, um Ihn zu entführen, damit sie [Ihn zum] König machten, zog Er Sich wieder auf den Berg zurück, Er [ganz] allein. Joh 6:16 Als es dann Abend wurde, gingen Seine Jünger an den See hinab Joh 6:17 und stiegen in [ein] Schiff, [um so] jenseits des Sees nach Kapernaum [zu] kommen. Schon war die Finsternis hereingebrochen, doch Jesus war noch nicht zu ihnen gekommen; Joh 6:18 auch war der See aufgewühlt, [da ein] heftiger Wind wehte. Joh 6:19 [Als sie] nun etwa fünf[und]zwanzig oder dreißig Stadien gerudert waren, schauten sie Jesus auf dem See wandeln und nahe [an] das Schiff herankommen; da fürchteten sie sich. Joh 6:20 Er aber rief ihnen [zu]: "Ich bin [es]; fürchtet euch nicht!" Joh 6:21 Nun wollten sie Ihn in das Schiff nehmen, doch sogleich befand sich das Schiff an dem Land, auf daß sie zugefahren [waren]. Joh 6:22 Tags darauf wurde die Volksmenge, die jenseits des Sees stand, gewahr, da[ß] dort außer [dem] einen kein anderes Boot [gewesen] war und da[ß] Jesus nicht mit Seinen Jüngern das Schiff bestiegen hatte, sondern Seine Jünger allein hin[über]gefahren waren. Joh 6:23 Jedoch kamen [andere] Boote von Tiberias nahe [an] die Stelle, wo sie das Brot [nach dem] Dank[gebet] des Herrn gegessen hatten. Joh 6:24 Als die Volksmenge nun gewahrte, da[ß] Jesus nicht dort war, noch Seine Jünger, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kapernaum und suchten Jesus. Joh 6:25 Als [sie] Ihn jenseits des Sees fanden, fragten sie Ihn: "Rabbi, wann bist Du hier angekommen?" Joh 6:26 Jesus antwortete ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ihr sucht Mich nicht [auf], weil ihr Zeichen gewahrt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid. Joh 6:27 Wirket nicht [für] die Speise, die vergänglich ist, sondern [für] die Speise, die [bis] in [das] äonische Leben bleibt, die der Sohn des Menschen euch geben wird; denn diesen hat Gott, der Vater, versiegelt." Joh 6:28 Sie sprachen nun zu Ihm: "Was sollen wir tun, damit wir die Werke Gottes wirken?" Joh 6:29 Jesus antwortete ihnen: "Dies ist das Werk Gottes, daß ihr an den glaubt, [den] derselbe [aus]ges[and]t hat!" Joh 6:30 Daher fragten sie Ihn: "Was [für ein] Zeichen tust Du d[en]n, damit wie [es] gewahren und Dir glauben? Was wirkst Du? Joh 6:31 Unsere Väter aßen das Manna in der Wildnis, so wie es geschrieben ist: Brot aus dem Himmel gab Er ihnen zu essen!" Joh 6:32 [Da] sagte Jesus nun [zu] ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern Mein Vater gibt euch das wahrhafte Brot aus dem Himmel; Joh 6:33 denn das Brot Gottes ist der, der aus dem Himmel herabsteigt und der Welt Leben gibt." Joh 6:34 [Da] sagten sie nun zu Ihm: "Herr, gib uns dieses Brot allezeit!" Joh 6:35 Jesus erwiderte ihnen: "Ich bin das Brot des Lebens! [Wer] zu Mir kommt, wird keinesfalls hungern, und [wer] an Mich glaubt, [den] wird nie mehr dürsten. Joh 6:36 Jedoch sagte Ich euch [schon], da[ß] ihr Mich wohl gesehen habt, aber Mir [doch] nicht glaubt. Joh 6:37 Alles, [was] der Vater Mir gibt, wird bei Mir eintreffen [und bleiben], und [wer] zu Mir kommt, [den] werde Ich keinesfalls hinaustreiben; Joh 6:38 d[enn] Ich bin nicht aus dem Himmel herabgestiegen, daß Ich Meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, [der] Mich gesandt hat. Joh 6:39 Dies ist der Wille dessen, [der] Mich gesandt hat, daß Ich nichts von alldem verliere, [was] Er Mir gegeben hat, sondern es am letzten Tag auferstehen lasse. Joh 6:40 Denn d[a]s ist der Wille Meines Vaters, daß jeder, der den Sohn schaut und an Ihn glaubt, äonisches Leben habe; und Ich werde ihn am letzten Tag auferstehen lassen." Joh 6:41 [Da] murrten nun die Juden über ihn, weil Er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herabgestiegen ist -, und sie fragten: Joh 6:42 "Ist dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter uns vertraut sind? Wie[so] behauptet Er nun: Aus dem Himmel bin Ich herabgestiegen -?" Joh 6:43 Daher antwortete ihnen Jesus: "Murrt nicht [unter]einander! Joh 6:44 Niemand kann zu Mir kommen, wenn der Vater, der Mich gesandt hat, ihn nicht zieht; und Ich werde ihn am letzten Tag auferstehen lassen. Joh 6:45 In den Propheten ist geschrieben: Sie werden alle [von] Gott gelehrt sein. Jeder nun, der vom Vater hört und die Wahrheit lernt, kommt zu Mir. Joh 6:46 Nicht, da[ß] jemand den Vater gesehen hät[te], wenn nicht der, [der] bei Gott ist, Joh 6:47 dieser hat den Vater gesehen. Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] an Mich glaubt, hat äonisches Leben. Joh 6:48 Ich bin das Brot des Lebens. Joh 6:49 (nur in B) Eure Väter aßen das Manna in derWildnis und starben. Joh 6:50 Dies ist das Brot das aus dem Himmel herabsteigt, damit man davon esse und nicht sterbe. Joh 6:51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgestiegen ist. Wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er leben für den Äon. Das Brot aber, das Ich für das Leben der Welt geben werde, ist Mein Fleisch." Joh 6:52 [Daraufhin] zankten sich nun die Juden [unter]einander [und] sagten: "Wie kann d[en]n dieser uns Sein Fleisch zu essen geben?" Joh 6:53 Daher sagte Jesus [zu] ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn ihr das Fleisch des Sohn des Menschen nicht eßt und Sein Blut [nicht] trinkt, habt ihr kein äonisches Leben in euch. Joh 6:54 [Wer] Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, hat äonisches Leben, und Ich werde ihn [a]m letzten Tag auferstehen lassen; Joh 6:55 denn Mein Fleisch ist wahre Speise, und Mein Blut ist wahrer Trank. Joh 6:56 [Wer] Mein Fleisch ißt und Mein Blut trinkt, bleibt in Mir und Ich in ihm. Joh 6:57 So wie Mich der lebendige Vater [aus]ges[and]t hat und Ich um des Vaters willen lebe, so wird auch jener, der Mich ißt, um Meinetwillen leben. Joh 6:58 Dies ist das Brot, das aus [dem] Himmel herabgestiegen ist: keines, wie [es] die Väter aßen und starben. [Wer] dieses Brot ißt, wird für den Äon leben." Joh 6:59 D[a]s sagte Er, [als Er] in [der] Synagoge zu Kapernaum lehrte. Joh 6:60 Viele nun von Seinen Jüngern, [die es] gehört hatten, sagten: "Dieses Wort ist hart, wer kann es [an]hören?" Joh 6:61 Weil Jesus bei Sich Selbst wußte, da[ß] Seine Jünger darüber murr[t]en, sagte Er [zu] ihnen: "[Nehm]t ihr das [zum] Anstoß? Joh 6:62 [Was] nun, wenn ihr schaut, [wie] der Sohn des Menschen [dahin] aufsteigt, wo Er zuvor war? Joh 6:63 Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch nützt [dabei] überhaupt nichts. Die W[or]te, die Ich [zu] euch gesprochen habe, sind Geist und sind Leben. Joh 6:64 Jedoch sind einige unter euch, die nicht glauben." Jesus wußte nämlich von Anfang [an], wer [die] waren, die nicht glaubten, und wer es war, der Ihn verraten würde. Joh 6:65 Weiter sagte Er: "Deshalb habe Ich euch versichert, da[ß] niemand zu Mir kommen kann, wenn es ihm nicht vom Vater gegeben ist." Joh 6:66 Aus diesem Grund gingen nun viele Seiner Jünger davon und zogen nicht mehr mit Ihm umher. Joh 6:67 [Daraufhin] fragte Jesus nun die Zwölf: "Ihr wollt [doch] nicht auch weggehen?" Joh 6:68 Simon Petrus antwortete Ihm: "Herr, zu wem sollen wir gehn? Joh 6:69 Du hast Worte äonischen Lebens; und wir haben geglaubt und [er]kannt, da[ß] Du der Heilige Gottes bist." Joh 6:70 Jesus antwortete ihnen: "Habe nicht Ich euch Zwölf erwählt? Und einer von euch ist [ein] Widerwirker." Joh 6:71 Damit meinte Er Judas, [den Sohn des] Simon Iskariot; denn dieser sollte Ihn demnächst verraten, [und er] war einer von den Zwölf. Joh 7:1 * Danach zog Jesus in Galiläa umher; denn Er wollte nicht durch Judäa gehen, weil die Juden Ihn zu töten suchten. Joh 7:2 Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe. Joh 7:3 Daher sagten Seine Brüder zu Ihm: "Ziehe fort von hier und gehe nach Judäa, damit Deine Jünger auch [dort] Deine Werke schauen, die Du tust; Joh 7:4 denn niemand tut etwas i[m] verborgenen, wenn er selbst öffentliche [Geltung] sucht. Wenn Du dies tun [willst, dann] offenbare Dich der Welt!" Joh 7:5 Denn nicht einmal Seine Brüder glaubten an Ihn. Joh 7:6 Nun antwortete ihnen Jesus: "[Für] Mich ist die rechte [Zeit] noch nicht da; [für] euch aber ist die rechte [Zeit] immer da [und] bereit. Joh 7:7 Die Welt kann euch nicht hassen; Mich aber haßt sie, weil Ich von ihr bezeuge, da[ß] ihre Werke böse sind. Joh 7:8 Zieht ihr zu dem Fest hinauf, Ich ziehe noch nicht zu diesem Fest hinauf, weil Meine Frist noch nicht erfüllt ist." Joh 7:9 .Dies sagte Er [zu] ihnen [und] blieb in Galiläa. Joh 7:10 Als aber Seine Brüder zum Fest hinaufgezogen waren, [da] zog auch Er hinauf, nicht öffentlich, sondern i[m] verborgenen. Joh 7:11 Die Juden suchten Ihn daher auf dem Fest und fragten: "Wo ist jener?" Joh 7:12 Und unter der Volksmenge war viel Gemurmel über Ihn; die einen sagten: "Er ist gut", andere aber meinten: "Nein, Er [führ]t die Volksmenge irre." Joh 7:13 Aus Furcht [vor] den Juden sprach allerdings niemand öffentlich über Ihn. Joh 7:14 Als [die] Mitte der Fest[woche] schon [vorüber] war, ging Jesus zur Weihestätte hinauf und lehrte. Joh 7:15 [Da] erstaunten nun die Juden [und] sagten: "Wie[so] weiß dieser [in der] Schrift [Bescheid, obwohl Er] ungelehrt ist?" Joh 7:16 [Da] antwortete ihnen Jesus nun: "Meine Lehre ist nicht [von] Mir, sondern [von] dem, [der] Mich gesandt hat. Joh 7:17 Wenn jemand dessen Willen tun will, wird er [er]kennen, ob die Lehre von Gott oder [ob] Ich von Mir Selbst spreche. Joh 7:18 [Wer] von sich selbst spricht, sucht eigene Verherrlichung. [Wer] aber die Verherrlichung dessen sucht, [der] ihn gesandt hat, der ist wahr, und es ist keine Ungerechtigkeit in ihm. Joh 7:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Doch keiner von euch erfüllt das Gesetz! Warum sucht ihr Mich zu töten?" Joh 7:20 Die Volksmenge antwortete: "[Einen] Dämon hast Du! Wer sucht Dich zu töten?" Joh 7:21 Jesus antwortete ihnen: "[Das] eine Werk habe Ich getan, und deshalb staunt ihr alle. Joh 7:22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht, daß sie von Mose ist, sondern von den Vätern), und [so] beschneidet ihr [einen] Menschen [auch am] Sabbat. Joh 7:23 Wenn [nun ein] Mensch [die] Beschneidung [am] Sabbat erhält, damit das Gesetz des Mose nicht aufgelöst wird, [warum] seid ihr [voll] Galle [gegen] Mich, weil Ich [einen] ganzen Menschen a[m] Sabbat gesund machte? Joh 7:24 Richtet nicht nach [dem] Äußeren, sondern richtet gerechtes Gericht!" Joh 7:25 Einige der Jerusalemiten sagten nun: "Ist das nicht [der], den sie zu töten suchen? Joh 7:26 Und siehe, Er spricht öffentlich, und man sagt Ihm nichts! Die Oberen haben doch nicht etwa wahrhaftig [er]kannt, da[ß] dieser der Christus ist? Joh 7:27 Jedoch [von] diesem wissen wir, woher Er ist; wenn aber der Christus kommt, ist niemandem [von] Ihm bekannt, woher Er ist." Joh 7:28 Daher rief Jesus in der Weihe[stät]te, [wo Er] lehrte, laut [aus: "Mit] Mir seid ihr vertraut und wißt, woher Ich bin. Doch nicht von Mir Selbst [aus] bin Ich gekommen, sonder Er ist wahrhaft, der Mich gesandt hat, [mit] dem ihr nicht vertraut seid. Joh 7:29 Ich aber bin [mit] Ihm vertraut, weil Ich von Ihm bin und derselbe Mich [aus]ges[and]t hat." Joh 7:30 Nun suchten sie Ihn festzunehmen, doch niemand legte die Hand an Ihn, weil Seine Stunde noch nicht gekommen war. Joh 7:31 Viele aus der Volksmenge glaubten an Ihn und sagten: "Wenn der Christus kommt, wird Er etwa mehr Zeichen tun, [als] dieser getan hat?" Joh 7:32 Als die Pharisäer dieses Murmeln der Volksmenge über Ihn hörten, schickten die Hohenpriester und Pharisäer [ihre] Gerichtsdiener, damit sie Ihn festnehmen sollten. Joh 7:33 Daher sagte Jesus: "[Nur] noch kurze Zeit bin Ich bei euch, dann gehe Ich zu dem, [der] Mich gesandt hat. Joh 7:34 Ihr werdet Mich suchen und nicht finden; und dorthin, wo Ich bin, könnt ihr nicht kommen." Joh 7:35 Die Juden fragten sich nun unter[einander]: "Wohin [will] dieser demnächst gehen, da[ß] wir Ihn nicht finden werden? Er hat [doch] nicht [etwa] vor, in die Zerstreuung zu den Griechen [zu] gehen, um die Griechen zu lehren! Joh 7:36 Welche [Bedeutung] hat dieses Wort, das Er gesagt hat: Ihr werdet Mich suchen und nicht finden; und [dorthin], wo Ich bin, könnt ihr nicht kommen?" Joh 7:37 Am letzten [Tag], dem großen Tag des Festes, stand Jesus [da] und rief laut [aus]: "Wenn jemand dürstet, komme Er zu Mir und trinke! Joh 7:38 [Wer] an Mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Joh 7:39 D[a]s sagte Er aber von dem Geist, den künftig [die] erhalten [sollten], die an Ihn glaubten; denn noch war heiliger Geist nicht gegeben, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Joh 7:40 [Da] sagten nun [einige] aus der Volksmenge, [als sie] diese Worte hörten: "Dieser ist wahrhaftig der Prophet!" Joh 7:41 Andere sagten: "Dieser ist der Christus!" Wieder [andere] meinten: "[Nein], denn der Christus kommt nicht aus Galiläa. Joh 7:42 Sagt die Schrift nicht, da[ß] der Christus aus dem Samen Davids und aus Bethlehem kommt, dem Dorf wo David war?" Joh 7:43 Daher entstand um Seinetwillen [eine] Spaltung unter der Volksmenge. Joh 7:44 Einige von ihnen wollten Ihn festnehmen, niemand legte jedoch die Hand an Ihn. Joh 7:45 Die Gerichtsdiener kamen nun zu den Hohenpriester und Pharisäern [zurück]; jene aber fragten sie: "Warum habt ihr Ihn nicht [ab]geführt?" Joh 7:46 Die Gerichtsdiener antworteten: "Noch nie hat [ein] Mensch so gesprochen!" Joh 7:47 [Da] antworteten ihnen nun die Pharisäer: "Habt etwa auch ihr euch irre[führe]n lassen? Joh 7:48 Glaubt etwa jemand von den Oberen oder den Pharisäern an Ihn? Joh 7:49 Nein, [nur] dieser Pöbel, der das Gesetz nicht kennt - verwünscht sind sie!" Joh 7:50 Einer von ihnen, Nikodemus, der zuvor zu Ihm gekommen war, sagte zu ihnen: Joh 7:51 "Richtet etwa unser Gesetz [einen] Menschen, es sei denn, man hätte [zu]erst von ihm [selbst] gehört und [er]kannt, was er getan [hat]?" Joh 7:52 Sie antworteten ihm: "Bist du etwa auch aus Galiläa? Forsche [doch nach] und s[ie]h, da[ß] sich aus Galiläa kein Prophet erhebt." Joh 7:53 Dann gingen sie [fort, ein] jeder in sein Haus; {Vers 53 und 8,1-11 in R', aber nicht in S'und B'}. Joh 8:1 * Jesus aber ging auf den Ölberg Joh 8:2 Frühmorgens jedoch kam Er wieder in die Weihe[stät]te, und das gesamte Volk trat zu Ihm; dann setzte Er Sich [und] lehrte es. Joh 8:3 Da führten die Schrift[gelehrt]en und Pharisäer [eine] Frau [herbei, die man] beim Ehebruch ergriffen [hatte], stellten sie in [die] Mitte und sag[t]en [zu] Ihm: Joh 8:4 "Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat [beim] Ehebruch ergriffen worden. Joh 8:5 Mose gebietet uns im Gesetz, solche [Frauen] zu steinigen. Was sagst Du nun [dazu]?" Joh 8:6 Dies aber sagten sie, Ihn versuchend, damit sie [einen Grund] hätten, Ihn zu verklagen. Da bückte Jesus Sich nieder [und] schrieb [mit] dem Finger auf die Erde. Joh 8:7 Als sie aber fortfuhren, Ihn zu fragen, richtete Er Sich auf und sagte zu ihnen: "[Wer unter] euch sündlos (wörtl.: zielverfehlungslos) [ist], werfe [zu]erst [einen] Stein auf sie!" Joh 8:8 Und Er bückte Sich [wiederum] nieder [und] schrieb auf die Erde. Joh 8:9 Als [sie das] hörten, gingen sie [hin]aus, einer nach [dem] anderen, angefangen bei den Ältesten bis [zu] den Letzten.Und Jesus wurde mit der Frau, [die] in [der] Mitte war, allein zurückgelassen. Joh 8:10 Da richtete Jesus sich auf [und] sagte zu ihr: "Frau, wo sind sie? Verurteilt dich keiner?" Joh 8:11 Sie antwortete: "Keiner, Herr!" Darauf erwiderte Jesus: "Auch Ich verurteile dich nicht; geh [hin], sündige (wörtl.: zielverfehle) von nun [an] nicht mehr!" Joh 8:12 D[an]n sprach Jesus wieder [zu] ihnen: "Ich bin das Licht der Welt: [Wer] Mir folgt, wird keinesfalls in der Finsternis wandeln, sondern Er wird das Licht des Lebens haben." Joh 8:13 [Da] sagten nun die Pharisäer [zu] Ihm: "Du [leg]st über Dich Selbst Zeugnis [ab]; Dein Zeugnis ist nicht wahr!" Joh 8:14 [Da] antwortete ihnen Jesus: "Auch wenn Ich über Mich Selbst Zeug[nis ableg]e, ist Mein Zeugnis wahr, weil Ich weiß, woher Ich gekommen bin und wohin Ich gehe. Ihr aber wißt nicht, woher Ich komme und wohin Ich gehe. Joh 8:15 Ihr richtet dem Fleisch gemäß, Ich nicht! Ich [ver]urteile niemand. Joh 8:16 Doch auch wenn Ich richte, ist Mein Gericht wahrhaft; [denn hierin] bin Ich nicht allein, sondern Ich [bin es] und [der] Vater, der Mich gesandt hat. Joh 8:17 In eurem Gesetz aber ist geschrieben, da[ß] das Zeugnis [von] zwei Menschen wahr ist. Joh 8:18 Ich bin [es], der [Ich] über Mich Selbst Zeug[nis ableg]e, und [auch der] Vater, der Mich gesandt hat, [leg]t für Mich Zeugnis [ab]." Joh 8:19 Sie fragten Ihn nun: "Wo ist Dein Vater?" Jesus antwortete: "Weder [mit] Mir noch [mit] Meinem Vater seid ihr vertraut. Wenn ihr [mit] Mir vertraut wäret, würdet ihr auch [mit] Meinem Vater vertraut sein." Joh 8:20 Diese Rede sprach Er in der Schatzkammer, [als Er] in der Weihe[stät]te lehrte; doch niemand nahm Ihn fest, weil Seine Stunde noch nicht gekommen war. Joh 8:21 Wieder sprach Er nun [zu] ihnen: "Ich gehe hin, und ihr werdet Mich suchen und werdet in eurer Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) sterben. Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen." Joh 8:22 Die Juden sagten daher: "Er wird Sich [doch] nicht etwa Selbst töten [wollen], weil Er sagt: Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen?" Joh 8:23 Er erwiderte ihnen: "Ihr seid von unten [her], Ich bin von oben [her]; ihr seid von dieser Welt, Ich bin nicht von dieser Welt. Joh 8:24 Ich habe euch daher gesagt, daß ihr in euren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sterben werdet; denn wenn ihr Mir nicht glaubt, daß Ich [es] bin, werdet ihr in euren Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) sterben." Joh 8:25 Sie fragten Ihn d[an]n: "Du, wer bist Du?" Jesus nun erwiderte ihnen: "[Ich bin] durchaus [das], was Ich auch [zu] euch rede. Joh 8:26 Viel habe Ich über euch zu reden und zu richten; jedoch, der Mich gesandt hat, ist wahr, und [was] Ich von Ihm gehört habe, d[as] spreche Ich zur Welt." Joh 8:27 [Doch er]kannten sie nicht, da[ß] Er vom Vater [zu] ihnen sprach. Joh 8:28 Jesus sagte nun [zu] ihnen: "Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöhen werdet, dann werdet ihr [er]kennen, da[ß] Ich [es] bin und da[ß] Ich nichts von Mir Selbst [aus] tue, sondern wie Mich Mein Vater gelehrt hat, so spreche Ich. Joh 8:29 Der Mich gesandt hat, ist mit Mir; Er läßt Mich nicht allein, weil Ich immer das Ihm [Wohl]gefällige tue." Joh 8:30 [Als] Er dies sprach, glaubten viele an Ihn. Joh 8:31 Jesus sagte daher zu den Juden, [die] Ihm glaubten: "Wenn ihr in Meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaftig Meine Jünger. Joh 8:32 Ihr werdet die Wahrheit [er]kennen, und die Wahrheit wird euch frei [mach]en." Joh 8:33 [Da] antworteten sie Ihm: "Wie sind Abrahams Same und waren niemals jemandem versklavt; wie[so] sagst Du: Ihr sollt frei werden?" Joh 8:34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Jeder, der Sünde tut, ist [ein] Sklave der Sünde (wörtl.: Zielverfehlung). Joh 8:35 Der Sklave aber bleibt nicht für den Äon im Haus,[ jedoch] der Sohn bleibt für den Äon Joh 8:36 Folglich, wenn euch der Sohn [davon] frei [mach]t, werdet ihr wirklich frei sein. Joh 8:37 Ich weiß, da[ß] ihr Abrahams Same seid; jedoch sucht ihr Mich zu töten, weil Mein Wort in euch keinen Raum [gewinn]t. Joh 8:38 [Was] Ich bei Meinem Vater gesehen habe, [das] spreche Ich; folglich tut auch ihr, [was] ihr von eurem Vater gehört habt." Joh 8:39 [Da] antworteten sie ihm: "Unser Vater ist Abraham!" Jesus erwiderte ihnen: "Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, tätet ihr [auch] die Werke Abrahams. Joh 8:40 Nun aber sucht ihr Mich zu töten, [einen] M[an]n, der Ich [zu] euch die Wahrheit gesprochen habe, die Ich von Gott höre; d[a]s hat Abraham nicht getan. Joh 8:41 Ihr tut die Werke eures Vaters." Sie entgegneten Ihm: "Wir wurden nicht in Hurerei gezeugt; wir haben einen [einzigen] Vater, Gott!" Joh 8:42 [Darauf] sagte nun Jesus [zu] ihnen: "Wenn Gott euer Vater w[ä]re, würdet ihr Mich lieben, weil Ich von Gott ausgegangen und [von Ihm hier] eingetroffen bin; denn nicht von Mir Selbst bin Ich gekommen, sondern Er hat Mich [aus]ges[and]t. Joh 8:43 Warum [er]kennt ihr Meine Sprache nicht? Weil ihr Mein Wort nicht hören könnt! Joh 8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Widerwirker, und wollt [nach] den Begierden eures Vaters handeln. Derselbe war [ein] Menschentöter von Anfang [an] und hat nicht in der Wahrheit gestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er Lügen redet, [dann] spricht er aus dem, [was ihm] eigen [ist]; d[enn] er ist [ein] Lügner und der Vater [der]selben. Joh 8:45 Weil Ich [euch] aber die Wahrheit sage, glaubt ihr Mir nicht. Joh 8:46 Wer von euch [kann] Mich [einer] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) überführen? Wenn Ich [die] Wahrheit sage, warum glaubt ihr Mir nicht? Joh 8:47 [Wer] aus Gott ist, [d]er hört die W[or]te Gottes. Ihr hört deshalb nicht, weil ihr nicht aus Gott seid!" Joh 8:48 [Da] antworteten ihm die Juden: "Sagen wir nicht trefflich, da[ß] du [ein] Samariter bist und [einen] Dämon hast?" Joh 8:49 Jesus antwortete: "Ich habe keinen Dämon, sondern Ich ehre Meinen Vater, doch ihr verunehrt Mich. Joh 8:50 Ich suche nicht Meine Verherrlichung. Es gibt [Einen], der [sie] sucht, und [Er] richtet. Joh 8:51 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn jemand Mein Wort bewahrt, wird er keinesfalls für den Äon [den] Tod schauen." Joh 8:52 Die Juden entgegneten Ihm: "Nun haben wir [er]kannt, da[ß] Du [einen] Dämon hast. Abraham starb und [auch] die Propheten, und Du sagst: Wenn jemand Mein Wort bewahrt, wird er keinesfalls für den Äon [den] Tod schmecken. - Joh 8:53 Bist Du etwa größer [als] unser Vater Abraham, der [doch] starb? Und [ebenso] starben die Propheten. Wen machst Du [aus] Dir?" Joh 8:54 Jesus antwortete: "Wenn Ich Mich Selbst verherrliche, [so] ist Meine Herrlichkeit nichts; es ist Mein Vater, der Mich verherrlicht, [von] dem ihr sagt, da[ß] Er euer Gott ist. Joh 8:55 Doch ihr habt ihn nicht [er]kannt. Ich aber bin [mit] Ihm vertraut; und wenn Ich sagen würde, da[ß] Ich nicht [mit] Ihm vertraut sei, würde Ich euch gleich sein, [nämlich ein] Lügner. Ich bin jedoch [mit] Ihm vertraut. Und Ich bewahre Sein Wort. Joh 8:56 Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er Meinen Tag gewahren sollte, und er gewahrte [ihn] und freute sich." Joh 8:57 [Da] sagten nun die Juden zu Ihm: "Du bist noch nicht fünfzig Jahre [alt] und [willst] Abraham gesehen haben?" Joh 8:58 Jesus entgegnete ihnen: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ehe Abraham [geboren] wurde, war Ich." Joh 8:59 Nun hoben sie Steine auf, um [damit] auf Ihn [zu] werfen. Jesus aber verbarg Sich und [ent]kam aus der Weihe[stät]te. (Er schritt mitten durch sie [hin]durch und [ent]ging [ihnen] so.) Joh 9:1 * I[m] Vorübergehen gewahrte Er [einen] M[an]n, [der] von Geburt [an] blind war. Joh 9:2 Da fragten Ihn Seine Jünger: "Rabbi, wer hat gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde?" Joh 9:3 Jesus antwortete: "Weder dieser noch seine Eltern haben gesündigt (wörtl.: zielverfehlt), sondern das Wirken Gottes sollte an ihm offenbar werden. Joh 9:4 Ich muß die Werke dessen wirken, [der] Mich gesandt hat, solange es Tag ist; es kommt [die] Nacht, da niemand wirken kann. Joh 9:5 Solange Ich in der Welt bin, bin Ich [das] Licht der Welt." Joh 9:6 [Als Er] dies gesagt hatte, spie Er auf [den] Boden, machte aus dem Speichel [einen] Erdbrei, salbte die Augen des Blinden [mit] Seinem Erdbrei Joh 9:7 und sagte [zu] ihm: "Geh hin, wasche dich im Teich Siloah" ([was mit] 'Beauftragt' übersetzt wird). Er ging nun hin, wusch sich und kam [sehend zurück]. Joh 9:8 Die Nachbarn nun und die ihn zuvor geschaut [hatten], als er ein Bettler war, sagten: "Ist das nicht der [Mann, der da] saß und bettelte?" Joh 9:9 Andere sagten: "D[e]r ist [es]." Wieder andere meinten: "Nein, er gleicht ihm [nur]." Er [selbst] aber sagte: "Ich bin [es]!" Joh 9:10 Da fragten sie ihn: "Wie wurden deine Augen aufgetan?" Joh 9:11 Jener antwortete: "Der Mann, der Jesus heißt, machte [einen] Erdbrei, salbte meine Augen [damit] und sagte [zu] mir: Geh zum Teich Siloah und wasche dich! [Als ich] nun hinging und mich wusch, wurde ich [seh]end." Joh 9:12 Da fragten sie ihn: "Wo ist jener?" Er antwortete: "Ich weiß [es] nicht." Joh 9:13 [Dann] führte man ihn, den einst Blinden, zu den Pharisäern. Joh 9:14 Es war aber Sabbat an [dem] Tag, [an] dem Jesus den Erdbrei gemacht und seine Augen aufgetan hatte. Joh 9:15 Wieder[um] fragten ihn nun auch die Pharisäer, wie er [seh]end geworden [sei]. Er antwortete ihnen: "[Einen] Erdbrei legte Er auf meine Augen, dann wusch ich mich und [konnte seh]en." Joh 9:16 [Da] sagten nun einige der Pharisäer: "Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil Er den Sabbat nicht hält." Andere aber sagten: "Wie kann [ein] sündiger (wörtl.: zielverfehlnder) Mensch solche Zeichen tun?" So war eine Spaltung unter ihnen. Joh 9:17 Daher befragten sie den einst Blinden nochmals: "Was sagst du [denn] von Ihm? Dir hat Er doch die Augen aufgetan." Er aber antwortete: "Er ist ein Prophet." Joh 9:18 Die Juden wol[l]ten nun nicht von ihm glauben, da[ß] Er blind [gewesen] war und [seh]end wurde, bis sie dann seine (des [Seh]endgewordenen) Eltern riefen Joh 9:19 und sie fragten: "Ist dies euer Sohn, [von] dem ihr sagt, da[ß] er blind geboren wurde? Wie[so kann] er d[en]n jetzt [seh]en?" Joh 9:20 Seine Eltern antworteten nun: "Wir wissen, da[ß] dies unser Sohn ist und da[ß] er blind geboren wurde. Joh 9:21 Wie[so] er nun [seh]en [kann], wissen wir nicht; und wer seine Augen aufgetan hat, wissen wir [auch] nicht. Fragt ihn [doch], er ist voll erwachsen, er wird für sich selbst sprechen." Joh 9:22 Dies sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten; denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn ihn jemand [als] Christus bekennen sollte, er aus [der] Synagoge [ausgestoß]en werde. Joh 9:23 Deshalb sagten seine Eltern: "Er ist voll erwachsen, fragt ihn [doch]!" Joh 9:24 Daher rief man den M[an]n, der blind [gewesen] war, zu[m] zweiten [Mal herbei] und forderte ihn auf: "Gib Gott Verherrlichung! Wir wissen, da[ß] j[en]er Mensch [ein] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) ist." Joh 9:25 Er antwortete nun: "Ob Er [ein] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) ist, weiß ich nicht; eins [aber] weiß ich, da[ß] ich blind war [und] jetzt [seh]en [kann]." Joh 9:26 D[an]n fragten sie ihn nochmals: "Was tat Er dir? Wie hat Er deine Augen aufgetan?" Joh 9:27 Er antwortete ihnen: "Ich sagte [es] euch schon, habt ihr [es] nicht gehört? Warum wollt ihr [es] nochmals hören? Wollt ihr etwa auch Seine Jünger werden?" Joh 9:28 Da [be]schimpften sie ihn und sagten: "Du bist [ein] Jünger desselben, wir aber sind Jünger des Mose. Joh 9:29 Wir wissen, da[ß] Gott [zu] Mose gesprochen hat. [Von jen]em aber wissen wir nicht, woher Er ist." Joh 9:30 Der M[an]n antwortete ihnen: "Das Erstaunliche ist nämlich in diesem [Fall], da[ß] ihr nicht wißt, woher Er ist; und Er hat [doch] meine Augen aufgetan. Joh 9:31 Wir wissen, daß Gott nicht [auf] Sünder (wörtl.: Zielverfehler) hört, sondern wenn jemand [ein] Gottesverehrer ist und Seinen Willen tut, d[e]n hört Er. Joh 9:32 Vom Äon [an] hat man nicht gehört, da[ß] jemand [die] Augen [eines] Blindgeborenen aufgetan hat. Joh 9:33 Wenn j[en]er [Mann] nicht von Gott wäre, könnte Er überhaupt nichts tun." Joh 9:34 Sie antworteten ihm: "Du wurdest ganz in Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) geboren, und du [willst] uns [be]lehren?" Dann stießen sie ihn aus [der Synagoge hin]aus. Joh 9:35 Jesus hörte, da[ß] sie ihn ausgestoßen hatten, und fragte ihn, [als Er] ihn fand: "Glaubst du an den Sohn des Menschen?" Joh 9:36 Jener antwortete: "Und wer ist es, Herr, damit ich an Ihn glaube?" Joh 9:37 Jesus erwiderte ihm: "Du hast Ihn gesehen; denn der mit dir spricht, [der] ist es." Joh 9:38 Da entgegnete er: "Ich glaube, Herr!" Und [anbetend] fiel er [vor] Ihm nieder. Joh 9:39 Darauf sagte Jesus: "Ich bin zu[m] Urteilsspruch in diese Welt gekommen, damit die Nichts[eh]enden [seh]en und die [Seh]enden blind werden." Joh 9:40 Dies hörten [einige] der Pharisäer, die bei Ihm waren, und fragten Ihn: Joh 9:41 "Sind etwa auch wir blind?" Jesus antwortet ihnen: "Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde (wörtl.: Zielverfehlung); nun aber sagt ihr: Wir [seh]en -, folglich bleibt eure Sünde (wörtl.: Zielverfehlung). Joh 10:1 * Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] nicht durch die Tür in die Schafhürde eintritt, sondern anderswo [hinein]steigt, [der] ist [ein] Dieb und [ein] Wegelagerer. Joh 10:2 [Wer] aber durch die Tür eintritt, ist [der] Hirte der Schafe. Joh 10:3 Diesem öffnet der Türhüter, und die Schafe hören [auf] seine Stimme; er ruft [seine] eigenen Schafe mit Namen und führt sie hinaus. Joh 10:4 Wenn er dann die eigenen alle hinausgetrieben hat, geht er vor ihnen [her], und da die Schafe [mit] seiner Stimme vertraut sind, folgen sie ihm. Joh 10:5 [Einem] Fremden jedoch würden sie keinesfalls folgen, sondern vor ihm fliehen, weil sie [mit] der Stimme der Fremden nicht vertraut sind." Joh 10:6 Diese verhüllte Rede sprach Jesus [zu] ihnen; sie aber [er]kannten nicht, was Er ihnen [damit] sagen [wollte]. Joh 10:7 Daher erklärte ihnen Jesus nochmals: Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ich bin die Tür [zu] den Schafen. Joh 10:8 Alle, die Mir [zu]vorkommen [wollten], sind Diebe und Wegelagerer; die Schafe jedoch hörten nicht [auf] sie. Joh 10:9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich eingeht, wird er gerettet werden, wird ein- und ausgehen und Weide finden. Joh 10:10 Der Dieb kommt lediglich, um [zu] stehlen, [zu] schächten und um[zu]bringen. Ich bin gekommen, damit sie äonisches Leben haben und [es] überfließend haben. Joh 10:11 Ich bin der edle Hirte. Der edle Hirte gibt seine Seele für die Schafe [hin]. Joh 10:12 [Doch] der Mietling, [der] nicht [der wirkliche] Hirte ist und dem die Schafe nicht [zu] eigen sind, schaut den Wolf kommen, verläßt die Schafe und flieht. Dann raubt sie der Wolf und zerstreut die Schafe. Joh 10:13 Der Mietling flieht, weil er eben [nur] Mietling ist und sich nicht [viel] um die Schafe kümmert. Joh 10:14 Ich bin der edle Hirte und kenne die Meinen, und die Meinen kennen Mich, Joh 10:15 so wie der Vater Mich kennt und Ich den Vater kenne; und Ich gebe Meine Seele für die Schafe [hin]. Joh 10:16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch jene muß Ich führen, sie werden Meine Stimme hören und eine Herde [und] ein Hirte werden. Joh 10:17 Deshalb liebt Mich der Vater, weil Ich Meine Seele [hin]gebe, damit Ich sie wieder nehme. Joh 10:18 Niemand nimmt sie von Mir, sondern Ich gebe sie von Mir Selbst [aus hin]. Ich habe Vollmacht, sie [hin]zugeben, und Ich habe Vollmacht, sie wieder zu nehmen. Dieses Gebot habe Ich von Meinem Vater erhalten." Joh 10:19 Wegen dieser Worte kam es wieder [zu einer] Spaltung unter den Juden. Joh 10:20 Viele von ihnen sagten: "[Einen] Dämon hat Er und ist von Sinnen, warum hört ihr [auf] Ihn?" Joh 10:21 Andere meinten: "Dies sind nicht die Reden [eines] dämonisch Besessenen; kann etwa [ein] Dämon [den] Blinden [die] Augen auftun?" Joh 10:22 Damals fanden in Jerusalem die Einweihung[sfeier]n [statt]; es war Winter, Joh 10:23 und Jesus wandelte in der Weihe[stät]te in der Halle Salomos, Joh 10:24 [Da] umringten Ihn nun die Juden und fragten Ihn: "Wie lange hältst Du unsere Seele hin? Wenn Du der Christus bist, [dann] sage [es] uns freimütig!" Joh 10:25 Jesus antwortete ihnen: "Ich sagte [es] euch, aber ihr glaubt es nicht. Die Werke, die Ich im Namen Meines Vaters tue, die [leg]en Zeug[nis] von Mir [ab]. Joh 10:26 Aber ihr glaubt nicht, weil ihr nicht von Meinen Schafen seid, so wie Ich [es] euch sagte. Joh 10:27 Meine Schafe hören [auf] Meine Stimme, Ich kenne sie, und sie folgen Mir. Joh 10:28 Ich gebe ihnen äonisches Leben, und sie werden für den Äon keinesfalls umkommen, auch wird sie niemand aus Meiner Hand rauben. Joh 10:29 Mein Vater, der [sie] Mir gegeben hat, ist größer [als] alle, und niemand kann [sie] aus der Hand Meines Vaters rauben. Joh 10:30 Ich und der Vater - Wir sind eins." Joh 10:31 Wieder trugen die Juden Steine [herbei], um Ihn [zu] steinigen. Joh 10:32 Jesus antwortete ihnen: "Ich habe euch viele edle Werke von Meinem Vater gezeigt, um welches Werkes willen [wollt] ihr Mich steinigen?" Joh 10:33 [Da] antworteten Ihm die Juden: "Wir [wollen] Dich nicht wegen [eines] edlen Werkes steinigen, sondern wegen [Deiner] Lästerung, weil Du, [der] Du [ein] Mensch bist, Dich Selbst zu Gott machst." Joh 10:34 Jesus antwortete ihnen: "Ist in eurem Gesetz nicht geschrieben: Ich sage Götter seid ihr -? Joh 10:35 Wenn Er jene Götter heißt, zu denen das Wort Gottes geschah (und die Schrift kann [doch] nicht aufgelöst werden), Joh 10:36 [wieso] sagt ihr [zu dem], den der Vater geheiligt und in die Welt [aus]ges[and]t hat: Du lästerst - weil Ich sagte: Ich bin Gottes Sohn -? Joh 10:37 Wenn Ich nicht die Werke Meines Vaters tue, [so] glaubt Mir nicht. Joh 10:38 Wenn Ich [sie] aber tue und ihr Mir [dennoch] nicht glaubt, [so] glaubt [doch] den Werken, damit ihr [er]kennt und glaubt, da[ß] der Vater in Mir [ist] und Ich im Vater [bin]." Joh 10:39 Nun suchten sie nochmals, Ihn festzunehmen, doch Er [ent]kam aus ihrer Hand. Joh 10:40 Dann ging Er wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes zuvor getauft [hatte], und blieb dort. Joh 10:41 Viele kamen zu Ihm und sagten: "Johannes tat zwar keine Zeichen; aber alles was Johannes über diesen [Mann] gesagt hat, ist wahr." Joh 10:42 Und viele glaubten dort an Ihn. Joh 11:1 * Da war ein [kranker und schwacher Mann], Lazarus von Bethanien, aus dem Dorf der Maria und ihrer Schwester Martha. Joh 11:2 [Diese] Maria war es, die [dann] den Herrn [mit] Würzöl einrieb und Seine Füße [mit] ihrem Haar abwischte - deren Bruder Lazarus war [krank und] schwach. Joh 11:3 Die Schwestern schickten nun zu Ihm [und ließen] sagen: "Herr, siehe, der, den Du liebhast, ist [krank und] schwach." Joh 11:4 Als Jesus [das] hörte, sagte Er: "Diese Schwachheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde." Joh 11:5 Jesus aber liebte Martha, ihre Schwester und Lazarus. Joh 11:6 Als Er nun hörte, da[ß] Er [krank und] schwach sei, da blieb Er noch zwei Tage [an dem] Ort, an dem Er war. Joh 11:7 Danach [erst] sagte Er [zu] Seinen Jüngern: "Gehen wir wieder nach Judäa!" Joh 11:8 [Da] erwiderten Ihm die Jünger: "Rabbi, nun suchten die Juden [gerade] Dich zu steinigen; und [da willst] Du wieder dort hin gehen?" Joh 11:9 Jesus antwortete: "Hat der Tag nicht zwölf Stunden? Wenn jemand am Tag wandelt, stößt er sich nicht, weil er das Licht dieser Welt [sieh]t. Joh 11:10 Wenn aber jemand in der Nacht wandelt, stößt er sich, weil das Licht nicht in ihm ist." Joh 11:11 Dies sprach Er, und danach sagte Er [zu] ihnen: "Unser Freund Lazarus schläft; aber Ich gehe [hin], um ihn aus [dem] Schlaf [zu weck]en." Joh 11:12 [Da] erwiderten Ihm nun die Jünger: "Herr, wenn er schläft, wird er [vom Tode] gerettet werden." Joh 11:13 Jesus aber hatte von seinem Tod geredet; jene dagegen meinten, Er rede von der Rast des Schlafes. Joh 11:14 Dann sagte Jesus ihnen freimütig: "Lazarus ist gestorben, Joh 11:15 und ich freue Mich um euretwillen, da[ß] Ich nicht dort war, damit ihr glauben [lernt]; laßt uns aber zu ihm gehen!" Joh 11:16 [Da] sagte nun Thomas, der Didymus genannt wird, [zu] den Mitjüngern: "Auch wir wollen gehen, damit wir mit Ihm sterben." Joh 11:17 [Als] Jesus d[an]n nach Bethanien kam, fand Er ihn schon vier Tage im Grab liegen. Joh 11:18 Bethanien war nahe [bei] Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien [da]von [entfernt]. Joh 11:19 Daher waren viele der Juden zu Martha und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders [zu] trösten. Joh 11:20 Als Martha nun hörte, da[ß] Jesus komme, [ging] sie Ihm entgegen; Maria aber saß im Haus. Joh 11:21 Martha sagte d[an]n zu Jesus: "Herr, wenn Du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben! Joh 11:22 Nun weiß ich aber auch, da[ß] Gott Dir all[es] geben wird, was Du [von] Gott erbitten magst." Joh 11:23 Jesus erwiderte ihr: "Dein Bruder wird auferstehen!" Joh 11:24 [Da] sagte Martha [zu] Ihm: "Ich weiß, da[ß] er in der Auferstehung am letzten Tag auferstehen wird." Joh 11:25 Jesus entgegnete ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben; [wer] an Mich glaubt, wird [für den Äon] leben, wenn er auch stirbt. Joh 11:26 Und jeder der [dann] lebt und an Mich glaubt, wird für den Äon keinesfalls sterben! Glaubst du dies?" Joh 11:27 Sie antwortete Ihm: "Ja, Herr, ich habe [den] Glauben, da[ß] Du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt!" Joh 11:28 Als [sie] dies gesagt hatte, ging sie hin und rief ihrer Schwester Mirjam heimlich [zu]: "Der Lehrer ist hier, Er ruft dich!" Joh 11:29 Als jene [das] hörte, erhob sie sich schnell und ging zu Ihm. Joh 11:30 Jesus aber war noch nicht in das Dorf gekommen, sondern war noch an dem Ort, wohin Martha Ihm entgegengegangen war. Joh 11:31 [Als] die Juden, die bei ihr im Haus waren und sie trösteten, nun gewahrten, da[ß] Maria schnell aufstand und [hin]ausging, folgten sie ihr [in der] Meinung, da[ß] sie zum Grab gehe, um dort [zu] schluchzen. Joh 11:32 Als Maria nun [dorthin] kam, wo Jesus war, [und] Ihn gewahrte, fiehl sie Ihm zu Füßen [und] sagte [zu] Ihm: "Herr, wenn Du hier gewesen wärest, [so] wäre mein Bruder nicht gestorben!" Joh 11:33 Als Jesus d[an]n sie und [auch] die mit ihr gekommen Juden [so] jammern s[a]h, ergrimmte Er im Geist und erregte Sich [darüber]. Joh 11:34 Darauf fragte Er: "Wo habt ihr ihn [hin]gelegt?" Sie antworteten Ihm: "Herr, komm und s[ie]h!" Joh 11:35 [Und] Jesus weinte. Joh 11:36 [Da] sagten nun die Juden: "Siehe, wie lieb Er ihn hatte!" Joh 11:37 Einige von ihnen sagen jedoch: "Konnte dieser, der die Augen des Blinden auftat, nicht auch bewirken, daß j[en]er nicht hätte sterben [müssen]?" Joh 11:38 Wieder in Sich Selbst ergrimmend, trat Jesus d[an]n an das Grab; es war aber [eine] Höhle, und [ein] Stein lag davor. Joh 11:39 Jesus gebot: "Hebt den Stein [hinweg!" Da] sagte Martha, die Schwester des Verschiedenen, [zu] Ihm: "Herr, er riecht schon; denn es ist [der] vierte Tag." Joh 11:40 Jesus entgegnete ihr: "Habe Ich dir nicht gesagt, da[ß], wenn du glaubst, du die Herrlichkeit Gottes sehen wirst?" Joh 11:41 D[an]n hoben sie den Stein [hinweg]. Jesus aber hob die Augen empor und sagte: "Vater, Ich danke Dir, da[ß] Du Mich [er]hörst. Joh 11:42 Ich weiß wohl, da[ß] Du Mich immer [er]hörst; Ich sage [es] jedoch der Volksmenge wegen, die um[her]steht, damit sie glaubt, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast." Joh 11:43 Als [Er] dies gesagt [hatte], schrie Er [mit] lauter Stimme: Lazarus, herzu, [komm] heraus!" Joh 11:44 Da kam der Verstorbene heraus, die Füße und Hände [in] Grabtücher gewickelt und sein Antlitz [mit einem] Schweißtuch umbunden. Jesus sagte [zu] ihnen: "[Bind]et ihn los und laßt ihn gehen!" Joh 11:45 Viele der Juden, die zu Maria gekommen waren und schauten, [was] Jesus getan hatte, glaubten d[an]n an Ihn. Joh 11:46 Einige von ihnen aber gingen zu den Pharisäern und berichtete ihnen alles, was Jesus getan hatte. Joh 11:47 [Daraufhin ver]sammelten nun die Hohenpriester und die Pharisäer [das] Synedrium und sagten: "Was [sollen] wir tun? Dieser Mensch vollbringt so viele Zeichen. Joh 11:48 Wenn wir Ihn [weiter] so [gewähren] lassen, werden alle an Ihn glauben, und [dann] werden die Römer kommen und sowohl unsere Stätte als auch die Nation [an sich] nehmen." Joh 11:49 Einer aber von ihnen, [ein] gewisser Kaiphas, [der] Hoherpriester jenes Jahres war, sagte [zu] ihnen: "Ihr wißt überhaupt nichts, Joh 11:50 noch rechnet ihr [damit], da[ß] es [für] uns vorteilhaft ist, daß e i n Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation untergehe." Joh 11:51 Dies sagte er jedoch nicht von sich [aus], sondern [als] Hoherpriester jenes Jahres [rede]te er prophetisch, daß Jesus demnächst für die Nation sterben [sollte], Joh 11:52 doch nicht allein für die Nation, sondern auch damit Er die Kinder Gottes, die zerstreut waren, zu einem [Ganzen] zusammenführe. Joh 11:53 Von jenem Tag [an] berieten sie nun, damit sie Ihn töten könnten. Joh 11:54 Jesus wandelte daher nicht mehr öffentlich unter den Juden, sondern ging von dort in die Gegend nahe der Wildnis in [eine] Stadt, [die] Ephraim heißt, und blieb dort mit Seinen Jüngern. Joh 11:55 Das Passah der Juden aber war nahe, und viele aus der Gegend zogen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich [zu] läutern. Joh 11:56 Dort suchten sie nun Jesus und sagten, in der Weihestätte stehend, zueinander: "Was meint ihr? Daß Er überhaupt nicht zum Fest kommt?" Joh 11:57 Die Hohenpriester und Pharisäer aber hatten Anweisung gegeben, daß, wenn jemand erfahre, wo Er sei, er es angeben solle, damit sie Ihn festnehmen könnten. Joh 12:1 * Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nun nach Bethanien, wo Lazarus war, den Jesus aus den Toten auferweckt hatte. Joh 12:2 Dort bereitete man Ihm dann ein Mahl, und Martha bediente. Lazarus aber war einer von denen, die mit Ihm zu Tisch lagen. Joh 12:3 Maria nahm nun ein Pfund Würzöl von echter, wertvoller Narde, rieb Jesus die Füße ein und wischte Seine Füße mit ihrem Haar wieder ab. Da wurde das Haus von dem Duft des Würzöls erfüllt. Joh 12:4 Judas Iskariot aber, [der Sohn] Simons, einer Seiner Jünger (der vorhatte Ihn zu verraten) sagte: Joh 12:5 "Warum hat man dieses Würzöl nicht [für] dreihundert Denare veräußert und [das Geld den] Armen gegeben?" Joh 12:6 Dies sagte er aber nicht, weil er sich [viel] um die Armen kümmerte, sondern weil er [ein] Dieb war, [der] die Kasse hatte und das, [was ein]gelegt wurde, [an sich] nahm. Joh 12:7 [Darauf] sagte d[an]n Jesus: "Laß sie, damit sie es für den Tag Meiner Bestattung behalten möge; Joh 12:8 denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, Mich aber habt ihr nicht allezeit." Joh 12:9 [Eine] große Volksmenge aus den Juden erfuhr d[an]n, da[ß] Er dort sei; doch kam sie nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus [zu] sehen, den Er aus den Toten auferweckt hatte. Joh 12:10 Die Hohenpriester aber berieten, damit sie auch Lazarus töten könnten, Joh 12:11 weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten. Joh 12:12 [Als] Tags darauf die Volksmenge, die zum Fest gekommen war, hörte, da[ß] Jesus nach Jerusalem komme, Joh 12:13 nahmen sie Palmenwedel und zogen Ihm entgegen und riefen laut: "Hosianna! Gesegnet [sei], der [da] kommt im Namen [des] Herrn, der König Israel!" Joh 12:14 Jesus hatte nun [einen] jungen Esel gefunden [und] Sich darauf gesetzt, so wie es geschrieben ist: Joh 12:15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt, auf [einem] Eselsfüllen sitzend! Joh 12:16 Dies [er]kannten Seine Jünger [zu]erst nicht. Als Jesus aber verherrlicht war, da erinnerten sie sich, daß dies über Ihn geschrieben war und man d[a]s [an] Ihm getan hatte. Joh 12:17 Die Volksmenge, die bei Ihm [gewesen] war, als Er Lazarus aus dem Grab gerufen und ihn aus den Toten auferweckt hatte, [leg]te nun Zeug[nis für Ihn ab]. Joh 12:18 Deshalb [ging] Ihm auch [eine] große Schar entgegen, weil sie gehört hatte, [daß] Er dieses Zeichen getan habe. Joh 12:19 [Da] sagten die Pharisäer nun zueinander: "Ihr schaut [selbst], da[ß] ihr überhaupt nichts ausrichtet; siehe, [alle] Welt läuft hinter Ihm her!" Joh 12:20 Unter denen, [die] zum Fest hinaufzogen, um an[zu]beten, waren auch einige Griechen. Joh 12:21 Diese kamen nun zu Phililppus, der von Bethsaida [in] Galiläa [war], und ersuchten ihn: "Herr, wir wollen Jesus sehen!" Joh 12:22 Phililppus ging und sagte [es] Andreas, Andreas und Phililppus wieder[um] gingen und berichteten [es] Jesus. Joh 12:23 Jesus aber antwortete ihnen: "Die Stunde ist gekommen, daß der Sohn des Menschen verherrlicht werde! Joh 12:24 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt [und] stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht. Joh 12:25 [Wer] seine Seele liebhat, verliert sie; [wer] aber seine Seele in dieser Welt haßt, wird sie zu[m] äonischen Leben bewahren. Joh 12:26 Wenn Mir jemand dienen [will, so] folge er Mir; denn wo Ich bin, dort wird auch Mein Diener sein. Wenn jemand Mir dient, wird der Vater ihn ehren. Joh 12:27 Nun ist Meine Seele erregt, und was soll Ich sagen? Vater, [er]rette Mich aus dieser Stunde? Nein, deshalb bin Ich in diese Stunde gekommen. Joh 12:28 Vater, verherrliche Deinen Namen!" [Darauf] kam nun [eine] Stimme aus dem Himmel: "Ich habe [ihn] verherrlicht und werde [ihn] wieder verherrlichen!" Joh 12:29 Die Volksmenge nun, die [dabei]stand und [es] hörte, meinte, [es] habe gedonnert; andere sagten: "[Ein] Bote hat [mit] Ihm gesprochen." Joh 12:30 Jesus antwortete: "Nicht um Meinetwillen ertönte diese Stimme, sondern um euretwillen. Joh 12:31 Nun ist [das] Gericht dieser Welt, nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden; Joh 12:32 und wenn Ich von der Erde erhöht bin, werde Ich alle zu Mir ziehen!" Joh 12:33 D[a]s sagte Er aber, [um] anzudeuten welches Todes Er demnächst sterben [werde]. Joh 12:34 Die Volksmenge antwortete Ihm d[an]n: "Wir haben aus dem Gesetz gehört, da[ß] der Christus für den Äon bleibt; wie [kannst] du sagen, der Sohn des Menschen muß erhöht werden? Wer ist dieser Sohn des Menschen?" Joh 12:35 Jesus sagte nun [zu] ihnen: "Noch [eine] kurze Zeit ist das Licht unter euch. Wandelt, solange ihr das Licht habt, damit die Finsternis euch nicht ergreife; denn [wer] in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Joh 12:36 Wenn ihr das Licht habt, [so] glaubt an das Licht, damit ihr Söhne [des] Lichts werdet!" Dies sprach Jesus und ging fort [und] verbarg Sich vor ihnen. Joh 12:37 Obgleich Er so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht an Ihn, Joh 12:38 damit das Wort des Propheten Jesaia erfüllt werde, [in] welchem er ankündigte: Herr, wer glaubt unserer Kunde? Und wem wurde der Arm [des] Herrn enthüllt? Joh 12:39 Sie konnten deshalb nicht glauben, weil Jesaia wieder[um] gesagt hatte: Joh 12:40 Er hat ihre Augen geblendet und ihr Herz verstockt, damit sie [mit] den Augen nicht wahrnehmen, noch [mit] dem Herzen begreifen und sich umwenden und Ich sie heilen [könnte]. Joh 12:41 Dies sagte Jesaia, als er Seine Herrlichkeit gewahrt hatte und von Ihm sprach. Joh 12:42 Doch glaubten auch viele der Oberen gleichfalls an Ihn, bekannten [es] aber um der Pharisäer willen nicht, damit sie nicht aus [der] Synagoge [ausgestoß]en würden; Joh 12:43 denn sie liebten eben die Verherrlichung [von] Menschen [weit] mehr als die Verherrlichung Gottes. Joh 12:44 Jesus aber rief laut: "[Wer] an Mich glaubt, [der] glaubt nicht an Mich, sondern an den, [der] Mich gesandt hat; Joh 12:45 und [wer] Mich schaut, [der] schaut den, [der] Mich gesandt hat. Joh 12:46 Ich bin [als] Licht in die Welt gekommen, damit keiner, der an Mich glaubt, in der Finsternis bleibe. Joh 12:47 Wenn jemand Meine W[or]te hört und nicht bewahrt, den richte nicht Ich; denn Ich bin nicht gekommen, damit Ich die Welt richte, sondern damit Ich die Welt rette. Joh 12:48 [Wer] Mich ablehnt und Meine W[or]te nicht [an]nimmt, [d]er hat, [was] ihn richtet: Das Wort, das Ich gesprochen habe, dasselbe wird ihn am letzten Tag richten. Joh 12:49 D[enn] Ich spreche nicht aus Mir Selbst, sondern der Vater, [der] Mich gesandt hat, Er hat Mir [An]weisung gegeben, was Ich sagen und was Ich sprechen soll. Joh 12:50 Und Ich weiß, da[ß] Seine [An]weisung äonisches Leben ist. [Was] Ich nun spreche, [das] spreche Ich so, wie [es] der Vater [zu] Mir geredet hat." Joh 13:1 * [Es war] vor dem Passahfest, und Jesus wußte, da[ß] Seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüber[zu]gehen. [Wie Er] die Seinen geliebt hatte, die in der Welt [waren, so] liebte Er sie [bis] zu[m] Abschluß. Joh 13:2 Als [das] Mahl [gehalten] wurde [und] der Widerwirker [es dem] Judas, [dem Sohn des] Simon Iskariot, schon ins Herz gelegt hatte, daß er Ihn verraten sollte Joh 13:3 (Jesus [aber] wußte, da[ß] der Vater Ihm alles in die Hände gegeben hatte und da[ß] Er von Gott ausgegangen war und [wieder] zu Gott hingehe), Joh 13:4 [da] erhob Er sich vom Mahl, legte das Obergewand [ab], nahm [ein] Leinentuch und umgürtete Sich [damit]. Joh 13:5 Danach tat Er Wasser in das Waschbecken und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und [mit] dem Leinentuch, [mit] dem Er umgürtet war, abzuwischen. Joh 13:6 Er kam d[an]n zu Simon Petrus. [D]er aber sagte [zu] Ihm: "Herr, Du wäschst mir die Füße?" Joh 13:7 [Da] antwortete ihm Jesus: "[Was] Ich tue, weißt du jetzt nicht, du wirst [es] aber danach erfahren!" Joh 13:8 Petrus entgegnete Ihm: "Keinesfalls sollst Du mir für den Äon die Füße waschen!" Jesus antwortete ihm: "Wenn Ich dich nicht wasche, hast du keinen [An]teil an Mir." Joh 13:9 [Darauf] erwiderte Ihm Simon Petrus: "Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt!" Joh 13:10 [Da] sagte Jesus [zu] ihm: "[Wer] gebadet ist, braucht sich außer den Füßen nicht [weiter] zu waschen, er ist ganz rein. [So] seid auch ihr rein, jedoch nicht alle." Joh 13:11 Denn Er wußte [um] Seinen Verräter, deshalb sagte Er: Nicht alle seid ihr rein. Joh 13:12 Als Er nun ihre Füße gewaschen, Sein Obergewand genommen und Sich wieder niedergelassen hatte, sagte Er [zu] ihnen. "[Er]kennt ihr, was Ich [an] euch getan habe? Joh 13:13 Ihr redet Mich [mit] Lehrer und Herr an; und ihr sagt [es] trefflich, denn [das] bin Ich. Joh 13:14 Wenn nun Ich, der Herr und Lehrer, euch die Füße gewaschen habe, seid auch ihr schuldig; einander die Füße zu waschen. Joh 13:15 Denn Ich habe euch [ein] Beispiel gegeben, damit auch ihr tut, wie Ich [an] euch getan habe. Joh 13:16 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Ein] Sklave in nicht größer [als] sein Herr, noch [ein] Apostel größer [als] der, [der] ihn gesandt hat. Joh 13:17 Wenn ihr das wißt - glückselig seid ihr, wenn ihr es tut! Joh 13:18 Nicht von euch allen sage Ich [es]; denn Ich weiß, welche Ich erwählt habe; aber damit die Schrift erfüllt werde: Der mit Mir das Brot ißt, erhebt seine Ferse gegen Mich. Joh 13:19 Schon jetzt sage Ich [es] euch, [be]vor [es] geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, [auch] glaubt, da[ß] Ich [es] bin. Joh 13:20 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] den [auf]nimmt, [den] Ich senden werde, nimmt Mich [auf; wer] aber Mich [auf]nimmt, nimmt den [auf, der] Mich gesandt hat." Joh 13:21 [Als] Jesus dies gesagt hatte, wurde Er im Geist beunruhigt und bezeugte: "Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Einer von euch wird Mich verraten." Joh 13:22 [Da] blickten nun die Jünger einander an, [sich] ratlos [fragend], von wem Er [wohl] spreche. Joh 13:23 Aber einer von Seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag [bei Tisch] an Jesu Seite. Joh 13:24 Diesen winkte Simon Petrus nun [zu], sich zu erkundigen, wer es sei, von dem Er gesprochen [hatte]; und er bat ihn: "Sage uns, wer es ist, den Er damit meint!" Joh 13:25 Jener nun lehnte sich so[mit] an Jesu Brust zurück [und] fragte Ihn: Joh 13:26 "Herr, wer ist es?" Jesus antwortete d[an]n: "er ist derjenige, dem Ich den Bissen eintauchen und geben werde!" [Als Er] nun den Bissen eingetaucht hatte, nahm Er [ihn] und gab [ihn] Judas, [dem Sohn des] Simon Iskariot. Joh 13:27 Und dann, nach dem Bissen, fuhr Satan in jenen. [Darauf] sagte nun Jesus [zu] ihm: "[Was] du tun [willst], tue bald!" Joh 13:28 Aber niemand [von] denen, [die zu Tisch] lagen, [er]kannte, wozu Er ihm d[a]s sagte. Joh 13:29 Einige meinten nämlich, weil Judas die Kasse hatte, da[ß] Jesus [zu] ihm sagen [wollte]: Kaufe, [was] wir zu Fest brauchen, oder daß er den Armen etwas geben solle. Joh 13:30 [Nachdem] jener nun den Bissen genommen hatte, ging er sogleich [hin]aus. Es war aber Nacht. Joh 13:31 Als er d[an]n fortgegangen war, sagte Jesus: "Nun wird der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott wird in Ihm verherrlicht. Joh 13:32 Wenn Gott in Ihm verherrlicht wird, wird Gott Ihn auch in Sich Selbst verherrlichen, und sogleich wird Er Ihn verherrlichen. Joh 13:33 Kindlein, noch kurze Zeit bin Ich bei euch, [dann] werdet ihr Mich suchen. Und wie Ich den Juden gesagt habe, sage Ich jetzt auch euch: Wohin Ich gehe, [dahin] könnt ihr nicht kommen. Joh 13:34 [Ein] neues Gebot gebe Ich euch, daß ihr einander liebt; so wie Ich euch geliebt habe, [sollt] auch ihr einander lieben. Joh 13:35 Daran werden alle [er]kennen, da[ß] ihr Meine Jünger seid, wenn ihr Liebe [unter]einander habt." Joh 13:36 [Da] fragte Ihn Simon Petrus: "Herr, wohin gehst Du?" Jesus antwortete ihm: "Wohin Ich gehe, [dahin] kannst Du Mir nun nicht folgen; hernach aber wirst du [Mir] folgen." Joh 13:37 [Darauf] sagte Petrus [zu] Ihm: "Herr, warum kann ich Dir jetzt nicht folgen? Meine Seele will ich für Dich [hin]geben!" Joh 13:38 Jesus antwortete: "Deine Seele willst du für Mich [hin]geben? Wahrlich, Wahrlich, Ich sage dir: Keinesfalls wird [der] Hahn krähen, bis du Mich dreimal verleugnet [haben] wirst. Joh 14:1 * Euer Herz sei nicht beunruhigt! Glaubt an Gott! Glaubt auch an Mich! Joh 14:2 In dem Haus Meines Vaters sind viele Bleibe[stätte]n; sonst hätte Ich euch gesagt, da[ß] Ich gehe, euch [eine] Stätte zu bereiten. Joh 14:3 Und wenn Ich gegangen bin und euch [eine] Stätte bereitet habe, komme Ich wieder und werde euch zu Mir nehmen, damit auch ihr seid, wo Ich bin. Joh 14:4 Und ihr wißt, wohin Ich gehe, und den Weg wißt ihr [auch] Joh 14:5 [Da] sagte Thomas [zu] Ihm: "Herr, wir wissen nicht, wohin Du gehst; wie können wir den Weg wissen?" Joh 14:6 Jesus erwiderte ihm: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch Mich. Joh 14:7 Wenn ihr Mich [er]kannt h[ä]ttet, würdet ihr auch Meinen Vater kennen. Von jetzt [an] kennt ihr Ihn und habt Ihn gesehen." Joh 14:8 [Darauf] sagte Phililppus [zu] Ihm: "Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns." Joh 14:9 Jesus antworte ihm: "So lange Zeit bin Ich [schon] bei euch, und du hast Mich nicht [er]kannt, Phililppus! [Wer] Mich gesehen hat, [der] hat den Vater gesehen; doch wie sagst du: Zeig uns den Vater? Joh 14:10 Glaubst du nicht, da[ß] Ich im Vater [bin] und der Vater in Mir ist? Die Worte, die Ich [zu] euch spreche, spreche Ich nicht von Mir Selbst [aus], sondern der Vater der in Mir bleibt, Er tut Seine Werke. Joh 14:11 Glaubt Mir, da[ß] Ich im Vater [bin] und der Vater in Mir [ist]; aber wenn nicht, [so] glaubt Mir um der Werke selbst willen. Joh 14:12 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: [Wer] an Mich glaubt, [d]er wird die Werke, die ich tue, auch tun, und er wird größere [als] diese vollbringen; d[enn] Ich gehe zum Vater, Joh 14:13 und was ihr auch in Meinem Namen bitten werdet, d[a]s werde Ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht werde. Joh 14:14 Wenn ihr Mich in Meinem Namen [um] etwas bittet, werde Ich dies tun. Joh 14:15 Wenn ihr Mich liebt, werdet ihr Meine Gebote halten. Joh 14:16 Dann werde Ich den Vater ersuchen, und Er wird euch [einen] anderen Zusprecher geben, damit er für den Äon bei euch sei: Joh 14:17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht erhalten kann, weil sie ihn nicht schaut noch kennt; ihr aber [er]kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Joh 14:18 Ich werde euch nicht [als] Verwaiste [zurück]lassen: Ich komme zu euch. Joh 14:19 Noch kurze [Zeit], dann schaut Mich die Welt nicht mehr; ihr aber schaut Mich, d[enn] Ich lebe, und ihr werdet [auch] leben. Joh 14:20 An jenem Tag werdet ihr [er]kennen, da[ß] Ich in Meinem Vater [bin] und ihr in Mir [seid] und Ich in euch [bin]. Joh 14:21 [Wer] Meine Gebote hat und sie hält, [d]er ist es, der Mich liebt. [Wer] Mich aber liebt, wird von Meinem Vater geliebt werden; auch Ich werde ihn lieben und Mich ihm offenbaren." Joh 14:22 [Da] fragte Ihn Judas (nicht der Iskariot): "Herr, was ist geschehen, da[ß] Du im Begriff bist, Dich uns zu offenbaren und nicht der Welt?" Joh 14:23 Jesus antwortete ihm: "Wenn jemand Mich liebt, wird er Mein Wort bewahren, und Mein Vater wird ihn lieben; und Wir werden zu ihm kommen und [Unsere] Bleibe bei ihm nehmen. Joh 14:24 [Wer] Mich nicht liebt, hält Meine Worte nicht. Doch ist das das Wort, daß ihr hört, nicht Mein [Wort], sondern [das] des Vaters, [der] Mich gesandt hat. Joh 14:25 Dies habe Ich [zu] euch gesprochen, [während Ich] unter euch weilte. Joh 14:26 Der Zusprecher aber, der Geist, der heilige, den der Vater in Meinem Namen senden wird, [d]er wird euch alles lehren und euch [an] alles erinnern, [was] Ich euch gesagt habe. Joh 14:27 Frieden lasse Ich euch, Meinen Frieden gebe Ich euch. Nicht so, wie die Welt gibt, gebe Ich euch. Euer Herz sei nicht beunruhigt, noch verzagt! Joh 14:28 Ihr habt gehört, da[ß] Ich euch sagte: Ich gehe hin und komme [wieder] zu euch! Wenn ihr Mich liebtet, würdet ihr euch freuen, da[ß] Ich zum Vater gehe; d[enn] der Vater ist größer [als] Ich. Joh 14:29 Und nun habe Ich [es] euch gesagt, ehe [es] geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. Joh 14:30 Ich werde nicht mehr viel mit euch sprechen; denn es kommt der Fürst der Welt, und in Mir hat sie nichts. Joh 14:31 Damit aber die Welt [er]kenne, da[ß] Ich den Vater liebe und so handle, wie Mir der Vater geboten hat - erhebt euch! Laßt uns von hier [fort]gehen! Joh 15:1 * Ich bin der wahrhafte Weinstock, und Mein Vater ist der Winzer. Joh 15:2 Jede Rebe an Mir, [welche] keine Frucht bringt, die nimmt Er [fort]; und jede, [welche] Frucht bringt, die reinigt Er, damit sie mehr Frucht bringe. Joh 15:3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das Ich [zu] euch gesprochen habe. Joh 15:4 Bleibt in Mir, [so bleibe] auch Ich in euch. So wie die Rebe nicht von sich [aus] Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so [könnt] auch ihr [es] nicht, wenn ihr nicht in Mir bleibt. Joh 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr [seid] die Reben. [Wer] in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viel Frucht; d[enn] getrennt [von] Mir könnt ihr nichts vollbringen. Joh 15:6 Wenn jemand nicht in Mir bleibt, wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt. Dann sammelt man sie und wirft [sie] ins Feuer, wo sie [ver]brennen. Joh 15:7 Wenn ihr in Mir bleibt und Meine Worte in euch bleiben, [dann] bittet, [was] ihr wollt, es wird euch [gegeben] werden. Joh 15:8 Darin wird Mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringt und [euch als] Meine Jünger erweist. Joh 15:9 So wie der Vater Mich liebt, habe auch Ich euch geliebt. Bleibt in Meiner Liebe! Joh 15:10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in Meiner Liebe bleiben, so wie Ich die Gebote Meines Vaters gehalten habe und in Seiner Liebe bleibe. Joh 15:11 Dies habe Ich [zu] euch gesprochen, damit Meine Freude in euch bleibe und eure Freude vollständig ge[mach]t werde. Joh 15:12 Dies ist Mein Gebot, daß ihr einander liebt, so wie Ich euch geliebt habe. Joh 15:13 Größer Liebe [kann] niemand haben [als] die, daß jemand seine Seele für seine Freunde [hin]gibt. Joh 15:14 Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was immer Ich euch gebiete. Joh 15:15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, [denn ein] Sklave weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe Ich Freunde genannt, weil Ich euch alles bekannt gemacht habe, [was] Ich von Meinem Vater höre. Joh 15:16 Nicht ihr habt Mich erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und euch [dazu] gesetzt, daß ihr hingeht und viel Frucht bringt. Und eure Frucht soll bleiben, damit der Vater euch gebe, [um] was ihr [Ihn] in Meinem Namen bittet. Joh 15:17 Dies gebiete Ich euch, daß ihr einander liebt. Joh 15:18 Wenn die Welt euch haßt, [so] erkennt, da[ß] sie Mich vor euch gehaßt hat. Joh 15:19 Wenn ihr von der Welt wäret, würde die Welt [euch wie ihr] Eigenes liebhaben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern Ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. Joh 15:20 Gedenkt des Wortes, das Ich euch gesagt habe: [Ein] Sklave ist nicht größer [als] sein Herr. Wenn sie Mich verfolgen, werden sie auch euch verfolgen. Wenn sie Mein Wort bewahren, werden sie auch das eure bewahren. Joh 15:21 Dies alles aber werden sie euch um Meines Namens willen [an]tun, d[enn] sie sind nicht [mit] dem vertraut, [der] Mich gesandt hat. Joh 15:22 Wenn Ich nicht gekommen w[ä]re und [zu] ihnen gesprochen h[ä]tte, [so] h[ä]tten sie keine Sünde. Nun aber haben sie keinen Vorwand für ihre Sünde (wörtl.: Zielverfehlung). Joh 15:23 [Wer] Mich haßt, [d]er haßt auch Meinen Vater. Joh 15:24 Wenn Ich nicht die Werke unter ihnen getan h[ä]tte, die kein anderer [je] tat, [so] h[ä]tten sie keine Sünde (wörtl.: Zielverfehlung). Nun haben sie zwar [alles] gesehen, und haben [doch] sowohl Mich als auch Meinen Vater gehaßt. Joh 15:25 Aber [dies geschieht], damit das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben ist: Sie hassen Mich ohne Grund. Joh 15:26 Wenn nun der Zusprecher kommt, den Ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, [dann] wird derselbe für Mich Zeug[nis ableg]en. Joh 15:27 Aber auch ihr [sei]d Zeugen, weil ihr von Anfang [an] mit Mir gewesen seid. Joh 16:1 * Dies habe Ich euch gesagt, damit ihr nicht strauchelt; denn man wird euch aus [den] Synagogen [ausstoß]en. Joh 16:2 Es kommt sogar die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meint, Gott [damit einen] Dienst zu [er]bringen. Joh 16:3 Und dies werden sie tun, weil sie weder den Vater noch Mich kennen. Joh 16:4 Dies habe Ich aber [zu] euch gesprochen, damit ihr, wenn ihre Stunde kommt, dessen gedenkt, da[ß] Ich [es] euch sagte. Zu Anfang jedoch hatte Ich euch das [noch] nicht gesagt, weil Ich bei euch war. Joh 16:5 Nun aber gehe Ich zu dem, [der] Mich gesandt hat, und niemand von euch fragt Mich: Wohin gehst Du? Joh 16:6 Sondern weil Ich euch dies gesagt habe, hat Betrübnis euer Herz erfüllt. Joh 16:7 Doch Ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch förderlich, daß Ich [fort]gehe. Denn wenn Ich nicht [fort]gehe, wird der Zusprecher nicht zu euch kommen; wenn Ich aber gegangen bin, werde Ich ihn zu euch senden. Joh 16:8 Wenn er kommt, wird er die Welt überführen betreffs [der] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung), [der] Gerechtigkeit und [des] Gerichts. Joh 16:9 [Und] zwar betreffs [der] Sünde (wörtl.: Zielverfehlung): weil sie nicht an Mich glauben; Joh 16:10 betreffs [der] Gerechtigkeit: Weil Ich zu Meinem Vater gehe und ihr Mich nicht mehr schaut; Joh 16:11 und betreffs [des] Gerichts: weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Joh 16:12 Noch vieles h[ä]tte Ich euch zu sagen, doch könnt ihr [es] jetzt nicht ertragen. Joh 16:13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in [alle] Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst [aus] sprechen, sondern all[es], was er hört, wird er sprechen; auch das Kommende wird er euch verkündigen. Joh 16:14 Derselbe wird Mich verherrlichen; d[enn] von dem Meinen wird er nehmen und [es] euch verkündigen. Joh 16:15 Alles, was der Vater hat, ist Mein; deshalb habe Ich euch gesagt, da[ß] er von dem Meinen nimmt und [es] euch verkündigen wird. Joh 16:16 [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht mehr; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen." Joh 16:17 [Da] sagten nun [einige] Seiner Jünger zueinander: "Was ist d[a]s, [was] Er uns sagt: [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht [mehr]; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen, und: Ich gehe zum Vater -?" Joh 16:18 "Was ist d[a]s", meinten sie daher, "[was] Er kurze Zeit nennt? Wir wissen nicht, was Er spricht." Joh 16:19 Jesus [er]kannte, da[ß] sie Ihn fragen wollten, und sagte [zu] ihnen: "Sucht ihr miteinander [Aufschluß darübe]r, da[ß] Ich gesagt habe: [Noch] kurze [Zeit], und ihr schaut Mich nicht [mehr]; dann nochmals [eine] kurze [Zeit], und ihr werdet Mich [wieder]sehen? Joh 16:20 Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Ihr werdet jammern und klagen, die Welt aber wird sich freuen. Ihr werdet betrübt sein, doch eure Trübsal wird zur Freude werden. Joh 16:21 Wenn [eine] Frau gebiert, hat sie Trübsal, weil ihre Stunde gekommen ist. Wenn sie aber das Kindlein geboren hat, denkt sie nicht mehr an die Drangsal um der Freude willen, da[ß ein] Mensch in die Welt geboren ist. Joh 16:22 Daher werdet auch ihr [von] nun [an] zwar Trübsal haben; Ich werde euch aber wiedersehen, dann wird euer Herz sich freuen, und eure Freude [soll] niemand von euch nehmen. Joh 16:23 An jenem Tag werdet ihr Mich nichts [mehr] fragen. Wahrlich, Wahrlich, Ich sage euch: Was ihr den Vater auch bitten werdet in Meinem Namen, [das] wird er euch geben. Joh 16:24 Bis jetzt habt ihr [noch] nichts in Meinem Namen [er]beten. Bittet, und ihr werdet erhalten, damit eure Freude vollständig sei. Joh 16:25 Dies habe Ich in verhüllter Rede [zu] euch gesprochen. [Doch] es kommt [die] Stunde, da werde Ich nicht mehr in verhüllter Rede [zu] euch sprechen, sondern euch freimütig über den Vater berichten. Joh 16:26 An jenem Tag werdet ihr in Meinem Namen bitten, und Ich sage euch nicht, da[ß] Ich den Vater für euch ersuchen werde; Joh 16:27 denn der Vater Selbst hat euch lieb, weil ihr Mich liebgehabt und geglaubt habt, da[ß] Ich von Gott ausgegangen bin. Joh 16:28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; [nun] verlasse Ich die Welt wieder und gehe zum Vater." Joh 16:29 [Da] sagten Seine Jünger [zu] Ihm: "Siehe, nun sprichst Du freimütig und sagst nichts [in] verhüllter Rede. Joh 16:30 Nun wissen wir, da[ß] Du alles weißt und daß man Dich nicht [weiter zu] fragen braucht. D[aru]m glauben wir, da[ß] Du von Gott ausgegangen bist." Joh 16:31 Jesus antwortete ihnen: "Jetzt glaubt ihr. Joh 16:32 Siehe es kommt [die] Stunde, ja sie ist gekommen, daß ihr zerstreut werdet, jeder in das Eigene, und ihr werdet Mich allein lassen. Doch Ich bin nicht allein, d[enn] der Vater ist bei Mir. Joh 16:33 Dies habe ich [zu] euch gesprochen, damit ihr in Mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Drangsal; doch fasset Mut, Ich habe die Welt überwunden." Joh 17:1 * Als Jesus dies gesprochen hatte, hob Er Seine Augen zum Himmel auf und sagte: "Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche Deinen Sohn, damit Dein Sohn Dich verherrliche, Joh 17:2 so wie Du Ihm Vollmacht [über] alles Fleisch gegeben hast, damit Er alles, [was] Du Ihm gegeben hast, ihnen gebe, [auch] äonisches Leben. Joh 17:3 D[a]s aber ist das äonische Leben, daß sie Dich [er]kennen, den allein wahrhaften Gott, und den Du [aus]ges[and]t hast, Jesus Christus. Joh 17:4 Ich verherrliche Dich auf Erden, [indem Ich] das Werk vollende, das du Mir [zu] tun gegeben hast. Joh 17:5 Nun verherrliche Du Mich, Vater, bei Dir Selbst [mit] der Herrlichkeit, die Ich bei Dir hatte, [be]vor die Welt war. Joh 17:6 Ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast. Dein waren sie, und Mir hast Du sie gegeben, und Dein Wort haben sie bewahrt. Joh 17:7 Nun haben sie [er]kannt, da[ß] alles, was Du Mir gegeben hast, von Dir ist; Joh 17:8 d[enn] die Worte, die Du Mir gegeben hast, habe Ich ihnen gegeben, und sie haben [sie an]genommen und haben wahrhaftig [er]kannt, da[ß] Ich von Dir ausgegangen bin, und sie glauben, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast. Joh 17:9 Ich ersuche [Dich] für sie; nicht für die Welt ersuche Ich [Dich], sondern für die, [die] Du Mir gegeben hast; d[enn] sie sind Dein, Joh 17:10 wie all das Meine Dein ist und das Deine Mein. Joh 17:11 In ihnen bin Ich nun verherrlicht. Ich bin nicht mehr in der Welt, doch sie sind in der Welt. Ich aber komme zu Dir. Heiliger Vater, bewahre sie in Deinem Namen, [in] welchem Du [sie] Mir gegeben hast, damit sie eins seien so wie Wir. Joh 17:12 Als Ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte Ich sie, die Du Mir gegeben hast, in Deinem Namen. Ich behütete [sie], und keiner von ihnen [ging] verloren außer dem Sohn des Untergangs, damit die Schrift erfüllt werde. Joh 17:13 Nun aber komme Ich zu Dir und spreche dies [noch hier] in der Welt, damit meine Freude in ihnen vollständig sei. Joh 17:14 Ich habe ihnen Dein Wort gegeben, und die Welt haßt sie, weil sie nicht von der Welt sind, so wie [auch] Ich nicht von der Welt bin. Joh 17:15 Ich ersuche [Dich] nicht, daß Du sie aus der Welt nimmst, sondern daß Du sie vor dem Bösen bewahrst. Joh 17:16 Sie sind nicht von der Welt, [so] wie [auch] Ich nicht von der Welt bin. Joh 17:17 Heilige sie in Deiner Wahrheit: Dein Wort ist Wahrheit. Joh 17:18 Wie Du Mich in die Welt [aus]ges[and]t hast, [so send]e auch Ich sie in die Welt [aus]. Joh 17:19 Für sie heilige Ich Mich, damit auch sie in Wahrheit Geheiligte seien. Joh 17:20 Aber nicht für diese allein ersuche Ich [Dich], sondern auch für die, [die] durch deren Wort an Mich glauben, Joh 17:21 damit sie alle eins seien; wie Du, Vater, in Mir [bist] und Ich in Dir [bin, so] mögen auch sie in Uns sein, damit die Welt glaube, daß Du Mich [aus]ges[and]t hast. Joh 17:22 Ich habe die Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, so wie wir eins sind: Joh 17:23 Ich in ihnen und Du in Mir, damit sie zur Ein[heit hin] vollendet werden und damit die Welt [er]kenne, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast und sie liebst, so wie Du Mich liebst. Joh 17:24 Vater, Ich will, daß auch jene, die Du Mir gegeben hast, bei Mir seien, wo Ich bin, damit sie Meine Herrlichkeit schauen, die Du Mir gegeben hast; d[enn] Du hast Mich vor [dem] Niederwurf [der] Welt geliebt. Joh 17:25 Gerechter Vater, die Welt [er]kannte Dich nicht, Ich aber kannte Dich; und diese haben [er]kannt, da[ß] Du Mich [aus]ges[and]t hast. Joh 17:26 Ich habe ihnen Deinen Namen bekanntgemacht und werde [ihn] bekanntmachen, damit die Liebe, [mit] der Du Mich liebst, in ihnen sei und Ich in ihnen." Joh 18:1 * [Nachdem] Jesus diese [Worte] gesprochen hatte, ging Er mit Seinen Jüngern [hin]aus [und begab sich] jenseits des Winterbaches Kidron, wo [ein] Garten war, in den Er und Seine Jünger eintraten. Joh 18:2 Judas aber, Sein Verräter, war auch [mit] dem Ort vertraut, weil Jesus Sich dort oftmals mit Seinen Jüngern [ver]sammelt hatte. Joh 18:3 [Als] Judas d[an]n die Truppe und [die] Gerichtsdiener von den Hohenpriestern und Pharisäern erhalten hatte, kam er mit Laternen, Fackeln und Waffen dort[hin]. Joh 18:4 Jesus wußte nun alles, [was] über Ihn kommen [sollte]; Er trat [hin]aus [und] fragte sie: Joh 18:5 "Wen sucht ihr?" Sie antworteten Ihm: "Jesus den Nazarener!" [Da] sagte Jesus [zu] ihnen: "Ich bin [es]!" Aber auch Judas, Sein Verräter, stand bei ihnen. Joh 18:6 Als Er nun [zu] ihnen sagte: "Ich bin [es]", wichen sie zurück und fielen zu Boden. Joh 18:7 Dann fragte Er sie nochmals: "Wen sucht ihr?" Joh 18:8 Sie sagten: "Jesus den Nazarener!" Jesus antwortete: "Ich sagte euch, da[ß] Ich [es] bin. Wenn ihr Mich nun sucht, [dann] laßt diese gehen!" Joh 18:9 Damit das Wort erfüllt werden sollte, das Er gesagt hatte: "Von denen, die Du Mir gegeben hast, verliere Ich gar keinen." Joh 18:10 Simon Petrus nun, [der ein] Schwert hatte, zog es [heraus], schlug [auf] den Sklaven des Hohenpriesters [ein] und hieb ihm die rechte Ohrmuschel ab; [der] Name des Sklaven war Malchus. Joh 18:11 [Da] sagte nun Jesus zu Petrus: "Stecke das Schwert in die Scheide! Soll Ich den Becher, den Mir der Vater gegeben hat, etwa nicht trinken?" Joh 18:12 Die Truppe, der Oberst und die Gerichtsdiener der Juden [er]griffen nun Jesus, Joh 18:13 banden Ihn und führten Ihn [zu]erst zu Hannas ab; denn er war [der] Schwiegervater des Kaiphas, der Hohepriester jenes Jahres war. Joh 18:14 Kaiphas aber war es, der den Juden geraten hatte, da[ß] es [für sie] vorteilhaft sei, ein Mensch sterbe für das Volk. Joh 18:15 Simon Petrus nun und ein anderer Jünger folgten Jesus. Jener Jünger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus in den Hof des Hohenpriesters hinein, Joh 18:16 doch Petrus [blieb] draußen an der Tür stehen. Der andere Jünger nun, der dem Hohenpriester bekannt war, kam heraus, sprach [mit] der Türhüterin und führte Petrus hinein. Joh 18:17 Nun sagte die Magd, die Türhüterin, [zu] Petrus: "Bist nicht du auch [einer] von den Jüngern dieses Menschen?" Er antwortete: "Ich bin [es] nicht." Joh 18:18 Dort standen auch die Sklaven und Gerichtsdiener; sie hatten [ein] Kohlen[feuer an]gemacht und wärmten sich, d[enn] es war kalt. Auch Petrus stand bei ihnen und wärmte sich. Joh 18:19 Der Hohepriester [be]fragte nun Jesus über Seine Jünger und über Seine Lehre. Joh 18:20 Jesus antwortete ihm: "Ich habe öffentlich [zu]r Welt gesprochen. Ich habe allezeit in [der] Synagoge und in der Weihe[stät]te gelehrt, wo alle Juden zusammenkommen; und Ich habe nichts [im] Verborgenen gesprochen. Joh 18:21 Warum fragst du Mich? Frage die, [die alles] gehört haben, was Ich zu ihnen sprach. Siehe, diese wissen, [was] Ich sagte." Joh 18:22 Als Er dies gesagt hatte, gab einer der Gerichtsdiener, [der] dabeistand, Jesus [eine] Ohrfeige [und] sagte: "So antwortest Du dem Hohenpriester?" Joh 18:23 Jesus antwortete ihm: "Wenn Ich übel gesprochen habe, [so] bezeuge was übel [war]; wenn [es] aber trefflich [war], warum schlägst du Mich?" Joh 18:24 D[an]n schickte Hannas Ihn gebunden zu Kaiphas, dem Hohenpriester. Joh 18:25 Simon Petrus aber stand [dabei] und wärmte sich. Man fragte ihn nun: "Bist nicht auch du [einer] von Seinen Jüngern?" Er leugnete und sagte: "Ich bin [es] nicht." Joh 18:26 [Da] sagte einer der Sklaven des Hohenpriesters, [der ein] Verwandter dessen war, [dem] Petrus die Ohr[muschel] abgehauen hatte: "Sah ich dich nicht im Garten mit Ihm?" Joh 18:27 [Da] leugnete nun Petrus nochmals, und sogleich krähte [ein] Hahn. Joh 18:28 D[an]n führte man Jesus von Kaiphas in das Prätorium. Es war [früh am] Morgen, und [die Juden] selbst gingen nicht in das Prätorium [hin]ein, um nicht entweiht [zu] werden, sie [wollten] doch das Passah essen. Joh 18:29 Daher kam Pilatus zu ihnen heraus und fragte [mit] Nachdruck: "Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen [vor]?" Joh 18:30 Sie antworteten ihm: "Wenn dieser nichts übles getan hätte, würden wir Ihn dir nicht überantworten!" Joh 18:31 Pilatus erwiderte ihnen nun: "Nehmt ihr Ihn und richtet Ihn nach eurem Gesetz!" Da entgegneten ihm die Juden: "Uns ist es nicht erlaubt, irgend jemand zu töten", Joh 18:32 damit das Wort Jesu erfüllt werde, das Er gesagt hatte, [als Er] andeutete, welches Todes Er demnächst sterben würde. Joh 18:33 D[an]n ging Pilatus wieder in das Prätorium [hin]ein, [ließ] Jesus rufen und fragte Ihn: "Du bist der König der Juden?" Joh 18:34 Jesus antwortete: "Fragst du dies aus dir selbst, oder haben [es] dir andere von Mir gesagt?" Joh 18:35 [Da] antwortete Pilatus: "Ich bin doch kein Jude! Deine Nation und die Hohenpriester haben Dich mir überantwortet. Was hast Du getan?" Joh 18:36 Jesus antwortete: "Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn Mein Königtum von dieser Welt w[ä]re, hätten sich Meine Untergebenen [für Mich] eingesetzt, damit Ich den Juden nicht überantwortet würde. Mein Königtum ist nun nicht von hier." Joh 18:37 D[an]n sagte Pilatus [zu] Ihm: "Du bist also doch [ein] König?" Jesus antwortete: "Du sagst [es], da[ß] Ich [ein] König bin. Ich bin dazu geboren; und Ich bin dazu in die Welt gekommen, um [ein] Zeug[nis für] die Wahrheit [abzuleg]en. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört Meine Stimme." Joh 18:38 Pilatus entgegnete Ihm: "Was ist Wahrheit?" Als [er] dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden [hin]aus und erklärte ihnen: "Ich finde keine Schuld an Ihm! Joh 18:39 Es ist aber [bei] euch Gewohnheit, daß ich euch am Passah einen [Gefangenen] freilasse. Beschließt ihr nun, daß ich euch den König der Juden freilasse?" Joh 18:40 Sie wieder[um] schrien nun alle: "Nicht diesen, sondern Barabbas!" Barabbas aber war [ein] Wegelagerer. Joh 19:1 * Dann nahm Pilatus nun Jesus und [ließ Ihn] geißeln. Joh 19:2 Die Krieger flochten [einen] Kranz aus Dornen, setzten Ihm [diesen] auf das Haupt, Joh 19:3 warfen Ihm [ein] purpurnes Obergewand um, traten zu Ihm und sagten: "Freue Dich, König der Juden!" Dann gaben sie Ihm Ohrfeigen. Joh 19:4 Pilatus kam danach nochmals heraus und sagte [zu] ihnen: "Siehe, ich führe Ihn [zu] euch heraus, damit ihr erkennt, da[ß] ich keine Schuld an Ihm finde." Joh 19:5 [Darauf] kam nun Jesus heraus [und] trug den Dornenkranz und das purpurne Obergewand. Da sagte [Pilatus zu] ihnen: "Siehe, der Mensch!" Joh 19:6 Als die Hohenpriester und Gerichtsdiener Ihn nun gewahrten, schrien sie: "Kreuzige, kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!" Pilatus entgegnete ihnen: "Nehmt ihr Ihn und kreuzigt (wörtl.: pfahlt) [Ihn]; denn ich finde keine Schuld an Ihm!" Joh 19:7 Die Juden antworteten ihm: "Wir haben [ein] Gesetz, und nach unserem Gesetz muß Er sterben, weil Er Sich Selbst [zu] Gottes Sohn gemacht hat." Joh 19:8 Als dann Pilatus dieses Wort hörte, fürchtete er sich um so mehr. Joh 19:9 Er ging wieder in das Prätorium [hin]ein, und fragte Jesus: "Woher bist Du?" Jesus aber gab ihm keine Antwort. Joh 19:10 Pilatus sagte nun [zu] Ihm: "[Mit] mir sprichst Du nicht?" Weißt Du nicht, da[ß] ich Vollmacht habe, Dich freizulassen, und Vollmacht habe, Dich zu kreuzigen (wörtl.: anzupfahlen)?" Joh 19:11 Jesus antwortete ihm: "Du h[ä]ttest gar keine Vollmacht über Mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben w[ä]re; deshalb hat er, der Mich dir überantwortete, [eine] größere Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) [begangen]." Joh 19:12 Aus diesem [Grund] suchte Pilatus Ihn freizulassen, aber die Juden schrien: "Wenn du diesen freiläßt, bist du kein Freund des Kaisers! Jeder, der sich selbst [zum] König macht, widersetzt sich dem Kaiser!" Joh 19:13 [Als] Pilatus nun diese Worte hörte, [ließ] er Jesus hinausführen und setzte sich auf [die Richter]bühne an [der] Stätte, [die] 'Steinpflaster' (hebräisch 'Gabbatha') heißt. Joh 19:14 Es war aber [der] Vorbereitungs[tag] des Passah, etwa [um die] dritte Stunde. Da sagte er [zu] den Juden: "Siehe, euer König!" Joh 19:15 Da schrien nun jene: "Hinweg, hinweg! Kreuzige (wörtl.: pfahle) Ihn!" Pilatus entgegnete ihnen: "Euren König soll ich kreuzigen (wörtl.: anpfahlen)?" Die Hohepriester antworteten: "Wir haben keinen König außer [dem] Kaiser!" Joh 19:16 Daher gab er Ihn dann dahin, ihnen [zu Willen], damit Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) würde. [Die Krieger] nahmen nun Jesus mit sich und führten Ihn ab. Joh 19:17 Sein Kreuz (wörtl.: Pfahl) Selbst tragend, ging Er [hin]aus zur sogenannten 'Schädelstätte', die hebräisch 'Golgatha' heißt, Joh 19:18 wo sie Ihn kreuzigten (wörtl.: anpfahlten) und mit Ihm andere zwei diesseits und jenseits, Jesus aber [in der] Mitte. Joh 19:19 Auch [eine] Inschrift hatte Pilatus schreiben und [oben] am Kreuz (wörtl.: Pfahl) [an]bringen [lassen, und] zwar war geschrieben: Jesus, der Nazarener, der König der Juden. Joh 19:20 Weil die Stätte, wo Jesus gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) wurde, nahe [bei] der Stadt war, lasen nun viele Juden diese Inschrift, zumal sie hebräisch, lateinisch [und] griechisch geschrieben war. Joh 19:21 D[an]n sagten die Hohenpriester der Juden dem Pilatus: "Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern da[ß] jener gesagt hat: König der Juden bin Ich." Joh 19:22 Pilatus antwortete: "[Was] ich geschrieben habe, [das] habe ich geschrieben!" Joh 19:23 Als nun die Krieger Jesus gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) hatten, nahmen sie Seine Kleider und machten vier Teile, [für] je[d]en Krieger [ein] Teil, dazu das Untergewand. [Nun] war aber das Untergewand ohne Naht, von oben [an] ganz durchgewebt. Joh 19:24 Daher sagten sie zueinander: "Wir sollten es nicht [zer]reißen, sondern darum würfeln, wer es haben soll" - damit die Schrift erfüllt werde, welche sagt: Sie verteilten Meine Kleider [unter] sich und warfen über Mein Gewand [das] Los. Das taten nun die Krieger. Joh 19:25 Bei Jesu Kreuz (wörtl.: Pfahl) standen Seine Mutter, die Schwester Seiner Mutter, Maria, die [Frau] des Klopas, und Maria, die Magdalenerin. Joh 19:26 [Als] nun Jesus [Seine] Mutter s[a]h und den Jünger, den Er liebte, dabeistehen, sagte Er [zu] Seiner Mutter: "Frau, siehe, dein Sohn!" Joh 19:27 Danach sagte Er [zu] dem Jünger: "Siehe, deine Mutter!" Von jener Stunde [an] nahm der Jünger sie in [sein] eigenes [Haus]. Joh 19:28 Danach, [als] Jesus wußte, da[ß] schon alles vollbracht war, sagte Er, damit die Schrift vollkommen [erfüllt] werde: "Mich dürstet." Joh 19:29 Es stand aber [dort ein] Gefäß, angefüllt [mit] Essig; man steckte daher [einen] essiggetränkten Schwamm auf [einen] Ysop[stengel] und hielt Ihm [diesen] an den Mund. Joh 19:30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, rief Er [aus]: "Es ist vollbracht!" neigte das Haupt und übergab den Geist. Joh 19:31 Die Juden nun (weil es [der] Vorbereitung[stag] war [und] damit die Körper am Sabbat nicht am Kreuz (wörtl.: Pfahl) blieben, denn jener Sabbat war [ein] hoher [Fest]tag) ersuchten den Pilatus, daß ihnen die Beine zerschmettert und sie [dann ab]genommen würden. Joh 19:32 Daher kamen die Krieger und zerschmetterten dem ersten, der mit Ihm gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) war, die Beine und [ebenso auch] dem anderen. Joh 19:33 Aber als [sie] zu Jesus kamen, gewahrten sie, da[ß] Er schon gestorben war, [und] zerschmetterten Seine Beine nicht. Joh 19:34 Einer der Krieger jedoch durchbohrte Seine Seite [mit einer] Lanzenspitze, und sogleich kamen Blut und Wasser heraus. Joh 19:35 Dies hat [einer] bezeugt, der [es] gesehen hat; sein Zeugnis ist wahrhaft, und jener weiß, da[ß] er [die] Wahr[heit] sagt, damit auch ihr [es] glaubt. Joh 19:36 Denn dies ist geschehen, damit die Schrift erfüllt werde: Kein Knochen soll an Ihm zerbrochen werden. Joh 19:37 Und wieder [eine] andere Schrift[stelle] sagt: Sie werden auf [Ihn] sehen, den sie [durch]stochen haben. Joh 19:38 Danach ersuchte Joseph von Arimathia ([der ein] Jünger Jesu war, allerdings [im] verborgen[en], aus Furcht [vor] den Juden) den Pilatus, daß er den Körper Jesu [ab]nehmen dürfe; und Pilatus gestattete [es]. Daher kam er und nahm Seinen Körper [ab]. Joh 19:39 Auch Nikodemus kam (der das erste [Mal] nachts zu Ihm gekommen war) [und] brachte [eine] Mischung [von] Myrrhe und Aloe, etwa hundert Pfund. Joh 19:40 Sie nahmen d[an]n den Körper Jesu und wickelten ihn samt den Gewürzen in Leinentücher, so wie es [bei] den Juden Sitte ist zu bestatten. Joh 19:41 Es war aber bei der Stätte, wo Er gekreuzigt (wörtl.: angepfahlt) wurde, [ein] Garten und in dem Garten [ein] neues Grab, in das bisher noch niemand gelegt worden war. Joh 19:42 Dort[hin] legten sie nun Jesus wegen des Vorbereitung[stages] der Juden, weil das Grab nahe war. Joh 20:1 * [An] dem einem der Sabbat[tage] ging Mirjam, die Magdalenerin, [früh am] Morgen, [als] noch Finsternis war, zum Grab und [sah, daß] der Stein vom Eingang des Grabes [weg]gehoben war. Joh 20:2 Sie lief nun [eilends] und kam zu Simon Petrus und zu dem anderen Jünger, den Jesus liebhatte, und sagte [zu] ihnen: "Man hat den Herrn aus dem Grab genommen, und wir wissen nicht, wohin man Ihn gelegt hat!" Joh 20:3 D[an]n ging Petrus und der andere Jünger [hin]aus und kamen zum Grab. Joh 20:4 Die zwei aber liefen zugleich, doch lief der andere Jünger vor[aus], schneller [als] Petrus, und kam [zu]erst zum Grab. Joh 20:5 Als [er] sich vorbeugte, [sah] er die Leinentücher [da]liegen; doch ging er nicht hinein. Joh 20:6 D[an]n kam auch Simon Petrus, [der] ihm folgte, und ging in das Grab [hin]ein. Auch er schaute die Leinentücher [da]liegen; Joh 20:7 aber das Schweißtuch, daß auf Seinem Haupt [gewesen] war, lag nicht bei den Leinentüchern, sondern getrennt, an einem Platz [für sich und] gefaltet. Joh 20:8 Dann ging nun auch der andere Jünger, der [zu]erst [an]gekommen war, in das Grab [hin]ein, gewahrte [alles] und glaubte. Joh 20:9 Denn bisher wußten sie [aus] der Schrift noch nicht, da[ß] Er aus [den] Toten auferstehen müsse. Joh 20:10 D[an]n gingen die [beiden] Jünger wieder zu [den] Ihren. Joh 20:11 Maria [blieb] jammernd draußen am Grab stehen. Als sie nun [so] jammerte, beugte sie sich in das Grab vor und schaute, Joh 20:12 wo der Körper Jesu gelegen [hatte], zwei Boten in weißen [Gewändern] sitzen, einem am Kopf[ende] und einen am Fuß[ende]. Joh 20:13 Jene fragten sie: "Frau was jammerst du?" Sie antwortete ihnen: "Man hat Meinen Herrn [weg]genommen, und ich weiß nicht, wohin man Ihn gelegt hat." Joh 20:14 [Als sie] dies gesagt hatte, wandte sie sich zurück und schaute Jesus stehen; doch wußte sie nicht, da[ß] es Jesus war. Joh 20:15 [Da] fragte sie Jesus: "Frau was jammerst du? Wen suchst du?" [Weil] sie meinte, da[ß] es der Gärtner sei, sagte sie [zu] Ihm: "Herr, wenn du ihn [fort]getragen hast, [so] sage mir, wohin du Ihn gelegt hast, dann will ich Ihn [mit]nehmen." Joh 20:16 Jesus sagte [zu] ihr: "Mirjam!" Sie aber, sich [um]wendend, sagte [zu] Ihm [auf] hebräisch: "Rabbuni", das heißt Lehrer. Joh 20:17 [Da] sagte Jesus [zu] ihr: "Rühre Mich nicht an; denn Ich bin noch nicht zu Meinem Vater aufgestiegen! Geh aber zu Meinen Brüdern und sage ihnen: Siehe, Ich steige zu Meinem Vater und eurem Vater auf, [zu] Meinem Gott und [zu] eurem Gott." Joh 20:18 [Da] ging Mirjam, die Magdalenerin, [hin und] verkündigte den Jüngern: "Ich habe den Herrn gesehen" und dieses habe Er [zu] ihr gesagt. Joh 20:19 [Als es] nun [an] jenem Tag, dem einen [der] Sabbat[tage], Abend [geworden] war und die Türen [in dem Haus], wo die Jünger sich [ver]sammelt hatten, aus Furcht [vor] den Juden verschlossen war, kam Jesus, trat in [ihre] Mitte und sagte [zu] ihnen: "Friede [sei mit] euch!" Joh 20:20 Als [Er] dieses sagte, zeigte Er ihnen sowohl [Seine] Hände als auch die Seite. Nun freuten sich die Jünger, [weil sie] den Herrn gewahrten. Joh 20:21 D[an]n sagte Jesus nochmals [zu] ihnen: "Friede [sei mit] euch! So wie der Vater Mich [aus]ges[and]t hat, sende auch Ich euch." Joh 20:22 Als [Er] dies gesprochen hatte, hauchte Er [sie] an und sagt[e zu] ihnen: "Nehmt heiligen Geist! Joh 20:23 Wenn ihr jemandem die Sünden (wörtl.: Zielverfehlungen) erlaßt, dem sind sie erlassen, [und] wenn ihr [sie] jemandem [be]haltet, [dem] sind sie [be]halten." Joh 20:24 Thomas aber, einer von den Zwölf, der Didymus genannt wurde, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Joh 20:25 Die anderen Jünger berichteten ihm dann: "Wir haben den Herrn gesehen!" Er sagte ihnen jedoch: "Wenn ich nicht das Nägelmal in Seinen Händen gewahre und [nicht] meinen Finger in das Nägelmal und meine Hand in Seine Seite lege, werde ich [es] keinesfalls glauben." Joh 20:26 Nach acht Tagen waren Seine Jünger wieder drinnen, und Thomas [war] bei ihnen. [Da] kam Jesus [bei] verschlossenen Türen [herein], trat in [ihre] Mitte und sagte: "Friede [sei mit] euch!" Joh 20:27 Danach sagte Er [zu] Thomas: "Reiche deinen Finger her und gewahre Meine Hände, dann reiche deine Hand [her] und legte [sie] in Meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" Joh 20:28 Thomas antwortete Ihm: "Mein Herr und Mein Gott!" Joh 20:29 Jesus aber sagte [zu] ihm: "Weil du Mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig [sind], die nicht gewahren und [doch] glauben." Joh 20:30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor den Augen Seiner Jünger, die nicht in dieser Rolle geschrieben sind; Joh 20:31 diese aber sind geschrieben worden, damit ihr glaubt, da[ß] Jesus der Christus, der Sohn Gottes ist, und damit ihr [als] Glaubende in Seinem Namen äonisches Leben habt. Joh 21:1 * Danach offenbarte Sich Jesus nochmals den Jüngern, am See Tiberias. Hier offenbarte Er Sich [auf solche Weise]: Joh 21:2 Es waren beisammen Simon Petrus, Thomas, der Didymus genannt wird, Nathanael aus Kana [in] Galiläa, die [Söhne] des Zebedäus und zwei andere Seiner Jünger. Joh 21:3 Simon Petrus sagte [zu] ihnen: "Ich gehe fischen!" Sie erwiderten ihm: "Auch wir kommen mit dir!" D[an]n gingen sie [hin]aus und stiegen sogleich in das Schiff, fingen aber in jener Nacht nichts. Joh 21:4 Als [es] schon Morgen wurde, stand Jesus am Strand. Doch wußten die Jünger nicht, da[ß] es Jesus war. Joh 21:5 Jesus fragte sie nun: "Kinder, habt ihr nicht etwas Zu[kost zu] essen?" Sie antworteten Ihm: "Nein." Joh 21:6 Dann sagte Er [zu] ihnen: "Werft das Netzt nach der rechten Seite des Schiffes [aus], so werdet ihr [Fische] finden!" [Da] warfen sie [es] nun [aus] und vermochten es vor der Menge der Fische nicht mehr [ein]zuziehen. Joh 21:7 D[an]n sagte jener Jüng